Sega Master System (SFT 10)

Ja, sind bis heute bei den Top Platformern dabei. So wirklich lernen muss man die Level ja auch nur für Speedruns, normales spielen geht ja auch naiv sehr gut. Aus irgendeinem Grund wollen hier halt manche direkt mit den Speedruns anfangen ohne erstmal normal zu spielen. Dabei ist auch gerade bei langsamer/normaler Geschwindigkeit die Sprungphysik einfach klasse.

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Ja weil du ja einen signifikanten und zentralen Teil der Spielmechanik weglässt wenn der Teil mit dem Scbell rennen und den Flipper-Elementen weg ist.

Es ging mir nicht drum zu sagen das Sonic-Spiele schlecht sind sondern meine Antwort bezog sich ja auf jemanden der meinte dass dieser Teil des Spiels (gotta go fast) ja gar nicht so wichtig sei.

@Numfuddle

Ich denke mal das Video ist normales, eher nicht optimiertes / non-TAS gameplay und der Typ scheint ja trotzdem durchaus einen Plan zu haben wenn ich mir angucke wie solide er die Emeralds wegholt.
Ich seh da nichts von „gotta go fast“, eher „stop and go“ in einer Tour, immer mal bisschen Schwung holen aber nicht dauerhaft Rechts-Knopf mit Vollgas gedrückt. Und wie gesagt, Marble und später Labyrinth mit dem ganzen Wasser sind ja nochmal vom Design her auch extra langsam angelegt.

Aber ich will das jetzt nicht weiter derailen, das hebe ich mir für die SSF Folge zu Sonic oder den Mega Drive Technik Cast auf.

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Geile Folge, was habe ich das Master System II geliebt, meine erste Konsole.
Mit Phantasy Star habe ich mit 8 angefangen Englisch zu lernen, dazu die ganzen Klassiker :slight_smile:
Alex the Kid, Grand Prix, Golden Axe, ich habe leider nicht mehr alle meine Spiele im Kopf. Ich ärger mich so, unsere alte Konsole ist damals auf dem Müll gelandet und Anfang 2000 (ich hatte ja kein Geld) stand in unserem Karstadt ein neues SMS II für 15!! € zum verkauf. Wer weis aus welcher Ecke des Lagers sie das raus gesucht haben.

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Sega hat auch auf ihre Spielhallenautomaten solche redundanten Texte gedruckt. Hier zum Beispiel ein Astro City Arcade Control Panel:

Da steht oben links

High-resolution graphics and
stereo-of-the-art sound
double your playing enjoyment!

Was ist das für ein Nonsens? Sollte stereo-of-the-art sound nicht eher state-of-the-art stereo sound heissen?

Der Aufdruck auf dem schwarzen Master System erinnert mich eher an ein Diagramm einer elektrischen Schaltung. Das Dreieck ist das Symbol eines Operationsverstärkers:

Dieses stilisierte Diagramm auf der Konsole soll wahrscheinlich futuristisch und nach Elektronikschaltkreis aussehen, ergibt aber null Sinn.

Auch in Titelbildschirmen waren bei Sega Konsolen oft komische Texte, zum Beispiel bei Alien Soldier für das Mega Drive:

IMG_3405

VISUALSHOCK! SPEEDSHOCK! SOUNDSHOCK!

NOW IS TIME TO THE 68000 HEART ON FIRE!

FOR MEGADRIVERS CUSTOM

Dieser Unsinn war anscheinend ein Werbeslogan für das Mega Drive in Japan :slight_smile:

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Dachte zuerst die 68000 sei ein Hinweis auf den X68000 Heimcomputer, der in Japan so populär war.

Ist aber wohl eher ein Hinweis auf die Motorola 68000 CPU des MegaDrive. :thinking:

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Den „100 MEGA SHOCK!“ findet man auch auf dem Neo Geo :slight_smile:
Schockierend krasse Leistung war damals ein echtes Ding:

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Mal noch ein paar Worte zu den Farben. Das ist wohl der Punkt, wo das Master System dem NES am meisten überlegen ist. Einerseits ist es die Wahl der Farben. Beim Master System gibt es jeweils 4 Werte für rot, grün und blau, die sich beliebig kombinieren lassen, woraus sich dann die 4 x 4 x 4 = 64 Farben ergeben, aus denen man auswählen kann. Das ist nicht ungewöhnlich; Amstrad CPC, Atari ST, Amiga und Mega Drive haben das ähnlich gemacht, halt nur mit einer anderen Anzahl an Farbwerten (und in der Theorie hat EGA Grafik auch 4 Farbwerte pro rot, grün und blau; in der Praxis kommen dann aber in 98 % der Spielen nur immer die gleichen 16 der 64 Farben zum Einsatz). NES ist da mehr Oldschool und definiert jede Farbe unabhängig von einander. Im Prinzip hat der NES Platz für 64 Farben, die letzten 10 Einträge sind aber alle auf schwarz gesetzt, und ein Blauton ist doppelt, woraus sich dann nur 54 verschiedene Farben ergeben, aus denen man auswählen kann. In der NES Palette fehlt zum Beispiel ein strahlendes Gelb, während das Master System für jeden Farbton zumindest eine gewisse Annäherung hat.

Der größte Unterschied ist jedoch bei der Anzahl der Farben pro Kachel (8 x 8 Pixelquadrat). Das wurde im Podcast für Sprites erklärt, mit Hintergrundkacheln verhält sich das im Grunde genauso, nur das da eine Farbe mehr zur Verfügung steht (weil man keinen Wert für Transparenz braucht). Der NES kann pro Kachel nur 4 verschiedene Farben benutzen - das ist eine gewaltige Einschränkung. Außerdem stehen beim NES nur 4 verschiedene Paletten à 4 Farben zur Verfügung, die für alle Hintergrundkacheln benutzt werden müssen. Ein Farbwert ist bei den 4 Paletten stets gleich, woraus sich maximal 4 x 3 + 1 = 13 Hintergrundfarben gleichzeitig auf dem Bildschirm ergeben. In der Praxis sind das dann aber eher unter 10 verschiedene Hintergrundfarben gleichzeitig auf dem Bildschirm, weil sich die Farben in den 4 Paletten wahrscheinlich überschneiden. Beim Master System trifft man praktisch eine 16-Farben Vorauswahl (im Prinzip wie bei EGA Grafik). Diese 16 Farben können dann beliebig in jeder Kachel benutzt werden (beim NES waren das wie gesagt nur 4). Also, ohne Umändern der Farbauswahl nach Scanlines (ich erinnere mich jetzt nicht mehr, ob das beim Master System möglich war), kann das Master System auch nur 16 verschiedene Hintergrundfarben gleichzeitig auf dem Bildschirm anzeigen, was auch nicht viel mehr ist als die 13 theoretisch möglichen gleichzeitigen Hintergrundfarben auf dem NES. ABER: bei der Farbauswahl bei Kacheln und Sprites ist der Unterschied enorm (wie gesagt #NES-Kachel = 4, #NES-Sprite = 3, #Master-Kachel = 16, #Master-Sprite = 15).

Ich möchte mal hier noch irgendwann einen Offtopic-Post zu Snake schreiben (Snake wurde kurz im Podcast angesprochen). Das war’s für heute.

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Das Mark II wurde doch auch außerhalb Japans verkauft. Die Idee von Werbetexten auf der Konsole in einer globalisierten Welt, sparte so wenigstens manchen Marketing Yen und Erklärung. Etwas suboptimaler ist das nach wie vor komische Design des Controller-Kabels was selbst im ursprünglichen SMS Model 1 Controller noch nach rechts abging statt nach oben. Spätere Versionen haben das korrigiert.

:joy: aber komm bei Alien Soldier ist „visualshock“ schon ein angebrachtes Prädikat

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Da stimme ich zu :slight_smile:
Alien Soldier ist visuell ein absolutes Brett.

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Interessanterweise hatten alle meine Cousins in Frankreich (zumindest alle von denen ich weiß dass sie eine Konsole hatten) ein Master System. Später hatten sie dann ein Mega Drive. In Deutschland fällt mir glaube ich nur ein Freund ein der ein Master System hatte.

Aber das kann natürlich auch ein „Familien-Ding“ statt einem „Frankreich-Ding“ gewesen sein. Oder war die Konsole dort wirklich beliebter?

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Auch eine Option, aber… der „opamp“ auf dem Master System hat anscheinend nur einen Eingang statt zwei, und ist etwas langgezogen. Zudem sind die Kanten im Diagramm gerichtet, durch die kleinen Pfeilenden. Das ist in Schaltkreisen auch total unüblich (manche Komponenten haben Pfeile, die Kanten selbst eigentlich nicht).

Ich dachte erst dass es auch eine Art bescheuertes „Systemdiagramm“ sein könnte, aber dann macht wiederum das „POWER ON“ überhaupt keinen Sinn. Da ist das verkappte Flussdiagramm aus dem Podcast schon eher passend?

Ich glaube fest steht, dass das Diagramm insgesamt totaler Schmarrn ist, egal wie man’s dreht und wendet. Da war vermutlich wirklich eher ein Gestalter am Werk, der sich an nichts so richtig orientiert hat.

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Ja, für mich ist das im Endeffekt nur ein erfolgloser Versuch geblieben, kibi/mebi/usw. sind quasi gescheitert. Bin sehr skeptisch dass sich das noch ändert.

Aber viele Linux-Distributionen nutzen das System (Android nicht, oder?) und da die Diskrepanz zwischen den Systemen mit steigender Speichergröße immer größer wird, kann ich mir vorstellen, dass Microsoft das andere System irgendwann zumindest als Option in Windows verfügbar macht.
Andererseits: Ab einer gewissen Größe ist die exakte Speichermenge für die meisten auch einfach egal. Wer weiß schon genau, wie viel Platz noch auf seinem Handy oder Cloudspeicher frei ist? In der Regel ist es schlicht „genug“, das einzelne Byte interessiert heute viel weniger als noch vor ein paar Jahrzehnten.

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Interessanterweise machen z.B. SSD-Hersteller von dieser Diskrepanz direkt Gebrauch: SSDs machen bekanntermaßen sowohl „wear leveling“, also Schreibvorgänge auf alle Blöcke verteilen, um keine vielbeschriebenen Blöcke zu haben die dann früher ausfallen), aber manchmal auch „overprovisioning“, bei dem die SSD mehr physischen Speicher hat als sie vorgibt, womit die zusätzlichen Blöcke die im wear leveling teilnehmen nicht die Kapazität, dafür aber die Lebensdauer erhöhen. (Durchaus wünschenswert!)

Aber wenn man jetzt, sagen wir, eine 2 TiBi SSD mit 10% overprovisioning unter die Leute bringen will, ist „1.8 TB“ irgendwie eine komische Zahl. Das Verhältnis von 2 TB zu 2 TiBi ist aber ziemlich genau 91%. Also nennt man sie weiterhin 2TB, praktisch!

Ja, das ist auch das Ding. Ich weiß noch, als auf kleineren Festplatten fast jedes MB heilig war.

Heute füllt sich meine Festplatte selten doch mal, aber anders als damals ist das weniger ein „Schachern“ um was mehr den kostbaren Speicher verdient, und mehr sowas wie: Ich könnte mal diese 20 VMs die ich jeweils ein mal benutzt habe in den Mülleimer schmeißen… und die 12x mit Lichtfaser heruntergeladenen Ubuntu-Images gleicher oder fast gleicher Version auch.

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Mir gefallen die SFT-Folgen auch immer besser, zumal mit dem VCS2600, C64 und auch Master System meine allerersten Spieleerfahrungen verbunden sind (jeweils bei älteren Jungs in der Straße, nie eines der Systeme besessesen).

Ich erinnere mich auf dem Master System speziell an ein obskures Michael Jackson Spiel „Moonwalker“, bei dem man (kein Witz) Kinder retten musste.

Schön finde ich, dass sich @Henner_Thomsen mit viel Fleiß und Fachkompetenz chronologisch nach vorne arbeitet - in diesem Sinne freue ich mich in den nächsten Monaten und Jahren noch viel mehr über all die tollen Maschinen aus meiner Kindheit und Jugend zu lernen (x86 PCs, Game Boy, SNES, PlayStation, N64, Dreamcast,… - es gibt noch viel zu tun :smile:

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Kleine Korrektur zu den Tectoy Konsolen bzw. direkt dem Master System Evolution: Das System wird weiterhin hergestellt und verkauft.

https://www.tectoy.com.br/master-system-evolution-com-132-jogos-na-memoria-995020351822-p186

Der Preis (exkl. Versand, Import) liegt bei so ca. 75€ und sie hat einen Composite Ausgang. Eine vollständige Liste der enthaltenen Spiele findet sich ebenfalls auf der Webseite. :slight_smile:

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Oh, interessant - aber das ist eine neuere Entwicklung, zur Zeit meiner Recherche war sie nicht aufgeführt, es gab nur die Legends Core und die Atari Flashback. War vielleicht nur ausverkauft. Danke für den Hinweis!

Ich teile die Meinung, finde aber auch die Heimcomputer in ihren schwarzen Gehäusen sehr schick. Die Japan-Versionen der frühen Nintendo-Konsolen hingegen finde ich absolut grauenhaft, aber vielleicht entsprach das mehr dem regionalen Geschmack oder half, sie an Kinder zu vermarkten, weil sie wie Kleinkindspielzeug aussahen?

Das erinnert mich irgendwie an “ALL YOUR BASE ARE BELONG TO US”…

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