Horrorgames: Eure Favoriten

Hallo zusammen,

als alte Horrorhexe würde mich einmal interessieren, was so Eure beliebtesten Horrorgames sind - und warum. Eine Frage, die mich beispielsweise immer umtreibt, ist, was eigentlich so ein Spiel ausmacht.

Für mich gibt es drei Faktoren, die zum Horror im Videospiel dazugehören: Sujet, Atmosphäre und Spielmechanik. DOOM hat zwar durchaus Horrorthematik; Atmosphäre und Spielmechanik haben aber mit Grusel nix zu tun. Als Spielerin bin ich viel zu mächtig, um mir jemals wirklich Sorgen machen zu müssen.

Anders sieht es da mit den alten Resident Evil-Spielen oder auch Outlast aus. Diese Titel gehen in die Richtung Survival Horror. Für mein Empfinden reibt sich bei diesen Games der Horror allerdings recht schnell ab. Man gewöhnt sich irgendwie dran.

Wieder anders sieht es aus bei den vielen Indie-Titeln, die in den letzten Jahren auf den Markt kommen. Amnesia: The Dark Descent ist hier natürlich ein klassisches Beispiel, weil es mit Sanity Mechanics funktioniert; reibt sich für mich aber auch wieder schnell ab. Zum Nachdenken mit wohligem Grusel regen mich dagegen eher Doki Doki Literature Club! oder auch Buddy Simulator 1984 an. Sind diese Spiele in ihrer Darstellungweise wirklich gruselig? Nicht. Aber sie spielen mit meinen Erwartungen, was die Grenzen eines Computerspiels angehen. Das gefällt mir sehr gut.

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Horrorspiele habe ich bis heute kaum gespielt. Diese sind einfach zu gruselig und ich kann mich darin einfach zu gut hineinversetzten. DOOM (2016) hat eine verdammt coole Atmosphäre und die Grafik ist wow. Bisher habe ich es leider(!) nur 7,5 Std. gespielt. Resident Evil 1+2 auf der Playstation bleiben hingegen unvergessen. :man_zombie:

Aktuell spiele ich u.a. das narrative Game Inside. Es ist mein erstes ‚narrative‘ Spiel. Ich finde es ziemlich cool. Zählt das auch zu Horror? :thinking:

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Ich hätte gesagt, Inside ist zumindest Horrorbenachbart. Schönes Spiel!

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Ich bin an der Stelle gleich raus. Mit dem Genre Horror möchte ich nichts zu tun haben. Und wenn ich doch das Verlangen habe mich mit der Thematik zu beschäftigen helfe ich ehrenamtlich anderen Menschen. Das Leiden als Freizeit Beschäftigung zu konsumieren schreckt mich ab…

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Jump-Scares und einfacher Pixel-Gore sind für mich nicht so wirklich Horror. Was mir schlaflose Nächte bereitet sind dann eher so Dinge wie Silent Hill 2 oder Doki Doki Literature Club.

Das Horror Genre war nie mein Steckenpferd, aber mein erstes Erlebnis dieser Art war seiner Zeit „The Lost Files Of Sherlock Holmes“, von Electronic Arts. In dem Spiel gab es eine Leichenhalle und damals (ich war noch sehr jung) war mir ganz anders geworden, als ich das Gesicht einer aufgedeckten Leiche sah :). Außerdem mag ich die typische Sherlock Holmes Atmosphäre in diesem Spiel.

DOOM hat zwar durchaus Horrorthematik; Atmosphäre und Spielmechanik haben aber mit Grusel nix zu tun.

Ich finde jedoch schon, dass eine gewisse Atmosphäre im Spiel Grusel erzeugen kann. Ist es nicht gerade die Umgebung in einem Spiel oder Film, welche dafür sorgt das sich der Protagonist unwohl fühlt?

Ich mochte The Evil Within 1 und 2. Hatte da vor allem bei 2 das Gefühl dass ständig alles passieren konnte und es keinen sicheren Zufluchtsort gibt.

Dead Space 1 hab ich auch als tolle Horrorerfahrung in der Erinnerung, weil ich es für eine Trophy nur mit dem Plasma Cutter gespielt hab und nie das Gefühl hatte übermächtig zu sein.

Bloodborne zähle ich auch als Horrospiel, weil es mir auf die bestmöglichste Art ein unangenehmes Gefühl gibt.

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Oh ja, absolut. Ich meinte nur explizit die Atmosphäre von DOOM.

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Kann ich verstehen, finde ich aber etwas kurz gedacht. In welchem Genre spielt das Leiden denn keine Rolle? Wenn ich da so an durchschnittliche Krimis, Tragödien, Sci-Fi und Fantasy denke, dann machen schlechte Ereignisse oft ja schon einen zentralen Teil der Story aus.

Auch finde ich es schade, Horror nur auf Leiden zu reduzieren. Dafür ist mir persönlich das Genre viel zu heterogen. Klar - ich kann recht hirnlose Torture-Porn-Streifen wie Hostel haben, aber es gibt auch kluge, sozialkritische Beiträge wie Get Out. Und bei Videogames ist das ja nicht anders.

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Bin generell kein Riesenfan von Horror (egal in welchem Medium), und kann insbesondere Jumpscares so gar nichts abgewinnen. Für die Amnesia-Spiele hatte ich bspw. einfach nie ein kompatibles Nervenkostüm und es daher nichtmal versucht. :sweat_smile: Dennoch hab ich ein wenig gespielt, was man grob in die Richtung einsortieren könnte.

System Shock 2 geht sicherlich in die Survival-Richtung und zum Ende hin ist man, wenn man sich nicht ganz blöd anstellt, auch zu mächtig um sich irgendwie noch zu fürchten, aber bis dahin schlägt man sich halt in erster Linie mit einem überdimensionierten Schraubenschlüssel durch und weiß gar nicht recht was hier eigentlich geschieht. Das funktioniert gut. Ähnliches gilt für Immersive Sims wie Thief, die ich zwar auch nicht im klassischen Horror verorten würde, aber Atmosphärisch und durch ein gewisses Gefühl der Unterlegenheit m.E. schon in die Richtung gehen. Die Marine-Kampagne in Alien vs. Predator ist in ihren besten Momenten da ebenfalls ähnlich: Man ist klar unterlegen, ständig piepst der verdammte Bewegungsmelder aber es ist so dunkel, dass man nichts sehen kann.

Hier wurde Inside schon genannt, welches es wirklich gut hinbekommt ein beklemmendes Gefühl des „verfolgt werdens“ rüber zu bringen. Das vorherige Limbo punktet da mit, zumindest zum Teil, ähnlichen Werten.

Dann sind da Sachen wie Vampire: The Masquerade - Bloodlines, wo das zugrundeliegende P&P Regelwerk ja ganz klar Horror sein will/soll. Das ist finde ich ein ganz interessanter Fall, denn eigentlich ist das gewissermaßen ein Horrorspiel, in dem der Spieler aber das Monster ist. Oder zumindest eines der Monster.

Und dann gäb’s da noch ein paar Sachen im Adventurebereich die mir einfielen. Loom ist teils durchaus ziemlich fies, obwohl der Spielercharakter hier nicht sterben kann. Sanitarium (und das spielerisch ähnlich anmutende Stasis) habe ich selbst noch nicht gespielt, aber seit vielen Jahren auf meiner Liste und auch da gehe ich davon aus, dass es die richtige Atmosphäre treffen wird. Das in Stay Forever Spielt gespielte King of Shreds and Patches hatte mich ebenfalls wirklich gut abgeholt.

Das wäre was mir so gerade spontan einfällt. Gibt sicherlich noch ein bisschen mehr, aber das könnte man dann bei Bedarf ja noch hinzufügen. :slight_smile:

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Schönes Beispiel, dass Du hier nennst. Thief an sich kreiert viel Spannung, ist aber noch nicht unbedingt Horror. Dann kommt aber plötzlich in Thief: Deadly Shadows das Level „Robbing the Cradle“. Mit denselben Spielmechaniken, dass das Game bis dahin hatte, wird plötzlich etwas völlig anderes angestellt - und schon landet man im Survival Horror. Das finde ich extrem spannend.

Zum Thema Monstersein: Sagt dir Carrion etwas?

Also das für mich absolut beste Horrorgame ist Alien: Isolation. Da ich großer Scifi-Fan bin, aber auch dem Horror nicht abgeneigt, habe ich mich riesig auf dieses Spiel gefreut. Man spielt hier die Tochter von Ellen Ripley und muss sich auf einer Raumstation gegen ein Alien zur Wehr setzen, während man auf der Suche nach Informationen über den Verbleib der Mutter ist.
Ständig ist man dem Alien unterlegen, man muss schleichen, sich verstecken und hoffen, nicht von den verschiedenen Gegnern (Alien, Robotern und Menschen) erwischt zu werden.
Das Design ist dem ersten Alien Film entnommen und in einer herrlichen Detailverliebtheit nachgebaut. Ich hatte vor Stress regelmäßig tellergroße Schweissflecken auf meinem Shirt und kann das Spiel wegen der dichten Atmosphäre jedem Horror-Fan empfehlen.

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Alien Isolation ist auch mein Favorit in Sachen Horror. Zumal es extrem gut die Situation einfängt von einem absolut überlegenem Alien gejagt zu werden, wie im Film! Am nervenzerreißendsten sind die Sprints zu den Speicherpunkten, bei denen man nie weiß, ob einen das Alien nicht doch noch im letzten Moment erwischt.
Ich finde es mit gut 25 Stunden lediglich etwas lang.

Ansonsten spiele ich Horror-Spiele sehr gerne. Wichtig ist mir hier eine dichte Atmosphäre.

Die finde ich zum Beispiel auch beim großen Klassiker Resident Evil 2. Die vorgerenderten 90er Hintergründe machen genau wie der Soundtrack das Erkunden der Polizeistation zu einem wohlig schaurigen Erlebnis.

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Bisher nicht, aber ich hab gerade mal geschaut und das sieht doch durchaus ganz interessant aus. Merke ich mir jedenfalls mal. :slight_smile:

Ich habe damals Darkness Within: In Pursuit of Loath Nolder sehr gerne gespielt. Das hat ein paar sehr schöne Elemente, sowie eine tolle lovecraftsche Stimmung (was Dir ja ebenfalls gefallen müsste).

Ich habe damals Clive Barker’s Undying gespielt. Der wahre Horror dort sind allerdings die Ladezeiten, die man ertragen muss, während man orientierungslos durch die Räume des Anwesens irrt.

Ein schöner Moment war beispielsweise der, als man in den Spiegel schaut und dort sieht, wie ein Geist hinter einem manifestiert.

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Ich hatte erst letztes Jahr „Dead Space“ auf der alten Xbox 360 nachgeholt. Und obwohl es schon mehr als eine Dekade auf dem Buckel hat, muss ich sagen, dass es schon verdammt gruselig war. Definitiv ein Anwärter für nen SF-Podcast (Folge 847 oder so). Umso enttäuschender fand ich „Dead Space 2“, dass ich etwa nur bis zur Hälfte durchgespielt hatte. Die Horror-Atmosphäre war futsch. Wahrscheinlich den viel zu vielen Ballereien geschuldet. Teil 3 werde ich nicht spielen. Vom Hörensagen her soll es NOCH mehr auf Action getrimmt worden sein.

In jüngeren Jahren fand ich das allererste „Resident Evil“ schon verdammt gruselig. Ebenso das erste „Silent Hill“. Noch jünger war ich, als ich mich stark beklemmt mit „Elvira“ oder auch „Waxworks“ auf dem Amiga beschäftigte. Diese Todesszenen, gottverdammtnochmal!

Eines meiner ersten „Horrorspiele“ dürfte „Forbidden Forest“ gewesen sein. Das löst heutzutage natürlich weniger Angst und Schrecken aus - aber so mit 8, 9 Jahren war der Überlebenskampf im Wald schon verdammt gruselig. Und wenn ich in der richtigen Stimmung bin, dann fühlt sich das Spiel immer noch nach purem Horror an. :stuck_out_tongue:

By the way: Wann kommt endlich „Forbidden Forest“? Machen sie sich mal dafür stark, Herr Lott. Zeit wird’s! :smile:
(Link: Forbidden Forest - Testberichte vom Amiga Joker, ASM, Power Play, PC Joker, Play Time, Happy Computer )

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Elvira war auch gerne mal ein bisschen eklig. Die Maden… :nauseated_face:

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Ich spiele selbst eher keine Horrorspiele, das lässt mein Nervenkostüm nicht zu, aber ich schaue mir zum Teil gern Let’s Plays von Horrortiteln an. Hier mal eine Auswahl, die ich spannend finde oder fand:

Silent Hill habe ich sogar selbst gespielt und ist für das Horrorgenre wirklich ein Klassiker. Muss ich vermutlich nicht viel mehr zu sagen.

From the Darkness ist eine sehr kurze Erfahrung und spielerisch nicht sonderlich anspruchsvoll, aber die Atmosphäre finde ich sehr eindrücklich. Und Puppen, die einem hinterherschauen, sind sowieso per se der absolute Horror. :sweat_smile:

At Dead of Night hat ein sehr klassisches Szenario (Übernachtung einer Gruppe in einem Hotel), ist aber sehr cool aufgemacht mit FMV-Style und immerhin auch ein wenig Rätselmechanik. Der Horror wird aber eher erzeugt durch die Angst erwischt zu werden und dem damit verbundenen Jumpscare. Dennoch spannend zuzuschauen.

Visage fand ich sehr unheimlich und spannend. Ähnelt spielerisch ein bisschen Amnesia mit dem Sanity-Aspekt. Inhaltlich sehr mysteriös, aber ich habe es mir echt gern angeschaut. Hätte das aber nie selbst spielen können.