Welches Thema genau meinst du jetzt?
Wenn es außerhalb von Verschwörungstheorien wirklich irgendwelche Kräfte gibt, die irgendwelche absurden Themen „unmöglich machen wollen“, dann ist es natürlich die allerallerallerschlechteste Methode, das Thema popkulturell zu befeuern und gleichzeitig sich darüber lustig zu machen. Das ist der allersicherste Weg, um massenhaft Spinner anzulocken, die dann YT und X und 4Chan und Reddit füllen mit all den Sachen, die angeblich unter der Decke gehalten werden.
Borbarads Fluch ist schon lange nicht mehr Kanon. Das wird einfach wegignoriert.
Ansonsten fand ich das Unverständnis mit dem vielerorts der reinen Existenz von Borbarads Fluch begegnet wird immer etwas seltsam. Versteht mich nicht falsch, es ist sicher kein gutes Abenteuer und passt überhaupt nicht zu Aventurien. Es ist absolut die richtige Entscheidung das rauszunehmen und einfach unter den Teppich zu kehren. Aber diese Durchmischung von Sci-Fi und Fantasy in der Zeit war ja durchaus üblich. Das haben wir auch im Games Bereich immer wieder (Might an Magic oder Wizardry zum Beispiel), genauso wie in DnD.
Es passt halt vor allem nicht zu DSA, weil das (vor allem in späteren Editionen) viel bodenständiger ist als DnD.
Stargate wird ja am Rande erwähnt und ich habe die Greys (die dort ja die „Asgard“ sind) immer geliebt. Wie ja ganz richtig erzählt, sehen sie aus wie die grauen Männchen und waren auch auf der Erde, sind aber eine eher wohlwollende Macht (im Gegensatz zu den Hauptbösewichten der Erde, die die „Falsche Götter“-Nummer deutlich negativer durchgezogen haben) und ganz nebenbei die technologisch am weitesten fortgeschrittene (lebende) Rasse, die wir in der Hauptserie zu sehen bekommen (die nicht mit irgendwelchen göttlichen Eingriffen „geschummelt“ hat). Die Puppentechnik, die die Asgard sehr schwächlich und ungelenk wirken lässt, trägt auch dazu bei, dass man die sich heute noch ganz gut anschauen kann. Auch, weil Stargate sich selbst ja nie ganz ernst genommen hat und darum auch die Asgard immer mit einem Augenzwinkern verbunden hat würde ich hier dem saloppen „Das kommt nicht mehr gut“ widersprechen: Ich habe mich immer gefreut, wenn die Asgard zu sehen waren.
Herr Beuster hat sich hier übrigens als echter Stargate-Nerd geoutet: Während SG-1 vor allem mit Thor interagiert und Loki auch vorkommt (und 1:1 die Rolle „Graue Männchen entführen über Nacht Menschen und führen Experimente an ihnen durch!“ übernimmt, für die er von den anderen Asgard auch direkt einen Rüffel bekommt), kommt Odin soweit ich weiß einzig und allein in einem Roman vor. Herr Beuster ist also tief, tief in der Stargate-Lore drin!
Wenn abschweifen, dann richtig. ![]()
In den 80ern waren Fantasy und SciFi viel näher aneinander dran, als es heute der Fall ist. Die frühen Computerrollenspiele wurden ja schon genannt. Selbst Ultima hat da ja Verknüpfung von Realwelt und Fantasywelt, Wizardry, Might and Magic. Phantasy Star wäre ein weiteres Beispiel, Masters of the Universe ein gerade wieder populärer werdendes.
DSA wurde in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft, aus Trotz von Schmidt-Spiele in Auftrag gegeben, um den gierigen DnD-Leuten etwas entgegen zu werfen. Aber darin liegt nicht begründet, warum es mit Borbarads Fluch und Tor der Welten gleich zwei Abenteuer mit SciFi-Bezügen gab. Es sind sehr frühe Abenteuer, aber sie stammen nicht aus einer Zeit des Chaos, sondern der Richtungsfindung. Während die Kiesow’sche Schule die lebendige, in sich möglichst stimmige Fantasywelt entwickeln wollte und später dann ja auch entwickelt hat (wie gelungen das ist, sollten wir hier nicht diskutieren), war Hans-Joachim Alpers Sci-Fi-Einflüssen gegenüber nicht nur aufgeschlossen, er hat sie auch aktiv in Abenteuer eingebaut (im Fall von Borbarads Fluch unter Pseudonym geschrieben). Diese Strömung hat sich aber über die beiden genannten Abenteuer hinaus nicht durchsetzen können. Dennoch sind beide Abenteuer nicht einfach zu unkanonischen Werken degradiert, sondern entsprechend gedeutet worden, wie es auch mit vielen anderen frühen Werken geschehen ist.
Das Tor der Welten wurde als magisches Portal interpretiert. Bei Borbarads Fluch war die Einbindung nicht so einfach möglich, aber es gibt eine. Im Sammelband Pilgerpfade gibt es das Abenteuer In Noionas Armen. Das Abenteuer spielt in einem abgelegenen Kloster, wo sich Geweihte um diejenigen kümmern, deren Geist getrübt und deren Verhalten in mancherlei Hinsicht auffällig ist, die Trost und Unterstützung brauchen, ihre Gedanken zu ordnen und in ihrem Kopf Struktur zu finden. Die SCs können dabei natürlich verschiedene Charaktere treffen, unter anderem den ehemaligen Abenteurer Bospert Melcher, der fortwährend und ungefragt davon berichtet, „wie er in die Feste des Dämonenmeisters eindrang, mysteriöse Artefakte entdeckte, jenseitige Lebewesen traf und nur mit Mühe Borbarads Fluch entkam.“ Man kann mit Borbarads Fluch also einen Teil der Vorgeschichte eines NSCs erleben. Auch dieses Abenteuer wurde weder ignoriert, noch vergessen.
Das ist eine spannende Behauptung, der sich leider keine Begründung anschließt.
Es kann sich lohnen, die Aussagen vor dem amerikanischen Kongress u.a. von David Grusch anzusehen. Ob man danach noch mit der selben Überzeugung in der Stimme andere prinzipiell als Spinner abtut, weiß ich nicht.
Du meinst seine Behauptungen, für die er keinerlei Beweise vorgelegt hat? Also keine Beweise, die sich wissenschaftlich überprüfen lassen.
Schöner Zirkelschluss (zu beweisende Behauptung wird vorausgesetzt, um sich selbst zu beweisen - nur weils Aliens gibt, gibts die Verschörung, also muss es Aliens geben, weil es sonst diese Verschwörung gar nicht gäbe).
Bisschen Kafka-Falle (Leugnung einer Anschuldigung gilt als Beweis für deren Richtigkeit - erwischt!).
Dazu noch eine ordentliche Brise Immunisierungsstrategie (Unfalisifizierbarkeit - wie soll ich beweisen, dass es etwas nicht gibt?).
Und zum Abschluss noch etwas Bulverismus (alle Skeptiker sind nur „Mitschuldige“ in der Vertuschung).
Ein schöner Strauß aus Logikfehlern.
Skepsis gegenüber der US-Regierung ist berechtigt. Es gab genügend fragwürdige Geheimprojekte, die an die Öffentlichkeit kamen. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass an der Alien-Verschwörung irgendwas dran ist. Non Sequitur, falsche Dichotomie und so.
Hab den Podcast noch nicht gehört, wurde auch auf die sogenannten „Pentagon UFO Videos“ eingegangen von 2018?
Das war ja das erste Mal, dass seriöse Medien über UFO-Videos berichteten und der Vorfall bzw. Vorfälle ernst genommen wurde.
8 Jahre später hat sich das zu 99% leider als Drohnen herausgestellt, entweder von China oder von einer der „Three-Letter-Agencies“ die vermutlich ihre eigene Navy nutzten um die Dinger zu testen.
War für ein knappes Jahr echt interessiert, weil noch nie davor so ausführlich und objektiv über scheinbar unerklärbare Flugobjekte berichtet wurde. Auch die Kommentare vom Pentagon schienen ja erst Alien-Theorien zu unterstützen. Aber bereits nach nem knappen Jahr ist das alles im Grifter-Sumpf steckengeblieben. Dutzende Idioten die bei Joe Rogan und sonstwo „DUDE TWO MORE WEEKS BIIIIG REVEAL IS COMING!!!“ gespammt haben. Und natürlich immer „BUY MY BOOK!!!“
EDIT: Wenn ihr Lachen wollt: Der UFO-Subreddit schafft es selbst nach acht Jahren von Rohrkrepieren sich immer noch am nächsten „BIG REVEAL COMING!“-Tweet aufzugeilen. Da gibt es Typen die posten gefühlt jede Stunde neue Links und Beiträge über „Disclosure“.
Genau das hat auch Michael Crichton bei „Sphere“ gedacht. Das hat er mal in einem Interview erzählt: Er hatte jahrelang das Bild eines uralten Raumschiff-Wracks auf dem Grund des Ozeans im Kopf, und fand das total faszinierend. Er wusste nur nicht, wie die Story nach der Entdeckung des Wracks weitergehen soll. Irgendwann hat er dann eine Geschichte gefunden, aber ich finde man merkt, dass diese „angeflanscht“ ist.
Borbarads Fluch war zu 90% der Versuch, Gary Gygax „Expedition to the Barrier Peaks“ nachzuahmen.
Und ich finde theoretisch passen „alte Raumschiffwracks“ durchaus zu DSA - Wenn sie gut gemacht sind. Es darf halt kein deutscher Klamauk-Humor mit Strahlenpistolen und Aliens mit Antennen involviert sein. Perry Rhodan passt nicht zu DSA.
Aber ein Szenario wie in „Der Schatten des Folterers“ von Gene Wolfe? Wo man einen Roman problemlos als reine Fantasy-Geschichte lesen kann, obwohl eigentlich ein Raumschiff prominent vorkommt?
Sowas könnte ich mir auch als DSA-Szenario vorstellen.
Tatsächlich gab es bereits vorher Ego-Shooter mit Grey’s als Thema. Sogar als direkter Handlungsstrang und es gibt dabei sogar mehrere Missionen in Area 51, wo ein Alien gerettet wird. Passend heißt das Alien dann auch noch Elvis und kämpft mit einem zusammen.
Perfect Dark für das N64 aus dem Jahr 2000.
Und ja, South Park für das N64 wurde hier auch schon erwähnt.
Aber im Original „Area 51“ sehen die Gegner doch nicht aus wie Greys? Zumindest dachte ich, ich hätte sie alle sorgfältig betrachtet.
Das stimmt, aber genau deswegen war es für uns ja relevant: Die Maia sind keine Gegner. „Area 51“ ist da schon der interessantere Titel, aber eben meines Wissens erst ab dem Remake.
Das was du angesprochen hast, sehe ich nicht.
Er sagte es gibt abgestürzte Schiffe, die nicht menschlichen Ursprungs sind und biologische Reste, zwar teilweise humanoid, aber nicht menschlich. Viele hochrangige und niedrige Mitglieder aus dem Militär haben das bestätigt und meinten es gäbe einen militärisch-industriellen Komplex, der es vertuscht.
Die freigegebenen Videos bisher zeigen sehr klar Vehikel, die keiner menschlichen Technologie entsprechen. Auch keine Dronen.
Insofern kann es als Indikator gewertet werden, dass es sehr viel Sinn macht, dieser Sache nachzugehen.
ich hätte total Lust drauf, daß Geschichten von Außerirdischen auf der Erde stimmen, obwohl, wenn tatsächlich der Umgang mit den Gästen aus der Weite des Raums so ist, wie das in einschlägigen Filmen usw. geschildert wird, dann würde ich mich schon wieder für uns Menschen schämen müssen…
aber da sind wir schon mittendrin, es gibt so unendlich viele Punkte, die nicht passen (können!) um Iluvatars Willen will ich hier nicht tiefer einsteigen, dafür fehlt mir völlig die Expertise und vielleicht auch aus allen anderen Gründen.
ICH, persönlich, denke mir immer:
- WIE VIELE Menschen müssen an so einer Verschwörung zur Vertuschung beteiligt sein, daß wirklich nichts davon belastbar in der Öffentlichkeit landet, und das bei der Natur des Menschen zum Quatschen und Ausplaudern
- wenn da Aliens gefangen genommen worden sein sollten, Mitglieder einer technisch hochstehenden Kultur (DIE KÖNNEN DURCH DEN WELTRAUM FLIEGEN!), Bürger mit Rechten einer staatlich organisierten Gesellschaft, die lassen die doch nicht hier und/oder ahnden nicht, daß die Menschen das Gerät und die Körper oder die lebenden Außerirdischen behalten!
Ich finde das alles faszinierend, früher fand ich Conspiracy noch heiter und spannend, leider hat das alles seine Unschuld und die Freude verloren, ich bin der Überzeugung, daß es Leben außerhalb der Erde gibt/gab, vom Bakterium über den Mehrzeller bis zum hoch entwickelten und „intelligenten“ Organismus, ich halte das für sehr wahrscheinlich wenn nicht zwingend, aber die ganze Form der Außerirdischen-auf-der-Erde-Lore, wie wir sie kennen und erleben, die halte ich, sei mir nicht böse, für ganz wenig glaubwürdig bzw. SO SEHR voller Logiklöcher.
Ich bin um jeden Fakt zum Thema froh, aber eben auf einem seriös glaubwürdigen Level, zum Beispiel bin tatsächlich unendlich gespannt auf Ergebnisse von den Eismonden vom Jupiter und würde den Wurm, der dort unterm Eisschild lebt echt feiern, besonders wenn der 30 Meter lang ist, Flügel und Klauen hat… aaah Unterwasser-Drachen…
Die Roswell-Aliens kriegen mich im Bereich Realitätsbezug leider GAR nicht
Ich möchte noch Hinzugeben: Seth Shostak, einer der führenden Forscher zu ausserirdischem Leben zu Groschs Behauptungen: The truth is out there. But this UFO ‘whistleblower’ likely doesn’t have it.
Also, nur so, der Herr hat SETI geleitet, der ist sehr interessiert daran sein, wenn da was dran ist.
Kernsatz:
So have the aliens arrived? From the standpoint of science, there’s still no good evidence for that, only an “argument from authority.” David Grusch says they’re here. But either he can’t prove it, or he won’t. Until he does, we should consider his stories to be just that: stories.
Seine Haltung: das sind alles Behauptungen, aber ohne jeglichen Beleg. Und die angeblichen Belege sind Sachen, die sich heute nicht Verbergen liessen, ohne z.B. die gesamte Belegschaft von mehreren Privatfirmen komplett zu knebeln. Das ist nicht realistisch - und auch garnicht im Gedankengebilde mit drin. Grosch behauptet ja: der Staat verschleiert Sachen, nicht die amerikanische Gesellschaft verschleiert Sachen.
Egal, wir halten uns zu lange mit solchem Kram auf, denn wie sagte nicht der gute Herr Hitchens: „What can be asserted without evidence can also be dismissed without evidence.“
Woher stammt denn diese Information, bzw. wie genau meinst du das mit den 90%
Ich kenne viele Interviews mit Zeitzeugen und nachfolgenden Autoren, aber das höre ich gerade zum ersten mal.
HaJo Alpers war ja Sci-Fi Autor, Redakteur und Fan und es wird eigentlich immer schlicht darauf zurückgeführt, dass er auch in DSA versucht hat sowas einzubauen.
Edit: Das ist jetzt auch garnicht vorwurfsvoll gemeint oder so, aber mich würde einfach wirklich interessieren, ob das lediglich eine Vermutung von dir ist oder ob es dafür eine Quelle gibt.
Ist eine Vermutung, aber eine von der ich eben zu 90% überzeugt bin. „Expedition to the Barrier Peaks“ war nicht nur ein sehr frühes Modul, sondern wurde immer wieder gelobt wie es Scifi und Fantasy vermischt: ( "The best ‚official‘ genre bending I ever saw was an adventure module for AD&D […] called Expedition to the Barrier Peaks. A Lone Candle, Part 2 – Black Gate )
1980 wurde es released, vier Jahre später entstand DSA. Wenn DSA-Autoren auch nur einmal „hm was wenn wir SciFi einbauen…“ durch den Kopf ging müssen sie an „Barrier Peaks“ gedacht haben.

