Tolle Folge, die mich dazu animiert hat, Skyrim endlich mal länger als 30 Minuten anzugehen. Mein erstes Open-World-Spiel überhaupt, und Jungejunge: Als ich aus dem Anfangsort rauskam und es Nacht wurde mitten im Wald - das war schon wirklich SEHR schön.
Ich finde das so herzig: alles was ihr über die krude Unvollkommenheit von Morrowind sagt kann man, bis heute, über alle Rollenspiele von Bethesda sagen.
Ich spiele noch immer mit großer Freude Starfield und da knirscht und klappert es auch an allen Ecken und Enden und wenn man es drauf anlegt, kann man sich das Spiel selbst sooo kaputt machen.
Die Spielwelten von Bethesda sind ein reiner Vergnügungspark mit nahezu keinen Konsequenzen was die eigenen Entscheidungen angeht. Es geht einfach irgendwie immer weiter. Entweder umarmt man dieses Konzept oder man lässt es. ![]()
Ich hab beim Hören der Folge wieder voll die Nostalgie bekommen und hab mal wieder etwas reingespielt. Und dann hab ich ein kleines Video vom Intro, der Charaktererstellung und natürlich der fantastischen Titelmelodie aufgenommen:
Vielen Dank für den wunderbaren Podcast, da kommen so viele Erinnerungen hoch…
- Die Bugschlacht von Daggerfall, oder wie ich denselben Waffenshop über hundert Mal ausraubte und dabei dreist mit einem Karren vorfuhr. Ich hatte trotz des Erwerbs des besten Palastes und Schiffes mehr als genug Kohle und die besten Waffen, die man sich vorstellen kann!
- Wie ich in Morrowind immer wieder stehen bleiben musste, weil die Sonnenaufgänge so schön waren. Hach!
- Wie ich mich völlig im Spiel verlor und am Ende so übermächtig war, dass das Ende ein schlechter Witz war.

- Wie das Ende noch witzloser wurde, weil der Endgegner im Gegensatz zu mir nicht levitieren konnte, hinter mir her in die Lava sprang und schließlich starb, als ich das Herz zerstörte. Ich weiß bis heute nicht, wie er aussieht.

- Wie ich einen Feuerball mit maximalem Schaden und maximaler Ausdehnung erschuf. Das Teil verbrauchte all mein Mana und in Städten zog er direkt sämtliche Wachen auf mich - völlig unbrauchbar, aber trotzdem geil, dass es ging.

- Wie ich mich in Oblivion über das fürchterliche Konsolen-Interface aufregte und unglaublich viel Zeit mit den “Chuck Norris in Oblivion”-Folgen auf Youtube verbrachte.

- Wie ich es nicht schaffte, mir Skyrim schönzuspielen. Keine Sorge, ich gebe nicht auf…

Was für eine großartige Spielereihe!
Danke für die tolle Folge(n), gerade habe ich mit der “Die Welt von…”-Folge begonnen.
Ich habe tatsächlich mal Lust in die Reihe reinzuschauen, aber Morrowind scheint mir doch etwas zu sperrig. Bis dato ist nie der Funke richtig übergesprungen bei den meisten westlichen Rollenspielen.
Meint ihr ich sollte in Oblivion Remastered oder doch in Skyrim reinzocken?
Was hält mich bei westlichen Rollenspielen ab? Meist bin ich zu lesefaul und wie wir wissen gibts bei den Elder Scrolls spielen viiiiel zu lesen
Vielleicht täusche ich mich meist, aber die Geschichten kommen mir auch meist zu trocken rüber leider. Außerdem überfordert mich zu viel Freiheit in der Regel.
Ich muss dazu sagen, dass ich immer gerne mal JRPGs spiele und da ist vieles natürlich übertrieben und drüber. Ich bin aber offen dem ganzen nochmal eine Chance zu geben ![]()
Würde auf der Series X spielen. Mal schauen was ihr mir eher empfehlen könnt.
Ich bin mir auch nicht sicher ob man Morrowind heutzutage noch empfehlen kann. Ich habe zwar, wegen dem Podcast auch wieder angefangen zu spielen, ich sehe aber definitiv die Schwächen des Spieles, auch wenn sie für mich nicht so relevant sind, oder zumindest kein Hindernis nicht weiter zu spielen. Die Welt ist statisch, NPC haben keine Tagesabläufe, wie eine richtige Welt wirkt das nicht. Und die aggressive Tierwelt nervt mit der Zeit. Die Hauptstory finde ich eigentlich ganz interessant, aber wirklich toll präsentiert wird sie nicht. Eigentlich läuft sie halt so nebenbei, man muß schon ihr schon aktiv folgen. Aber die große Stärke ist halt die faszinierende, fremdartige Welt, die erkundet werden will. Die ist schon toll. Oblivion ist hier deutlich gewöhnlicher, halt eine normale mittelalterliche Fantasy-Welt, nichts besonderes. Skyrim habe ich nicht gespielt, wird aber wohl eine ähnliche Welt wie Oblivion haben. Schön ist, daß Oblivion nicht mehr so statisch ist, NPCs einen Tagesablauf haben und die Steuerung besser ist (man kann mit der rechten Maustaste blocken). Ansonsten ist es halt grafisch besser, die Hauptstory aber genauso unspektakulär präsentiert.
Ach ja, es gibt zwar viel zu Lesen, muß man aber nicht unbedingt machen.
Mich nervt halt bei Oblivion halt massiv das Rubber-Banding. Das war dann in Skyrim etwas zurück gefahren aber in Oblivion ist das einfach absurd. Wenn man erst die Side-Quests macht und dann sich der Hauptquest widmet, ist schwerer statt leichter.
Ich hatte mich da mal informiert, dass es Mods gibt die versuchen das zu reparieren. Vielleicht wäre mit dem Remake da eine gute Möglichkeit sich mal ranzutrauen?
Hat da zufällig jemand Erfahrung?
Laut Internet passiert in Oblivion folgendes.
Im Original leveln die Gegner mit dem Spieler mit. Aber es erscheinen auch neue stärkere Monster als auch besseres Loot.
Im Remaster leveln die Gegner auch nach oben, es wurde aber überarbeitet. Wie stark sich das anfühlt, kann ich nicht sagen.
Das Kernproblem ist nach wie vor das die Gegner bis Stufe ca. 87 mitleveln. Das ist spielerisch halt ein markanter Fehler, da man gegnergerecht max. Level festlegen müsste. Zum Beispiel kann eine Ratte gerne mitleveln aber bei Stufe 20 müsste Schluss sein. Wobei für bestimmte Levelbereiche Obergrenzen z.B. 30 gesetzt wurden. Im Fazit war man da aber einfach zu großzügig.
Level 1, Aufleveln bis Stufe 30 in bestimmten Gebieten aber auch höheres aufleveln in anderen Gebieten möglich.
Man sollte bis Level 26 alles in die Hauptfertigkeiten Angriff und Verteidigung setzen und auf Nebenfertigkeiten verzichten.
P.S. Ich habe das nur von den Wiki-Seiten.
Deine Abstufungen sind eine gute Idee, aber ich würde das Mitleveln einfach lassen. Wenn dann wäre mir eine z.B. eine Feuerratte lieber, der man beispielsweise das Fell rot einfärbt und 25 Stufen mehr gibt. Das ist dann gefühlt ein neuer Gegner (auch wenn er nur geklont ist). Aber mir würde das schon reichen. Alles andere macht das Gefühl der Heldenreise und der damit verbundenen Progression kaputt.
Im Original-Oblivion noch vor einem ersten Patch spawnten so ab Level 15 plötzlich überall in der Welt Braunbären, die saustark waren. Wege, die vorher einigermaßen sicher waren, ließen sich nur noch unter größter Gefahr bereisen. Arenachampion zu werden war auf Level 1 deutlich leichter als auf höheren Levels. Das Gefühl der Progression war also nicht nur nicht da, es war umgedreht. Dazu kam dann, dass jeder Feld-, Wald- und Wiesenbandit plötzlich mit Glas- und Elbenrüstungen rumlief, weil der Gegnerloot auch mitgelevelt hat.
Warum gibt es in Elder Scrolls Spielen eigentlich mehr Banditen als normale Einwohner in der Welt? Wen rauben die dann noch aus? Sich gegenseitig? Herrscht eine so massive Arbeitsplatzknappheit in Tamriel, dass der perspektivlosen Jugend keine anderen Karrierewege offenstehen? ![]()
Ich weiss echt nicht, was ihr gegen das mitleveln hat. Ist das nicht das was jeder Managementberater erzählt? “Ein echter A-Player zieht alle um sich rum nach oben!”
Danke für das Aussprechen dieser Wahrheit!
In Skyrim wurde das leider nicht besser und hat mich immer unfassbar in der Immersion gestört.
Der Nachteil ist natürlich, dass du damit einen festen Ablauf durch die Spielwelt vorgibst.
In MMOs ist das ja ganz stark so:
- Stufe 1-10: Goldwald
- Stufe 8-18: Donnerberg
- Stufe 9-14: Traumwehr
- Stufe 12-25: Sumpfland
- Stufe 15-26: Grabtal
Du kannst ein bisschen zwischen den Gebieten variieren und es gibt Überlappungen, aber der Ablauf ist stark vorgeprägt und wenn du dich in Goldwald und Donnerberg hochlevelst, hast du keinen Grund mehr, nach Traumwehr zurück zu gehen und der ganze Anfang vom Sumpfland ist auch langweilig.
Bis zu einem gewissen Grad sehe ich also durchaus den Nutzen von diesem Mitleveln. Es muss halt geschickt so gemacht sein, dass du dennoch eine gewisse Zunahme der Stärke erlebst.
In Breath of the Wild sind die Monster ja auch immer stärker geworden. Das habe ich (anders als bei TES) aber nirgendwo als Kritik gelesen. Vielleicht, weil es immer noch genug „Fixpunkte“ gab, an denen man den Machtzuwachs gespürt hat.
EDIT: Mir fällt gerade auf, dass dort genau das passiert, was du sagst. Monster in alten Gebieten werden nicht einfach stärker, sondern durch stärkere Äquivalente mit anderer Farbpalette ersetzt. Ich glaube, genau das meintest du und ich habe dich nur falsch verstanden.
Vielleicht hast du bei BOTW keine Kritik am Worldlevel gelesen, weil der dort mit viel Bedacht von Hand designed war, mit vielen Ausnahmen, während er bei Oblivion und Skyrim dagegen eher stumpfsinnig und grob implementiert wurde? “Bethesda Jank” ist nicht von ungefähr ein feststehender Begriff geworden.
Neeee, bei BotW wurde aber die kritik am mitleveln von der kritik von abnutzenden waffen/gegenständen überdeckt. ![]()
Die hat alles überstrahlt. ![]()
Für Skyrim gibt es extra ein Mod, welches die Abnutzung von Waffen hinzufügt ![]()
Wie ich schon sagte:
Es macht ja aber außerdem das, was Christian auch anmerkte: Die braunen Bokoblins in Gebiet XYZ werden nicht auf einmal stärker, sondern einfach durch blaue, stärkere Bokoblins ausgetauscht. So wirkt die Welt insgesamt gefährlicher, ohne dass das Monster, an das man sich „gewöhnt“ hat, unerklärlicherweise mächtiger geworden ist.
Der große Kritikpunkt war ja auch, dass man durch hochleveln effektiv schwächer als die vorhandenen Gegner wurde, wenn man es nicht sehr präzise machte. Das ist etwas, was die gut designten Mitlevelspiele nicht machen. Ich meine damals auch den Tipp gelesen zu haben, dass man die Skills die man tatsächlich einsetzen will garnicht zu den Primary Skills hinzufügt, so dass, wenn man sie steigert, nicht gleichzeitig auch das Charakterlevel hochgeht.
Ich glaub eher das liegt daran das es mittlerweile eine feste Gruppe von „Bethesda Zornigen“ gibt. Weil so heftige Kritik habe ich über die genauso „generische“ Open World von Elden Ring nirgends gehört. Da gab es Jubelchöre für die generische Open World.
Du setzt deinen Kreuzzug gegen Gothic hier also munter fort ![]()
Das PB in der Vergangenheit viele Fehler gemacht hat und teilweise zu überambitionierte Projekte (Gothic 3), zu verbuggte (Risen 3) oder später seltsame (Elex) gemacht hat, ist doch unbestritten.
Hier aber immer wieder in die Kerbe zu hauen Gothic hätte keine Relevanz, verstehe ich nicht. Was willst du damit genau beweisen? Im deutschsprachigen Raum und diversen osteuropäischen Ländern genießt Gothic heute Kultstatus. Die Moddingszene ist immernoch sehr aktiv.
Zum Spiel: Morrowind hab ich damals auch gerne gespielt. Ich fand das damals sehr cool. Ich hab mich dann irgendwie in der Welt verloren und dann ist das ausgefadet. Oblivion hat mich abprallen lassen weil mir das zu high Fantasy war und wirkte sehr generisch. Skyrim mochte ich eigentlich aber ich konnte es aufgrund der komplett schlechten Sprachausgabe nicht ertragen. Nach Recherche war das kein Problem meiner Einstellungen sondern das war eben so.
Jahre später wollte ich es nochmal probieren weil so viel über die Mods geschwärmt wurde. Da war bei Steam aber nur noch der Workshop für die GoTY drin und ich war dann zu geizig nachdem ich Skyrim anno dazumal als Vollpreis Titel gekauft hatte, nochmal das Spiel zu kaufen.
So bleibt bei meinem Score eben nur Morrowind. Aber ich denke Skyrim gebe ich irgendwann nochmal eine Chance.
