Der Amiga (SFT 19.3)

Völlig korrekt, das hängt natürlich immer von den persönlichen Umständen ab. Jemand der direkt in die Playstation Anfangstage „reingeboren“ wurde sieht das sicherlich auch komplett anders als wir.

Meine Aussage war auch nicht als allgemeingültig gedacht, das ist nur meine Sicht. Das noch zur Einordnung angemerkt falls es anders rübergekommen ist.

Der Schritt zum Onlinespielen hat bei mir auch dazu geführt dass ich jahrelang wirklich jeden Tag viele Stunden in Counter Strike verbracht habe, und dadurch auch mein Spielen wirklich geändert hat. Komischerweise hat es mich nie so beeindruckt, was sich auch in meinem heutigen Spielverhalten widerspiegelt. D.h. ich spiele auch mehr Retro als Onlinespiele.

Es ist schon eine interessante zu hören wie das jeder so erlebt hat :wink:

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Ja, dass ist auch alles eine Frage der eigenen Empfindungen und Vorlieben. Bei mir war es tatsächlich genauso wie bei Dir (1993 der erste eigene PC, ebenfalls ein 486er), aber ich hatte nie ein besonderes Faible für Online-Ballerei, sondern war mehr Team Adventure, Geschicklichkeit und Aufbau-Strategie. Von daher war der Umstieg von AGA auf VGA nach meinem Empfinden keine wirklich große Sache, ganz im Gegensatz zu C64 auf Amiga, und auch der 3D-Hype ist größtenteils an mir vorbei gegangen.

Das Online-Multiplayer hatte für mich auch nie einen so großen Stellenwert wie damals die Schulhof-Szene - womöglich ist die Retro-Szene für mich heute der Ersatz für die Schulhof-Szene von damals?! :sweat_smile: :blush:

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Ja, es gab so eine skurrile Phase Ende der 1980er, als einige Spiele wie dieses aus den USA noch für C64 und PC (auch oft noch Apple II(GS)) rauskamen, aber nicht mehr für Amiga oder gar ST. Die waren zu dem Zeitpunkt halt dort leider tot.

Es geht doch gar nicht um Rollenspiel oder nicht und ob und wie der Amiga geeignet dafür war, die Frage ist, war’s eine US-Firma.

Und Spieleentwickler in US konzentrierten sich eben größtenteils auf Rollenspiele, Simulationen, sowas, nicht auf Action, wohl auch durch die IBM-PC-lastige Kultur geprägt (für Action besaß man dort wohl oft ein Zweitgerät wie das NES), darum kann der Eindruck entstehen.

Ein Rollenspiel aus Europa aus der Zeit kam dann sicher auf jeden Fall auch für den Amiga.

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Das ist die Begründung, warum Spiele dieser Genres aus den USA häufig nicht mehr auf den Amiga konvertiert wurden. Das ist sicher auch die gleiche Begründung, abgesehen von der Verbreitung der Diskettenlaufwerke, warum viele C64 Klassiker aus den USA wie Maniac Mansion, Zak McKracken, Goldbox Spiele, Ultima 1-6, Might and Magic 1-2, Bards Tale 2-3, Dragon Wars, Star Flight, Wizardry 1-5, etc. nicht auf Spectrum und CPC konvertiert wurden, denn beide Plattformen haben in den USA nicht Fuß fassen können. Technisch brauchen all diese Spiele kein Scrolling und keine Sprites und sind auch keine Grafik-Wunder. Aber sie brauchen ein Diskettenlaufwerk. Ich vermute, dass analog dazu die fehlende Festplatten-Verbreitung auf dem Amiga auch noch ein weiterer Grund gewesen ist.

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Ja es war schon verrückt zu der Zeit, in USA waren Tapes schon Ende der 1970er tot, bei uns ab Mitte der 80er, aber in England war Tape das dominante Format (auf 8-Bit) bis in die 1990er. Sogar der Amstrad CPC 464 Plus kam 1990 noch mit einer Tape-Variante neu heraus. Paar zehntausend von dem Modell wurden wohl noch verkauft dort.

Mit dem Spectrum und Tapes hatte man wohl lange ein unteres Einkommensschichten-Marktsegment noch bedient, was man woanders nicht tat. Einige Spiele hatten sich über eine Million mal verkauft dort (überwiegend auf Tape) (deshalb die Compilation-Reihe “They Sold a Million”). Unvorstellbar hierzulande. Aber in der Tat war das Tape-Format leider wohl der Grund, warum U.S. Gold und andere keine Konvertierungen dieser Klassiker in Angriff nahmen.

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Als großer Fan der C64 Diskettenmagazine Magic Disk 64 und Game On war ich auch verwundert, wieso die englischen Zapp 64 und Commodore Format, die ich mir in Holland kaufte, noch ein Cover Tape hatten.

Das finde ich total spannend.

Bei C64 ging es meiner Wahrnehmung nach nur um kopierte Spiele, am Amiga hat man sich dann auch Standalone Demos reingezogen und auch die Cracktros und Trainer gelesen - weil die eben so geil waren und beim PC ging erstmal beides nicht (kann mich an gar kein geknacktes Spiel erinnern was irgendwie signalisiert hätte das der crack von Gruppe XYZ kam), der Nachschub an PC Software war extrem überschaubar, selbstlaufende Demos kannte ich nur von Turbo Pascal - aber die waren lächerlich im Vergleich zu den Meisterwerken am Amiga. Sowas wie “Second Reality” hat bei uns wiederum gar nicht existiert. Keine Ahnung ob das in Westdeutschland mehr verbreitet war oder wie man da hätte rankommen können.

Das erste Mal bewusst Trackermusic am PC habe ich erst bei Unreal und Deus Ex gehört. (auch wenn das sicher nicht die ersten Beispiele sind) Dazwischen war einfach… nichts, keine Ahnung woran es liegt - der Wechsel auf PC war jedenfalls ein riesiger Shift. Unter DOS war ich auch nicht kreativ am PC, das kam alles erst mit Windows.

Amiga-Ausmaße bei den Raubkopien nahm das auch erst mit CD-Brennern an. Trotzdem gab es auch dann gar kein Interesse mehr an demos (grafische Benchmarks hatten die Grundlage dafür bei uns zumindest in Teilen abgelöst) und wenn es eine scene gab - dann hat die so operiert das wir kaum was mitgekriegt haben, im Gegensatz zu Amigazeiten wo bestimmte Gruppierungen ja quasi Berühmtheiten waren und jeder die kannte. Aber wie gesagt, gab auch viel mehr PC-Originale im Umlauf und der Bedarf an geknackter Software war irgendwie geringer (vielleicht auch wegen dem Aufkommen von Shareware, Beilagen in Heften usw.).

Wo es sich für mich dann auch wieder mehr nach scene anfühlte: bei Trainern und Keygens um die 2000er rum, da gab es dann wieder Chiptune-Mucke und sogar ein paar bekannte Gruppennamen zu lesen, da bin ich dann auch wieder über ein paar Demos gestolpert (die in erster Linie mit absurd niedrigen Kilobyte-Zahlen an benötigtem Platz Eindruck machten) die aber nie so cool waren wie die Amiga-Sachen (die man auch gerne mal als eine Art interaktives Musikvideo angemacht hat).

Über den Amiga habe ich auch das erste Mal so britisches Elektrozeug bis hin zu DNB / Jungle gehört, weiß nicht ob es diese Verschmelzung von Jugendkultur und Computerhobby bei PCs auch gab. Mag sein das der PC das theoretisch alles gekonnt hat, hatte selbst nie den Eindruck als wenn es da nahtlos weitergegangen wäre nach dem Amiga. Die PC Demos die ich mir jetzt gerade noch einmal reingezogen habe (alles von 1993) sind vom Style einfach anders, viel 3D - weniger coole bis gar keine Schriften, kaum Graffiti/Pixel-Art, die haben zwar alle so einen Technik-Fokus aber sind für mein Empfinden viel weniger “artsy” und hatten auch kein großes Storytelling. Sicherlich alles auch ein stückweit Geschmackssache oder wer vielleicht schon Student war und sich schon Pre-”Internet für alle” schon irgendwo DOS-files von einem BBS ziehen konnte, hatte sicher einen anderen Zugang - aber für 90ies Kids war die Welt abseits der Originalsoftware auf dem PC deutlich trister als in den bunten Diskettenboxen der Onkels oder großen Brüder mit Amiga.

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Abgesehen von mehr 3D auf dem PC, was für die Zeit verständlich ist, ist unsere Wahrnehmung der Demo-Szene sehr unterschiedlich :thinking: Bei mir hörte das Interesse erst auf, als die Szene Ende der 90er von DOS nach Windows wechselte und MODs größer wurden als ein daraus resultierendes MP3 File :wink:

Ich hatte Mitte der 90er einen eher schwachen PC, aber schon eine 16 Bit Soundkarte mit CD-ROM Laufwerk. Auf den Computer-Flohmärkten im Ruhrgebiet kam ich zu meiner ersten Linux-Distribution, der ersten Shovel-Ware CD namens Avalon mit Spiele-Demos und jeder Menge Szene-Demos, -Texten und Bildern. Für ein paar holländische Gulden kaufte ich meine erste Best of Select Multimedia CD mit Massen von Cliparts und MODs, viele vom Amiga, die ich mit einem Tracker abspielen und verändern konnte. Ab da spielte ich nicht nur Spiele sondern auch mit Linux allgemein und Trackern speziell :smiling_face_with_sunglasses:

Bei Demos ist mir Musik am wichtigsten. Danach kommen Grafik und dann erst Technik. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel :wink: Es gibt auch echte Pixel-Kunstwerke, die ich wirklich liebe :blush:

Winzige MOD Chip-Tunes gab es unter DOS auch schon 1994:

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Das Video hat gerade etwas bei mir getriggert. Das kannte ich doch… Da hat wohl Digital Illusions abgekupfert. :astonished_face:

Mal bis ca. 1:35 vorspringen. :wink:

Aber zum Thema zurück. Ich habe mit dem Amiga angefangen. Und das ist nur passiert, weil ich den bei meinem Cousin in Aktion gesehen habe. Da sah der C128D irgendwie alt aus dagegen… Aber der PC 1993 fühlte sich schon etwas wie ein Rückschritt an. Klar er war viel schneller und hatte eine Festplatte, aber DOS und Win3.1 waren einfach krude, und was ich an meiner autoexec.bat und config.sys rumgebastelt habe, um ausreichend Speicher freizuräumen. Das war auf dem Amiga nicht notwendig.

Tja, und daher hat der Amiga einen besonderen Platz in meinem Herzen. Der PC ist bei mir immer auch ein Arbeitstier gewesen, wo mir die Emotionen etwas fehlten. Aber hey, meine Vergangenheit. :sneezing_face: :nerd_face: Es ist immer eine Frage, wo man etwas zuerst gesehen/gehört hat. Aber ganz klar: “Flugzeuge im Bauch” ist von Herbert Grönemeyer und nich von Oli P. :winking_face_with_tongue:

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Das war bei uns in Hannover damals tatsächlich so. Wir haben uns abends so um zehn bei mir getroffen, Bier getrunken, und Tobal oder Tekken auf der Playstation gespielt. Danach, so um Mitternacht, sind wir in die Clubs gegangen (Das Bad, Palo Palo, und wie sie alle hiessen). Das war eine geniale Zeit: die Spiele sind dank der Playstation mit uns zusammen erwachsen geworden.

Der PC war zu der Zeit zumindest spiessig und langweilig - Tabellenkalkulation statt Drum’N’Bass Musik! :wink:

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In Hannover waren wir damals auch öfters, aber unser “Club” hiess Music Hall,
man was haben wir da für geile Konzerte erlebt! :grin:

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Auch ein gutes Thema warum es in den USA (und damit für PC) lange keine richtige Demoscene gab.

In den 1980ern waren für Actionspiele Konsolen (NES) ggü. Heimcomputern weit bevorzugt.

Auf PC gab’s halt wie gesagt eher die komplexeren Strategie-, Adventure-, Rollenspiele etc und die inspirieren keine coolen Crack Intros.

Es waren in der Tat “gefühlt” weniger “Sicherheitskopien” im Umlauf, aber gab’s durchaus auch. Die Spiele waren komplexer, so dass man gern Handbuch fotokopierte, was ja dann auch für die typische Kopierschutz-Handbuch-Abfrage diente. Manchmal gab es auch Texfiles. Aber Cracks, die die Handbuchabfrage übersprangen, waren sehr selten, und wenn dann gab’s kein “Cracktro” dazu. Kann mich in der Tat an kein frühes erinnern.

Demos waren auf dem PC schwieriger wegen der Architektur. Zu viele verschiedene Konfigurationen, um Hardware-nah programmieren zu können. Erst in der Neuzeit sieht man mit dem heute leichter recherchierbarem Wissen, was möglich gewesen wäre. Und selbst dann, sowas wie “8088 MPH“ läuft oft nur auf einem Original-IBM-PC und nicht auf den Clones.

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Interesse war weiterhin vorhanden, aber ich bin wie gesagt nie über Demos oder entsprechende Cracks oder ähnliches gestolpert bei uns. Wenn mir jemand erzählt hätte die Crackergruppen gibt es alle nicht mehr, ich hätte es geglaubt - weil die bei uns wirklich spurlos verschwunden waren. War auch meinen Kumpels völlig unbekannt / gab keinen der sowas hatte oder davon mal erzählt hat - waren alle hyperfixiert auf Spiele. Aber scheint vielleicht wirklich auch was Regionales zu sein, könnte mir vorstellen das man Richtung Polen mehr Glück mit PC scene Zeugs hätte haben können als wir Mitten in Mecklenburg.

Und dabei habe ich gerne auch so Shareware CDs gekauft - das waren aber ausschließlich Spielecompilations oder ich hatte einfach irgendwie Pech bei der Auswahl und habe an denen mit Demos vorbei gegriffen.

(Amiga-)Musik steht bei mir auch hoch im Kurs, als es das erste Winamp-MOD Plugin gab, liefen wochenlang nur alte (Spiele)tracks bei mir und das “Jagen” nach Amiga-Tracks war fast das gleiche Gefühl wie ein paar Jahre zuvor nach ROMs das Netz zu durchstreifen. Hach, ja - good times!

Witzigerweise ist einer meiner allerliebsten tracks überhaupt das fantastische dope / onward ride von Jugi aus einer PC Demo XD

Definitiv. Aber die Frage die ich mir stelle, ist, ob das mit einer Konsolenausrichtung nicht ganz anders gewesen wäre. Commodore (oder zuvor schon Amiga) waren genau dieses Problem dann vielleicht bewusst angegangen, und sei es erstmal nur dadurch, Leute anzustellen, die sich dediziert darum kümmern.

Die Modi in denen Software auf “Computern” und “Konsolen” erschienen, waren die meiste Zeit seit dem NES beinahe diametral.

Der Heimcomputer ist seine eigene Entwicklungs-Plattform. Der Hersteller lässt die Leute die Software-Bibliothek nach einer kleinen Initialzündung praktisch selbst aufbauen. Je mehr Benutzer es gibt, desto mehr Programmierer sind unter ihnen (oder machen sogar ihre ersten Schritte dort), desto mehr Tools erscheinen, desto mehr Software gibt es, desto mehr wächst die Benutzerzahl aufgrund des Softwareangebots, usw…

Konsolen dagegen sind prinzipiell dicht. Der Hersteller hat die Hoheit, und bezeichnenderweise kann die Plattform selbst gar nicht die Entwicklungsplattform sein. Dazu braucht es meist explizite Unterstützung vom Hersteller. Spezielle Entwicklungshardware, Dokumentation, Herstellungsprozesse für einzigartige Medien (Module, “GD-ROMs” etc.), … Absolut niemand (außerhalb Japans vielleicht) hat auf einer Konsole seine ersten Programmierschritte gemacht.

Bezeichnenderweise tut eine Konsole üblicherweise alles, um nur “abgesegnete” Software darauf laufen zu lassen, während ein Heimcomputer genau das Gegenteil versucht.

Von daher frage ich mich, ob eine frühe Ausrichtung auf eine Konsole Amiga und späte Commodore quasi dazu gezwungen hätte, auf ganz andere Art auf Softwareanbieter zuzugehen.

Aber nebst der Tatsache, dass das wie immer reine Spekulation ist, hat @Henner_Thomsen vermutlich recht, dass die Zeitlinie dafür nicht ganz stimmt. Ich habe sie nicht im Kopf, aber was ich sage gilt ja eigentlich erst für die Welt ab dem NES. Davor hat eine ganze Flut an Ramschware für das Atari VCS den Videogame-Crash eingeleitet, und Atari hat auf ihren 8-bit Homecomputern lustigerweise erst versucht, Drittanbieter von Software komplett fernzuhalten. Verkehrte Welt, irgendwie.

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Und am Ende muss man ja sagen, dass der Amiga ein Erfolg war. Daher vermute ich mal, dass andere Prioritäten in den ersten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu geführt hätten, dass sich der Amiga in die Liste der Homecomputer, die niemand kennt, eingereiht hätte.

Später hat Commodore (besonders in Deutschland und UK) den Fokus beim Marketing schon auf Spiele gelegt. Vor allem die Tastatur-Geräte wurden oft mit Spielen im Bundle vermarktet.

Ein Grund, warum diese Strategie als Heim-Computer glücklich war, könnte ja sein, dass die Technik zum Start noch teuer war. Da hat man erst mal nur ein paar Enthusiasten und Profis als Käufer gewinnen können. Und die haben eine Software-Bibliothek aufgebaut, die man dann mit den billigen Geräten wie dem A500 der breiten Masse anbieten konnte.

Ich bin late to the party mit meinem Kommentar, sorry (und Hallo, bin neu hier!).
Dave Haynie (Einer der Hauptentwickler der diversen Amiga-Iterationen, wurde im Podcast erwähnt) hat 1994 eine Dokumentation der letzten Tage in den leeren Commodore-Hallen in West Chester erstellt.

“The Deathbed Vigil and Other Tales of Digital Angst” ist ein sehenswertes Zeitdokument über den Niedergang von Commodore aus der Sicht der Angestellten. Zu sehen u.a. auf Haynies Youtube-Kanal
(Warnung: Es geht recht ‘weird’ los …)

Hattet ihr (Gunnar und/oder Henner) das auf dem Schirm und wolltet/konntet es bewusst nicht verwenden? Es ist halt eher interessantes Bildmaterial und daher vermutlich für den Podcast weniger geeignet. Aber ich dachte, ich erwähne es mal, weil es die Amiga/Commodore-Geschichte noch ganz gut abrundet!

Danke für die tollen Folgen <3

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Willkommen im Forum! :slight_smile:
Das Deathbed-Vigil-Video ist natürlich eine gute Quelle und ich habe es mir bei der Recherche auch angesehen. Aber genannt haben wir es nicht, das machen wir nur mit wenigen besonders wichtigen Quellen - es sind einfach zu viele, um auf alle einzeln einzugehen. Aber ja, es ist sehenswert!

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Kennt jemand den Amiga Game Selector? Das Projekt bietet fertige Images für den A500 Mini, WinUAE, RaspberryPi und Originalhardware (mit und ohne PiStorm) an, ohne das man viel konfigurieren und frikkeln muss. AGS hat eine Oberfläche zur Spiel- und Softwareauswahl, die sehr an Emulation Station erinnert und liefert diese auch direkt mit. Ich verlinke das Projekt hier auch lieber nicht, weil das urheberrechtlich natürlich etwas im Graubereich ist.

In dem jeweiligen Image sind nicht nur vermutlich alle je veröffentlichen Amigaspiele sondern auch hunderte Demo (as in Demoscene) und viel anderes Zeugs. Außerdem ist ein komplett eingerichteter Workbench-Desktop dabei, was ich schon für das coolste Feature halte :slight_smile:

In den WinUAE- und PiStorm-Versionen ist das sogar so dieser fancy AmigaOS 4-HD-Desktop, der von irgendeinem beliebigen modernen Linux-Desktop auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden ist.
Hier sind auch die Amiga-Ports von vielen Dos-Games dabei, unter anderem die im Podcast erwähnten C&C1 und Red Alert.

Hier ist ein kleines Video, dass ich von C&C1 auf dem Amiga vor einer Weile gemacht habe:

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Kommt drauf an, wie man Erfolg definiert. Ich hatte früher auch immer geglaubt, der war verbreiteter, aber wenn man heutzutage die tatsächlichen Verkaufszahlen anschaut und Vergleiche hat… Da kann man regelrecht schockiert sein. Gegen die japanischen Powerhäuser war das ein Furz, und selbst der Amstrad PCW/Joyce verkaufte sich um einen bedeutenden Faktor besser (ja, andere Zielgruppe, aber ich hätte den als viel nischiger eingestuft).

Das mit den Verkaufszahlen ist wirklich erschreckend. Der C128 wird wegen ca. 4 Millionen gerne als Flop tituliert und der Amiga kommt nur auf ca. 5 Millionen. Der C128 ist, auch wenn es ihn in 3 Ausführungen gibt, ein originärer Rechner, während der Amiga eine ganze Plattform darstellt mit einer ganzen Serie von Rechnern, die über 10 Jahre verbessert und weiterentwickelt wurde.

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