Bei mir ist The Secret of Monkey Island ein wenig herabgerutscht. War das erste Computerspiel, das ich jemals gespielt habe, aber mittlerweile finde ich Lechuck’s Revenge, Curse of Monkey Island und sogar Return to Monkey Island besser. TSoMI ist mir ein wenig zu kurz, Musik kommt recht sporadisch vor und ich finde den Schwertkampf mit den Reimen aus CoMI etwas unterhaltsamer als den von TSoMI, wobei mir diese Spielmechanik an sich insgesamt nicht mehr so sehr zu sagt.
Curse of Monkey Island ist noch heute eines meiner liebsten Spiele. Bin gerade wieder dabei es durchzuspielen. So viele lustige Charaktere und Sprüche, die wir im Freundeskreis auch öfter mal zitieren. Nur das Ende hätte besser werden können, laut Grobe Pixel Podcast wohl ein Budget Problem, da die Kosten der Animationen unterschätzt wurden. Ein HD Update mit dem ursprünglich geplanten Ende wäre genial und natürlich ne SF Folge ![]()
Die erste Erinnerung ist jedoch Maniac Mansion. Von der Schule heim, C64 an und los gerätselt. Und deswegen hat das auch so einen hohen Stellenwert bei mir.
Mit Freunden habe ich auch die Remakes von Grim Fandango und Day of the Tentacle durchgespielt und auch sogar die von Monkey Island 1 + 2.
Vor allem mit Escape from MI gehe ich heute gnädiger ins Gericht, nachdem ich mich damals so sehr darauf gefreut hatte und es dann abbrechen musste. Ich habe es später nochmal durchgespielt und zuletzt bei einem Walkthrough doch öfter schmunzeln müssen.
Sam&Max ist in meiner Gunst über die Jahre leider etwas gefallen. Ich empfinde es heute als sperrig, die Rätsel nicht schlüssig. Ich vergesse jedes Jahr aufs Neue, wo ich eigentlich hin muss, es will sich nichts so sehr einprägen wie es bei anderen LA Games der Fall ist.
Curse fand ich übrigens den Anfang geschickt gelöst à la „Wie konntest du meinem Jahrmarkt der Verdammnis entkommen?“
Das erklärte nur teilweise das Ende des zweiten, ohne das Mystische zu beschädigen, und ließ mir meine Phantasie weitgehend unangetastet. Return macht es eigentlich nicht anders.
Ich finde, dass vor Allem die “lustigen” Lucas Arts Adventures erzählerisch sehr schlecht gealtert sind. Day of the Tentacle wirkt auf mich zum Beispiel mittlerweile so richtig albern. Der Humor ist irgendwie bemüht, die Story nicht wirklich durchdacht, es gibt keine Charakterentwicklung etc. Dasselbe gilt für Monkey Island.
Ihre ernsthaftere Spiele finde ich erzählerisch wiederum immer noch ganz gelungen: Vollgas, Grim Fandango, The Dig, Fate of Atlantis.
Der Humor war ehrlicherweise nie so 100%ig meins. Ich wollte sie alle wirklich gerne mögen, aber es ging selten über ein Schmunzeln hinaus. Dadurch haben die Monkey Islands, Maniac Mansion und insb. Sam & Max bei mir keinen persönlichen Stellenwert. Sie haben natürlich trotzdem hohen Erinnerungswert, weil sie halt oft Gesprächsthema waren, dementsprechend verknüpfe ich damit auch einiges. Aber spielerisch bin ich draußen. Dafür bin ich einfach zu spät zu den Point & Clicks gekommen, die fangen bei mir erst mit Baphomets Fluch an, davor war ich primär in anderen Genres und auf Konsole unterwegs. Wing Commander und Dune 2 haben mich da deutlich früher in Beschlag genommen.
Mein junges Ich war damals von dem Ende von MI2 echt schwer beeindruckt, vielleicht auch weil das Ende mit dem dich verfolgenden LeChuck und der Voodoo-Puppe so eine skurille, unheimliche Sequenz ist. Da empfand ich den Anfang von CMI irgendwie als “cop-out”.
RTMI löst das in meinen Augen besser, ist aber sicher auch nicht das, was Ron damals gemacht hätte. (Allerdings windet sich Return trotz all seiner Stärken ja ohnehin sehr darum, konkrete Antworten zu geben - mutmaßlich, um niemandem auf die Füße zu treten. Verstehe ich zwar, fand ich aber schade.)
Ja, gehe ich mit. Mir fällt aus dem Stehgreif aber auch ehrlicherweise kein Spiel ein, das meinen Humor gänzlich getroffen hätte. Ein paar nette Gags oder Wortwitz findet man in einigen Adventures - von Monkey Island und Sam & Max über Baphomets Fluch bis zur Ace-Attorney-Reihe -, aber so richtig lustig? Schwierig.
DOTTs Stärke ist für mich klar das Puzzledesign mit seinen Zeitebenen; das war wirklich clever und durchdacht - und bedingt die Albernheit bzw. Absurdität beinahe.


