Danke für das Feedback.
Ich hole ein bisschen aus: SF ist ein lebendes Projekt, das sich mit der wachsenden Finanzierung wesentlich verändert hat, in Qualität und Output und auch in zusätzlichen Aktivitäten.
Es ist das gute Recht, einer Minderheit, zu sagen, das gehe ich nicht mit, ich will kein Abo mit Magazin, ich will keine Con, ich will keine Podcasts mit Leuten, die nicht Chris&Gunnar sind. Das Problem ist, dass da im neuen Feld eben doch zuweilen Inhalte entstehen, die der eine oder andere Purist gern hätte und dann gibt es Rationalisierungen, warum man das strukturell anders machen muss, „debundlen“, wie man im Medienjargon sagt.
Dein Vorschlag ist nicht so weit weg von dem, wie die Abo-Tiers entstanden sind: 5 für Podcasts, 10 für Engagement, 15/25 für Gönner mit relativ wenig Gegenleistung. Selbstverständlich würde das die „Debatte“ (und ich benutze das Wort im Sinne von „ein paar Leute hier im Forum“) nicht beenden. Ist dann halt nur verlagert. Die Leute, die der Meinung sind, alles, was das Projekt über den Podcasts hinaus produziert, sollte nicht an ein Abo geknüpft sein, sondern in einen Einzelverkauf, die wären damit ja auch nicht zufrieden. Der Unterschied unserer gewachsenen Version zu deinem Vorschlag ist nur der, dass wir Dinge wie Kalender, Magazine, Blu-Ray, die enorme Produktionskosten und Gestaltungskosten haben, damals nicht auf der mittleren Ebene eingeführt haben, sondern auf der 15er-Ebene, die die eh schon eine „physische“ Komponente hatte.
Kann man natürlich argumentieren, dass wir lieber mit den wertvolleren Goodies auf der mittleren Ebene hätten einsteigen sollen, damit wir damit nicht, wie du sagst, „absurd teuer“ sind, aber erstens hätte das die Goodies für das ersten Jahr zu einem Verlustgeschäft gemacht und zweitens bin ich da ein bisschen altmodisch und würde den Leuten, die viel zahlen und auch schon mehr gezahlt haben, als die Gegenleistungen noch ein paar Aufkleber und Pins waren (mit der einen Ausnahme des initialen Posterversands), gern auch mehr bieten. Ich finde das auch gar nicht verwerflich, wir haben uns für die nachhaltigere Variante entschieden, die uns erlaubt, weiter in Qualität zu investieren, bessere Umschläge für den Versand der Artworks, besseres Papier für den Kalender, mehr Seiten für das Magazin etc.
Kann man doof finden und „absurd teuer“, okay. Aber die Tatsache, dass ein substantieller Teil der Unterstützenden das „große Abo“ gewählt hat, ist einerseits ein Zeichen dafür, dass das so schlecht nicht sein kann und andererseits der Grund dafür, dass wir unabhängig und werbefrei bleiben, auf Preiserhöhungen verzichten und immer wieder (auch im kostenlosen Bereich) in Qualität investieren können.