Remakes, Symptom oder Ursache?

Ich finde, Remakes sind ein Riesenproblem in der heutigen Gaminglandschaft.
Mein bestes Beispiel ist das FF VII Remake-Projekt. Das ganze Ding ist so dermaßen aufgeblasen, dass ich daran kaum Freude finden kann. Ein Spiel, das ursprünglich vielleicht 40 Stunden lang war, wird auf drei Spiele aufgeteilt, bei denen schon jedes einzelne so lang ist wie das eigentliche Originalspiel.
Dabei wird die eigentliche Story so verwässert, dass am Ende bei mir nix mehr ankommt.
Das Traurige ist aber: Wenn man diese Energie in ein komplett neues Final Fantasy gesteckt hätte, hätte wirklich was Großes dabei herauskommen können.
Wobei, wirklich gut ist nur das Kampfsystem, was ich übrigens viel schwieriger und komplizierter finde als ein „herkömmliches“ Turn-based-System. Das ist interessant, denn die Absicht dahinter war ja sicherlich, es zugänglicher zu machen.
Naja, ich hätte jedenfalls lieber alle drei Jahre ein neues FF mit neuem Artstyle und neuer Welt, anstatt nun den dritten Teil von einem Remake zu bekommen, wo ich eigentlich schon beim ersten Teil komplett satt war.

Und dann kommt das Halo-Remake.
Oh Mann.
Ich kann gar nicht sagen, wie frustrierend ich das finde.
Halo war damals echt ein Meilenstein. Ein Spiel, so gut, das kann man heute noch spielen und es fühlt sich vielleicht nicht modern an, aber das Gameplay ist besser als bei modernen Spielen.
Bei all den News über KI ist es echt erstaunlich, dass die KI in Games kaum Fortschritte gemacht hat. Liegt natürlich auch daran, dass heutige KI nicht das ist, als was sie vermarktet wird, aber das ist ein anderes Thema.
Was ich damit sagen will: Vom reinen Gameplay her mag das Original sogar besser sein als das Remake. Aber dafür haben wir natürlich nicht diesen „schönen“ UE5 shine. Es sieht damit realistiescher aus, klar aber sieht es besser aus…
Mein größtes Problem bei Remakes aber sind die Opportunitätskosten (wir kriegen drei FF VII Remakes, obwohl wir dafür drei neue FF-Teile bekommen könnten). Aber wenn ich mir die Bonuslevel bei diesem Halo-Remake angucke, frage ich mich, ob nicht einfach komplett die Kreativität aus dem Gaming verschwunden ist.
So, damit ist mein drunken Rage over.

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Ich finde Remakes nach einem gewissen Alter z.b. vollkommen ok. FF7 zu remaken kann ich voll nachvollziehen, da man, neben der Grafik, inzwischen auch viel mehr Möglichkeiten hat z.b. Story und Charaktere mehr Zeit zu geben.

Das finde ich beim FF7 Remake z.b. schon ganz gut, dass auch Side Characters nun mehr Screentime bekommen und man mehr über ihre Hintergründe erfährt. Kann man jetzt geteilter Meinung sein sicherlich, aber ich finds gut dass man beim Remake sich Gedanken macht das man nicht nur die Grafik verbessert sondern auch an Story und Gameplay rangeht eventuell baut man vll. auch Ideen ein die es damals nicht ins Original geschafft gehabt. Entweder aus Zeit, Budget Gründen oder man einfach keine technischen Möglichkeiten dazu hatte.

Oder Yakuza Kiwami (2), wo ebenfalls neben Grafik es auch einige neue Cutscenes gibt um das ganze besser in die späteren Teile einzugliedern. Sowie auch im Gameplay es neue Mechaniken und Nebenquests gibt, die es nicht im Original gab.

Was ich wiederum nicht verstehe ist, wenn man recht moderne Spiele einfach mal so remaked… The Last of Us Part 1 fällt mir da ein. Absolut unnötiges Remake, das Original wurde auf PS4 schon als Remaster portiert und sieht dort immernoch sehr gut aus. Zumal das Remake hier halt nur wirklich die Grafik (minimal) verbessert und ansonsten keinen neuen Content bietet. Absolut unnötig, versteh ich nicht, wieso man das macht.

Ich find Remakes machen nur Sinn wenn man neben Grafik auch an Story und Gameplay rangeht und sich überlegt, wie man es verbessern kann bzw. vll. auch Storytechnisch besser in eine Reihe einfügen kann.

Wenn man nur reine Grafik verbessern will, sollte man eher ein Remaster machen wie es z.b. die Tomb Raider Spiele gemacht haben. Grafik verbessert, bisschen Quality of Life Verbesserungen, aber ansonsten das Original zu behalten wie es war. Das ist voll OK meiner Meinung nach. TR6 haben sie sogar entfernte Features wieder eingefügt, die das Original ja haben sollte, aber aufgrund von Zeit schnell rausgeschnitten wurden.

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Ich denke, grundsätzlich verhält es sich bei Remakes wie mit Remastern. Je nachdem, was an Arbeit reingesteckt wird und was am Ende dafür auf den Tisch gelegt werden soll, rechtfertigt es sich mehr oder weniger. Und wenn ich mir am Ende denke, lohnt nicht, schmeiß ich halt das Original rein. Würde da nicht pauschal sagen, dass Ressourcen verschwendet werden.

Ich kann selbst mit dem FF-VII-Remake auch nicht viel anfangen. Hab die ersten paar Stunden versucht, war aber einigermaßen schnell geschlaucht, so wie die Levelstruktur. Ich weiß aber auch, dass es für Freunde von mir ein riesiges Geschenk war.

Persönlich hatte ich ungemein viel Freude an z. B. den Remakes von Resi 2, Demon’s Souls, Link’s Awakening, Shadow of the Colossus oder Black Mesa. Und gerade bei DS weiß ich darum, dass es vielen zu weit vom gritty Original weggeht. Ich mag aber tatsächlich beide Versionen sehr gerne. Und auch zuletzt, trotz der teilweise seltsamen Probleme war das Gothic Remake eine schöne, moderne Reise in die Vergangenheit.

Hätte es alle unbedingt gebraucht? Vermutlich nicht. Trotzdem bin ich froh drum, dass sie gemacht wurden. Und zumindest bin ich bis jetzt auch noch recht heiß auf das OoT-Remake. Auch wenn ich das Original liebe und vor allem die Nintendo-3DS-Version unglaublich toll war.

Ist LoU 1-Remake nicht Last of Us mit der Technik (genau) von Last of Us 2? (ich habs nicht gespielt)

Ich finds auch ein wenig absurd, aber da die Reihe halt einfach der Diamant-Standard auf Playstation ist, machen die halt absurde Sachen - da würde ich nix draus ableiten.

Das mit FF VII fällt glaub darunter, dass heute „Bigger is Better“ immernoch eine Maxime in den Medien ist. Für mich ist das eine allgemeine Seuche, weil ich kompakte Stories viel lieber mag (ich schaue deshalb z.B. keine Serien). Deswegen bin ich beim FF-Remake auch einfach in der Mitte ausgestiegen bei der schwebenden Drohung, das noch 5/6 so weitermachen zu müssen.

Generell hab ich aber garnix dagegen, wenn Remakes den Stoff neu anfassen! The more, the better. Stories neu zu erzählen finde ich super und z.B. im Theater und Film ist das gang- und gäbe. Ich wünschte, das wäre im Gaming akzeptierter.

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Ich meine ja, hab das Remake aber auch nicht gespielt, weil ichs nicht kapiere warum lol.

Die haben TLOU1 wohl einfach nochmal auf TLOU2 Technik gebaut. Nicht portiert sondern wirklich von 0 neu gebaut. Zumindest wie ich das verstanden habe.

Kapier ich halt nicht. Wenn man das schonmal macht, kann man doch an ein paar andere Sachen rangehen… aber das selbe Spiel 1:1 neu zu bauen… geht mir nicht in den Kopf lol.

Zumindest KI und Steuerung haben die auch erneuert und einiges für Barrierefreiheit integriert. Ob und in wie weit das jetzt alles besser macht, weiß ich nicht. Und ob es mit einem Update nicht auch gereicht hätte.

Ich glaube, die ganze Remaster und Remakebewegung ist eine logische Konsequenz aus dem Verhalten der „Gamermasse“.

Ich hab die Quelle gerade nicht griffbereit, die Zahl is also mit Vorsicht zu genießen, aber wenn ich nich komplett falsch liege entfallen über 60% der Spielzeit bei Steam auf Spiele, die älter sind als 5 Jahre.

Natürlich werden da auch die großen Multiplayertitel wie CS und Dota ordentlich einzahlen, aber nicht nur.

Das führt dann zu so irren Knallern wie dem neuen DLC für „witcher 3“ elf Jahre nach Release, dem neuen DLC für Grim Dawn und so weiter.

Natürlich gibts Remakes und Remasters in sehr verschiedenen Qualitätsstufen, ich sag nur GTA Trilogy vs das Persona 3 Remake.

Aber gehen wir mal von einer guten Umsetzung aus, dann freue ich mich sehr darüber.
Das Gothic-Remake zum Beispiel war endlich eine gute Möglichkeit meiner Frau meine Liebe zu dieser Welt nahe zu bringen.

Edit: Auf das Persona 4 Remake freue ich mich ohne Ende, nachdem Teil 3 so gut war.
„Everythings great at your Junes“ sing

Naja, „neu gebaut“ kann ja auch einfach sein, dass man die Architektur-Daten des Alten in das Neue gezogen hat und dann KI und alles angepasst hat. Ich glaube nicht, dass das komplett von Grundauf neuentwickelt wurde, aber ein wenig Arbeit wird das gewesen sein. Am Ende laufen ja beide schon immer auf unterschiedlichen Generationen derselben Engine.

KI usw wurden ja wohl auf mit aus dem Neuen übernommen und die Encounter entsprechend neu designed.

Wenn du die Story back-to-back spielst kann das eventuell ganz angenehm sein?

Stimme dir bei FFVII voll und ganz zu, bin da hart von abgeprallt.

Ich bin persönlich großer Fan der Resident Evil Remakes (2,3,4), die allesamt die Seele der Spiele bewahren, aber die Originale in jeglicher Hinsicht übertreffen. Leider ist aber auch der große Anklang an diesen vermutlich Schuld daran, dass Remakes einen so dermaßen großen Boom erfahren haben und dabei viele redundante Remakes entstehen, siehe z.B. Metal Gear Solid Delta: Snake Eater, das meiner Meinung nach ein glorifiziertes Remaster ist, oder Silent Hill 2 Remake, das zwar hübscher ist als das Original, aber eben nicht die Seele konserviert durch unnötig aufgeblasene Level, mehr Action und mehr Spektakel bei Bosskämpfen, was ja nun wahrlich nichts mit Silent Hill zu tun hat.

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Was auch immer sie exakt gemacht haben, aber schrieb ja auch „nur“ erneuert. Aber ja, für die Leute die komplett neu einsteigen wird es möglicherweise Sinn machen das Remake zu nehmen.

Die uralte Diskussion ist damit auch im Spielebereich angekommen. :slightly_smiling_face:

Sehe da kein grundsätzliches Problem in Remake, es geht immer nur um das wie. Einen stupiden 1:1-Nachbau wie seinerseits die Psycho-Neuverfilmung braucht die Welt in der Regel nicht. Da kann man wirklich beim Original bleiben. Aber eine Neubetrachtung finde ich grundsätzlich begrüßenswert, selbst wenn sie mir nicht zwingend gefällt. Gerade Final Fantasy VII finde ich da eher positiv, weil sie offenbar den Ehrgeiz hatten, das nochmal komplett zu überarbeiten. Das ist für mich Ausdruck eines gewissen künstlerischen Anspruchs, den ich nicht immer mögen muss, aber respektieren kann. Denn es geht ein gewisses Risiko ein, der mit einer 1:1-Nachstellung sicherlich deutlich geringer gewesen wäre. Und Risiko ist ja eigentlich das, was man sich sonst häufiger wünscht. Definitiv mehr Risiko als das Remake von Dead Space oder Demon‘s Soul.

Hatte es an anderer Stelle schon geschrieben, ich könnte mir ein Remake von Planescape: Torment sehr gut vorstellen. Nicht mehr in der Iso-Perspektive, sondern vollständig 3D, die Spielwelt aus der Schulter- oder Egoperspektive erkunden.

Ironischerweise konnte ich aber auch dem Outcast-Remaster Second Contact viel abgewinnen. Das war ja nur ein Remake der Grafikengine, ansonsten aber 1:1 das alte Spiel. So sehr ich damals die ursprüngliche Voxel-Optik genossen habe, mit zunehmenden Abstand und steigender Qualität selbst im AA- und Indie-Bereich hat es die Lebensdauer des Spiels für mich deutlich verlängert. Weil man sich die Glaubwürdigkeit der exotischen Spielwelt nicht mehr hinzudenken muss, sondern jetzt auch qualitativ sehen kann. Manche mögen das schade finden, aber Computerspiele sind weitgehend ein visuelles Medium, da gehört imho Optik einfach dazu. Ich fand es gerade auch mit Blick auf eine mögliche Fortsetzung richtig, das so zu machen, weil das Original einfach auch schon mehr als 20 Jahre zurücklag und es für die Rechtfertigung einer Fortsetzung bestenfalls auch eine neue Fanbase brauchte.

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Ich finde Remakes völlig okay, denn wenn einem ein Remake nicht gefällt, geht man eben wieder zurück zum Original oder wartet auf das nächste oder übernächste Remake.

In meiner Kindheit habe ich viele tolle Spiel verpasst, weil ich entweder das System oder das Spiel einfach nicht hatte.
Dank Remakes kann ich das ein oder andere Spiel nachholen und muss dabei nicht auf moderne Optik/Features verzichten.

Link’s Awakening z.B. habe ich nachgeholt, demnächst the 7th Guest Remake. Gothic und Oblivion evtl. auch noch.

Final Fantasy 7 habe ich damals durchgespielt, mochte es sehr, aber ich kenne nun die Story und brauche z.B. nicht nochmal das Remake spielen. Das reicht mir einfach.

Viele die die Remakes spielen waren damals nicht auf der Welt können diese nun auch in modernem Gewand nachholen. Insgesamt bin ich (guten) Remakes gegenüber sehr positiv gestimmt.

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Ich glaube, der Clou von FF7 Remake ist, dass es nicht 1:1 gleich verläuft, sondern alternative Abläufe hat.

Ob es das wert ist, kann ich nicht einschätzen.

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Habe da keine Präferenz, wenn Remake bedeutet das QOL-Features eingebaut, problematische Sachen entfernt und Performanceissues stabilisiert / verbessert werden, bin ich dabei. Bspw. bei Shadow of the Colossus.

Wenn zuviel vom ursprünglichen vibe flöten geht, wie bei Demon’s Souls mit seiner „billigen“ 08/15-Artdirection bin ich eher raus.

Grundsätzlich, würde ich behaupten, ließe sich bei einem Großteil aller Spiele genug finden um eine überarbeitete Neuauflage zu rechtfertigen.

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Beim FF VII Remake bin ich auch gespaltener Meinung. Als absoluter Fan des Original-Spiels habe ich die Neuauflage skeptisch gesehen. Intergrade konnte mich dann aber doch positiv stimmen, weil es der Geschichte viele Nuancen hinzugefügt und die Erzählung stringenter gemacht aber zugleich die Ursprünge bewahrt hat. Dennoch blieb ein leicht unangenehmer Nachgeschmack, weil das Gefühl blieb, dass sich die Handlung ein wenig zu sehr in die Länge zieht, obwohl der Grind reduziert wurde.

Dann kam Rebirth und ich war gehyped, endlich in die Welt hinaus ziehen zu können, aber was folgte war eine große Open World mit zu viel Sammelzeug, das in einem (für mich) anstrengenderen Grind ausgeartet ist, als im alten Spiel. (Ich habe die pathologische Zwanghaftigkeit, alles auf 100 % bzw. 112 % (Silksong) durchspielen zu müssen und das Mastern der Materia war entspannend aber die Sammelaufgaben hier waren zu unterschiedlich und zu weit verstreut, was es unangenehm machte.)

Die Geschichte selbst ist im Verlauf von Rebirth auch zunehmend zerfasert und die zusätzliche Interpretation der Ereignisse hat das Verständnis wieder ein wenig erschwert. Darum muss ich gestehen, dass ich den Plot bislang noch weniger verstehe, als in der alten (fragmentarischen) Erzählweise. Ich hoffe mal, dass der dritte Remake-Teil dann Klarheit bringt. Zumindest ist angekündigt, dass es ein(!) definitives Ende geben soll, das dem Kanon der legacy Story angeblich nicht widersprechen wird.

Mein Fazit als Vergleich: Das Original war für mich ein sehr mageres aber etwas zähes Steak. Das Remake hat zwar viel mehr Fett aber ist dadurch aber zarter.

Ich habe es bislang nicht bereut, das Remake zu spielen und werde es gerne abschließen. Das Mansplaining nehme ich dem Spiel nicht mal übel aber bei mir hat es (trotz der optischen Opulenz) weniger Dramatik erzeugt, als die alten Szenen (Entdeckung von Nanakis Vater und die finale Begegnung von Dyne und Barret).

Das sekundiere ich und ich würde mir die Umsetzung konkret so wünschen, wie die von Baldurs Gate 3. Larian hat mich nämlich echt begeistert und ich habe mit großer Freude die Welt nach jedem Fitzelchen Information abgesucht, weil ich die Texte immens stimmungsvoll und interessant fand. Ich würde sogar so weit gehen, mir das Remake von denen zu wünschen. Der Larian-Humor ist zwar gewöhnungsbedürftig aber zum zynischen und dystopischen Planescape-Setting würde er gut dazu passen, wenn er möglichst eiskalt, hart und trocken serviert wird.

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Mir war Remake damals auch viel zu lang. Alles hat sich so gestreckt angefühlt und Rebirth hat mich erst auch garnicht interessiert.

Bei der letzten E3, als das Finale der Remake-Trilogie angekündigt wurde, hab ich aber doch nochmal Lust bekommen.

Vielleicht waren die Erwartungen damals ja falsch. Einfach mal ganz offen rangehen und das Spiel so unvoreingenommen wie möglich genießen, obwohl ich das Kampfsystem überhaupt nicht mag und mir ein ATB System lieber gewesen wäre.

Der Anfang mit Nibelheim war dann eh ok. Aber nach der Flashbackszene ging erst das eigentliche Spiel los. Hab dann auch alles gemacht was die Zone zu bieten hatte. 10 Stunden später war ich dann durch den Sumpf an der Schlange vorbei und seitdem hab ich das Spiel nicht mehr angefasst.
Im Original dauerte der Abschnitt gerade mal anderthalb Stunden.

Mein Problem ist nicht unbedingt dass das Remake langweilig oder uninteressant ist, aber ich will einfach keine 100+ Stunden reinstecken müssen um dann am Ende ständig nur die Szenen mit dem Original zu vergleichen.

Ever Crisis hab ich zwar bisher noch nicht gespielt weil es ein episodenhaftes F2P Mobile Spiel ist, aber das sieht optisch wie das FF7 Remake aus das ich eigentlich gern gehabt hätte. :sweat_smile:

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Remakes haben natürlich immer den Vorteil, dass sie eine Marke nicht zwingend neu aufbauen müssen und daher auf der Beliebtheit des Originals mitschwimmen können. Gerade bei größeren Spielen mit größerem Budget ist das natürlich eine Risikovermeidung. Oft sind Remakes aber auch nicht mehr als Zweitverwertung.

Das FF7-Remake fand ich aber zum Beispiel richtig, richtig gut. Das hatte für mich genau die richtige Größe (Abgesehen vom Markt, der war zu lang) und ich fand es toll, mehr über die Nebencharaktere und die Effekte der Avalanche-Aktionen auf den Rest der Bevölkerung von Midgar zu erfahren. Das hat sich auch mit dem Kampfsystem einfach anders angefühlt. Jetzt habe ich kürzlich FF7 Rebirth angefangen und ich habe ein wenig die Sorge, dass es zu groß sein könnte.

FF7 war übrigens im Original auch eher 80 Stunden lang, das Remake schlägt mit etwa 40 Stunden zu Buche.

Da bin ich bei dir. QOL und stabilere Technik (Sprich: lauffähig auf modernen Systemen und angepasste Steuerung) sind für mich aber eher ein Argument für ein Remaster und meist finde ich das schon ausreichend.

Und: Wollen wir nicht eigentlich alle ein Remake (oder ein aufwendigeres Remaster) von Wing Commander? :wink:

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Ich bin da nicht so tief drin, aber Square hat ja mehrere Creative Business Units oder wie sie das nennen. Die sind ja auch nicht deckungsgleich mit den Entwicklern von Final Fantasy 15 / 16.
Überhaupt ist es ja oft so, dass Remakes sogar an ganz andere Studios gegeben werden.

Und angesichts der letzten Final Fantasys ist „hätte wirklich was Großes dabei herauskommen können“ auch sehr hypothetisch. Ich mein die waren ok, aber die Reihe ist ein Schatten ihrer selbst. Aber gut, kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein.

Ich finde Neuauflagen (Remaster/Remake) können sehr gut mit neuen Teilen koexistieren. Die haben auch den Vorteil, dass die Firmen mittlerweile den Wert ihrer alten Spiele erkannt haben, was ja üblicherweise (auch nicht immer .. gerade wenn die alte Version dann plötzlich verschwindet) auch einen Wert für den Erhalt der Spiele hat.

Es gibt halt ein weites Spektrum zwischen katastrophal und super - und bei den Remaster/Remakes haben wir da auch schon alles gesehen.

Was ich aber bei Final Fantasy schon sehe (und daran ist nicht das Remake schuld): Sie haben Probleme die alte Strahlkraft der Marke auch fortzuführen und das ist ein Problem für die Zukunft.

Ich versteh auch nicht, dass sie nicht ggf auch mal ein kleineres SpinOff machen wo sie sich nochmal was trauen, weil es nicht so abartig viel Geld kostet.
Bei dem Final Fantasy Resonance dachte ich echt, dass sowas kommen könnte. Aber dann ist es so ne moble Verwurstung. Vielleicht tu ich ihm auch Unrecht, aber glaub der Knaller wird es auch nicht.

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Final Fantasy hat generell an Strahlkraft verloren und das Remake (die Remakes…) finde ich auch nicht gut. Erstmal das Aufteilen eines Spieles in 3 Teile, das wirkt viel zu aufgeblasen mMn und ändert zuviel vom ursprünglichen Konzept. Ich werde auch mit dem Kampfsystem nicht warm, aber das geht mir bei FF schon seit Teil 13 so…da hat mich die Reihe einfach verloren und ich setze, was Square Enix angeht da einfach auf Dragon Quest. Da habe ich die Remakes noch nicht gespielt, die stehen aber auf meinem Zettel, dass ich die irgendwann mal nachhole und da wünsche ich mir zB ein Remake von Teil 8. Den würde ich sofort spielen.

Der Vorteil bei Remakes liegt mMn darin ein älteres Spiel auch wieder „verfügbar“ zu machen. Viele ältere Spiele sind teils gar nicht mehr so einfach lauffähig zu bekommen, oder auf einer Plattform, die kaum noch gespielt wird. Beispiel ist das Demon’s Souls Remake. Das Original auf der PS3 kann zwar noch gezockt werden, aber da auch mit den vorhandenen „Problemen“ wie Performance und Co. Da fand ich das Remake für die PS5 wirklich sehr gut, weil es eine 1zu1 Umsetzung war, aber grafisch einfach nur genial. Schade, dass es das nicht für den PC gibt.

Generell mag ich Remakes lieber, die nichts an dem Spielgefühl ändern, gern halt 1zu1 Umsetzungen, wo „nur“ die Grafik aufpoliert wird und ggf. etwas die Zugänglichkeit durch zB QoL Features erhöht wird. Diablo 2 Ressurected (was ja sogar noch jetzt erst eine sehr gute „Erweiterung“ bekommen hat), das schon angesprochene Demon’s Souls, oder das auch hier schon erwähnte Outcast Second Contact sind für mich sehr gute Beispiele.

Mafia Definitive Edition ist für mich noch Okay, weil es klar Änderungen vornimmt, mit denen ich gut und gerne mitgehen kann, aber die Darstellung der Figuren war…gewöhnungsbedürftig. Klar haben sie hier auf Schauspieler gesetzt und nicht die alten Charaktermodelle aufgebessert, weil durch echte Schauspieler mehr drin ist, aber dennoch hätte ich mir den „alten“ Paulie lieber gewünscht, als den neuen…

Aber generell finde ich, gibt es eine Vielzahl an guten Remakes: Resident Evil 2, 4 und hoffentlich bald Code Veronica (der 3. Teil des war nicht ganz so gut), System Shock, Dead Space, Gothic, das sind für mich super Remakes und gerade bei Resident Evil 2 wurde ja doch einiges geändert, aber das Spielgefühl blieb einfach gleich, bzw. haben sie das was Resi 4 so gut gemacht hat, auf das übertragen, was Resi 2 so gut gemacht hat und damit ein echt geniales Remake gezaubert.

Aber bei Final Fantasy haben sie mMn reingeschissen ^^