PC-Netzwerke (SFT 21-2)

Also nicht die große Gulasch Kanone vom Wochenmarkt, sondern so ein großer Topf mit Heizplatte ähnlich wie Glühwein. Der Typ ist auch mit seinem Wohnmobil angereist und hatte entsprechende Ausstattung dabei. Es gibt so Momente und Bilder im Leben, die man nicht vergisst.

Wenn ich heute so zurück denke, den Mut das einfach zu organisieren ohne jegliche Erfahrung und keine großen Gedanken zu machen. Andererseits wurde das Ergebnis auch “akzeptiert”, auch wenn es nicht optimal war. Kein shitstorm, kein Zerriss in irgendwelchen Medien.

Habe gerade die Folge 2 beendet und kann dem Schlusswort zur Problemlösung nur zustimmen. Wir hatten damals in lokalen Computerladen gejobbt, mein Kumpel hat ihn mittlerweile übernommen. Der Ort war nicht besonders groß, so kannte man die wichtigsten Läden und Ansprechpartner z.T. auch vom “Außendienst” und der Druck war hoch. Keiner hatte Eltern mit entsprechender Kompetenz.

In der besten Liste der LAN Spiele fehlt irgendwie age of Empires (2). Das Match hat sich zum Teil über Stunden gezogen. Natürlich mit der anfänglichen Bauphase und dem nicht-angriffs Pakt.

Jetzt bin ich auf die Zusatzfolge gespannt.

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Grade mit der Zusatzfolge angefangen: Die größte LAN-Party der Welt, die Dreamhack in Schweden, war im Elmia Center in Jönköping (gesprochen “Jönschöpping”). Das Elmia Center ist ein großes Messegelände mit mehreren Hallen. Ich war da (allerdings zwei Jahre vor dem letzten Rekord). So in etwa sah das aus (nicht im Bild: die Halle mit dem eSport Turnier, die Halle mit dem Supermarkt und die Halle mit dem Elektronikladen [um Ersatzgeräte kaufen zu können]):

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Zu dem Thema der “Pausenspiele”, die man spielt während 3 von 8 Leuten noch schnell Battlefield 1942 nachinstallieren und in der registry den CD Key ändern, damit man auch zusammen spielen kann, würde ich noch Counterstrike 2d nennen. Das gehörte neben Soldat und Bobby Volley bei uns auch fest ins Programm.

Und zum Thema der Live-Musik auf großen Lanparties darf natürlich der Name Jan Hegenberg nicht fehlen.

So, hat paar Tage gedauert aber here we go, Erinnerungen Nr. 2

LAN im Bierzelt (muss 1998 oder 1999 gewesen sein):slight_smile:
Ein mir bekannter Gastronom hatte auf seinem Gelände ein Bierzelt fix stehen, wo u.a. auch Motorradtreffen, etc. stattfanden. Was macht man also wenn man eine Location für eine LAN-Party sucht die möglichst nix kosten soll? Man vereinbart mit dem Wirten das Frühstück und Abendessen bei ihm erworben werden und findet knapp 30 Gleichgesinnte für ein Gamingwochenende. Problem war dabei nur, das Festzelt stand auf einer Wiese neben einem Fluss. Und es war im Wonnemonat Mai, also die Nächte noch durchwegs “frostig und feucht”, die Luftfreuchtigkeit des nahen Flusses tat seinen Rest.
Die Rechner hatten am Samstag Morgen alle Kondentswasser aussen & innen. Aber wir hatten AFAIR keinen Hardware-Ausfall und haben das bis Sonntag durchgezogen.

KuliLANium (2005/6)
Was macht man wenn die Wirtin vom Lokal wo unsere Vereinsgründungsitzung war und uns immer als “ihre Buben” titulierte uns erlaubt in ihren Räumlichkeiten eine LAN zu machen? Man macht das. Und da der Chef des Hauses Obmann im “Verband der Köche Oberösterreich” war und auch als Lehrer an der “Tourismusschule Altmünster” tätig war, gab es für die ca. 35 Teilnehmer der Lan wie folgt:
Der Verband der Köche schickte seine Lehrlinge (d.h. Koch, Kellner, Sommalier) auf (internationale) Lehrlingswettbewerbe. Und damit die “Üben” konnten wurde im Gasthaus ein 3 -4 Gang Menü mit Weinbegleitung testgekocht. Und wir LAN-Teilnehmer waren die Testesser. Die Lans haben zwar damals glaube ich pro Person 100 € gekostet. Das war aber das Erlebnis mehr als Wert. Leider gibts das Lokal in der Form nicht mehr. Aber die 3 mal wo wir das machen konnten, von denen schwärmen heute noch die Leute.

Nachtrag: Das Probeessen war immer am Freitag Abend, für Samstag hat sich dann der Wirt was für uns einfallen lassen. Einmal gabs ein Buffet mit Speisen aus World of Warcraft inspieriert. Ein anderes mal gabs ein 3-gängiges Ganslessen,.

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Die SFT-Folge hat bei mir schöne Erinnerungen geweckt. Eigentlich heißt es ja, dass das Internet nichts vergisst. Wenn es um öffentliche LAN-Parites geht, sieht es aber scheinbar anders aus. Oder gibt es irgendwo noch Archive mit Daten und ggf. Bildmaterial von den damals großen Events?

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Da wurden einige Erinnerungen wach. Ich war zwar nie bei großen LAN-Partys, aber so Mitte der 1990er habe ich mit Freunden immer wieder gemeinsam im Netz gespielt. Und natürlich haben wir dazu unsere 17”er, die Midi- bis Bigtower und das Netzwerk-Equipment (aka BNC-Kabel, T-Stücke und Terminatoren) durch die Gegend gewuchtet um gemeinsam im Wohnzimmer/Keller zu zocken.

Meine erste Begegnung mit dem Konzept “Spielen im Netzwerk” hatte ich vermutlich aber kurz vorher als Wehrpflichtiger. Wir hatten da im Büro eine unauffällige Batch-Datei namens “MPG.bat”, die für den Aufruf des MittagsPausenGame zuständig war. 1994 war das natürlich DOOM. Schöne Zeiten. :slight_smile:

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Danke für die tolle Folge und die schönen Forenbeiträge. Da kommen Erinnerungen hoch. Da habe ich auch Lust bekommen, nochmal in der digitalen Fotokiste zu wühlen.

Die absoluten Highlights waren für mich die Darkbreed-Lans 2000/2001 im Kinopolis. Ein großes Kino ist einfach das ultimative Lan-Setting: Sackbequeme Sitze, eine gigantische Leinwand, alles dunkel und die Popcorntheke vor der Tür :popcorn: :zany_face:.

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Ich habe die Folge gerade auf den Ohren und da hängen wirklich eine Menge Erinnerungen dran. Bei meinen ersten LANs ca. 1996 war ich 16 Jahre alt und wir haben eigentlich nur im privaten Kreis aus Mitschülern, Freunden und dem Abiturjahrganges meines Bruders gespielt. Zumeist waren wir eine Gruppe aus 6-12 junger Typen zwischen 15-20 Jahreund haben in wechselnden Konstellationen zumeist dort gezockt, wo die Eltern eben gerade über den Abend nicht im Haus waren. Die Klischees: Jugendzimmer, Keller, Wohnzimmer passten also voll bei uns.
Ungewöhnlichster Ort war mal das sogenannte „Medico-Center“. Das war ein Gebäude speziell für kleine Medizinkongresse. für ca. 20 Teilnehmer. Nicht super abgefahren, aber war schon cool, dass wir da so einen professionellen Ort zur privaten Nutzung hatten. Der Vater des Veranstalters (Apotheker) hat auch abends stets 1x nachgesehen, ob wir da nicht irgendwas abgefahren, illegales machen. Was sich Eltern eben so bei so einem neuen Hobby eben Schlimmstes vorstellen konnten.

Kleine Anekdoten:
Aufgrund eines Tippfehlers waren all unsere Rechner standardmäßig in der Gruppe „Window“ statt „Windows“. Die Gruppe hat sich tatsächlich einige Zeit gehalten. Jeder Neue musste seine Gruppe stets unserer anpassen.

Einmal bin ich beim Abbauen auf ein LAN Kabel getreten und habe so versehentlich eine stundenlange Partie Warcraft 2 abgebrochen.

Einer hatte einen notorisch langsamen Rechner. Er konnte knapp Duke3D mit minimalen Einstellungen spielen. Wenn man aber über die F-Tasten Sounds abgespielt hat, ruckelte sein Spiel so sehr, sodass man ihm oft entkommen konnte.

Apropos Sounds. Bei Duke3D ließen sich die Sounds wunderbar manipulieren, indem man in einer Datei die Namen der Sounddateien raussuchte und dann Wav-Files einfach hineinkopierte, passend umbenannte und die Endung in *voc änderte. So hatten wir beim Ballern alle möglichen witzigen Sounds aus Helge Schneider, Star Trek usw. Die Standardpistole hatte z.B. den Schusseffekt aus dem Intro des Songs Body Count’s in the House von Body Count und in der Strip Bar lief ein Riff von Rammsteins Asche zu Asche in Dauerschleife. Hat man einer Stripperin Geld gegeben, sagte Duke „Komm her, du alte Hippe!“. Es war pures Vergnügen, wenn dann auf unzähligen Boxen diese ganzen Quatschsounds liefen.

Für Duke3D habe ich auch eine Karte für den Multiplayer gebaut, die eigentlich allen total Spaß gemacht hat, weil sie so schön simpel aufgebaut war und jeder mal eine Weile dominieren konnte.
Das Level glich im Prinzip einer großen Acht. Die langen Wege waren mit den leichteren Waffen und Munition gespickt, aber von rotierenden Türen immer mal kurz abgetrennt. So konnte man nie quer durch das längliche Level von A nach C schießen und Gegner auf dem anderen fernen Ende erlegen. Man konnte auch immer nur ganz kurz sehen, ob jemand auf der anderen Seite war.
Man musste sich schon richtig jagen. Jedoch waren die Türen gnadenlos. Wenn Jäger oder Gejagter sich verschätzt hat, stand man vor der geschlossen Tür - wurde schlimmstenfalls sogar einfach zermalmt. Eine große Gaudi, wenn dann ein Gejagter so einen bis an die Zähne bewaffneten Jäger entkommen konnte. In der Mitte (rotes X) befand sich das einzige Jetpack im Level. Ein äußerst umkämpfter Ort. Jeder kam hier vorbei und wollte das Jetpack, dann mit diesem konnte man auf die Hochhäuser und dort die wertvollsten Items (Atomic Health, Multi-RPG, etc.) finden. Mit dem Jetpack konnte man auch die gefährlichen Drehtüren ignorieren - allerdings boten sie nun auch keinen Schutz mehr.
Am Boden waren nur leichte Waffen und deren Munition. Die waren aber so verteilt, sodass z.B. das MG im Bereich A ist, aber die Munition in C. Die Schrotflinte ist in C, aber deren Muni in A. So musste man stets in Bewegung bleiben.
Viel Action, wenig Deckung.
Ich habe mal versucht, mein Level schematisch mit Paint grob darzustellen:


Viel zu lange über mein Level geschrieben.

Einmal haben wir GTA im Multi gespielt und ein Kumpel war schon den ganzen Abend von seiner eigenen spielerischen Leistung genervt. Irgendwann war er dann voll bewaffnet und wollte Jagd auf uns mache. „Na wartet! Jetzt krieg ich euch!“ Stieg in ein Polizeiauto ein, wurde aber im selben Moment von mir wieder rausgezogen, auf den Boden geworfen und ein anderer Mitspieler raste zufällig gerade rückwärts vorbei, machte einen J-Turn über ihn und hinterließ nur eine rote Spur von ihm. Es hatte so etwas richtig Monty Python-haftes. Als wäre der große bedrohliche Mann plötzlich von einem riesigen Fuß zerquetscht worden. :foot: Er wurde also voller Bewaffnung aus seinem Auto geboxt, auf die Straße geworfen, um das Auto beklaut und zu einem Matschhaufen überfahren. Waffen weg, Auto weg und gedemütigt. Alles innerhalb von vielleicht 3 Sekunden. :rofl:
Wir haben laut gelacht über diese absurde Szene, aber der Typ ist durchgedreht! Er schlug wie wild auf seine Tastatur ein und die einzelnen Tasten flogen durch den Raum. So ein Wutanfall war aber einmalig auf unseren LANs und war nach wenigen Sekunden wieder vorbei.

War schon eine schöne Zeit, die vielleicht nur 2 Jahre intensiv waren und insgesamt vielleicht 5 Jahre dauerte (Leute wurden volljährig und zogen weg), aber in der Coronazeit machten wir ein Minirevival. 3 Leute, 3 Xbox One Konsolen, 1 Fernseher, 2 Monitore, 3 Accounts und dann zusammen Online zocken bis in den Morgen. Remnant: From the Ashes eignete sich perfekt für eine Koop-Dreierrunde.

Vielleicht fällt mir noch mehr ein, aber es ist schon nach 3 morgens. :grimacing: :sleeping_face:

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War die default Workgroup nicht eh “WORKGROUP”?

Autsch. Klassiker auch: Falsches Kabel vom Switch gezogen. Manche Spiele waren gnädig, andere überhaupt nicht…

Viel zu lange über mein Level geschrieben.

Nee gar nicht, ich fand das voll interessant. Die wenigen Maps die ich jemals gemacht habe, waren leider bestenfalls als dadaistisch einzuordnen. :sweat_smile: (Und auch mit den schon von jemand anderen erwähnten Klassikern, wie Geheimgänge die nicht alle sofort kannten und sowas, was rückblickend betrachtet eigentlich nur unfair ist… aber man war ja jung.)

Inspiriert von den Netzwerkfolgen habe ich mich kurzfristig entschlossen im RetroGames etwas für die Con aufzubauen. Ich wollte eine These die am Ende aufgestellt wurde testen.

Ich hoffe es wird euch gefallen.:grin:

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Coole Idee - aber aus den Fotos werde ich nicht ganz schlau, woher nimmt man in einem Kinosaal denn die nötigen Tischflächen?

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Fantastisch! Ich bin gespannt! :slight_smile:

Moin Henner, es wurde jede zweite Sitzreihe mit Tischen überbaut. Nach meiner Erinnerung waren das keine klassischen Tische, sondern jeweils ein durchgängiges Bühnenpodest. Dadurch sehr stabil und tief genug für die dicken Monitore. Dort war dann auch noch genug Platz, um den Spielern in der darunterliegenden Reihe über die Schulter zu schauen.

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