Ich habe nochmal drüber nachgedacht und verstehe deinen Punkt.
Vorab: Hier läuft gerade eine ähnliche Diskussion in den letzten Posts bei Seven Cities of Gold.
Chris nennt ein remake zu Heroes of MM was mir als nicht-Fan entgangen ist Heroes-of-Might-and-Magic-Olden-Era-Altmodische-Rundentaktik-fuer-Fans und trifft einen Aspekt.
”Manche Spielkonzepte kommen nie aus der Mode. So auch die 30 Jahre alte Rundentaktik von „Heroes of Might and Magic“
Ich wollte änfanglich mit einem Vorschlag antworten, wie man deine Frage angehen könnte.
Z.b. im ersten Schritt recherchieren, was noch gepflegt wird und wo man ad hoc potenziell aktive Communities findet - ungeachtet der Größe, Verortung etc. Das ist eine indikation, hier gibt es Fans und wo es Fans gibt, da muss was dran sein. Dann könnte man diese Spiele in Genres clustern und entscheiden für was man sich interessiert.
Aber ich glaube das ist nicht der Punkt. Sondern am Ende läuft es auf das Spielprinzip hinaus und auf die bisherigen Spielerfahrungen.
Warum sollte ich mir Resident Evil 1 mit Panzersteuerung antun, wenn es ein Remake gibt. Nur aus nostalgischem Interesse, aber nicht aus der guten, alten Gameplayerfahrung. Die gibt es heutzutage besser. Aber Chris Beispiel von Tetris zeigt auch, das es zwar unzählige Klone gibt, das original funktioniert noch genauso gut und bietet eine zeitlose Erfahrung (unabhängig der Grafik). An Pacman ändert sich nichts, ob mit Rendergrafik oder groben Pixel. Da konnten meine Kinder tatsächlich etwas mit anfangen, zumindest kurzzeitig.
M.E. sind es zwei Hauptfaktoren: Zugänglichkeit und ein heute noch befriedigendes Spielprinzip. Natürlich mit den persönlichen Vorlieben gepaart. Castlevania Symphonie of the Night war das einzige Spiel, das ich nach einem der Podcasts vollständig nachgeholt habe. Es war gut spielbar und vom featureset umfangreich genug. Master of Orion klang total interessant, aber die Bedienung allein hab ich nicht gecheckt. Da gibt es unzählige neuere und besser zugänglichere Spiele mit einer mir zu hohen Komplexität (im Vergleich zum ürsprünglichen Master of Orion).
Ein OpenTT mit modernen Bedienfeatures würde es für mich wahrscheinlich auch noch tun. Für einen “Neuling” ggf. auch. Für einen Genreveteran bringt es wahrscheinlich nicht viel.
Ein Ausweg wäre hier: Vater lässt Sohn 25 Jahre Videospielgeschichte nachspielen aber das trifft nicht deine Frage.
”„Die klassischen Titel haben eine extrem simple Grafik und sehr einfach zu erlernende Mechanismen“, sagt er. „‚Frogger‘, ‚Asteroids‘ oder ‚Pac-Man‘ versteht jedes Kind auf Anhieb, man braucht nur Koordination und Geduld, um sie zu spielen.““