Ich vibe-code eine Skat App

Endlich mal jemand der Canasta represented.

Ja schon. Canasta hat ja über die Spielrunden eine Progression (wie viele Punkte man benötigt um Auslegen zu können). Es gibt diverse Strategien wie man zum Endgewinn kommt und wenn man es in Gruppen spielt, in der Familie war es immer 2vs2, kommt auch auch nochmal eine andere Komponente dazu.
Ich gebe gerne zu, dass es weniger komplex ist als Skat oder Doppelkopf. Es ist aber bei weiten anspruchsvoller, und für mich auch spaßiger, als z.B. Rommé.

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Meine Erinnerungen an Rommé und Canasta sind leider alle aus Zeiten, wo ich mit 10 gegen meine Großeltern, mit Schuhkarton, gespielt habe.

Ich glaub, da müsste ich auch nochmal bei der UI bei, bei Canasta kann man ja unendlich viele Karten auf der Hand haben. Meine Skat App ist vielleicht die einzige, die perfekt im Portrait Modus funktioniert:

21644?

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Bei Binokel - äh - Benogl wäre ich sofort dabei. :grin:
Aber nicht die grässlich amerikanische Variante Pinochle!

Mein Opa (RIP) war voll auf Skat - leider hat er es mir nicht beibringen können. Wenn dein Spiel auch gute Tutorials hat, wäre ich auch dran interessiert.

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Ich hab die App jetzt in „Closed Testing“ bei Google. Releases gehen schon durch den Review-Prozess (wie immer der aussieht, hat gerade eben 2-3 Stunden für ein Update gedauert). Kurz zur Entwarnung: die App ist komplett clean, keine Werbung, keine Permissions. An Daten speichert der Server einen Fingerprint von einem Crypto-Schlüssel und Skat-Punkte.

Bitte nicht lachen, das Artwork ist schmerzbefreit KI-geslopt. Generell ist das alles ein Rohbau, nicht zu viel erwarten. Am besten gar nichts erwarten. Online Spiel ist quasi ungetestet. Tablets auch, yolo…

update: Tablets gerade getestet, funktioniert gut

@Fischonkel Du bist auf jeden Fall Haupt-Zielgruppe. Allerdings bin ich noch nicht ganz soweit, den Anfänger perfekt abzuholen. Ich hab eine Kartenspiel Engine, die für die gesamte Lernkurve tragfähig sein sollte. Was noch fehlt ist ein „geskriptetes“ Tutorial.

Naja, wer mal sehen möchte, kann mir seine Google-Playstore Email-Adresse per PN schicken. In überschaubarem Rahmen auch blockweise für Skat-Runden. Aber aufgepasst: dies ist eine Android-only App bisher.

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Ich finde den Versuch toll.

Und wer hier über Kartenspiele trollt, tut ihnen Unrecht. Ja, die Komplexität ist sicherlich überschaubar, aber insbesondere Skat und Doppelkopf haben eine erhebliche taktische Tiefe. Die Regeln sind einfach, aber es zu meistern ist schwer. Also klassische Suchtspiele. :wink:

Pferdefuß: Diese Kartenspiele gewinnen massiv dadurch, dass man gemeinsam am Tisch sitzt. So ein Reinreiten lassen macht einfach viel mehr Spaß als anonym online. Ich würde mir daher eine solche App sicher nicht zulegen wollen. Aber ich finde den Ansatz trotzdem gut. Weiter so.

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Das eh. Die klassischen Kartenspiele sind schon was sehr feines und haben einen starken „easy to learn, hard to master“-Aspekt. Ich hab ja neulich auch Mahjongg für mich entdeckt, sind jetzt keine Karten aber von der Spielmechanik ja nah an so Setsammelspielen wie Rommé dran.

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Bei Skat war ich damals nach 10 Minuten raus. Nach dem Motto: Wer ist dümmer? Derjenige der das Spiel nicht versteht, oder der der dem dummen nicht ordentlich die Regeln erklären kann?
Vielleicht mit den falschen Leuten gespielt, aber seitdem verbinde ich Skat mit einem… sagen wir mal freundlich… gewissn Habitus.

Leider ist das bei vielen dieser Runden wirklich so. Ich habe das Glück gehabt mit Freunden in der Oberstufe Skat zu lernen und zu spielen, da war das vernünftig. Es ging mir aber bei Doppelkopf ähnlich, das Leute einfach nur so mit Begriffen um sich geworfen haben, ohne eine vernünftige Erklärung. Ich spiele daher bis heute nur sehr sehr selten Doppelkopf.

Skat ist super unzugänglich. Das versteht man traditionellerweise eigentlich nur, wenn man langzeit-zwangsexponiert wird, zB weil die Familie regelmäßig spielt. Es gibt mW auch bisher keine App, die wirklich versucht, das beizubringen.

Ich kann Skat und Doppelkopf - aber beides nicht wirklich gut. Mein Endgegner war Bridge - Ich war mal bei einer Bridge AG in der Schule, und ich würde jetzt auch der Lehrerin eine Teilschuld geben, dass das nichts wurde.

Ich finde das ist bei allen Kartenspielen so, die man im Team spielt. Hier in Niederbayern ist das traditionell Schafkopf und Watten. Da man gern mal um Geld spielt, haben die besseren Spieler schon gar keine Lust, die Regeln großartig zu erklären.
Entweder weil sie keinen schlechten Spieler mit dabei haben wollen (und das ist noch der harmlose Fall) oder weil sie dann einen Dummen haben, den sie abziehen können.
Dazu kommen dann noch „erwartete“, regional standardisierte Formen des Betrugs. Zum Beispiel mit dem Mundwinkel zucken, die Augenbraue berühren usw. um dem Partner bestimmte Trümpfe usw. anzusagen.
Aber ja, Skat wird durch das Reizen (die Zahlen, die man sich anfangs, für den Außenstehenden willkürlich, zuruft) noch geheimnisvoller. Ich finde dadurch wird Skat unzugänglicher, weil man erst mal eine relativ komplexe Reizwerttabelle auswendig lernen und dann den Wert der eigenen Karten berechnen muss, bevor das Spiel losgeht.

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Aus meiner Sicht eigentlich überhaupt nicht. Skat ist meiner Meinung nach super zugänglich. Es ist für mich das perfekte Beispiel von „Easy to learn, hard to master“. Wenn man sich etwas Mühe gibt sind die Regeln innerhalb von 5 min erklärt. Das schwerste für Angänger ist ja meist das Reizen, da würde ich anfangs immer eine Tabelle dazugeben, denn das lernt man wirklich nur durch Wiederholung. Die Wiederholung ist aber auch schon ein Stichwort: Da eine Skatrunde ca. 3 min dauert, kann man in sehr kurzer Zeit sehr viel Wiederholungen schaffen und daraus lernt man.

Das unzugänglichste am Skat sind die Klischee Altherren-Runden die nur doofe Sprüche machen, nicht gewillt sind Anfänger etwas zu erklären und alles viel zu Ernst nehmen.

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Zwei Stühle, eine Meinung :slight_smile:

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Aber im Direktvergleich mit, sagen wir mal, Uno…?

Uno ist zugänglicher keine Frage. Uno wurde aber auch entwickelt im 20. Jahrhundert mit dem Hintergedanken die ganze Familie abzuholen, also euch explizit Kinder. Für mich hinkt daher der Vergleich etwas, da Skat eine andere Zielgruppe hat.

Das ist also ob du fragst was ist zugänglicher Mensch Ärgere dich Nicht oder die Siedler von Catan. Ja natürlich Mensch Ärgere dich nicht.

Als persönliches noch, ich spiele halt auch ungern Uno, da es so simpel ist.

Bei Skat ist hauptsächlich das Reizen schwer. Ohne drei Spiel vier ist ja noch halbwegs verständlich, aber der Rest und bis wie viel man Reizen darf ist halt maximal undurchsichtig.

Deswegen bevorzuge ich Benogl, da gibt’s zwar Kartenbilder und ihre Werte fürs Reizen zu merken, aber die kann man für aufschreiben und sind Recht naheliegend. Man kommt da nach zwei, drei Runden rein.

Du hattest Benogl ja schon letztens erwähnt, habs gerade gegoogelt, mir sagte das gar nichts. Spannend! Mein portugiesischer Kollege meinte auch schon, dass es dort ein ähnliches Spiel gibt.

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Aber mal zurück zum Thema Regelerklärung, das wäre doch ein cooles Feature für Deine App. Und auch eine Reiztabelle mit Was-wäre-wenn Rechner (z.B. bis wohin kann ich mit Hand und/ oder Schneider reizen).

Theoretisch muss ich ja nicht mal alle Regeln erklären. Ich muss die User dazu bringen, richtig Skat zu spielen :slight_smile:

Durch die Challenges kann man ja schon mal alle Modi üben, ohne Reizen. Dann habe ich eine recht einfache ‚Reiz-Hilfe‘ (auf englisch, bidding helper , klingt es irgendwie besser). Da kann man wählen was man spielen will, und die sagt einem wie hoch man reizen kann (sicher/riskant).

Bis vor kurzem dachte ich noch, das reicht eigentlich. Aber durch die Diskussion hier bin ich schon darauf gekommen, das verbessern zu wollen.

Ich denke, ich werde den „Buben Faktor“ mit der Reiz-Hilfe anzeigen, also in der Art „4x - risky ; 2x - safe“ , beispielhaft für „ohne 3“. Dann kann man zur Erklärung drauf tappen, und ich stelle die oberen Buben grafisch als Reihe dar, als einen gamey combo Multiplikator, oder so ähnlich. Bei „ohne x“ stell ich dann nicht vorhandene Geister Karten dar, und denk mir noch einen grafisch erzählten Bezug zu dem Risiko aus.

So der Plan :slight_smile: