Das Problem an der Serie ist, dass diese ein Beispiel für neue Produktionen ist, welche fürs Second screen viewing geschrieben werden. Das bedeutet, wir haben hier ausschließlich tell statt show. Episodenweise Expositiontalk, jedes Gefühl, jeder Umstand, jeder Plotpunkt wird ausgesprochen. Noah Hawley hat mit Fargo bewiesen, dass er ein Genie ist. Doch das nützt alles nichts, wenn dein Studio eine Serie für die Handy-Generation haben will. Die zweite Staffel werde ich mir nicht geben. Selten eine so niederschwellig geschriebene Serie gesehen. Wird aber zukünftig leider eher die Regel werden. Serien und Filme werden dümmer! Absichtlich.
Ich stelle mir halt die Frage, in wie weit sich ein Ridley Scott so unter Druck setzen lässt? Der Mann hatte seinen Durchbruch nicht unbedingt im jugendlichen Alter, hat sich akribisch hochgearbeitet und konnte 2014 enormes Renomee plus Kassenerfolge vorweisen. Meines Wissens bleibt er üblicherweise auch immer in Budget und hat sehr genaue Vorstellungen, wie er seine Filme umsetzt. Dass sich so jemand vom Studio und der Fanbase treiben lässt, fällt mir irgendwie schwer zu glauben.
Das finde ich tatsächlich problematisch. Das wirkt so, als wolle ein alter Mann rückblickend nochmal sein zwei größten, nennen wir es mal kulturellen Erfolge nachträglich miteinander verknüpfen. Dabei ignorierend, dass Blade Runner nur von Philip K. Dick geborgt ist und beide Franchises unterschiedlichen Konzernen gehören. Er kann sie bereits auf der verbalen Ebene nicht gut miteinander verbinden, weil er bspw. den zentralen Begriff Replikant nicht nutzen kann. Dann kann man sich natürlich streiten, wie gut sich die eher philosophische Gedankenwelt eines Dick, für den immer die Frage nach der Realität und Manipulation unserer Wahrnehmung im Zentrum stand, sich mit der Welt von Alien verknüpfen lässt, die stark von der Tech-Pornographie eines H. R. Giger beeinflusst ist und sich mit sehr grundlegenden Fragen des Überlebens und des Miteinanders dabei auseinandersetzt. Auf dem Weg zu der von Dir skizzierten Interpretation sind mir da ehrlich gesagt zu viele Abbruchkanten drin.
Und dann hat Prometheus natürlich das Problem, dass der Film kein emotional positiv besetztes Zentrum hat, oder zumindest kein gutes. Wie sauzwerg schon gut beschrieben hat, ist das in den Alien-Filmen Ripley, die erkennbar darunter leidet fast schon Übermenschliches erdulden und bewältigen zu müssen und dabei trotzdem stets ihre Handlungsfähigkeit und nicht zuletzt ihre Menschlichkeit bewahren kann (imho auch in Alien: Resurrection noch gelungen). Bei Prometheus und Covenant gibt es niemanden, der die Sympathien in ähnlichem Maße auf sich vereint. Bei Prometheus sollte das offensichtlich Naomi Rapaces Rolle zufallen, aber sie konnte Ripley in dem Punkt nicht ersetzen, auch weil der Cast zu groß und zu viele potentielle Hauptdarsteller dabei waren. Stattdessen rückt mit David ein emotionsloser, unsympathischer Antagonist ins Zentrum. Was auch massiv auffällt, dass Scott mit The Crossing einen Kurzfilm als Übergang zum Prometheus-Nachfolger abgedreht hat, der von Covenant in keinem Punkt aufgriffen wird. Stattdessen wurde Elizabeth Shaw ähnlich wie Hicks und Newt einfach mit einem Halbsatz rausgeschrieben. Das ist irgendwie alles erkennbar Flickwerk.
Genau, weil das Studio wie die Fanbase von Aliens gerne einen Alienfilm haben wollte. Deswegen sieht die zweite Hälfte von Covenant so aus, wie sie aussieht.
Er kann sie bereits auf der verbalen Ebene nicht gut miteinander verbinden, weil er bspw. den zentralen Begriff Replikant nicht nutzen kann.
Das ist ja auch Quatsch. Ich rede davon, dass philosophisch diese Reihe eher an Bladerunner anknüpft. Ja, und der Protagonist des zweiten Films, vielleicht schon des ersten, ist David. Hauptfiguren müssen nicht immer gut sein.
Meines Wissens bleibt er üblicherweise auch immer in Budget und hat sehr genaue Vorstellungen, wie er seine Filme umsetzt.
Aber er kann heute nicht mehr einfach unwidersprochen machen, was er will. Das liegt auch an einigen Flops.
Das mit den Aliens ist übrigens keine Spekulation von mir. Es ist bekannt, dass Scott eigentlich eine Geschichte über die Reise zu den Konstrukteuren machen wollte. Die Reaktionen zu Prometheus waren der Grund für den Kurswechsel.
Also als heimlicher Fan der Prometheus Filme halte ich mich, ob der negativen Stimmung, hierzu bedeckt.
Gedenk der Tatsache, das Ostern ist, werde ich mich die Verfilmungen von Ben Hur und Spartacus (1959/60) zu Gemüte führen. Für mich zwei der opulentesten, je gedrehten Historienfilme. Gleich danach kommt „die Wikinger“. Quo Vadis kann leider nciht ganz mithalten.
Waren heut Mario Galaxy im Kino. Als großer Fan der Galaxy Spiele und Mario allgemein hab ich mir mehr erhofft.
Der Film bestand irgendwie nur aus einer Abfolge von Szenen die miteinander nichts zu tun haben, als würde man ein TikTok Feed durchscrollen.
Aus ein paar Ideen hätte man eigene Geschichten entwickeln können, aber es wirkt als wenn sie dafür zu feige waren. Lieber so viel wie möglich reinpressen damit es vor lauter Referenzen und Anspielungen weniger auffällt dass keine Substanz vorhanden ist.
Fox ist einfach nur verschwendet. Kommt ein neues Spiel und Nintendo wollte vorher Aufmerksamkeit generieren weil die Marke seit 10 Jahren brach liegt?
Hoffentlich wird Zelda besser.
Wir haben ihn die Tage auch gesehen, und ich hab nicht viel erwartet, dafür war er mehr als okay.
Der erste hatte durchaus ein erkennbares Konzept, das zusätzlich mit Fanservice vollgestopft war. Hier hat man wohl versucht, das Ganze zu wiederholen, was aber nur leidlich gelungen ist.
Fox ist ziemlich verschwendet, ja. Ich habe mich trotzdem gefreut, ihn zu sehen. Und am Ende ist er nicht weniger quirky als es Donkey Kong im ersten war.
Wart wird nicht mal benannt, da wird wohl Vorkenntnis vorausgesetzt
das SuperScope habe ich sofort erkannt ![]()
Das Netz ist jetzt voll von „der Film hat keine Story“ und „eine Frechheit von Nintendo“. Nun ja, es ist eben eine kurze Story ![]()
Dann gibt es wieder welche, die meinen, er ist noch besser als der erste. Dem würde ich auch nicht zustimmen. Teil 1 war schon unglaublich rund dagegen.
Aber, Galaxy sieht großartig aus, er macht einen Heidenspaß, und das ist es doch was zählt, für die großen und kleinen Kinder, oder nicht?
Für Zelda wünsche ich mir ebenfalls die gebührende Totalität (und gern ein wenig Epik!)
Wir waren zu fünft und den anderen hat er auch gut gefallen. Also will niemandem seinen Spaß abstreiten den Film schlecht reden.
Was mich am meisten stört ist dass sich außer von Bowser Jr nichts aufbaut und entwickelt. Es wird von einer Szene zur nächsten gesprungen als wären es unabhängige Episoden. Nach dem Casino ruft Wart bei Bowser an. Die scheinen sich da irgendwie zu fürchten, oder es ist zumindest unangenehm? Da wäre ein eigener Film drin gewesen mit so einer Unterwelt und nem Gangsterboss.
Mir war nach einem Drittel einfach langweilig und die reizüberflutende Action hat mir nichts gegeben. Kann dir jetzt nichtmal mehr sagen was genau passiert nachdem Wart auf den Ninji Knopf drückt oder Bowser Jr die Castle Stage aktiviert. Es endet irgendwann und geht dann weiter bis zum Abspann.
Die Szene während den Credits fand ich dafür aber lustig.
Kann dir nur recht geben.
Gerade sie Sache zwischen Bowser und Wart hätte aufgelöst werden können (müssen). Da hätte es auch nur eine, zwei Szenen zu gebraucht.
So komm wieder aus dem Kino: Als wäre es leicht
Ein Liebesfilm zwischen einer gehörlosen Frau und einem Blinden Mann. Beide trage ein gewaltiges Päckchen aus der Vergangenheit mit und stoßen sich öfters vor den Kopf. Sehr ruhige Bilder und pointierte Dialoge. Schön auch, dass der Film immer wieder mit den Beeinträchtigungen arbeitet (Starkes Rauschen, so dass man nichts versteht).
Natürlich geht es auch um die Beeinträchtigungen, aber im Grunde will der Film zeigen, dass jedes (werdende) Paar seine Baustellen hat. Hat mir gut gefallen.
7 von 10 Sternderln
Danke @rezeguet für die Inspirationen! Ich bin immer auf der Suche nach kleineren Filmen, bin aber immer zu faul mir die Release und zugehörigen Trailer anzuschauen.
Ich schaffe es pro Jahr leider nur 20 bis 25x ins Kino. Vorrangig jedoch größere / bekanntere Filme wie im bisherigen Jahr “Der Astronaut”, “Crime 101”, “No other Choice”, “The Shining”, “Avatar 3” und “Good Luck Have Fun Don’t Die”.
Zu Hause schaue ich dann vermehrt ältere Filme wie zuletzt “Powerman”:
https://youtu.be/3s_oWt-ZAcs?is=aAXs3N2edP4R3idN
Lange keinen Jackie Chan Film mehr gesehen, kam mir letztens in den Sinn, genauso wie ich letztens auch an Sammo Hung denken musste. Was liegt also näher einen Film zu schauen, wo beide mitspielen? Also flugs „Powerman“ von 1984 aus der digitalen Filmsammlung angeworfen. Beide haben ja in etlichen Filmen zusammen vor der Kamera gestanden, inkl. dem dritten im Bunde Biao Yuen (der jedoch nicht ganz so bekannt ist). Das Trio mit der Mischung aus Action und Klamauk war damals ein Garant für volle Kinosäle in Hongkong. Vergleichbar vielleicht mit den Spencer/Hill Filmen hierzulande.
Die Story ist dabei ziemlich dünn und nicht der Rede wert. Eine Taschendiebin (Miss Spanien von 1979 Lola Forner) wird von zwei Parteien gesucht. Eine die ihr an den Kragen möchte, die andere möchte sie retten. Mitten rein gezogen werden dabei zwei Freunde mit einem Imbisswagen (Chan und Yuen), sowie ein „Privatdetektiv“ (Hung). Das war es auch schon und all das dient nur als Gerüst für eine Jagd quer durch Barcelona voller Klamauk und Martial Arts Action.
Dabei ist der Klamauk erstaunlicher Weise nicht so sehr zum Fremdschämen wie anfangs befürchtet und teils schon ziemlich derbe. Heutzutage würde sowas wohl nicht mehr durchgehen, schon gar nicht mit der Sprache. So fallen etliche derbe Worte, doch neben dummen Sprüchen gibt’s auch viel Situationskomik.
Auf der anderen Seite haben wir noch die Actionszenen, die jedoch nicht so zahlreich sind wie erhofft. Zwar werden immer wieder kleine Scharmützel (und eine coole Autoverfolgungsjagd) in die Handlung eingebettet, doch muss sich der geneigte Martial Arts Fan bis zum Finale gedulden, bis es so richtig auf die Mütze gibt. Doch der Endkampf hat es so richtig in sich und wird auch oft als der beste seiner Zeit beschrieben.
Hier tritt Jackie Chan gegen den mehrmaligen Karate/Kickbox Champion Benny Urquidez an, der zu seiner Zeit alle deklassiert hat. Ja, der Kampf hat eine ungeheure Wucht, ist super Choreographiert und toll geschnitten, aber ob es der beste Filmkampf seiner Zeit ist? Dazu habe ich zu viele Martial Arts Filme gesehen.
Alles in allem ist „Powerman“ eine überdurchschnittliche Martial Arts Komödie, die jedoch etwas mehr Action hätte vertragen können. Somit zieht sich im Mittelteil der Film etwas, vor allem, wenn man mit dem typischen Hongkong Humor nicht so viel anfangen kann. So kommt der Film z. B. bei weitem nicht an „Mission Adler – Der starke Arm der Götter“ heran, weiß aber dennoch zu unterhalten.
Im Herbst kommt die neue Street Fighter Verfilmung in die Kinos. Heute gabs den zweiten Trailer. Sieht nach Spaß aus.
Ich bin ganz unvernünftig gehypet auf den Film! ![]()
Ich war ausnahmsweise gestern und nicht am Dienstag im Kino und hab mir die neue Fassung von KillBill angesehen.
Ich glaub zum Film muss man nicht viel sagen.
Fast 5 Stunden sind halt lang im Kinosessel, aber hat sich gelohnt.
Hab die beiden Teile schon ewig nicht mehr gesehen und kann daher nicht sagen was neu und was altes zeug war. Der Erinnerung nach war die neue Fassung deutlich stringentr aufgebaut. Dafür fehlt dann aber das Subtile. Dennoch absolute Empfehlung.
Ich gebe 8 von 10 Sternderl
Ich habe gestern den Film Obsession gesehen. Ein brillanter Film, der allerdings richtig schwere Kost ist und von dem ich mich erst einmal erholen muss. Der Plot lässt sich sehr schnell zusammenfassen: Der Protagonist Bear wünscht sich mittels eines magischen Gegenstands (an dessen Magie er natürlich nicht glaubt), dass sein Crush ihn liebt. Und dann bekommt er, was er will.
Da stecken sehr kluge ästhetische und erzählerische Entscheidungen drin, vom Bildformat über die Fokalisierung der Geschichte bis hin zum Sounddesign. Besonder beeindruckend war auch die schauspielerische Leistung, v.a. der Hauptdarstellerin Inde Navarrette.
ich habe letzte Woche „Project Hail Mary (Der Astronaut)“ gesehen, da wehr ich mich schon ein bißchen gegen den Titel, den fand ich schon beim (hervorragenden) Buch doof, was soll das , „Der Astronaut“?!
Das ist wieder diese deutsche Unart der bescheuerten Titelübersetzung, speziell, wenn man sich aus Marketinggründen versucht an den/die „Vorgänger“ anzuhängen (Es/Sie/… „er“ wurde dann doch aufgegeben? oder die „Klingen“-Kacke bei den Abercrombiebüchern mit dem Effekt, daß keiner mehr weiß, welches wie hiess, von welchem man spricht und wir die eigentlich sehr schönen englischen Originaltitel komplett verpassen…!)
Unter dem Projekt Hail Mary kann ich mir was vorstellen, das passt, das trifft, das klingt! Der Astronaut… nautnautnaut… weil der ist… halt Astronaut… okay, ist klar, oder?
Ich habe das Buch sehr gerne gemocht und das auch völlig ungespoilert gelesen, einfach weil ich den Marsianer begeistert und atemlos ohne Pause gelesen hatte. Für mich kam der Außerirdische (ich denke, ich spoilere hier nicht, der ist in jedem Trailer!) damals völlig überraschend, wegen der Erfahrung mit dem Marsianer und weil das so losmcgyverte dachte ich, das wird wieder so sein. Fand ich aber toll, alle meine Erwartungen über den Haufen geworfen, ich total gespannt, wo das hinführt und ausgeht… egal, weil das Buch, einfach wer das noch nicht gelesen hat, ich denke, es lohnt sich auch nach dem Film noch, weil es doch anders ist, und es ist sehr gut!
Der Film: ich fand den sehr sehr schön, sehr freundlich, warmherzig, der hat mich nach sehr schönen Bildern und spannender Handlung mit einem guten Gefühl wieder entlassen. Humor passte, knochentrocken wann immer von Sandra Hüller vorgetragen, alles klug genug, daß sich niemand ärgern muß und nicht Leute fragen „HÄÄÄÄHEWARUMISSENDASDASGEHTDOCHNICHT!“, aber ich persönlich hatte auch weder Lust noch Zeit, IRGENDwas zu hinterfragen, weil der Film einfach wirklich Spaß gemacht hat, sehr schön anzusehen war und mich überhaupt im Kino gefangen nahm, ich persönlich bin aber auch im Kino besonders leicht einzufangen mit Weltraum (Kindheits"trauma" (positives), schwwarzer Bild mit weißen Punkten, nen Raumschiff davor, auch am Faden völlig egal, bei mir im Kopf klickts und ich höre mich denken „ach schön…“)
Nee, muß man nicht überbewerten, wird kein „Klassiker“, ist aber nen richtig schöner Film, über Freundschaft denke ich, zu einem Muppet.
Ich komme gerade aus dem Kino:
2008 saß ich 236min am Stück und ohne Pause im Kino („Love Exposure“ von Sion Sono) was schon ein bisschen gestört war, aber immerhin noch unter 4h lag. Ist es aber ein Film wert, sich 276min am Stück ins Kino zu setzen? Und da sind die 20min Trailer noch nicht mit eingerechnet. Nach über 300min kann ich nun sagen: Ja verdammt noch mal!
„Kill Bill Vol 1“ und „Kill Bill Vol 2“ entsprachen nie richtig der Vorstellung von Quentin Tarantino, da seine Vision stets nur ein Film war. Da Tarantino aber ein schlauer Kopf ist, fallen alle Titel nach einer gewissen Zeit zurück in seine Hände und es war somit nur eine Frage der Zeit, bis er endlich seine Vision umsetzen und viel wichtiger, ins Kino bringen konnte.
Doch was hat sich nun geändert? So wurden die zwei Teile natürlich nicht nur lieblos aneinander geflanscht, sondern auch teilweise neu geschnitten und ergänzt. Zudem fehlt natürlich und Gott sei Dank der Teaser am Ende von Vol 1, der schon einiges vorweg nahm, was erst zum Ende gezeigt werden sollte. Dies dient nun vor allem dem Spannungsbogen.
Eine größere Neuerung ist dabei auch eine erweiterte Anime Sequenz und das der Kampf gegen die Crazy 88 nun in Farbe statt in s/w daherkommt. Hier gehöre ich allerdings zu den Verfechtern der s/w Fassung, welche ich ansprechender finde.
Die ganze Story ist vom Pacing her nun fast perfekt und man mag es nicht glauben, aber die über 4,5h verflogen wie im Flug! Neben der echt gelungen Rachestory ist „Kill Bill“ natürlich auch ein wahres Zitate Feuerwerk, wobei vor allem Fans des japanischen Kinos auf ihre Kosten kommen und die ganze Zeit mit einem Lächeln da sitzen.
„Kill Bill: The whole bloody affair“ ist trotz der 4,5h Laufzeit ein Film, der für das Kino gemacht wurde. Die Erzählstruktur ist auf höchstem Niveau, die Optik hervorragend und der Soundtrack einfach grandios. Der einzige Kritikpunkt ist die „Fortnite“ Szene nach dem Abspann, die man sich echt schenken kann und auch sollte.
den Trailer find ich echt gelungen. Klar, da wird nicht viel schlaues in der Story sein, aber vom Style her passt er doch irre gut zu SF2 ![]()
Puh! Ich muss zugeben, dein Post ist echt schwierig zu lesen. Vielleicht die Satzzeichen und Groß- und Kleinschreibung nicht einfach auswürfeln. ![]()
Dieses Argument hat meiner Meinung nach seit mindestens zehn Jahren jedes Gewicht verloren, weil die Trailer oft selbst einfach absurd spoilern. Da wirkt der eigentliche Film manchmal nur noch wie der Extended-Cut des Trailers für ein Publikum, dem „Kennste noch?“-Fan-Service die höchste Form der filmischen Unterhaltung zu sein scheint.
Zumal du noch im selben Satz verdeutlichst, dass es vermutlich echt cool sein könnte, genau diesen Story-Twist nicht vorher zu wissen.
Würde jetzt auf Marketing-Ebene dennoch vermuten, dass dieses Wissen dem Film möglicherweise mehr hilft ein Publikum zu finden. Er hat zwar auch genug zu bieten, dass dieser Spoiler ihn nicht unsehenswert macht. Ich bin aber auch so ziemlich komplett ohne Vorwissen reingegangen und das hat dem Mittelteil auf jeden Fall mehr Würze gegeben, weil man nicht genau weiß, wo das hinführt.
Der Titel ist wirklich generisch as fuck. Kann verstehen, dass sie Project Hail Mary für den deutschen Markt nicht nehmen wollten, weil das potenziell sogar noch nichtssagender ist und „Hail“ besonders bei uns womöglich das Potenzial für Misskonotationen ausstrahlt. Ist nun mal auch eher ein teurerer Film, der größere Zuschauerzahlen verlangt. Und da ich gerne mehr davon sehen möchte, würde ich mal sagen, dass ein auf mehr Zugkraft angepasster Titel noch am ehesten ein Kompromiss ist, der meist wenig die künstlerische Integrität des Werkes beeinträchtigt. Sie hätten sich aber wirklich was interessanteres ausdenken können.
Fand den insgesamt auch sehr schön. Vor allem visuell war der mal ganz doll mein Ding und ein belebendes Gegenspiel zum aktuellen, kotzhässlichen Standard im Blockbusterkino. Ein paar kleine Längen hier und da und vielleicht ein wenig zu viel unseriöses Gealbere von Ryan Gosling. Obwohl ich den auch einfach wirklich witzig finde.
Würde dem Film seinen zukünftigen Klassiker-Status noch gar nicht absprechen wollen, wenn man „Klassiker“ jetzt weniger als genre- und/oder mediumdefinierenden Meilenstein versteht, sondern vielleicht an einer gewissen Eigenständigkeit, Qualität und allgemein tendenziell positiver Rezeption bemisst.
Auf Letterboxd hat der einen Schnitt von 4,3 Sternen, was für die App schon richtig hoch ist. Vielleicht verdeutlicht das einerseits, dass die Menschen sich doch mal wieder nach neuen, eigenständigen Geschichten sehnen und vielleicht auch, dass ein qualitativ hochwertig gemachter „Eventfilm“ im Ozean der lieblosen Fließbandkacke einfach auffällt.
Für mich steht der in der Tradition von Fantasy- und Science-Fiction-Abenteuerfilmen aus den 80er wie The Explorers oder Labyrinth usw.. Filme, die man über Jahrzehnte einfach gerne immer wieder mal guckt, auch wenn er jetzt nicht zu tiefer, existenzieller Kontemplation animiert.
Ich frage mich auch, warum der Titel nicht zumindest sinnwahrend übersetzt wurde, als „Himmelfahrtskommando“? Die Anspielung auf Ryland Grace’ Nachnamen (Gnade) und das Ave Maria „Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade“ war - ebenso wie der Zusammenhang, mit dem Namen des Raumschiffes - ohnehin nicht mehr gegeben, bei „Der Astronaut“.
Finde das gar nicht so einfach zu übersetzen. Himmelfahrtskommando hat imho das gleiche Problem wie Königsmund zu King’s Landing, es betont dass Gegenteil. Hail Mary im Football ist, wenn Du in einem letzten Versuch Deine Passempfänger weit vorausschickst, den Ball wirfst und dann zu Gott betest, dass er ankommt. Es signalisiert die Perspektive der Zurückgebliebenen, denen ab einem gewissen Zeitpunkt die Hände gebunden sind. Gleichzeitig betont es die Hoffnung, die darin steckt. In Himmelfahrtskommando steckt imho v. a. die Perspektive auf die Teilnehmer, die damit rechnen müssen, nicht mehr zurückzukehren, aber weiterhin handlungsmächtig sind. Außerdem hat es eine stark militärische Konnotation und kommt daher auch in einigen deutschen Titeln von Kriegsfilmen vor. Gibt sogar einen Film Himmelfahrtskommando von 1955.
