Film & Kino

Naja, verliebt ist vielleicht ein großes Wort. Vielleicht „entflammt“ und eher sexuell erregt.
Julie Newmar oder Jane Seymore hätte ich sicher nicht von der Bettkante gestoßen (ja ich hab ein Faible für diesen 60er/70er Look).
Und Katey Sagal ist ja wohl sowas von scharf. Und vor allem wurde sie auch im Alter immer attraktiver.
Und ja, das, bzw. die Rollen, lässt sich nicht mit einem modernen Frauenbild vereinen. Aber die Filme und Serien sind Kinder ihrer Zeit und was ich mi in meinem Hirn zusammenspinne ist immer noch meins.

Bei One Battle after another verstehe ich völlig, dass ich da wohl in der Minderheit bin und ich freue mich über alle, die daran Freude hatten :slight_smile: Das ist jetzt gar nicht abwertend gemeint, aber vielleicht bin ich da auch etwas zu arg in den üblichen Film-Klischees festgefahren, die dieser Film umgeht.

Der Kontrast mit dem konservativen Frauentyp ist Absicht. Hier wird ein neuer Frauentyp etabliert gegen das, was sonst so rumläuft. Nur so kann die Figur so besonders wirken. Aber du wirst Probleme mit fast allen Filmen dieser Zeit haben. Wenn man die gegenwärtige Moral immer als Maßstab nimmt, wird man alles, was 15 Jahre vor der Jetztzeit entfernt ist, nicht mehr gut rezipieren können. Schau dir keinen Hitchcock an!

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Prometheus.

Oh Boy…wünschte, dieses Geld hätte man in Kitas und Büchereien gesteckt. Völlig verschenkt, hilariously “dumm” und absolut horrorless.

Spoonys 90-Minuten-Review über diesen Film vor 14 Jahren unterhält mich dafür maßlos.

Nicht kucken. Dann lieber Lindenstraße.

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Ich habe gerade auf filmfriend* Secret Agent gesehen und sehr genossen:
Der Film nimmt sich Zeit und zeichnet trotzdem kurzweilig ein sehr eindrückliches Bild von Brasilien 1977. Erzählerisch macht er ein paar schöne Dinge und spannend ist er auch - kann ich sehr empfehlen.

Allerdings ist er schon auch stellenweise brutal und blutig. Und hat durchaus lustige Momente!

filmfriend.de ist ein Streamingdienst , den man mit vielen öffentlichen Büchereiausweisen nutzen kann. Natürlich ist es eine ganz andere Auswahl als Netflix oder Amazon Prime, dafür gibt es durchaus sehr sehenswertes zu finden.

Einige Highlights aus meiner Sicht sind dort:
Paterson, Mother, Die Werckmeisterschen Harmonien, Dallas Buyers Club, Der Knochenmann, Der Maschinist, und natürlich noch so viel mehr.

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Bei Filmfriend gibt es unglaublicherweise alle Filme von Rudolf Thome. Das sind 6 Kurzfilme und 27 Langfilme, ein gesamtes Werk, das man erforschen kann. Immer wieder angebracht, auf diese Plattform hinzuweisen.

Hmm, Wolfgang Petersen gab damals 3,5 von 5 Sternen, User Views auf Metacritic sagen 6,5 also richtig schlecht Filme bekommen eigentlich so eine User Views um die 4,0. Und die Lindenstraße ist nun wirklich eine Beleidigung für sämtliche Beteiligten, vielleicht kein Alien oder Aliens, aber immer noch besser als Alien 3 oder 4.

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Danke… es war einer dieser Tage. Eigentlich total süß, habe ihn recht spontan mit Misses Vaylan angemacht und zuende geschaut. Dann am nächsten Morgen beim Starterkaffee haben wir uns instant gemeinsam hocheskaliert über den Film. Frage nicht.

Ja, die Beteiligten haben sicherlich ihr Bestes getan. Geschimpft ist immer leichter als Erschaffen.

Ich glaube, ich mag einfach nicht Dummes sehen, sondern Kluges. Und verschwendetes Potenzial macht mir auch immer saudade.

Sämtliche Charaktere funktionieren nicht. Die Situation ist… nicht nachvollziehbar, sehr viel vom Verhalten völlig non real und insgesamt handelt niemand kompetent. Das ist schwieriger für mich zu sehen als plumpe Effekte oder schlechte Choreo oder bescheuerte Requisiten.

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Alien 4 finde ich gar nicht so übel im Vergleich zu allem was danach kam :upside_down_face:

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Ich schau mir auch viel lieber nochmal Alien 4 an als Prometheus. :sweat_smile:

Prometheus hatte ja mit dem Konstrukteur einen durchaus interessanten Ansatz, aber es macht halt nichts Spannendes daraus. Die Genese des Aliens ist für eine Horror-Reihe genauso wenig interessant wie die genaue Beschreibung des Kossal-Flugs von Han Solo in seinem Feature-Film. Das Alien ist furchteinflößend im ersten Teil, weil es quasi fast nie zu sehen ist, und im zweiten Teil weil sie halt in übermächtiger Zahl auftauchen. Der vierte Teil hat mit der Chimäre und den Ripley-Klonen eine gesunde Portion Body Horror. Aber alles, was das Alien erklärbar macht und damit weiter entmystifiziert, trägt nicht zur Spannung bei. Ridley Scott ist gefühlt mittlerweile in ganz anderen Vorstellungen von Erzählwelten unterwegs, und für diese Ambition ist das Alien-Franchise ehrlich gesagt zu „bodenständig“.

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Komm grad aus dem Kino. 4 minus 3.

Schwer zu ertragen. So nen Schicksalsschlag wünscht man niemandem.

Grandiose Erstbesetzung. Die zeite Reihe allerdings eher mau. In meinen Augen auch zu lang. Vuele Szenen die man streichen kann. Am Ende dann auch noch Holzhammer für die blödesten Kinogängef.

Trotzdem aufgrund der Thematik und den Hauptdarstellern noch 6 von 10 Sternderln.

Und wenn ich das hier noch anmerken darf: ich verabscheue bigotten Katholizismus.

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Prometheus ging ja noch, war zumindest ein interessanter Ansatz nach fast 20 Jahren Funkstille.
Covenant hingegen war eine einzige Katastrophe …
Romulus empfand ich dann wieder als Rückkehr zur Urreihe, gefühlt.

Die Serie hat leider zum Ende hin abgebaut, wusste aber zu fesseln.

Am Ende MUSSTEN wir aber nochmal 1 und 2 schauen, um den Bogen zu schlagen, und mein Gott, die sind und bleiben einfach unerreichbar, egal wie alt die noch werden!

Übrigens: Was es kürzlich so von Predator gab (Prey und Badlands) macht im Filmuniversum ja mal wirklich Hoffnung!

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Musste erstmal nachlesen was darin passiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht ertragen könnte und mich einfach umbringen würde.
Oft meide ich diese Art von Filmen, weil ich befürchte, dass mich das zu sehr runterzieht, ohne dass ich viel daraus mitnehme. Dementsprechend würde mich schon interessieren was der Film mit der Geschichte macht. Spontan fallen mir nur ein paar wenige Möglichkeiten ein, die sowas dann aus der reinen Misery Porn-Schublade reißen.

Neulich habe ich I saw the TV glow gesehen. Der hat mich auch völlig fertig gemacht, wie lange kein Film mehr. Doch da hatte ich irgendwie das Gefühl, er ist vor allem eine Schock-Botschaft an Betroffene sich ihrem Selbst zu stellen oder wenigstens erzeugt er Empathie bei jetzt nicht direkt Betroffenen.

Und um zur Alien-Thematik auch meinen Senf dazuzugeben:

Teil 1 und 2 sind zeitlose Meisterwerke. Da diskutiert wohl niemand gegen an.

Fand Teil 3 eigentlich auch immer ganz stimmungsvoll. Ist inhaltlich schon ein deutlicher Abfall. Könnte auch eher 'ne überraschend hochwertige DTV-Produktion sein. Tonal passt der aber wenigstens noch rein.

Teil 4 ist absoluter Trash-Schrott. Kann man als solchen natürlich lustig finden. Zieht den Gesamteindruck der Reihe aber hart runter.
Aber Wynona Rider… Was soll ich sagen?Die ist so unfassbar süß! Das wertet jedes Machwerk auf.

Prometheus hat einige echt coole Szenen, ist aber ansonsten reichlich unlogischer Quark, der Dinge erklärt, die nicht erklärt werden müssen und sollten.
Ähnliches gilt für Covenant, der vielleicht noch ein wenig dümmlicher ist. Der zahlt aber noch mehr als sein Vorgänger auf die Cosmic Horror-Aspekte der Reihe ein. Und Michael Fassbenders Android ist einfach 'ne starke und stark gespielte Figur.

Rumulus ist hochwertig gemacht, aber sicher eines der überflüssigsten Sequels, ever. Das Ende war auch Käse. Der ganze Fan-Service, selbst aus eigentlich verhassten Teilen, nervt einfach nur, bis hin zu Ian Holms „Wiederbelebung“, die nicht nur unnötig, sondern irgendwie auch unethisch ist.

Von der Serie hab’ ich zwei Folgen geguckt. Die Hauptdarstellerin hat’s mir angetan. Den Bruder fand ich aber hohl. Timothy Olifant wiederum, ziemlich cool. Wirkte schnell überplottet und gehetzt. Versuchte Qualitäten des Originals nachzuahmen, ohne die zu erreichen. Der Xenomorph war so’n unsubtiles Hackmonster. Kann man so machen. Nimmt dem aber irgendwie das Mystische. Der kritische Konsens war, dass die Serie es nicht bringt und zum Schluß wohl richtig abkackt. Da hatte ich dann keine Motivation mehr weiterzugucken.

Einfach mal ein Franchise in Ruhe lassen. Erst recht, wenn einem dazu nichts mehr einfällt.

Meine persönliche Empfehlung: Nur die ersten drei Teile bzw. auf jeden Fall 1 und 2 gucken und es dann gut sein lassen.

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Zum Franchise, den Wunsch es in Ruhe zu lassen kann ich nicht verstehen. Gibt ja nicht nur Alienfilme und jetzt eine Serie, sondern auch Comics und Bücher und Games. Ich persönlich finde Alien Isolation nur mittelprächtig, aber da die Alienfranchise jetzt durch den Erfolg der Alien Earth Serie so gut im Saft steht, bekommen die Fans von Isolation auch einen Nachfolger, ist halt nur nicht für mich gemacht, aber deswegen können andere doch ihre Freude damit haben. Ich wette Isolation 2 fügt weder dem Alien Genre, noch dem Stealth Genre irgendetwas neues hinzu. Gibt halt besser Grafik und vielleicht etwas mehr Gegner KI. Trotzdem sind die Fans schon außer Rand und Band, ich werde es halt auslassen.

Der Film ist dreigeteilt.

  1. Das Zusammenleben der Familie vor dem Unfall
  2. Der Unfall und die Tage danach
  3. Das Zurückkämpfen der Mutter ins Leben.

Dabei geht der Film nicht chronologisch vor sondern vermischt die Zeiebenen.

Ich mag ja eigentlich solche Filme, die mich an Grenzen bringen, die man rational nicht mehr erfassen kann.

Allerdings war mir dieser Film zu wenig subtil und oft zu sehr mit dem Holzhammer unterwegs.

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deine Beschreibung stimmt total.
Gerade die Entmystifizierung sehe ich auch so, wobei es eben in Aliens(2) noch oder wieder superbedrohlich ist, eben in der Menge, der Dritte, mit dem ich lange haderte, gefällt mir inzwischen auch immer besser und der Vierte, den ich vorher beinahe gefürchtet habe wegen der Klongeschichte, was für mich total albern klang, war dann doch SO stimmig, für MICH, hatte, wie Du sagst, die Horrorkomponente, die Aliens im Wasser, am Ende richtig gut, Ripley richtig stark und bedrohlich UNS verletzlich, ganz großer Auftritt von Sigourney Weaver!
Gehasst habe ich die Alien vs. Priidator (wie wir 80er-Kinder sagen…), die haben beide total banalisiert!

was wollte ich eigentlich… Dir zustimmen und…
ach ja, Prometheus, der hat mich aber gut unterhalten, und ich fand die Sache mit den Konstrukteuren auch nicht so schlecht, habe aber schon gesehen, daß das der falsche Weg ist, was Covenant dann auch bewiesen hat, DER hat mich richtig traurig gemacht.

edit: Beitrag gleich danach dmoeller: EXAKT!

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Word. Ich habe die in meiner Aufzählung absichtlich weggelassen. Fürchterlich, leider.

weil wir gerade so nett beisammensitzen, teile ich mal meine „künstlerische“ Auseinandersetzung mit Prometheus, vom Tag nach dem Kinobesuch des Films:

Jesus :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

Scott hat diese Filmreihe eigentlich nicht als Alienfilme intendiert. Im Prinzip wurde ihm das durch die Erwartungshaltung des Alien-Publikums aufgezwungen. Er hat immer gesagt, dass dies eine eigene Geschichte im selben Universum sein sollte. Handwerklich sind die Filme jedem Zweifel erhaben. Erzählerisch hingegen gibt es einige Mängel, die meines Erachtens durch den Druck der Alienfanbase über das Studio in die Produktion hineingewirkt haben. Eigentlich ist diese Filmreihe die Fortsetzung der Themen, welche in Bladerunner 1982 verhandelt wurden. Es gibt auch einige direkte Filmverweise. Weyland nimmt hier die Rolle von Roy Batty ein. Es geht um die Frage an den Schöpfer: Wieso hast du uns so »unperfekt« geschaffen? Kannst du diesen Fehler »Sterblichkeit« beheben? Batty erhält die Antwort: » Du bist so gut gemacht worden, wie wir dich machen konnten.« (Theodizee, sozusagen) Und Weyland fragt sinngemäß genau dasselbe, sicherlich mit einem anderen Ende für ihn. David hat nicht umsonst diese blonden Haare. Das ist nicht nur ein Verweis auf Lawrence von Arabien. Und es ist auch kein Zufall, dass wir zu Beginn des zweiten Films sein Auge sehen. David hat die ernüchternde Erfahrung gemacht, seinen, im Vergleich zu ihm, unvollkommenen Schöpfer kennenzulernen. Im Gegensatz zu Batty und Weyland ist David jedoch unsterblich und bekommt einen Gottkomplex. Die Erkenntnis über die unausweichliche Sterblichkeit lässt Batty gegen Ende von Bladerunner den Wert des Lebens ansich schätzen. Und es geht sicherlich auch im Kunst ansich. David, der perfekte künstliche Mensch, ist ein Kunstwerk mit Kunstsinn. Walter hingegen hat man die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, genommen. Lawrence von Arabien ist ein Beispiel dafür, wie etwas perfektes durch einen unperfekten Künstler, weil Mensch, erschaffen wurde. Und was kann ein perfektes Wesen erst alles erschaffen?

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