Saturn, ey

Ich habe ja seit längerem kein Mitleid mit MediaSaturn. Zwar gibt es Ausnahmen, aber größtenteils ist das einzige was mir bei einer Pleite Leid tut die Belegschaft.

Ich glaube ich habe es mal am andere Stelle erwähnt. MediaSaturn haben durch ihre Marktmacht den richtigen spezialisierten Fachhandel kaputt gemacht (MediaSaturn ist für mich kein Fachhandel sondern einfach nur Amazon Offline). Ich weiß noch, wie ich früher CDs in kleinen Läden kaufte, oder meine Eltern Küchengeräte in einem Haushaltsladen. All das zerstörte MediaSaturn. Und jetzt weint die Gruppe, dass Amazon sie kaputt macht macht. Einfach kein Mitleid.

Zum Thema Preis. Meinen ersten 1080p LCD wollte Frühjahr 2007 kurz vor PS3 Release ich bei Mediamarkt kaufen. Preis 2500€. Dazu wollte ich Kabel und ein TV Rack und lag bei über 3000€. Ich fragte wegen einem entgegenkommen beim Preis. Der Verkäufer lotste mich zu seinem Pult, machte dieses auf uns sagte: „hier, ein paar Gummibärchen kannste bekommen.“ Danke du Arsch!

Auch Beratung wurde zunehmend weniger. Ende 2006 kaufte ich eine DSLR und ich wurde echt super beraten. Ich durfte alles an Nikon, Canon und Pentax durchtesten (Pentax wurde es dann). Später gab es dann vorrangig Herstellerspezifische Verkäufer, was einfach scheiße war und nichts mehr von einer Beratung hatte. Anderes Beispiel Karstadt. Früher konnte man in den Karstadt in die Brettspiel-Abteilung gehen und nach Tipps fragen. Dort gab es jemanden, der sich vorbildlich auskannte und beraten konnte. Später war er weg, wie auch die Beratung.

Mittlerweile informiert und vergleicht man online und kauft dann gezielt dort wo es am preiswertesten (Amazon) oder schnellsten (MediaSaturn) ist. Beratung gibt es im Prinzip nicht mehr.

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Was mir auch absolut auf den Keks geht, ist der x-te Versuch, das von Benko geschundene Galeria Karstadt Kaufhof künstlich zu retten. Angeblich sind das ja so tolle Innenstadtmagnete. Ich war neulich mal wieder drin: wie in einer Geisterstadt, mit traurigen Mitarbeitern (um die es mir am meisten leidtut). Keine Fachberatung mehr wie früher, alles wie stehen geblieben in den späten 90igern mit neuem Werbeschild. Dafür sind die Preise astronomisch hoch im vergleich mit dem Online-Handel. Aber auch hier die Frage: Wo ist der Wille, das Ding endlich pleitegehen zu lassen, statt immer weiter Steuergeld hineinzustecken? Man könnte die Flächen zu Wohnungen umbauen (ist kompliziert, ich weiß) oder sie kommunal für Pop-up-Shops und kleinere Läden öffnen. Da werde ich mett.

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Ich verstehe schon, dass der Einzelhandel durch die Konkurrenz online und das veränderte Kaufverhalten in einer schwierigen Lage ist. Aber der Saturn aus meinem Eingangsbeispiel, der zahlt ja für die Lage, die Ausstattung, den Strom, die Mitarbeiter, die Ware und so weiter. Das Geld wird ja eingesetzt, allein die Miete sind ja vermutlich 250.000 pro Monat oder so. Es wäre ja nicht so viel teurer, wenn überhaupt, das vorhandene Personal besser zu schulen oder einzusetzen. Es wäre nicht so schwierig, das Ladenkonzept dem reduzierten Sortiment anzupassen, Coolblue macht ja nicht von ungefähr diese Einstufung in drei Klassen.

ich weiß auch nicht, man muss es doch nicht mit Absicht kaputtmachen.

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Dagegen, das es teuer ist habe ich im Prinzip nichts. Was ich verlange ist nur Beratung und das ich es sofort in der Hand habe. Da zahle ich auch mehr. Ohne Beratung bleibt dann aber nur noch das sofort in der Hand halten. Aber es gibt eigentlich nichts, war ich sofort auf der Stelle asap benötige.

Was @Gunnar_Lott sagte wäre ein reduziertes Sortiment auch hilfreich. Ich brauche keine 57854 verschiedene Herde / Waschmaschinen / Kühlschränke / Kaffeemaschinen im Laden, aber dazu bräuchte man Personal, welches sich auskennt und das Sortiment kuratiert und dann auch die Unterschiede zwischen den Geräten kennt.

Aber ja, das ist aufgrund der Schwämme an Geräten sicher auch nicht einfach.

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Als ich das letzte Mal im lokalen Saturn war, hatte ich da auch das Gefühl, dass nur noch ein paar Heuballen durchrollen müssten, um das Bild komplett zu machen. Ich bin da früher(:trade_mark:) durchaus häufig hingegangen, aber so ist das selbst als Kunde zu deprimierend.

Vielleicht als Gegenpunkt: die letzten beiden Mediamärkte, in denen ich war - beide allerdings Modell „Gewerbegebiet auf der grünen Wiese“ - war solide. Die Beratung war so im Rahmen dessen, was man in einem Allerweltsmarkt erwarten kann, aber die Leute waren schon echt freundlich, und im zweiten gab’s sogar ziemlich soliden Kaffee. Prozessmäßig zwar Luft nach oben (um meinen iPhone-Akku wechseln zu lassen musste ich selber zwischen zwei „Mitarbeiterhorten“ an unterschiedlichen Ecken des Marktes hin- und herlaufen), aber ich bin beide Male zufrieden aus dem Markt rausgelaufen.

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Die Hintergründe zum Herunterwirtschaften würden mich echt interessieren. Klar ist der online Handel ein Thema, aber das ging schon viel früher los.
Mein Vater hat bei Karstadt gearbeitet und zumindest um 2000 haben sie noch Schulungen bekommen. In Hannover gab es nach dem Schließen vom Multimedia Haus immerhin eine echt gute Abteilung mit riesiger Auswahl an Filmen und Spielen. Nach kurzer Zeit war nichts mehr gepflegt und nur noch ramschig, die aufgebauten Verkäufer ausgetauscht, die neuen ohne Ahnung, bis die Abteilung weg war. Andere innovative Bereiche, die zumindest Kunden ins Haus geholt haben, wurden abgeschafft.
Nach den vielen Eigentümerwechseln, sind scheinbar nur die unkündbaren oder niedrig Lohnkräfte mit entsprechender Motivation übrig geblieben. So scheint das auch bei MM und Saturn. Der Vorteil mal etwas anzufassen ist dahin, wenn z. B. Die ausgestellten Tastaturen total abgerockt sind. Headsets wollte ich letztens Jahr ausprobieren, keine Chance.

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Wie gesagt, er muss halt über Verfügbarkeit und/oder service kommen.

Saturn oder (bei uns) Media Markt bietet diesbezüglich ja wenig. Der Service wurde ja schon besprochen und die Verfügbarkeit ist weniger entscheidend.

Der lokale Obi ist natürlich voll, weil man mit seinem Projekt nicht warten kann bis der Onlinehandel liefert.

Und der Modehändler ist immer noch da, weil man da n Termin macht, n Kaffee zur Beratung kriegt und am Ende mit nem perfekt abgestimmten Outfit da rausgeht.

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In den 80er/90er Jahren war es in unserer Familie üblich, wegen Hifi-Equipment zu Hansa-Saturn nach Köln zu fahren. Das war noch so ein Laden voller Hifi-Geeks mit guter Beratung. Anfang der 90er habe ich dort mit meinem Vater die ersten Komponenten (TAF 419 R und CDP 797) meiner damaligen Stereoanlage und meine ersten CDs (u.a. Informer) gekauft. Die Einrichtung bei Saturn war anders als heute durch kreatives Chaos geprägt. Es gab wild verlegte Teppichböden, es roch ein wenig nach Zigaretten. Der in Köln war übrigens das Original und man konnte mit dem Geschäftsführer um Preise feilschen. Diese sterilen Plastikschuppen von heute sind den Namen nicht wert.

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Wir haben bei uns in der Innenstadt einen solchen kleinen PC-Laden, der sich hartnäckig hält. Einerseits freut es mich, andererseits bin ich halt auch knapp an der Zielgruppe vorbei: Ich habe absolut kein Problem damit, meinen Rechner selbst zu schrauben.

Ich war aber dankbar, dass es ihn gab, als ich vor ein paar Jahren die Fehler meines PCs diagnostizieren musste. Zum Testen unterschiedlicher CPUs wollte ich einfach nur einen billigen Stock-Kühler, den man mit zwei Handgriffen draufklatschen und wieder abziehen kann. Hat er mir quasi kostenlos gegeben, weil die da eh massenweise rumliegen. :smiley:
Seitdem empfehle ich den Laden jedem Freund, der einerseits keinen PC von der Stange will, andererseits aber auch keine Zeit oder Ahnung hat, es selbst zu schrauben.

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I feel you.
Das war damals der große Vorteil vom MediaMarkt. Wir hatten in Landshut, der nächsten „größeren“ Stadt bei mir in der Nähe, keinen echten Plattenladen und das UG vom MM war damals voll auf Musik ausgerichtet, mit den entsprechenden Abspielstationen. Ich hab mir da Bleach, von Nirvana, als erste CD gekauft.
Der nächste WOM wäre in München gewesen, aber das war immer eine Tagesreise mit den Öffis und auch entsprechend teuer (Bahn bis HBF + S/U-Bahn). Da war das Taschengeld schon weg, bevor man im WOM war. Von daher hatte der MM damals echt noch seine Berechtigung um Musik und Games zu stöbern.
Nach 2010 hab ich nur noch einmal, 2019, im Einzelhandel gekauft: Meine Freundin, in München, wollte einen Geschirrspüler. Altbau ohne Lift, 4ter Stock, Innenstadt ohne Parkchance. Da war ich sehr dankbar über den Liefer- und Montageservice von Euronics und dass ich das Ding nicht selber hochwuchten musste. Noch dazu hatte sie so eine alte IKEA Küche, in der alle Rohre nur gesteckt und nicht mit Gewindemuffen verschraubt waren. Da hatte ich echt kein gutes Gefühl, an dem Zeug rumzudoktern und evtl. die Küche und vor allem die Fehlböden mit Abwasser zu fluten.
Das war es dann aber auch schon und als Lebensberechtigung reicht das wahrscheinlich nicht.

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Jetzt muss ich an die Abspiel-Stationen in MM und im Müller denken. Das war damals als jugendlicher so ein Highlight zuerst Games aller Art an den Anspiel-Stationen spielen zu können und danach im oberen Stockwerk mehrere CDs anhören zu dürfen - mit so richtig Kopfhörer und einem Steuerpult um die Tracks umzuschalten.

Ist nicht mehr zeitgemäß, aber eine schöne Erinnerung!

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Ich muss gestehen, dass mich die Überschrift des Threads „Saturn, ey“ angelockt hat, weil ich zuerst an den SEGA Saturn dachte und neugierig war ob sich Herr Lott eine neue Sammelkategorie erschlossen hat.

Die Erfahrungen in einer stationären Saturn-Filiale überraschen natürlich nicht. Sicher war früher allgemein mehr Lametta, aber ich hatte schon als Teenager um die Jahrtausendwende immer das Gefühl, dass ich deutlich kompetenter bin als das dortige Personal (bis hin, dass ich mich zusammenreißen musste nicht reinzureden, wenn ich Zeuge einer „Beratung“ wurde an deren Ende einem Rentner ein überteuerter Fernsehr von schlechter Qualität abgedreht wurde).

Anders sah es aus in Fachgeschäften, die sich z.B. nur auf Heimcomputer und Videospiele spezialisiert haben (ausdrücklich nicht EB Games, Gamestop und Co.). Hier konnte man Importware, gute Peripherie (RGB-Kabel etc.) bekommen und Probespielen. Diese leider auch weitgehend ausgestorbene Gattung des stationären Handels vermisse ich manchmal. Aber alles hat seine Zeit.

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Im damaligen MediaMarkt hatten sie schlicht Hifi-Tower CD-Player mit relativ guten Over-Ear Kopfhörern rumstehen. Gab auch immer zwei bis drei Mitarbeiter, die dauernd nur die Jewel-Cases wieder zurück in die Regale sortiert haben.
War eigentlich ein total wildes Konzept, einfach jede zum Verkauf stehende CD aufmachen und anhören zu können. Und die Leute sind auch echt pfleglich damit umgegangen. Habe nie eine verkratzte CD bekommen.
Die Games Sektion hat mich manchmal auch zu unrecherchierten Käufen verführt. Was so eine gut designte Bigbox doch ausmacht. So kam ich zu Ecstatica und Gabriel Knight 1,
Aber ja, das ist inzwischen alles Nostalgie.

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Schöner Vergleich :slight_smile:

Ich fände das sogar noch okay, wenn das wirklich so wäre. Wenn da alles gut sortiert stünde, sauber ausgezeichnet und vielleicht mit kleinen Displays, die Bewertungen aus dem Online-Shop und Referenzen anzeigen. Dann wäre es sogar ok, wenn kein Verkäufer da wäre.

Mit der Auswahl von Online kannste nicht mithalten, aber Auswahl ist ja eh überschätzt, choice kills conversion. Ein sauberes Set an verlässlichen Geräten, das die Verkäufer kennen und das über die Preis-Range aufgefächert ist, würde ja zumeist reichen.

Dazu ein kleines Online-System, wo man wie bei Apple eine spezifische Beratung buchen für schwer auswählbare Produkte. Viele wichtige Fragen beantwortet ja Amazon doch nicht: Wie gut kann man das Zeug reinigen, wie easy ist das zu handhaben? Die Beratung kann ein paar Euro kosten, die man am Ende als Gutschein zurückbekommt und beim Kauf einlösen kann.

Einer der Flüche der Kaufhauskonzepte ist es btw dass die großen Läden angefangen haben, nicht mehr durchgängig zu kuratieren, sondern einfach eine Fläche für Markenshops, Promos und Sonderverkaufsflächen zu bieten. Was dann dazu führt, dass man von Pontius zu Pilatus läuft, wenn man nicht schon auf eine Marke festgelegt ist. Meine Frau wollte neulich einen Schal im Kaufhof kaufen, das war eine Odyssee zu Markenbereich zu Markenbereich, bis sie einen gefunden hatte, der dann doch auch Schals hat.

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Mag später so gewesen sein. Aber bis mindestens 98 hatten sie noch das System mit den CD-Playern.
Vor 98 war eh noch nichts mit rippen und MP3 oder? Ich erinnere mich aber Cypress Hills Black Sunday nach dem System gekauft zu haben. Mein PC hatte damals ne 200MB Festplatte. Da hätte nicht mal eine CD im WAV Format draufgepasst.

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Ich vermisse das auch etwas. Grade bei den Spielen habe ich immer viel Zeit verbracht und mir dann interessante Packungen rausgezogen. Manches davon war dann cool, manches ein Fehlkauf. Aber dadurch kam immer auch was neues in den Rechner wo man heute oft nur noch das 08/15 Zeugs mitbekommt.

Ich glaube aber dass wir in der Hinsicht einfach eine aussterbende Art sind. Ich erinnere mich noch gut an den monatlichen Familienausflug in die 1,5 Stunden entfernte Quelle. Während die Eltern dort ihre Sachen zusammengesucht haben, hab ich durch die C64 Spiele geblättert und davon geträumt alle, oder mindestens eines davon, mitnehmen zu dürfen. Heute kennen das vermutlich die wenigsten jüngeren so. Da wird dann abends gelangweilt am Handy gesurft und sich irgendwas bestellt. Ist jetzt weder besser noch schlechter, nur anders. Aber das killt halt den Einzelhandel ;/

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Ist natürlich ein bisschen aus Boomersicht gesprochen, aber ich finde schon, dass es die Produkte entwertet und den Konsum verschärft, weil man halt keinen physischen Aufwand mehr in den Kauf stecken muss. Bequemer isses natürlich und ich verspüre meistens auch keinen großen Reiz mehr, in Geschäfte zu gehen - aber je älter ich werde, desto doofer finde ich Online-Shopping.

Was bei Saturn für mich noch dazu kommt, ist, dass Technik halt so furchtbar langweilig geworden ist. Von (mutmaßlich) 1960 bis 2010 oder so gab’s wahrscheinlich mehr oder weniger jedes Jahr irgendetwas Interessantes, aber seitdem stagniert alles. Oder es wird höchstens verschlimmbessert, weil Fernseher unbedingt Werbung in ihren saulahmen Menüs brauchen und für 'ne gewöhnliche Waschmaschine WLAN und App-Steuerung natürlich unabdingbar sind. Aber, gut, das ist ein anderes Thema.

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Eigentlich müsste der Kunde die Beratung per Stundenlohn direkt bezahlen.

Ich war neulich bei der Sparkasse weil sie eine Zustimmung für angehobene Kontoführungsgebühren benötigen. Es geht um ein Konto für jemanden, den ich Betreue. Dabei habe ich direkt gefragt, ob es nicht ein günstigeres Konto gibt. Die Person verdient in der WfbM 100€ im Monat. 12€ Konto-Gebühren wären dann ja über 10% vom Lohn.
Darauf meinte der Berater, dass es auch ein Klassik-Konto für 6€ gibt. Aber das sei ja Quatsch weil man da für jede Lastschrift und Überweisung extra bezahle.

Aha. Die haben also ein Quatsch-Konto, das gar keinen Daseinsberechtigung hat? Interessant. Da bin ich doch dankbar, für so eine ausgezeichnete Beratung, die ohne Kenntnis der Anforderungen des Kunden passiert.
Aber: Das betreffende Konto hat jeden Monat genau einen Gehaltseingang und maximal eine Abhebung am Automaten. Das Quatsch-Konto wäre hier also die bessere Wahl…

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Es ist halt schwer zu sagen, Zumindest in meiner Zeit hat das wenig geholfen. Hab da in Nürnberg im Fröschl gejobbt, und wir haben wirklich versucht den Leuten zu helfen. Teilweise sogar den PC Aufbau bei den Käufern im Haus gemacht (bei guten Kunden, aber dafür umsonst). Das Ende vom Lied war dass Leute am Tag nach der Beratung mit ihrem woanders gekauften PC ankamen und erwarteten dass wir den umsonst installieren oder die Probleme lösen. Wir haben dann ein Schild hingemacht und horrende Preise für Problemlösung verlangt (also bei Nicht-Kunden).

Ich denke man braucht ein grundlegendes Mass an Freundlichkeit und Kompetenz um sich hervorzuheben. Aber zuviel Service wird dann wieder abgestraft. Leider magelt es heute oft halt schon an der Grundlage, wie hier auch viele geschrieben haben.

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Hmtja. Kann sein. Aber: Man sieht schon oft Kunden aus Läden wieder rausgehen, ratlos, überfordert. Ich finde, Service ist Service, egal, ob Gastro, Einzelhandel oder Hospitality. Ich habe gern wenig Friktion, will nicht herumirren und mich nicht irgendwie unwillkommen fühlen. Ich bin da vermutlich kritischer als andere, aber bei mir fallen Läden, Hotels, Restaurants und Online-Shops schnell aus dem relevant set, wenn ich das Gefühl hab, die sind nicht dran interessiert, mein Bedürfnis zu erfüllen.

Wenn ich hingegen das Gefühl hab, das ist mein Laden, dann bin ich auch nicht preissensitiv. Die meisten Käufe sind ja nicht singulär, wenn es gut geklappt hat, kommt man wieder.

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