Ich hab es genau gehört, Frau Stritter!
Fänd ich einerseits interessant, zumindest von den DSA-Werken halte ich “Die Verbotene Kammer” für sehr gut machbar, “Legatin des Bösen” und “Auf der Jagd nach dem Schwertkönig” sind beide relativ tief im DSA-Hintergrund verankert, bei “Legatin des Bösen” wegen der Figur, die man spielt und ihrer Rolle im DSA-Kosmos, bei “Auf der Jagd nach dem Schwertkönig” wegen diverser Anspielungen auf alte DSA-Werke und Ereignisse. Das sind trotzdem gut spielbare und sehr schöne Spielbücher, aber ich weiß nicht inwiefern ein nicht unfassbar DSA-affines Publikum damit klar kommt. Man müsste entweder sehr viel erklären oder ignorieren, was beides sicher auch gut möglich ist.
Also man kann auch Spaß an “Spaceballs” haben, ohne je “Star Wars” gesehen zu haben.
Denke, den DSA-Hintergrund könnte man bspw. durch eine Einführung o. ä. zurechtrücken. Die Frage ist, wie sinnvoll eine Staffel mit der Autorin des Werks ist? Weiß Mhaire nicht zumindest grob von vornherein, was der beste Weg ist? Müsste dann ein anderer Mhaires angestammte Rolle übernehmen.
Klar, aber sie könnte ja Spielleiter machen und Gunnar und Chris oder vielleicht sogar Rahel stellen sich der Aufgabe. Ich fänd es cool und mal ne Abwechslung. Vielleicht sogar mit anschließender Analyse? Aber ich nehme auch gerne weitere reguläre Folgen ![]()
Großartige Staffel. Mir gefällt die Art der Erzählung richtig gut, da macht es einfach Spaß zuzuhören (das Buch selbst zu spielen fand ich deutlich weniger spaßig). Ein Höhepunkt für sich war wie immer die Besprechung mit Chris.
@Mháire: Der Spruch “Meine Achtung vor dir ist um fünf Achtel gestiegen” sollte in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen werden! ![]()
Ihr hattet in der Analyse-Folge euch gefragt, ob auch das “Höllenhaus” ursprünglich mal als kürzere Version erschienen ist und diese Theorie dann verworfen, weil alles so klug ineinander verwoben sei.
Tatsächlich ist das exakt der Fall, und die Fighting Fantasy Webseite macht da auch gar kein Geheimnis drum. Die Ur-Fassung war nur 185 Sektionen lang.
Meine Vermutung wäre also, dass der gesamte Dead-Man-Walking-Keller erst nachträglich hinzugefügt wurde, ebenso wie der Folterkeller, etc. Was ehrlich gesagt irgendwie schade ist. Da hat man 215 Abschnitte, die man noch hinzu texten kann, und man nutzt sie nur für falsche Abzweigungen. (Allerdings immerhin für stärkeres Worldbuilding.)
Es gibt eine sehr kreative Rezension/Playthrough-Variante, wo jemand so ähnlich wie im SF-Format der Reihe nach aufschreibt, wie er das Buch durchgespielt hat, das noch mit ironischen Kommentaren versieht, aber nebenher auch noch Wissen über die Hintergründe auspackt:
Und wo wir schon dabei sind, was ich generell auch sehr empfehlen kann, ist diese sehr liebevoll gemachte Seite zu den FF-Büchern mit Rezensionen und Hintergründen zu allen jemals erschienenen FF-Büchern.
Hier die Rezension zum Höllenhaus:
PS: Ich wäre immer noch dafür, dass ihr euch mal eines der FF-Bücher vornehmt, die leider nie auf Deutsch übersetzt wurden, wie zum Beispiel das zu seiner Zeit ebenso bahnbrechende “Creature of Havoc”. ![]()
PPS: Achso, und “Talisman des Todes”, das bei Gunnar in der Doppel-Ausgabe noch mit drinsteckt, gilt übrigens als ein besonders schönes Exemplar von Worldbuilding, weil es sehr klug über die Abschnitte, die es hat, eine komplett eigene Welt zeichnet. (Tatsächlich hat das nochmal seine ganz eigene Backstory, das Buch wurde nämlich von zwei ganz anderen Autoren geschrieben, die später wiederum aus dem Setting ihre eigene Spielbuch-Reihe “Way of the Tiger” entwickelten. Wäre das jetzt eine SF-Folge, wäre das quasi eine eigene Folge. Möchte jemand einen Podcast über Spielbücher gründen?
) Ich mochte es als Jugendlicher nicht, aber möglicherweise auch genau deswegen. ![]()
PPPS (
): Hab gerade nochmal bisschen in den einschlägigen Foren nachgeschaut und “Creature of Havoc” gilt vielen auch als “eines der”, wenn nicht gar “das” schwierigste FF-Buch. Es entstand zumindest, nachdem das Fandom Steve Jackson aufgefordert hatte, doch mal was “richtig schwieriges” zu entwerfen. Es ist aber davon abgesehen auch wirklich atmosphärisch dicht, ungewöhnlich und schlichtweg über weite Stellen extrem gut gemacht (es gibt ein paar Probleme, aber auch das gehört ja zu einer guten SFS-Staffel dazu…). Achso, und es startet mit dem Leser, der Amnesie hat und anscheinend in ein Monster verwandelt wurde. Hatte Gunnar nicht mal irgendwann gesagt, er mag Computerspiele, wo man mit Amnesie startet? Oder war es Chris? ![]()
Noch ein Nachtrag, aber ich höre jetzt mal auf, diesen vorigen Beitrag zu editieren und zu erweitern, weil ganz anderes Thema:
Ihr habt ja mehrfach auch darüber gesprochen, ob das Buch “gruslig” ist. Ich erinnere mich, dass ich es als Kind damals schon ziemlich gruslig fand, und das beschreiben auch viele Menschen im Internet so, die es damals gespielt haben, als es herauskam. Ihr habt ja immer wieder auch zurecht darauf verwiesen, dass die FF-Zielgruppe schon eher in Richtung Kinder/Jugendliche ging. Und das war ja alles Prä-Internet. Wenn man Horror-Filme schauen wollte, für die man zu jung war, musste man sich irgendwie aus der Videothek die FSK18-VHS-Kassetten besorgen. Das ging, aber das war nicht mal so nebenbei zu machen.
Sprich, alleine das gesamte Setting mit toten Gesichtern, die einen durch das Fenster anstarren, mit toten Frauen, die in Betten liegen, oder auch die auch von Chris angesprochenen Szenen des qualvollen Todes in den Folter-Käfigen haben mich als Kind definitiv beeindruckt. ![]()
Wollte auch noch einmal ein Lob zu dieser Staffel da lassen. Im Vakuum bevorzuge ich auch Staffeln zu Videospielen, aber als Abwechslung zwischendurch habe ich die Spielbuch Staffeln wirklich sehr zu schätzen gelernt. Ich fände es auch super, Mhairé einmal in einer Videospiel Staffel SFS zu hören - vielleicht sogar regulär zu dritt mit Christian
? Falls sich da ein passendes Spiel findet, stelle ich mir das sehr amüsant vor
Das ist die erste “SF spielt…”-Staffel zu einem Buch, die ich mitverfolge. Insgesamt hat mir das sehr gut gefallen. Die vorgetragenen Passagen mit den akustischen Gruseleffekten haben mir sehr gut gefallen - das hat sehr zur Stimmung beitragen. Überhaupt fand ich die Vertonung des Spielerlebnisses des Buchs sehr gut umgesetzt. Ich hab’ auch ein Gefühl dafür bekommen, wie das Buch wohl aufgebaut ist und sich liest - damit hab’ ich auch noch keine Erfahrungswerte.
Das Setup für die Staffel fand ich auch sehr gut: zwei Sprecher, die das Spiel Folge für Folge durchspielten und dann das Abschlussgespräch zu dritt. Drei Sprecher in den Hauptfolgen fänd’ ich fast zu viel, als dass man dann gut folgen könnte, aber die dritte Person in der Abschlussbesprechung bringt nochmal neue Erkenntnisse bzw. die Einblicke von außen - auch mit dem Blick über die aufgezeichneten Folgen.
Ein tolles Hörerlebnis - danke!
Zur Frage, ob das Buch gruselig ist:
Ich kann es natürlich nur aus der Sicht eines Erwachsenen beurteilen und weiß nicht, ob ich es als Kind gruselig gefunden hätte. Aber für mich ist Horror nicht gleich Horror:
- Einerseits gibt es den Horror als Genre. Es gruselt, es ist oft (aber nicht immer) übernatürlich, es soll Angst machen.
- Andererseits gibt es den Horror als Setting. Eine Geschichte ist eindeutig von Horror-Tropes inspiriert, ist jedoch nicht in diesem Genre angesiedelt.
Fast jeder Horror-Film hat auch ein Horror-Setting, anders herum ist das aber nicht immer der Fall. Tucker and Dale vs. Evil oder Cabin in the Woods bedienen sich beispielsweise einer Reihe von Horror-Tropes und sind stark inspiriert von Horror-Filmen, erzählen aber nicht wirklich eine Horrorgeschichte, sie versuchen nicht, Angst zu machen. Natürlich haben sie hier und da einmal eine Szene, wo mit der Spannung gespielt wird, aber insgesamt ist beiden Filmen etwas anderes wichtig.
Hier würde ich auch dieses Buch einordnen. Es erzählt natürlich schon eine irgendwie gruselige Geschichte, aber der Fokus liegt eher auf einer kleinen Geisterbahnfahrt, bei der vielleicht hier und da auch schonmal eine stimmungsvolle Beschreibung dabei ist…aber es ist nicht das Hauptziel, dass man schlotternd die Seiten umblättert.
Vergleichbar vielleicht mit Star Wars, welches sich eindeutig einem SciFi-Setting bedient, aber die Meiste Zeit über eigentlich überhaupt kein Interesse daran hat, SciFi-Geschichten zu erzählen…oder Watchmen, welches in einer Superhelden-Welt spielt, aber dessen Geschichte ich nicht als typischen Superhelden-Stoff einordnen würde.
Ich fand die Untermalung sehr gelungen
die SFS Spielbuch Folgen sind einfach toll
Ich fand die Staffel auch sehr unterhaltsam. Aber trotzdem möchte ich auch nochmal eine extrem große Empfehlung für die Staffel von “Over the Hills” zu diesem Buch da lassen, die hat mir fast noch einen Ticken besser gefallen, weil es so schön rollenspielerisch umgesetzt war. Kudos an @Vaylan und @Lubo !
Mir hat diese Staffel wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn mir der Plot des Buches etwas kurz vorkam. Vielleicht hat zu dem Empfinden die stringente Präsentation etwas beigetragen.
Toll war auch die zusammenfassende Würdigung zum Abschluss.
Sowohl Mhaire und Gunnar als auch Christian höre ich sehr gerne zu und die Produktion war gewohnt hochwertig. Gerne mehr davon!
Watchmen ist ja, sorry wenn das jetzt prätentiös klingt, anders als die anderen genannten Medien ja eher eine bewusste Dekonstruktion des Superhelden-Genres.
Ich mag amerikanische Comics nicht so, aber Watchmen fand ich, wahrscheinlich gerade deswegen, so super, dass ich nach dem Film auch das Comic-Buch gekauft habe.
Alan Moore und Dave Gibbons sind Briten, evtl liegt es daran.
Weiß ich seit der Beneath a Steel Sky Folge jetzt sogar auch, aber Watchmen ist doch eine Dekonstruktion des “amerikanischen Superhelden-Comigenres”, zumindest hab ich das so aufgefasst. Spielt ja auch dort.
Weiß nicht ob das hier schon jemand geschrieben hat, aber ich habe, glaube ich, die selbe Ausgabe von dem Buch wie Gunnar hier (noch aus meiner Kindheit
), also „Das 3. große Fantasyabenteuer Spielbuch“ Thienemann 1996, aber bei mir ist der Abschnitt 394 korrekt, also wurde der Fehler anscheinend irgendwann behoben.
Habe erst jetzt die Folgen gehört. Tolle folgen! Hat mega spass gemacht.
Kleine frage Mháire hat in einer folge von einem Choose your own adventure buch geredet das sie mit ihrem Mann gemacht hat. Hat dazu jemand nen link?
Hallo, hier sind einige gelistet: https://www.lovelybooks.de/autor/Mhaire-Stritter/ und in ihrem wiki-Eintrag stehen auch noch einige Infos. klick
Empfehlung! Schon im Prolog kann man GV mit einem Katzenmenschen haben.
