Über Retrogaming reden ohne Erfahrung

Es gibt noch soviel abseits von Grafik was sich ändern kann und wird. Gegnerintelligenz, Writing / Dialoge und Komplexität von Entscheidungen, persistente Spielwelten, Physikmodelle, Animationen usw. usf. - und wer weiß ob wir nicht auch irgendwann Neuroschnittstellen für die Eingabe haben.

Nächster Halt: Holodeck!

Es wird halt weniger. Früher gab es eigentlich jeden Monat mindestens ein „das muss ich haben Spiel“.
Schaue ich auf meine Einkaufshistorie in 2025 habe ich 3 Rimworld Addons, 2x die Stellaris und HoI4 Subscription für einen Monat, 3 Addons für Evil Genius 2 und als neues Spiel nur Songs of Styx gekauft. Das wars.
Reizen würde mich evtl. noch Clair Obscure. Ich muss aber sagen, dass sich die Genres weg von dem verschoben haben, was ich mag. Kommendes Jahr hoffe ich auf Transport Fever 3 und DoW4. Das wars aber auch schon wieder.

+1. Und wagt man einen Blick in Nachbarbranchen, sieht man bspw. im Film wie sich die Kameraführung oder Schnitttechnik verändert hat, bestes Beispiel Bourne. Dadurch fühlen sich Filme heute sehr viel anders an als selbst in den 1990ern. Warum sollte das bei Spielen anders sein?

Ist imho ein persönliches Interessenproblem. Gibt so viele Spiele wie nie, die erscheinen, es sind nur nicht mehr Zeiten dieser großen Lagerfeuer-Titel. Wetten dass… ? ist halt auch nicht mehr in, trotzdem ist Fernsehen nicht ausgestorben.

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Und musstest du sie am Ende wirklich alle haben? Könntest Du sie heute alle spielen?

Für mich hatten die Game Awards mit 40K Total War, Control 2 und Divinity schon wieder drei superinteressante Titel parat. Dawn of War 4 kommt. Witcher 4 kommt irgendwann. Bei Indiekram gibt es soviel interessantes Zeug, das kann ich alles gar nicht aufzählen.

Immerhin, die Spiele die du aufzählst für die du immerhin DLC gekauft hast sind ja auch alle nicht retro, oder? Und vom Genre her sind die ja eine spezielle Nische die es zu Retrozeiten auch so nicht gab, oder? Und auch noch einmal die Frage, hättest du überhaupt Zeit für 12 neue Spiele?

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Früher habe ich definitiv mehr gekauft und gespielt. So richtig ging es ab 96 los, als ich meine ersten Ferienjobs = Geld hatte.

Mal aus dem Gedächtnis…

1996:

  • Civ 2
  • C&C Alarmstufe Rot
  • Warcraft 2
  • MoO2
  • Siedler 2 Add-On
  • Creatures
  • Tomb Raider
  • Quake
  • Baphomets Fluch
  • Schleichfahrt
  • M.A.X.
  • Gabriel Knight 2 (oder war das 95?)
  • The Dig
  • Terra Nova

1997

  • Fallout
  • Blade Runner
  • Dungeon Keeper
  • Age of Empires
  • Baphomets Fluch 2
  • Theme Hospital
  • Total Annihillation
  • Comanche 3
  • Star Fleet Academy
  • MDK
  • Monkey Island 3
  • Incubation
  • Constructor
  • Extreme Assault

Was ich damit sagen will: Klar hatte ich früher mehr Zeit zum Spielen, aber die Spiele waren teils auch nicht so sehr in der Spielzeit gestreckt. Ein Dungeon Keeper oder Fallout 1 hatte man in 20 bis 30 Stunden durch und hatte trotzdem alles gesehen. Ich kann es nicht beschwören, aber wenn man weiß was man macht, sind an einem MoO2 für einen kompletten Run auch nur 15 bis 20 Stunden dran. Klar musste ich bei einem Brecher wie Baldurs Gate 2 auch 100+ Stunden reinstecken, aber das hat sich nicht so nach Füllmaterial angefühlt. Bei einem RDR2, Rogue Trader oder AC: Valhalla muss ich 150 bis 200 Stunden investieren, um alles zu sehen. Bei Rogue Trader lohnt sich das vielleicht noch, bei RDR2 habe ich wahrscheinlich +300% mehr Zeit in jagen, craften und rasieren investiert, als die Story eigentlich hergibt. Ich kann hier echt meine FOMO nicht abschalten.
Und das die genannten Spiele retro sind, habe ich nicht behauptet. Es sind halt die wenigen Picks, die mich in den letzten Jahren angesprochen haben und für die ich in 2025 Geld ausgegeben habe.
Daher auch meine Aussage:

Jetzt sind es halt mehr Open Worlds, MP-Shooter, Souls/Rouge Likes und dauermelkende Sportspiele. Ist halt so, wenn es der Markt verlangt. Meins ist es halt nicht.
Was mich dann auch wieder zum „Was wird irgendwann retro“ zurückbringt: Die Spiele nähern sich inhaltlich auch immer mehr an und stehen nicht mehr so für sich allein. Darum stechen für mich auch nur noch so wenige heraus.

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Dazu kommt, dass viele der in den letzten 10-15 Jahren populären Spiele “games as a service” sind, sich also über die Jahre ständig verändern und irgendwann einfach abgedreht werden. Wenn man überlegt, wie schwer sich Gunnar und Chris bereits damit tun, Ultima Online zu besprechen, wie schwierig ist es dann erst, ein Fortnite in einem Podcast zu erfassen – das Fortnite von 2018 ist ein anderes als das von 2020 oder 2025, und sollte es 2040 noch in Betrieb sein, wird es wieder anders sein. Wie rekonstruiert man dann das Spielerlebnis von 2018 oder 2025?

Edit: Vielleicht werden unsere Kinder mal neidisch auf uns sein, weil wir die Spiele unserer Kindheit einfach in Dosbox spielen können, während die games as a service aus ihrer Kindheit gar nicht mehr so erlebbar sind.

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Sehr gutes Argument.

Ich sehe das auch so, leite aber noch was daraus ab. Heute sind Spiele ein fluides Medium. Heißt jedes Spiel kann fast „alles“ sein, solange Geld verdient und Updates so subventioniert werden und darum gibt es oft auch nicht mehr „das“ Spiel. Einer meiner Top-Picks ist ja immer noch Stellaris und sogar dieses recht statische Spiel hat zwischen Release und jetzt eine unglaubliche Transformation durchgemacht und sich dafür fürstlich entlohnen lassen.
Früher™ war es mehr Fire and Forget or Success. Die Branche hat sich nicht so sehr gegenseitig beeinflusst. Die Designer haben ihre Vision individueller umgesetzt und wenn mal was gelaufen ist, gab es halt ein Add-On oder eine Mission-Disk und ein Speech-Pack. Aber dann wars auch gut.
Heute schaut man viel mehr darauf, was am Markt funktioniert. Ich kann nicht mal mehr einen großen Unterschied zwischen God of War, RDR2, AC:xy oder Zelda erkennen. Alles bedient die gleichen Füllmechaniken um das Spiel auf 150 bis 200+ Stunden zu strecken. Wie soll man auch so viel wertvollen Content erzeugen, ohne Crafting und repetitive Elemente einzubauen?
Ich find’s schade. Mir wäre eine 20 bis 30 Stunden Erfahrung lieber, solang sie intensiv und individuell ist. Leider kommt das fast nur noch von Indies und leidet dann, genreabhängig, unter massiven, finanziellen Einschränkungen. Was im Factory/Globalstrategie/4X Genre noch funktioniert, bräuchte im (c)RPG Bereich Geld für Sprecher und Cut-Scenes.
Text only ist halt schon ne harte Nummer. Vielleicht kann KI hier viel richten. Ich hoffe es.

+1 dafür!
Wobei es bei mir noch nicht mal super intensiv und individuell sein muss, Hauptsache nicht so furchtbar lang. Es gibt einfach kaum bis keine Singleplayerspiele, die mich für länger als vielleicht maximal 40 Stunden motivieren können. Deswegen spiele ich auch kaum etwas durch :neutral_face:
Ist, zugegeben, vermutlich ein eher individuelles Problem.

Zum Thema: Ich persönlich kann mich auch für Dinge begeistern, die vor meiner Zeit lagen. Sogar teilweise mehr. Ich finde Games, Musik und Filme aus eigentlich allen Epochen interessant (ja, sogar Stummfilme). Mir geht es aber auch nicht so, wie in der Grafik gezeigt, dass ich Musik besonders toll finde, die aus meiner Jugend (die natürlich nach wie vor anhält hust hust) stammt. Also ja, in den 90ern gab es auch ein paar nette Songs, aber ich mag (mehr oder weniger) aktuelle Musik oder aber welche die aus den 60ern bis 80ern stammt häufig lieber und ich höre mir auch gerne Musik aus den 20er-50er Jahren an.
Das widerlegt freilich die Statistik nicht. Ich bekomme auch wirklich bei Spielen die ich nie gespielt habe und vor meiner Zeit liegen teilweise dieses “Retro-Kribbeln”. Wenn man einen Artikel dazu schreibt, sollte man sich vorher natürlich trotzdem möglichst gut informieren, wobei viele Sachen ja auch ein bisschen Ansichtssache sind, denke ich. Also z.B. was man jetzt als “Pionierzeit” definiert.
Ich erinnere mich mal vor etlichen Jahren einen Artikel über “Egoshooter” in der Welt gelesen zu haben (hab die Zeitung auf der Arbeit mitgenommen, für solchen Schund bezahle ich nicht) und da wurde behauptet, dass Doom der erste gewesen wäre, da habe ich mich auch total aufgeregt.

Ich finde die Gedanken, die hier zum Thema was in Zukunft als retro wahrgenommen werden wird, sehr interessant. Habe aber leider auch nichts wirklich dazu beizutragen. Ich denke aber schon, dass es noch irgendwie eine Abgrenzung geben wird zwischen sowas wie Witcher 3 und irgendwelchen 8-Bit Spielen, selbst in 20-30 Jahren noch. Vielleicht so, wie wir heute Beatles zwar als retro betrachten (oder ist das eher vintage? :thinking:), aber das ist schon noch anders retro als irgendwelcher Swing aus den 20er Jahren oder so.

PS: Ich hab mich noch nie so alt gefühlt wie an dem Tag als ich feststellte, dass die Herr der Ringe Filme, vom zeitlichen Abstand zur Geburt gemessen, für meine Tochter so sein werden, wie für mich Filme aus den 60er Jahren…

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Wobei deine Oldie-Picks ja ziemlich breit aufgestellt sind - da ist ja alles dabei von Adventure, über WiSim, RTS, FPS und Kram wie Creatures.

Mit „The Drifter“ ist aktuell bspw. ein Adventure erschienen welches wohl neben toller Retrografik und ordentlicher Story vor allem auch das Steuern von Adventures mit Controller revolutioniert hat.

Mit der Länge gehe ich mit, ich halte auch mehr von knackigen Spielen - aber du schreibst es ja selber, da kickt deine FOMO - daran könnte man arbeiten. Und es sind ja auch lange nicht alle Spiele solche Umfangmonster. Gerade im Indiebereich ist doch vieles eher snacksize.

Ich bin ehrlich der Meinung das es Spiele von der Sorte wie du sie gerne hättest durchaus gibt und in vielen Fällen auch in einer Qualität die die alten Spiele matcht. Alleine dieses Jahr wurden mehrere klassisch-anmutende RTS angekündigt, es gibt Unmengen genialer PnCs (Kathy Rain 2, LocoMotive, Drifter), die TwoPoint-Reihe macht quasi „Theme“-Spiele wie früher und dann gibt es ja noch den großen Bereich Boomershooter.

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Ich empfinde “Boomershooter” als Bezeichnung als mittelgradige Frechheit.
Die Boomergeneration waren meine Eltern, die haben kaum bis gar keine Videospiele gespielt und erst recht keine Shooter. Natürlich kann man heute “Boomer” auch eher als “Mindset” verstehen (tue ich auch, gibt viele sehr junge “Boomer”), aber dann passt die Bezeichnung ja erst recht nicht grummel.

Sorry für OT, aber das musste raus.

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" Boomer shooter is a term used to describe newer FPS games (2010s and later) that are purposely designed to emulate the style and design principles of 1990s FPS games like Doom and Quake . The name „boomer shooter“ is derived from the baby boomer generation, where „boomer“ has since become slang for anything old or antiquated.[6] According to New Blood Interactive CEO Dave Oshry, the term originated following the release of Dusk (2018), with fans of that game quickly coining the term."

Denke die Bezeichnung bleibt, ist schön griffig und jeder weiß seit dem „ok boomer“-Meme auch sofort was gemeint ist:

The „OK Boomer“ meme is a dismissive catchphrase used by younger generations (Gen Z, Millennials) to shut down perceived condescending, outdated, or out-of-touch comments from older people, especially Baby Boomers, highlighting generational clashes over topics like technology, politics, and life advice. It became viral in late 2019, signifying „I’m not engaging with your irrelevant viewpoint,“ and represents a cultural shift where younger people reject traditional wisdom that seems out of touch with modern realities.

Geht nicht um deine Eltern, Leute wie Heinrich (1965) und Boris (1966) haben als erste die Dooms dieser Welt gespielt und getestet. Beide sind Boomer (1955 bis 1969), deswegen passt der Ausdruck wie Arsch auf Eimer für heutige Shooter mit diesem Grafikstil.

Dann hab ich die einfach zu jung gespielt :rofl:
Ich bin 84 geboren und für mich waren das die Shooter meiner Jugend.
Aber mal davon ab, wie gesagt, benutzen ja viele (mich eingeschlossen) “Boomer” auch eher um ein Mindset zu beschreiben. Da kann das gegenüber auch 21 sein, und trotzdem Boomer. Ist für mich aber hauptsächlich negativ besetzt und insofern auch irgendwie doof um was zu beschreiben, dass man mag.
Ich werde diesen Begriff boykottieren :winking_face_with_tongue:

EDIT: Fairerweise muss man sagen, dass es ja nicht die einzige Genrebezeichnung ist, die “falsch” ist (aus meiner Sicht natürlich) und sich durchgesetzt hat. Es gibt ja haufenweise Roguelikes die laut Berlin Interpretation keine sind. Dafür wurden tatsächlich Roguelikes jetzt zu “traditional” oder “classic” Roguelikes gemacht.

Finde das Gatekeeping hier teilweise enorm. Natürlich werden Kinder und Jugendliche in 20 oder 30 Jahren Nostalgie für die Spiele ihrer Kindheit empfinden und das als Retro betiteln. Die Spiele wandeln sich schon noch genug. Deren Retro wird nicht weniger wertvoll als unser alter Kram sein.

Gegenfrage: Was ist denn die „richtige“ Version von Monkey Island?


Beim Sound geht’s bei Monkey Island doch weiter. Kann ich denn wirklich so einfach genau meine Spieleerfahrung nochmal erleben? Und ist das überhaupt so wichtig? Nicht jedes Spiel macht so grundlegende Änderungen durch wie No Man’s Sky. Falls es Epic und Fortnite in welcher Version auch immer in 20 Jahren nicht mehr geben wird, dann werden die findigen und klugen Kinder und Jugendlichen von heute schon einen Weg finden, ihr Retro-Erlebnis Fortnite zu haben. Falls es Epic noch gibt, wird man sicherlich auch dann noch Geld mit alten Nerds machen können, und eben wie bei WoW eine Legacy-Version an den Start bringen.

Hast du die genannten Titel mal gespielt? Klar, die haben Crafting, viele optionale Sammelaufgaben und bis auf God of War hast du natürlich große Open World Spiele rausgepickt. Aber selbst die spielen sich alle unterschiedlich, wenn man hinschaut: Sie legen unterschiedliche Schwerpunkte auf Story und Gameplay - die Physik in der offenen Welt von Zelda ist geradezu revolutionär, hallo emergent gameplay - und vermitteln gänzlich unterschiedliche Stimmungen.

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Alternativer Take auf die Entwicklungsfrage:

Denkt ihr, digitale Spiele werden in Zukunft weniger, gleich, oder viel wichtiger sein als heute?

Ich könnte mir vorstellen, dass es in naher Zukunft eine Übersättigung gibt und andere Dinge in den Vordergrund rücken. Ich habe selbst aber noch keine Ahnung, was das sein könnte.

Sind für mich einfach Retro-Shooter. Ich empfinde mich halt nicht als Boomer, denn, wie du schon sagst, der Begriff beschreibt eben eine bestimmte Generation, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass man damit auch eine gewisse Geisteshaltung meinen kann.

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Ist sicher Gatekeeping, kann aber zu einem gewissen Grade nachvollziehen, dass etwas, das sich unter anderem aufgrund einer kleineren Nutzerzahl exklusiver anfühlt, als wertvoller eingestuft wird.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann empfinde ich deutlich mehr Nostalgie für Spiele als beispielsweise für Filme, weil ich bei Spielen halt das Gefühl hatte, Teil einer kleineren Gemeinschaft und von etwas Neuem zu sein, das “das Unsrige” war. (Dass man sich ständig gegenüber anderen dafür rechtfertigen musste, überhaupt zu spielen, hat sicher ebenso einen Beitrag geleistet.)

Ich finde, dass sowohl das GaaS- als auch das Technik-Argument durchaus valide ist. Gerade Mobile Games wie, keine Ahnung, Clash Royale oder Roblox oder was gerade aktuell sein mag, funktionieren mutmaßlich eines Tages einfach nicht mehr, wenn die Server abgeschaltet werden oder iOS/Android nicht mehr kompatibel ist.

Werden sich Menschen die Mühe machen, die iOS-Version von Candy Crush Saga aus 2020 im Jahr 2045 auf einem Emulator lauffähig zu machen - und das als retro empfinden und spielen wollen?

Für mich entwertet das, unter anderen Dingen, zumindest solche Spiele schon ein Stück weit, und es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand eines Tages nicht nur mit bloßer Nostalgie auf Brawl Stars oder Clash of Clans zurückblickt, sondern mit ähnlichen Gefühlen wie ich auf Civ, UFO oder C&C - oder wie die Spieler eine gute Generation später auf GTA IV, Mass Effect oder Uncharted.

Vielleicht bin ich bei manchen Begriffen, wie “retro”, aber auch bloß gedanklich zu besitzergreifend. Mir geht zum Beispiel diese VW-Werbung gerade auf den Keks, in dem ein Kind einem Auto namens Ida sagt, es (oder sie) solle ihre Musik spielen, und dann Song 2 aus den Lautsprechern dröhnt, wtf!

Ist das das Gleiche? Keine Ahnung. Irgendwie nicht, irgendwie schon.

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Ach, hättest du doch nur nach dem ersten Absatz aufgehört zu schreiben…

Fun fact: Jüngere Leute können nichts dafür, dass sie später geboren wurden.

Statt in Kulturpessimismus zu verfallen und Gatekeeping zu betreiben, könnte man sich auch darüber freuen, dass es junge Leute gibt, die sich ehrlich für das Thema interessieren. Auch oder gerade weil sie es nicht selbst erleben konnten. Niemand streitet ab, dass es Erfahrungen gibt, die man nicht rekreieren kann, aber man braucht sich wirklich nichts drauf einbilden, dass man zufällig alt genug war, um gewisse Dinge miterlebt zu haben.

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Wow. Den ersten Satz würde ich nochmal überdenken.

Ich kann seinen Standpunkt aber nachvollziehen. Jugend hat eine andere Wahrnehmung als ältere Menschen. Dinge sind schlichtweg aufregender, intensiver. Wenn diese Wahrnehmung auf sehr gute Spiele trifft, entsteht etwas magisches.

Ich liebe Jefferson Airplane, aber ich habe sie als Klassiker kennengelernt, nicht als Jugendlicher damals. Das schwächt die Experience vermutlich ab. An dem „you had to be there“ ist schon was dran. Ob man stolz drauf sein kann, keine Ahnung. Aber man kann dankbar sein.

Zumal historisch-medialer Kontext auch wichtig sein kann. Als ich das erste mal ein CD-Rom Laufwerk besaß, kam ich mir vor, wie ein Teil einer technologischen Avantgarde.

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Meinen Hinweis, dass er sich dieses Geseiere über die degenerierende Jugend hätte besser sparen sollen? Nein.

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