PC-Netzwerke (SFT 21-2)

Original Post: PC-Netzwerke (SFT 21-2) | Stayforever

Achtung: Dies ist Folge 2 von 2, Teil 1 findet ihr hier.

Worum geht’s? Im ersten Teil unserer Folge zu PC-Netzwerken haben Henner und Gunnar von der Entstehung des Ethernet berichtet und die kommerziellen und technischen Grundlagen aus der grauen Vorzeit hergeleitet. In diesem Teil geht es um die praktische Anwendung dieser Technologien für das vernetzte Spielen, vor allem das Spielen in einem lokalen Netzwerk, einem LAN.


Produktions-Credits:

Sprecher, Redaktion: Henner Thomsen, Gunnar Lott
Audioproduktion: Sascha Blach, Christian Schmidt
Titelgrafik: Johannes DuBois

Links:
ComputerBase-Umfrage zu LAN-Partys

Literatur:
John G. Kemeny – Man and the Machine
William Steinmetz – LAN Party – Hosting the Ultimate Frag Fest
Merritt K – LAN Party – Inside the Multiplayer Revolution
Prof. Judith Ackermann – Gemeinschaftliches Computerspielen auf LAN-Partys

Dank an:
David Betzing, Prof. Judith Ackermann, Barry Feigenbaum und Dr. Dave Bradley
Für die Spiele-Umfrage: Patrick vom Retrokompott-Podcast, Sebastian und Jochen R. von The Pod, Paul von Game Not Over, das Team von Down to the Detail, Armin und das Team der Spiele-Archäologen, Raffael (heute noch) und Daniel M. (ehemals) von der PC Games Hardware, Michael und Markus von der GameStar, Petra von GamesWirtschaft, Winnie von GamePlan, Anatol Locker und Net’98.

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Hallo zusammen! Vielen Dank für die schöne Episode (soweit ich das nach den ersten Minuten beurteilen kann :grinning_face: )! Hier ist David Betzing, der Historiker, der in der Folge erwähnt wird. Sollte jemand Fragen zu meiner Forschung zu LAN-Partys und Gaming-Subkulturen haben oder auch einfach nur Erinnerungen teilen wollen, stehe ich dafür gerne zur Verfügung. LG

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Mein Verständnis zu der “seht ihr meinen Rechner” Problematik:

Netbios nutzt eine Client Server Architektur, allerdings wird der Server dynamisch bestimmt, wenn Computer per Broadcast nach einem Netbios Server suchen und keinen finden.

Welcher Rechner zum Server wird, ist aber nicht offensichtlich. Der Algorithmus basiert wohl primär auf: Server Windows schlägt Client Windows, neueres Windows schlägt älteres und zu guter Letzt: höhere Uptime gewinnt, wenn alle Rechner die gleiche Windows Version haben.

Startet jetzt der Rechner neu, der Netbios Server war, merken Rechner, die sich schon bei Netbios registriert haben, das nicht unbedingt. Andere Rechner die neustarten sehen aber, dass es keinen aktiven Netbios Server gibt und erwählen jetzt einen neuen Netbios Master. Ebenso gibt es keinen Weg mehrere Netze mit disjunkten Netbios Servern nachträglich ohne reboot zu mergen. Wenn ihr also 2 switches nachträglich zusammen steckt, ist Chaos vorprogrammiert.

Was hilft ist: switches erst aufsetzen, eine Kiste mit Windows 2000 Server (total legal lizenziert) als Fileserver booten und dann alle anderen Rechner starten. Wenn man keinen Server hat. Simultaner Reboot sollte funktionieren.

Dass ist, was Windows Internals und meine Rechnernetze Vorlesung mit zumindest erzählt haben.

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LAN-Parties gehören ja eindeutig zu den besten und witzigsten Dingen, die die Menschheit hervorgebracht hat. Schade dass das so eingeschlafen ist.

Ich träume gerade von einer offiziellen (?) Stay-Forever Community LAN-Party.

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Tolle Folge,

dabei kommen so viele Erinnerungen hoch,

das ich am liebsten 25 Jahre in der Zeit zurück reisen würde.

Ich könnte jetzt 1000 Sachen dazu schreiben, was ich vielleicht auch mal mache.

Aber jetzt nur 2 kleine Dinge:

Kuriose Plätze für eine LAN:

Eine BAR

Ein Veranstaltungsraum unter einer Kirche (während oben die Messe gefeiert wurde)

Bei uns sind die LANs ausgestorben als die meisten Spiele nur noch Onlinemodi hatten und 20+ Leute über eine DSL Leitung zum Problem wurden.

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Nostalgisches Thema. Schön war damals in der Oberstufe unsere Projektwoche um 2000 rum. Ich bin in der Informatikgruppe gelandet mit dem schönen Titel: “Wir bauen ein Netzwerk und arbeiten damit”. Mit den eigenen PCs, versteht sich. Wie gut das einige schon ein Auto hatten und so andere Schüler zu Hause mit samt Equipment aufsammeln konnten. Es war letztendlich die erfolgreichste Projektgruppe in der ich je war, die sogar externe Schüler von anderen Schulen angezogen hatte.

Wir waren auch die einzigen die sich Pizza bestellt hatten und den (ziemlich planlosen) Informatiklehrer rumgekriegt haben, länger in der Schule bleiben zu dürfen. Motivationsfaktoren für die Überstunden waren natürlich “Arbeitssoftware” wie Quake 2 oder Half-Life.

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Populous konnte man auch über Modem spielen. Über Nullmodem hab ich’s nie gespielt, aber oft im MP.

Auch immer beliebt auf Netzwerk-Partys: Formatieren und alles wieder neu installieren.. Viele Stunden endloser Spaß. Wir hatten mal einen ominösen Half Life Fehler, der ging immer mal rum und die einzige Lösung für uns war es den Rechner platt zu machen damit das wieder läuft. :slight_smile:

  1. Counter Strike
  2. Quake III
  3. Star Craft
  4. Flat out 2
  5. NFS hot pursuit
  6. Half Life
  7. Duke 3D
  8. C&C (leider so oft Asynchron)
  9. Minecraft
  10. Blobby Volley

Counter Strike hatte noch mal alles auf einen neue Stufe gehoben. Clan gegründet, im örtlichen Internet cafe einen Raum gemietet um jeden Freitag üben zu können. Gegen anderen Teams hier im umkreis gezockt und alles immer nur im Lan. So schöne Zeiten :slight_smile:

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Oh ja, Counter-Strike war eine Offenbarung. Es gab bei uns auch LAN-Partys, auf denen kaum etwas anderes gespielt wurde. Und das ja anfangs noch ohne Bots, also zwangsläufig immer gegeneinander. Was für eine Anspannung!

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Willkommen im SF-Forum!

Schön, dass Du hier bist, und danke für Deine Einblicke!

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58:00 Na ja, bei gut programmierten Spielen war das ja nicht so. WIr haben damals DESCENT und DESCENT2 auf LANs gezockt bis zum Abwinken. Und da wurde weder der Host abgebremst, denn es war ein echtes Peer-2-Peer-Spiel, wo kein Spielercomputer besondere Aufgaben hatte nach dem Spielstart (davor hat der Host halt die Regeln festgelegt und welche Level gestartet werden etc.), man konnte jederzeit später hinzustoßen (konnte DOOM und Konsorten auch nicht) und es war asynchron, d.h. die Framerate war auf jeden bei maximal, und nicht alle synchron auf den langsamsten.
Wir haben aber von solchen Problemen bei DOOM-Spieler-Kollegen gehört und auch wie umständlich das Starten da übers Setup-Programm war und nur kopfschüttelnd gegrinst :smiley: … Descent 1+2 war da sehr sehr fortschrittlich. Auch das Spielen mit verschiedenen Versionen ging einwandfrei, weil die Hersteller auf ein abwärts und aufwärts kompatibles Protokoll geachtet haben.

Und es reichte unter DOS die minimalnetzwerktreiber. Nix mit Windows noch oben drauf, was ja auch nur damals wertvollen Speicher etc. gekostet hat.

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Descent 2 war der shit im LAN. Wenn alle die komplexe Steuerung vernünftig beherrscht haben und einigermaßen gut im Spiel waren dann war es ein göttliches Multiplayer Erlebnis.

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In meinem Bekanntenkreis gab es unvergessliche LAN-Party Erlebnisse in einem Gemeindehaus. Der Sohn des Pastors hat ca. 2 mal im Jahr eingeladen und bis zu 16 Leute (so groß war der Hub) kamen. Zwischendurch kam der völlig überforderte, einzige Pizzalieferdienst der Region, der zwangsläufig etwas vergessen hatte.
Wir haben sehr viel Counter-Strike, mal Call of Duty, wahnsinnig viel Tower Defense (WarCraft 3) und hin und wieder mal andere Titel gezockt.
Bei einem anderen Bekannten waren wir mal im ausrangierten Melkstand. Irgendwann stieg uns ein seltsamer Duft in die Nasen, dann ging der Strom aus. Der Gastgeber hatte eine Kabeltrommel nicht abgerollt, die daraufhin pflichtschuldig geschmolzen ist.

Vielen Dank für die schöne Folge, die mich auch wieder viel an meine Erlebnisse denken ließ, da ich viele eurer Erfahrungen auch (bzw. so ähnlich) gemacht habe. Bei uns war es übrigens meistens so, dass wir lange gezockt haben, dann ein PowerNap und ab nach Hause.

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Wieder einmal eine sehr schöne Doppelfolge. Eine Frage an Henner: Wie spielt deine Gruppe denn heutzutage Alarmstufe Rot 2? Das Original, OpenRA, was anderes?

Ich habe leider nur recht wenige LAN-Parties gehabt, aber die sind mir noch sehr stark in Erinnerung :slight_smile: Bei einer wurde UT-99 gezockt und weil ich das damals online in einem Clan gespielt habe, habe ich alle sowas von weggerotzt, dass ich mir irgendwann immer einer über die Schulter geschaut hat ob ich cheate :sweat_smile:

PS: Der Clan hatte übrigens den tollen Namen “United AMD Force” (UAF) - dabei hatte ich nen Intel Celeron :sweat_smile: Bin zu dem Clan gestoßen, weil ich in ICQ damals “UT” als Hobby oder so angegeben habe, woraufhin mich irgendeine wildfremde Person anschrieb, ob ich seinem Clan beitreten will, er habe auch schon eine Website gebastelt. Das waren noch Zeiten.

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Danke für diese schöne Folge. Da kamen viele Erinnerungen hoch.

Die erste LAN Party war bei einem Schulfreund im Keller zu Quake 1 Zeiten. Er und zwei Jungen aus der Nachbarschaft haben dann mit Hilfe eines großen Bruders und ggf. auch einem technikinteressierten Vater die drei Häuser miteinander vernetzt. Da wurden gut verpackte Kabel an Hecken entlang durch Nachbargärten geführt und am Ende konnten wir mit fast 20 Personen verteilt auf 3 Häuser zusammen spielen.

Erst durch das Internet wurden LAN Parties dann richtig interessant für mich. Mit Quake 2 ging es online, man wurde Mitglied in seinem ersten Clan (grüße an die goodfellaz) und daraus entstanden neue Bekannftschaften die zu LAN Parties führten.

Da wird man mit nichtmal 18 von einem jungen Mann mit dem Gamernick “Piwi” (erst später gelernt es steht für Pillenwilli) aus der Nachbarstadt abgeholt und fährt mit CRTs und Rechnern nach Bremen. Dort hatten drei Herren die in einem Mietshaus übereinander in 3 Wohnungen lebten alles miteinander vernetzt. Die WallerBallerFeste LANs bei den LWTs (Langhaarige Whisky Trinker) waren immer toll. Dazu auch noch tolle Erinnerungen an LANs in Hannover mit vielen Spielern vom damals sehr starken Clan unmatched und zu Quake 3 Zeiten kamen dann noch große Events wie die Beben Parties mit ca. 2.000 Personen dazu.

LAN Parties waren auf diversen Ebenen unglaublich toll in einer Zeit, wo man während der Party offline und nur dazwischen online war.

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Das Original, aber inklusive Yuri’s Revenge, über CnCNet (fantastischer Dienst).

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Großartige Doppelfolge, die mich zum Ende echt sentimental stimmte. Gleich mal die alten Kreise angepingt ob nicht wer Bock hat auf ein Weekend mit altem Shit. :slight_smile:

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Wir hatten tatsächlich noch eine LAN-Party in einem Physikraum der Schule, das muss 2002 oder so gewesen sein. Es gab da eine Liste mit erlaubten Spielen (höchstens ab 16 freigegeben) und ein Lehrer hatte die Aufsicht. Im Folgejahr hat das Kultusministerium das dann generell untersagt, es war ja die Zeit der Killerspieledebatte.

Ansonsten hatten wir noch eine große Party in einem Jugendzentrum veranstaltet, ansonsten eher privat mit entsprechend weniger Personen (oft so 6 bis 8). Mit Ende der Schulzeit würde es dann schon weniger, mit den Jahren nur noch vereinzelt bis es irgendwann dann verschwunden ist. Wobei, erst vor ein paar Wochen meinte jemand dass wir ja mal wieder könnten…

Schöne Folge, hat sofort wohlige Erinnerungen geweckt.

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Stimmt, es gab da große Unterschiede. Starcraft lief auch stets stabil im Netz, C&C - Red Alert nie.

Bei C&C kam neben Verbindungs-Abbrüchen und hoher Host-Last noch ein Problem hinzu, ein verstecktes Baulimit. Irgendwann waren bei acht Spielern so viele Einheiten, Gebäude und Minen auf der Karte, dass nichts mehr gebaut werden konnte. Dann musste irgendwer den Anfang machen und angreifen, was gegen die Tesla-Spulen meist verlustreich war.

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