Zum 15-jährigen Jubiläum von Stay Forever haben sich Gunnar und Chris ein besonderes Spiel ausgesucht. Also: jeder eines. Denn wie schon vor fünf Jahren beschenken wir uns gegenseitig mit einer Stay-Forever-Folge. Und so hat jeder von uns jeweils ein Spiel gewählt, an das er warme Erinnerungen hat, aber das eigentlich zu unbedeutend für eine SF-Hauptfolge wäre.
Dies ist die Folge, die sich Gunnar gewünscht hat: Alleykat ist ein Hybrid aus Rennspiel und Shoot'em up von 1986 für den Commodore 64. Technisch ein Meisterwerk, das Erstaunliches aus der Maschine herausholt, auch spielerisch kompetent, aber mit nicht ganz so viel Impact wie die anderen Titel des Autors Andrew Braybrook, auf dessen Konto auch Hits wie Uridium und Paradroid gehen. Der Meister kommt in der Folge zu Wort, Gunnar hat für die Folge mit ihm ein Interview geführt.
An das Rasterspektakel im Intro und die dazugehörige Musik erinnere ich mich auch mit Wohlwollen. Genauso spektakulär finde ich auch den Absturz mit der langen Schneise im Boden, wenn man wieder versagt hat, und natürlich der Looping.
Auch ohne Anleitung konnte ich das Spiel halbwegs verstehen und habe es damals ernsthaft eine Weile probiert um weitere Strecken kennen zu lernen. Aber Dank des hohen Schwierigkeitsgrades und fehlender Anleitung bin ich irgendwann ausgestiegen. Vielleicht auch, weil ich durch Auswahl der Rennen alles recht früh gesehen hatte, wie Christian es beschreibt. So richtig strategisch wie Gunnar bin ich an das Spiel dann nicht herangegangen.
In dem Screenshot der Anleitung über das VSS steht, dass auf dem C128 im C64 Modus automatisch der 2 MHz Modus für „enhanced game operation“ genutzt wird. Ich habe das Spiel auf der C64 Classix 2 Gold und wenn ich es mit dem C128 Emulator starte meldet es sich auch als 2 MHz/PAL. Aber was ist dann besser oder anders? Mir ist auf die Schnelle kein Unterschied aufgefallen.
Von den 2 MHz im C64 Modus hatte ich schon mal gelesen und auch das ist ein Raster-Trick und funktioniert nur im Border. Das sind also nicht durchgehend 2 MHz weil der VIC II Chip in dem Modus nur eine Farbe und keine Zeichen, Grafik oder Sprites anzeigen kann.
P.S.
Hätte ich mal direkt im C64 Wiki geschaut:
„Das Spiel erkennt automatisch einen C128, verwendet den 2 MHZ-Modus und bietet dann mehr Schüsse gleichzeitig und einen längeren Katerkiller.“
@Gunnar_Lott@Chris Glückwunsch zum Jubiläum. Euer kleines Experiment / Geschenk hier über die beiden Straßenkatzen gefällt mir sehr gut und kann gerne nochmal wiederholt werden.
Ich weiß nicht ob sie sich damit einen Gefallen tun (Zwei Folgen mit fast den selben Namen) . Ja witzige Idee aber mache werden nur eine Folge anschauen weil sie denken „kenn ich schon“ . Es gibt ja öfter verschiedene Versionen einer Folge.
Ich find’s sehr lustig und ist ja auch irgendwie cool, dass es zwei Spiele mit so ähnlichem Namen und noch dazu mit besonderer Bedeutung für die Podcaster haben.
Ich denke die HörerInnen können das gut durchschauen, die Cover mit der Schreibweise in groß sind gut sichtbar unterschiedlich und die meisten wissen wahrscheinlich auch, dass es Projektjubiläum ist.
Finde ich irgendwie auch lustig. Und wenn der ein oder andere Hörer die beiden Spiele verwechselt… ja mein Gott, dann ist es halt so. Gibt schlimmeres…
So, gestern habe ich die Folge mit viel Neugier angehört. Alleykat war mir bislang komplett unbekannt, wahrscheinlich wegen des nicht vorhandenen C64 in meiner Kindheit. Jetzt bin ich da etwas schlauer geworden. Insgesamt eine sehr schöne Folge, die Spaß gemacht hat. Sehr schön. Die Spiele von Andrew Braybrook scheinen sowieso immer etwas besonderes zu sein. Ich kannte bislang nur Uridium 2 von ihm, wenn man Rainbow Island mal ausklammert, und das ist auch toll.
Der Name ist ja interessant, gibt’s da eine Erklärung für das „Kat“?
Falls das im Podcast erklärt wird habe ich es überhört.
Ich kann es mir nur aus der Namensgebung „Cat“ bei Düsenjets wie Tomcat, Wildcat, … Erklären. Das orientiert sich wohl tatsächlich an Raubkatzen, daher die Schreibung mit C.
Alles Gute zum 15. Jahrestag! Alleykat kannte ich nur aus den alten Game-Magazinen wie Happy Computer, in denen auch manchmal über bekannte Programmierer wie Braybrook berichtet wurde. Leider habe ich von Braybrook nur Uridium gespielt, jedenfalls soviel ich weiß. Dabei hat mich Uridium nicht gerade vom Hocker gerissen. Ich bin da nur hin und her geflogen und wusste nicht, was ich machen sollte. Vielleicht hätte ich mit Alleykat mehr Spaß gehabt. Wahrscheinlich stand bei Alleykat auch der seltsame Spielname dem Verkaufserfolg im Weg. Aus dem Amiga hätte Braybrook mit so neuartigen Actionspielen noch allerhand herausholen können. Schade, dass er diesen Pfad verlassen hat.
Mir war gar nicht bekannt, dass es 1986 schon einen Cross-Assembler für den C64 gab. Ich dachte, so was kam erst viel später. Sehr interessant, dass offensichtlich schon damals einige Spiele für den C64 auf PCs programmiert wurden. So hat man das wahrscheinlich auch bei den frühen Spielkonsolen gemacht.
Ja, ich hab das bei der Recherche vorher auch gesehen und eine Weile dran rumrecherchiert, kam aber zum Ergebnis, dass der Zusammenhang ein neueres Phänomen ist.
Grandios, danke für diese Folge! Ich bin ähnlich wie Gunnar auch ein Megafan von Andrew Braybrook! Seine Spiele haben so viele kleine grafische und spielerische Details, ich liebe es. Bei Alleykat hat mich immer der Schattenwurf begeistert, es sieht aus wie 3D, so plastisch und metallisch glänzend, irgendwie einzigartig!
In Andrew Braybrooks Spielen haben Objekte oft Schatten, die je nach Flughöhe unterschiedlich sind. Schüsse hinterlassen oft Patronenhülsen, die physikalisch simuliert herunterfallen, und es gibt noch dutzende weitere kleine Details, die seine Spiele besonders machen.
Wer nach Geheimtipps sucht: Andrew Braybrooks Spiele Intensity (C64) und Virocop AGA (Amiga 1200) sind glaube ich weniger bekannt, aber ich kann die nur empfehlen. Ich finde sie beide absolut grossartig!!!
Intensity zeige ich hier:
ViroCop AGA zeige ich in diesem Video bei 3:43:24, es ist ein Twin Stick Shooter auf dem Amiga (!):
Das Spiel Morpheus (C64) hatten wir damals als Original, aber fanden es irgendwie enttäuschend. Irgendwann gebe ich Morpheus nochmal eine Chance.