Ich kannte das Spiel weder vom Namen noch habe ich es gar mal gespielt. Umso mehr Spaß hatte ich beim anhören. Interessante Entstehungsgeschichte und sehr bildliche Beschreibung des Spieleinhaltes.
Mir sind zwei Gedanken währenddessen gekommen:
Ist es ein Kritikpunkt, wenn das Spiel zu leicht und teilweise oberflächlich erscheinen mag? Walking Simulator treiben das ja noch ein ganzes Stück weiter. Muss ja nicht jedes Adventure “soulslike” sein.
Ist es ein Zeichen von Immersion, wenn Fabian beim spielen eines Star Fox Titels fuchsig wird?
Hab das Spiel (leider) nie gespielt, das ging seinerzeit komplett an mir vorbei. Bei mir was negative word of mouth, was ich seinerzeit gelesen habe, dass viele Passagen unnötig arschig seien mit langer Latscherei/Kistenschlepperei und Back-Tracking.
Anfangs war ich da aufgrund der Grafik schon arg gehyped. Aber in Videos fand ich die Sprachausgabe z. T. doch arg unpassend kindisch, gerade Anfangs in der „Jabba the Hut“-Sprache. So viele Spiele waren seinerzeit nicht drin, deswegen habe ich mir glaube ich Resident Evil 4 gekauft.
Wie gesagt, nicht selbst verifiziert - aber wie du selbst festgestellt hast, dauert es auf jeden Fall länger.
Scheint auf jeden Fall ein Thema zu sein und im späteren Verlauf des Spiels in Arbeit auszuarten, siehe auch einige Kommentare hier: Reddit – Das Herz des Internets
Für das Protokoll: war persönlich schon in Prime 1 kein Fan dieser Mechanik
Ich würde sagen: Ein ganz klares kommt drauf an. Es ist immer die Frage, was das Spiel verspricht und was man vielleicht nur draufprojiziert. Wo liegen die Schwerpunkte? Wo liegt die Betonung?
Einem Brothers: A Tale of Two Sons verzeihe ich es beispielsweise gern, dass die Mechanik nie besonders herausfordernd wird, weil das gar nicht das ist, was das Spiel versprechen möchte. Ähnlich ist es völlig okay, dass die Story den Mario-Spielen, insbesondere denen in 2D, eher oberflächlich bleibt. Es ist nicht das, was man von dem Spiel erwartet.
Bei einem Action-Adventure ist das Versprechen jedoch ein anderes. Dort erwarte ich Abwechslung und Eskalation. Wenn ein Kampfsystem beispielsweise nur aus „Haue auf A, bis der Gegner umfällt“ besteht, ist das langweilig – das hätte man dann auch direkt weglassen können. Ebenso, wenn die Rätsel sich alle nur auf „In diesem Raum leuchtet ein grüner Knopf, wenn du ihn drückst, geht die Tür auf“ beschränken.
Natürlich hängt hier auch viel von Zielgruppe und Länge des Spiels ab. Bei einem Spiel, welches sich explizit an eine jüngere Zielgruppe oder Casual-Spieler richtet (sagen wir mal Mario, Professor Layton oder Advance Wars), erwarte ich eine andere Komplexitäts- und Schwierigkeitskurve als bei einem Spiel, welches eine „Core“-Gruppe im Blick hat (Hollow Knight, Outer Wilds oder XCOM).
[EDIT]Ich erwarte jedoch bei beiden, dass es sich in irgendeiner Form entwickelt![/EDIT]
Was ich in der Kritik von Fabian am Stärksten herausgehört habe ist die vorgetäuschte Komplexität. Viele Mechaniken muss man nur wenige Male einsetzen. In anderen Spielen wäre das etwas gewesen, was man in einem Dungeon erhält und später nie wieder braucht. Das Laufen dient keinem Zweck außer dem Vergeuden von Zeit (und Nachladen von Inhalten). Die Kämpfe strecken die Zeit, aber sind nie wirklich spannend oder herausfordernd. Es macht an vielen Stellen den Anschein, sich an eine erwachsene Zielgruppe zu richten (oder zumindest Teenager), löst dieses Versprechen aber nicht ein.
Das ist hier für mich das, was in der Folge viel stärker herausgearbeitet wird als ein bloßes „es ist zu leicht“.
Die Diskussion um die Scanmechanik ist schon so alt wie Metroid Prime selber. Man sollte zum Scannen bei Metroid Prime aber immer betonen, dass das Scannen rein optional ist. Leute, die sich darüber beklagen, können das Scannen auch einfach gar nicht machen, und das Spiel trotzdem durchspielen. Bei den Endgegnern hilft das Scannen manchmal, um die Schwachstellen zu erfahren, aber ansonsten ist das alles nur extra Blahblah, den man nicht braucht, um das Spiel zu geniessen. Ich finde es genial, aber es scheidet die Geister. Das ist auch OK, es kann nicht alles allen gefallen.
Um den Bogen wieder zum Thema zu schlagen: Jetzt frage ich mich gerade, wieviel von dem Backtracking, über das sich Fabian in Starfox Adventures beklagt, vielleicht auch hier rein optional ist und darauf zurückzuführen, welchen Weg man durch das Spiel nimmt? Wenn man die Sachen im Spiel effizient erledigt, dann muss man vielleicht gar nicht so oft zwischen den Orten hin- und herwechseln? Das fände ich interessant.
Das ist finde ich eine gewagte These. Wo macht das Spiel den Anschein, sich an eine erwachsene Zielgruppe oder zumindest Teenager zu richten? Starfox Adventures ist meiner Wahrnehmung nach eher für kleinere Kinder gemacht. Nicht nur das ganze visuelle Design, was aussieht wie ein Bilderbuch für Kinder, auch die Story, die Sprache, und das Gameplay, alles an dem Spiel vermittelt mir den Eindruck “Kinderspiel”. Es wird zum Beispiel nicht geflucht, es gibt kein Blut, keine Erwachsenenthemen usw. Ok, da ist die Bikinirüstung von Krystal… ist es das?
Für ein 100% Savefile braucht man die, insofern stimmt das nicht wirklich. In MP4 braucht man die ja scheinbar auch noch um levelspezifische Actions auszuführen.
Aber Wurscht, wird sicher noch einen Metroid-Cast geben wo wir das ausdiskutieren können.
Was ändert das bitte daran, dass es optional ist? Wenn Du solch ein Completionist bist, na dann viel Spaß. Dann must Du auch jede rote Blume und große Münze bei den Yoshi Island Spielen finden, trotzdem ist das optional.
Das ging mir als Teenager wirklich leider so, dass ich gerade durch das Voice-Acting das Spiel doch eher für Kinder empfand und eher abgeschreckt war, es zu kaufen. Alle haben irgendwie gesprochen wie in den Zelda CDi-Games oder wie der Stoner-Turtle Michaelangelo, leider auch Fox.
Habe mal ein paar Walkthroughs zur Erinnerung gesehen, wie ich die Spiel-Trailer wahrgenommen habe. Warum hören sich sowohl Fox als auch sein Dino-Begleiter an wie 80s Surfer-dudes?
Okay, tricky. I will stay up here but you will stay down there.
Tricky: Okaayyy… but I need to help my moooooom..
Verstehe völlig, warum sich Nintendo so sehr ziert, die Zelda-Games vollständig zu vertonen. Man kann da echt die Stimmung kaputt machen. Und so liest jeder die Texte so, dass es gerade nicht so lachhaft wirkt.
Hm. Das ist in der Tat ein guter Punkt. Mehr als „Starfox ist halt cool und die Frauen sind auf sexy gemacht“ habe ich da nicht als Argument. Vielleicht ist das wirklich das Problem des Spiels: Dass viele, für die es gar nicht gedacht war, es nicht gespielt haben und dann doof fanden? Man sieht ja auch auf YouTube, wie viele Leute es aus ihrer Kindheit toll finden…
Du hast natürlich insofern Recht, dass „Man braucht die Mechanik nur für die 100% auf dem Spielstand!“ quasi die Definition von einer optionalen Mechanik ist.
Ich finde aber, man darf auch optionale Mechaniken kritisieren. Sie sind ja als Angebot für Spieler da, genutzt zu werden.
Bei Metroid Prime 4 kann ich es jetzt nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, aber wenn eine Mechanik einfach nur nervig ist und lange dauert und man sie für die 100% nicht nur ein paarmal, sondern über 200-mal einsetzen muss, finde ich Kritik daran gerechtfertig.
Um auf StarFox zurückzukommen: Das Feilschen im Laden ist auch optional. Macht es nicht weniger nervig, jedesmal wieder in den Laden rennen zu müssen.
Chill bro.
In MP(4) musst du scans machen um bestimmte Schalter / Trigger zu identifizieren und afair wurden auch Fahrstühle so aktiviert. Außerdem gibt es unlock credits bei 50% und 100% scan completion mindestens mal im ersten Teil afair. Das ist nicht mein Verständnis von optional, ymmv.
Zu YI, selbstverständlich - das ganze Spiel ist um das Finden und Sammeln von Shit gebaut. Und so geht es mir auch mit (klassischem) Metroid, ohne fettes Arsenal macht es doch nur halben Spaß und die coolsten Challenges der Spiele sind doch um shinespark Rätsel usw. gebaut. Also Collectathon ist schon Metroid-DNA imho.
Interessant. Ich habe gerade überlegt, ob man PS4 Spiele kritisieren sollte, wenn das Erreichen der Platin Trophäe in zu viel Arbeit ausartet. Interessantes Thema insgesamt, komplexer als ich dachte.
Es gibt definitiv gutes Trophy-Design mit echtem Mehrwert weil man wirklich alles aus einem Spiel rausholen will und absolute gehirntote Lebenszeitvernichter mit absurden Anforderungen.
Leider wird motivierendes Trophy-Design (bzw. Achievements oder Gamerscore) oft nicht besprochen - gehört jedoch zur modernen Spielerfahrungen dazu und kann, meiner Meinung nach, noch mal ganz anders die Auseinandersetzung mit einem Spiel fördern, bspw. Aufmerksamkeit auf Systeme oder Modi lenken die ansonsten gar nicht angepackt würden.
Eine Folge zu Metroid Prime gabs bereits vor inzwischen fast 6 Jahren im März 2020 - allerdings finde ich gerade keinen Thread dazu (gab es damals evtl. das Forum noch nicht?)
Ein 100% Savefile ist meines Erachtens nach aber auch definitiv in die Kategorie „optional“ einzuordnen.
Mich hat das Scannen da auch total abgeturnt, ähnlich wie die ganze Zeit die Leichen und Container zu durchsuchen und Audiologs anzuhören in Bioshock hat mich das immer total aus dem Spielfluss gezogen
Könnte ich nicht so pauschal sagen, klar kann man ein Donkey Kong Country mit 36% beenden, aber das ist imo ein Spiel wo die Jagd nach den 100 einen wesentlichen Reiz der Spielerfahrung ausmachen. Ich wette das Urteil zwischen dem 36 und 100 Prozenter fällt auch am Ende anders aus, bei den Folgeteilen wird das ja sogar noch richtig ausgebaut mit versteckten Welten, Bossen usw..
Das finde ich ne andere Kategorie als Postgame Beschäftigung wie erreiche Max Level (obwohl ich schon durch bin und das Spiel nichts mehr an Gegenwehr bietet) oder noch irgendwelche Items oder Covenants grinden die man aber gar nicht einsetzt oder einsetzen kann.
Will sagen, gibt solche und solche.
Das Problem an den Scans ist imo der Rückschritt zum X-Ray in Super Metroid, das war direkt und aktiv und hat die Information sofort Preis gegeben - die Scans und Scan-Info ist imo zu stark vom eigentlichen Spiel entkoppelt. Grundsätzlich ist Lore und Atmosphäre natürlich cool, aber das könnte man wahrscheinlich anders lösen bzw. mehr in die Erfahrung integrieren und den Wert eines Scan erhöhen durch gutes Writing und andere Frequenz. Stimme deinem letzten Absatz deshalb voll zu, Audiologs und so Lorefetzen sind imo so ein 80er Designrelikt weil die Technik das anders nicht gut vermitteln konnte.
Irgendwie zwar Off-Topic aber: Twycross ist möglicherweise gar nicht so unbekannt, zumindest nicht für alle, die mit der BattleTech-Lore vertraut sind: auf dem Planeten Twycross III in der Inneren Sphäre haben maßgebliche Schlachten im Rahmen der Clan-Invasion der Jadefalken stattgefunden (zum Beispiel die Vernichtung der Jadefalken-Garde unter der Beteiligung von Kai Allard-Liao, zusätzlich ist dies auch der Todesort von Natasha Kerensky vom Clan Wolf im Rahmen des Wars of Refusal gegen die Jadefalken im Jahr 3057, mehr Infos dazu hier: Twycross - BattleTechWiki
Ich hab früher immer gern die ganzen Dokumente, Audiologs etc. gesammelt und gelesen, mittlerweile allerdings nicht mehr, weil’s mich auch aus dem Spielfluss reisst, genauso wie ausufernde Gespräche.
Große Ausnahme der letzten Jahre bildet da Control, obwohl ich da auch lieber gespielt habe, statt Texte zu lesen, aber die Dokumente haben so eine faszinierend seltsame Welt dargestellt, das war toll.
Ich habe gerade noch geschrieben, dass mir die SSF-Folgen in diesem Jahr nicht ganz so super gut gefallen haben, aber gleich danach die Star Fox Adventures Folge gehört - und die hat mir sehr gut gefallen. Ich fand das Einnehmen unterschiedlicher Standpunkte bei einem kontrovers betrachteten Spiel sehr angenehm und überhaupt nicht übertrieben in eine Richtung. Die Ambivalenz der Betrachtung wurde dadurch gut transportiert, das hat mit gefallen.
Eine Frage hat sich mir beim Hören gestellt: Gunnar hat (hier?) mal erklärt, dass zeitgenössische Bewertungen (so gut wie) nie in den SF- und SSF-Folgen vorkommen, weil da der Mehrwert nicht gesehen wird. Zwei Podcaster schätzen das Spiel ein, wo kommt da der Zugewinn, dass vor 30 Jahren eine Person dem Spiel 83 % gegeben hat. Bei dieser Folge konnte ich das mit der Bewertung verstehen, weil es ja sehr intensiv um unterschiedliche Einschätzungen auf das Spiel in der Folge ging, aber das tauchte auch schon in einer anderen SSF-Folge vor kurzer Zeit auf. Ist da eine allgemeine Änderung bei oder ist das Zufall? Ist nichts Dramatisches, sondern reines Interesse meinerseits, wie da die aktuelle Haltung zu ist.