Es gibt genug Spieleserien die man anfasst und aus verschiedenen Gründen genug von hat.
Bei mir geht es auch umgekehrt. Manche Spiele sind so gut, dass ich Angst habe mit der Fortsetzung eine Enttäuschung zu erleben.
Ich fürchte der Auslöser war Gothic 2 (mein erstes Gothic), dessen Nachfolger … naja ihr wisst schon. Aber auch andere Spiele, dessen Nachfolger sogar objektiv besser waren, aber nie mehr so einschlugen wie Teil1.
Nicht falsch verstehen, es gibt auch genug Fortsetzungen, die Spaß gemacht haben, diese möchte ich hier ausklammern.
Welchen Teil 1 oder ggf. Teil X habt ihr so genossen, aber nicht mehr weitergemacht, aus Angst, dass das Gefühl beim Nachfolger nicht mithalten kann.
Eines meiner memorablen Highlights was Rollenspiele angeht. Wenn man sich erstmal durch den ersten Planeten und die Jedi-Ausbildung gequält hat.
Tomb Raider Reboot 2013
Ein für mich eine richtige Überraschung. Ich hab es auf der Xbox360 gespielt und selbst auf der Konsole war die Grafik super. Auch spielerisch gut. Die von 0 auf Killer Debatte - egal. Einfach ein gutes Spiel. Die Nachfolger hab ich sogar in einer Bibliothek.
Hotline Miami
Relativ kurz, irgendwie frisch, straight forward und super für zwischendurch. Ich habe Angst, dass Teil 2 sich zu sehr aufbläht und es nicht mehr vom selben ist.
Dragon Age Origins
Hier konnte ich erstmals einen kompetenten Kampfmagier mit Zaubern, Schwert und Drachenrüstung spielen. All das Warten und hinfiebern in den Gamestar Previews hat sich gelohnt. Zugegeben die Presse über die Nachfolger hat mich hier abgehalten weiterzumachen.
Mortal Shell
Ähnlich wie Hotline Miami. Relativ kurz, knackig grafisch toll und auch spielerisch spannend. Teil 2 ist angekündigt, aber ich vermute das wird ein wesentlich größeres Ding mit anderem Flair.
Mir fällt zum Thema nur Onimusha 3 ein. Das hatte ich aufgrund seiner Präsentation, Spielmechanik und Gameplay so hart gefeiert, dass ich mir umgehend die Vorgänger besorgt hatte.
Und an denen bin ich dann irgendwie abgeprallt.
Interessante Frage, aber … wenn ich einen Nachfolger zu einem Spiel, das ich toll fand, keine Chance gebe, dann hat das zumeist konkrete Gründe, glaube ich, die mit eben jenem Nachfolger zusammenhängen. Homeworld zum Beispiel fand ich großartig, aber Homeworld 3 hab ich nie angerührt, weil’s in User-Reviews ziemlich verrissen wurde und, naja, Gearbox.
Ist das einzige, das mir spontan in den Sinn kommt.
Ich bin bei sowas aber grundsätzlich nicht allzu empfindlich - also dass ein späteres Werk die Erinnerung an die früheren trüben könnte, auch bei Serien oder Filmen nicht. Obwohl sich das neue Star Trek zum Beispiel reichlich Mühe gibt!!1
Meistens mag ich die Schlichtheit der Erstgeborenen. Viele zweite Teile werden ja oft komplexer und sind weniger Klar - manchmal werden sie auch vom Content regelrecht überfrachtet. Die „Magie des Neuen“ und das kennen lernen des Gameplays bietet ja meist auch nur Teil 1.
Teil 2 mag dann zwar das bessere / ausgereifterte Spiel sein aber oft hab ich dann bei Teil 1 einfach mehr Spaß gehabt.
Beispiele die mir spontan einfallen:
Zelda Breath of the Wild > Zelda Tears of the Kingdom
Ori and the Blindforest > Ori and the Will of the Whisps
Hollow Knight > Silksong
Bei Hades 1 zum Beispiel hatte ich so viel Spaß und habe es sooo viel gespielt, dass ich gar keine Lust auf „mehr und besser“ Teil 2 habe..
Eigentlich fast ähnlich schwierig wie die Frage nach Filmen, die einen Nachfolger verdient hätten.
Mit der Ausnahme von Matrix Reloaded/Revolutions bei Filmen hat mir bislang noch nie ein schlechter zweiter Teil den ersten getrübt. Ich bin a) sehr leidenschaftslos bzw. schmerzresistent und b) sogar häufiger eher ein Fan von zweiten Teilen, auch wenn ich da öfter von der Mehrheitsmeinung abweiche (Temple of Doom und Empire Strikes Back ). Aber wir waren bei Spielen… Gerade bei KotOR und Dragon Age mag ich die zweiten Teile lieber. Ich mag generell stärker auf den Hauptcharakter bezogene Storylines, wie sie eher der Black-Isle-/Obsidian-Tradition entsprechen, und BioWare macht normalerweise stärker spielweltbezogene Stories, in denen man so ziemlich alles auf den HC projizieren kann und im Nebenberuf Dating Sims absolvieren muss. Die große Ausnahme davon war Dragon Age 2, daher aber auch bei mir auf der Liste, trotz aller bekannten Schwächen. Und deswegen rangieren auch Neverwinter Nights 2 und KotOR 2 bei mir vor den Erstlingen. Chris Avellone auf dem Höhepunkt seiner Kreativität war für mich von BioWare schwer beizukommen, Gaider und Karpyshyn waren nie meins. Trotzdem alles natürlich sehr gute Spiele, wir reden von Jammern auf hohem Niveau.
Hotline Miami 2 fand ich ebenfalls ganz cool, weil es die Story des Erstlings ergänzt. Allerdings sehe ich hier das Gameplay und den Soundtrack auch stärker im Vordergrund. Das war beides ungebrochen gut. Aber klar, schon etwas größer aufgezogen als noch im Vorgänger.
Kandidaten könnten Z: Steel Soldiers, Warlords 4 und KKnD2 sein, die hab ich aber eher nicht gespielt, weil die Rezensionen schlecht waren.
Manchmal, entwickelt sich eine Spielwelt so schön,dass ich das Spiel absichtlich nicht zuende spiele, z.B. bei Witcher 3,weil ich nwill,dass das Erlebnis niemals endet:)
Ich denke bei ersten Teilen, noch ohne kommerziell etablierte Marke, müssen sich Entwickler aufs Wesentliche fokussieren und in einen zweiten Teil wird dann gerne noch viel „drum herum“ rein gepackt, was aber das Spiel nicht unbedingt besser macht. Das erste Ori war super. Das zweiter wurde mir dann irgendwie zu viel.
Mir fällt spontan auch Hitman bei dem Thema ein. Der erste Teil hatte Ecken und Kanten, aber ich hatte viel mehr Spaß damit als mit den Nachfolgern. Lag m. E. daran dass man im ersten Teil noch nicht speichern konnte in den Missionen, was sie etwas anstrengend, aber sehr aufregend gemacht hat. Später wurde das alles weichgespült und verlor für mich dadurch leider seinen Reiz.
Bewusst habe ich das glaube ich noch nie gemacht. Es gibt viele Fortsetzungen, die ich noch nicht gespielt habe (Psychonauts 2, Horizon: Forbidden West, Hades 2…), aber eigentlich nie aus „Angst“, dass es schlechter sein könnte als der Vorgänger. Sondern eher, weil ich einfach noch keine Zeit oder kein Geld in das Spiel investieren will, weil die Laune noch nicht wieder da ist.
Das sieht natürlich anders aus, wenn es klare Kritiken gibt, die von einer Fortsetzung abraten oder sagen, dass es eine starke Abkehr vom ersten Teil darstellt. Aber das ist hier ja glaube ich nicht gemeint.
Ich würde sagen, dass es das ganz gut trifft. Ich hatte mit dem zweiten Teil viel Spaß, aber es verzettelt sich stellenweise schon sehr stark mit zu viel Abwechslung und zu großen Levels. Macht den ersten Teil nicht schlechter, aber ist jetzt kein „Must-Play“ für Fans des ersten, denke ich.
Ja Ori ist leider auch so ein Fall. Teil 2 habe ich dann auf drängen meiner Tochter angefangen, aber nicht sehr lange durchgehalten. Naja jetzt ist sie alt genug es selbst zu spielen
Die Hades Info hilft mir auch gut. Nach dem Hype um Teil 2 war ich versucht gleich da einzusteigen. Aber vielleicht nehme ich dann doch besser Teil 1. Bin sowieso unsicher, ob es was für mich ist.
Also für mich spiegelt der Titel eine ganz klare Meinung wieder. Das erste Spiel ist nahezu perfekt und das kann ja auch so sein. Aber darum die Finger von Fortsetzungen zu lassen, weil sie nicht besser sein können ist schwierig.
In meiner Spielergeschichte trifft das nur auf zwei Spiele zu. Baldurs Gate 2 und DA:O. Alles was danach kam, war wirklich schlechter
Dann spiel am besten erst Hades 1. Wenn dir das zusagt, wirst du Teil 2 lieben.
Falls nicht könnte der 2. Teil (der mehr vom selben ist, bzw. die sehr gut Formel aus dem 1. Teil noch verbessert) dir auch keinen Spass machen.
Ich muss sagen, wenn mir ein Spiel gut gefällt, wünsch ich mir in der Regel IMMER mehr. Egal ob es schon mehrere Teile gibt oder nicht. ^^ Klar gibt es auch Fortsetzungen die Mist sind, aber, zumindest für mich, waren die immer in der Minderheit.
Und selbst die Fortsetzungen die schlecht waren haben mir nie die Erinnerung an den guten ersten (oder die guten ersten) Teil(e) genommen.
Von daher bin ich klar Team: Immer her mit der Fortsetzung!
Larsen81 führt im Eingangspost ja ganz klar aus, was er meint (Hervorhhebungen durch mich):
Es geht darum, ob es Spiele gab, bei denen man gesagt hat: „Boah, das war so toll, aber ich möchte eigentlich gar keine Fortsetzung spielen“. Dass Spiele mit einer guten Mechanik sich nicht entwickeln dürfen hat niemand gesagt. Ich verstehe auch irgendwie nicht so recht, wie Freelancer oder Emperor: Battle for Dune in diese Liste passen…meinst du wirklich, jemand hat sich gesagt: „Nein, Dune 2000 war so klasse, ich werde Battle for Dune nicht spielen!“?
Ich bin allerdings bei dir, dass ich das auch so nie hatte. Natürlich hat das auch schon oft in Enttäuschungen geendet, wenn die Fortsetzung alles, was ich am Vorgänger cool fand, aus dem Fenster geworfen hat (WH40K: Dawn of War 2 ist da ein heißer Kandidat…), aber ansonsten kenne ich das eher von in sich abgekapselten Erfahrungen. Ein Portal bot genug Möglichkeiten, das Spiel und die Story zu erweitern. Ein To The Moon 2 oder The Witness 2 hingegen würden sich sehr viel komischer anfühlen.