Die Mausdiskussion hat mich mal wieder dazu getrieben etwas Internetarchäologie zu betreiben um zu schauen, was man damals so dazu sagte. Man findet in den öffentlichen Diskussionen Sätze wie „I think most poeple[sic] are now beginning to agree that a combination of both mouse and keybaord controls is best.“
Preisfrage: Von wann stammt die Aussage?
Und da Egoshooter die weit vorher erschienen sind laut Aussage der Entwickler und laut Werbematerial auf Maussteuerung ausgelegt waren würde mich doch sehr stark wundern, wenn das bei den späteren Spielen der Buildengine plötzlich anders gewesen sein sollte.
Bei den Leuten, die ich damals gekannt hab, war der Umstieg mit Duke Nukem 3D einfach so absolut, halt 100%.
Durch diese persönliche Erfahrung konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Mehrheit (wie Chris sagt) der Spieler, Blood mit Tastatur gespielt hat.
Das hätte ich nicht gedacht, dass jemand der sich einmal an das Spielen mit Maus und Tastatur gewöhnt hat wieder auf Tastatur only umsteigen würde. Abgefahren!
Wieder was gelernt.
Aber ihr älteren Semester hattet natürlich auch schon viel länger nur mit Tastatur gespielt. Ich dagegen hatte vor dem Release von Duke Nukem 3D viel weniger Doom oder Doom 2 gespielt.
Da seid ihr ja schon ganz anders „sozialisiert“ worden.
Hmm, wenn ich mich recht erinnere wurde bei mir im Umfeld Duke3D und co. und sogar noch Quake mit Keyboard gespielt. Ich weiß noch wie fummelig ich es fand, mit Bild auf / ab nach oben / unten zu gucken. Wir kannten es aber nicht anders.
Ich glaube Mouselook hat erst so mit Quake 2 / Jedi Knight Einzug gehalten.
Wird natürlich gehört. Blood hab ich auch gern gespielt. Die BigBox ist noch eine meiner Wale, aber die Preise sind ja utopisch. Dafür hab ich immerhin die „one unit of blood“ edition oder wie die heisst
Schade übrigens, dass „Redneck Rampage“ nicht gewonnen hat…da hätt ich mich noch mehr gefreut…
Ich habe auch noch schöne Erinnerungen an den Build-Editor. Ich hab mir mit meinem Schulfreund abwechselt Levels mitgebracht die der andere dann lösen musste. War einfach ein tolles Tool.
Die Folge hat mir richtig gut gefallen.
Als großer Fan von Doom I+II, Shadow Warrior, Duke Nukem 3D und Hexen I+II, muss ich leider zugeben, dass ich Blood damals nicht mochte.
Nach etwas anspielen dachte ich damals, dass es nur ein komischer „billiger“ Clon wäre.
Außerdem war die Entwicklung viel weiter und niemand wollte so eine veraltete Grafik spielen.
Nach der Podcast Folge muss ich sagen, Schande über mein Haupt.
Wäre Blood doch nur früher erschienen.
Da ich Doom I+II und Duke Nukem 3D selbst heute noch gerne spiele und sogar mir Ion Sky geholt habe, werde ich mir definitiv Blood™ Fresh Supply im Sale holen.
Danke für diese tolle Folge.
Edit:
Power Slave kenne ich sogar noch sehr gut.
Das habe ich damals auf der Playstation bei meinem Schwager gespielt.
Jedi Knight war auch bei mir der Einstieg in den Mouselook, wenn ich mich richtig erinnere. Hatten wir damals im Jugendzentrum bei uns im Dorf gespielt. Also bis die Betreuer das rausfanden und es wieder löschten
Ah, was eine gute Folge. Hat mir außerordentlich gut gefallen. Interessantes Spiel, da gab es viel zu erzählen und dann auch noch eine Hintergrundgeschichte, die es wert war, erzählt zu werden
Ja, hier auch. Wir haben noch 1998 auf LAN-Partys Quake mit der Tastatur gespielt. Kurz darauf, mit CS und Quake 3, war das aber nicht mehr vorstellbar.
Klugschiss: Habe ausgelöst durch American Gods von Neil Gaiman nach Chernobog (Tschernobog) geforscht. Darin ist er ein irrer, gewaltbereiter Slawe, der mit seinem Hammer Tiere schlachtet. O.o
Tschernobog und Bielebog (ganz vage) sind wohl slawische Gottheiten, die ganz versteckt mal in Schriften aufgetaucht sind. Er selbst steht natürlich für Chaos und Böses.
Also weder Cthullhu noch Bibel. Aber was heisst das schon.
Noch mehr Klugschiss: Tschernobog heißt im Russischen (und vermutlich auch in anderen slavischen Sprachen) wortwörtlich Schwarzgott. Vergleiche zu Tschernobyl = Schwarze Vergangenheit (im Ernst).
Eine rundherum exzellente Folge, von der tiefgehenden Spielanalyse, über die Technikbeschreibung, bis zur wilden Entstehungsgeschichte. Die E-Mail-Entwürfe waren natürlich absolutes Gold.
Diese ganze frühe Ära der Ego-Shooter finde ich wirklich interessant. Ich bin erst mit „Unreal“ und „Half-Life“ in das Genre eingestiegen. So ab den 2010ern gab’s aber nur noch wenig, was mich daraus gereizt hat.
Mit ein paar Anpassungen scheinen mir viele 90er-Vertreter jedoch immer noch gut spielbar zu sein. So ja geschehen bei „Doom“, „Duke Nukem 3D“ oder „Quake“. Machen auch heute noch ganz gut Laune auf der Switch, wo sich gerne mehr derlei Titel hinverirren können.
Ansonsten wollte ich nur anerken, dass bei GOG gerade Herbst-Angebote sind und es „Blood - Fresh Supply“ zur Zeit für schlappe 4 Euro gibt.
Danke, wieder mal für die informative Unterhaltung.
Du hattest bis 1999 einen 386er? Wow. Ich war damals der Not, das allerletzte aus dem schon röchelnden Rechner rausquetschen zu müssen nicht fremd. So hatte ich lange Zeit einen Pentium-Pro-Ableger (als andere glaube ich schon Athlons hatten), bei dem ich fast alles versucht hatte um dessen Stabilitäts-Probleme loszuwerden… bis ich endlich festgestellt habe, dass mein noch viel älteres AT-Netzteil aus 486er-Zeiten einfach nicht genug Strom liefern konnte.
Aber 1999 einen 386er, das ist schon noch ein ganz anderes Kaliber.
Ich hab generell fast nie irgendwas Multiplayer gespielt, von daher bin ich auch ziemlich sicher, dass ich Duke Nukem 3D ausschließlich mit der Tastatur gespielt habe. Von Deatchmatch-Spielern in der Umgebung wusste ich aus deren Erzählungen, dass Maus-Steuerung dafür wohl besser sein sollte, hat mich aber nicht interessiert.