Das stimmt meines Wissens so nicht. Das Problem war, dass ein unteres Gericht Wolfenstein verboten hat und sich seitdem niemand auf das Risiko eingelassen hat, das durchzuklagen. (Den zweiten Teil des Satzes stellst du ja so dar).
Zu HoI 4: ich finde das durchaus okay, dass man solche Sachen nicht als Mechanik einbaut. Das Problem mit Mechaniken ist, dass sie optimierbar sind. Das finde ich bei Menschenfeindlichkeit als Ziel durchaus legitim, davon die Finger zu lassen. Das ist natürlich ein Spannungsfeld, weil man natürlich dem militärischen Ziel Nazideutschlands immernoch folgt. Ich finde diese Auslassung vertretbar. Aber, was mich halt nervt, ist das Spielehersteller sich nicht hinstellen könne und das eben genauso ausdrücken. Eine ähnliche Dynamik gibts mit dem fehlen von Sklaverei in Anno 1800, wo sich Ubisoft einfach nicht ausgekäst kriegt, warum sie das jetzt gemacht haben.
Was mich extrem gestört hat, ist Wolfenstein New Order vs. New Colossus. Ich find die deutsche Variante von New Order ehrlich gesagt geiler. Weil man mit Aufwand die Nazis zu „dem Regime“ gemacht hat - was offenbar Nazis waren, aber durchaus einen anderen künstlerischen Ausdruck hatte. Das war natürlich was anderes, aber das war sehr geil - halt aus einem Guss. In New Colossus geht man allerdings in der Lokalisierung so weit, dass das Leid und die Kultur der Juden ausgeblendet wird. In einem Spiel, das nur eine Story erzählt. Das finde ich nicht vertretbar und auch sehe ich nicht, warum das in Deutschland aus Rechtsgründen so gemacht werden müsste. Da bin ich bei @ds1979 - das wurde wahrscheinlich ausserhalb von Deutschland, mit ungenügender Recherche, so entschieden. Das wundert mich stark, eigentlich hätte ich von Machine Games da mehr erwartet.
Zu dem Thema finde ich das neue Indiana Jones und der große Kreis erfrischend. Ist ja auch von Machine Gun Games und hier ist alles drin. Hakenkreuze, der Name Hitler inkl. Bildern, die Begrüßung durch Heil Hitler usw.
Dadurch fühlt sich das Spiel wie ein richtiger Indiana Jones Film an, was der Atmosphäre sehr entgegen kommt. Ohne all das geschichtliche wäre das neue Indy nicht so gut wie es ist.
Die Wildenstein Spiele habe ich nicht gespielt, da ich keine Ego Shooter mag. Daher keine Ahnung wie es dort mit der Atmosphäre ist.
Verkürzt, aber nicht falsch. Es gab schon vorher Stimmen, die durch die Nichtberücksichtigung der Sozialadäquanzklausel auf eine fehlerhafte Beurteilung des Landgerichts hingewiesen hatten. 2018, umgerechnet 24 Jahre nach ihrer Gründung und 10 Jahre nach der Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut, entdeckt die USK dann plötzlich besagte Sozialadäquanzklausel, vermutlich irgendwo im Keller hinterm Schrank, und stellt aus eigenem Antrieb und ohne gerichtliche Aufforderung ihre Spruchpraxis darauf hin um. Jetzt ist die USK keine judikative Institution, aber offensichtlich hat sie einen Entscheidungsspielraum. Den hätten sie demnach schon früher nutzen können.
Das Wolfensteinurteil wurde 2019 aufgehoben, also nach Änderung der USK-Spruchpraxis.
Ich bin auch für eine Ecstatica-Episode. Habe beide Teile leider nie gespielt und gibts anscheinend auch nicht digital zu kaufen. Sind doch, meines Wissens nach, mehr oder weniger Survival Horror Spiele.
Ich hab nur den Ersten gespielt und bin der Meinung, ich hatte ihn auch durch. Wenn ich so zurückdenke gab es schon ein paar schräge Momente (das komisch pupsende Mädchen z.B.) und die, für mich fröhlich aussehende Welt (Farbgebung und das Ellipsendesign) gespickt mit Leichen die den Tod auf wildeste Weise erfahren haben. Irgendwie surreal. Dazu kam noch der völlige Verzicht auf Interface und Inventar, feste Kamerawinkel mit Panzersteuerung und das teils sicher unfreiwillig knuffige Design der Monster. Oben drauf noch ein paar ganz schräge Rätsel und fertig war ein ganz wilder Ritt, im Stil eines Alone in the Dark im Mittelalter. Die Rezeptionen waren damals auch eher gemischt. Eine SF Folge müsste man aber wahrscheinlich mit ziemlich viel Recherche unterfüttern, da das Spiel an sich nicht gerade lang war.
Ein Interview mit dem - anscheinend meist wortkargen - Andrew Spencer wäre schon was
Und die Folge könnte ja vielleicht beide Ecstatica-Teile in einem Rutsch abdecken, angesichts der Länge bzw. Kürze des ersten - wobei beide Teile nicht gerade leicht sind, in Sachen gameplay.
Glaube da können wir uns auf die Podcaster verlassen das sie eine gute Mischung abliefern
Und ist bei mir vielleicht gerade die morbide Kombination aus SF 14 in den das Spiel und Chris Lust an Verrissen angesprochen wird und Stay Forever Spielt zu Amnesia in der er sich über Verrisse ärgert und sagt das es eigentlich überall interessante Sachen gibt.
Aber so ein paar Spiele bei denen man damals™ gemerkt hat das die Beiden sie nicht mögen (ich meine mich z.B. an Hitman und Messias zu erinnern) könnten in der rückschau interessant sein.
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, was an so einer Sammlung interessant sein mag. Natürlich wars damals toll, für so wenig Geld so viele hochwertige Spiele auf einen Schlag zu bekommen. Aber mehr als dass Topware halt geschaut hat, welche Spiele sie dafür von den einzelnen publishern einkaufen können, dürfte da wohl nicht an Hintergrundstory drin sein.
Die „guten“ Spiele auf der Gold Games waren ja teils individuell schon SF Folgen. Ein paar Picks wären aber echt dabei, wobei ich die gerne auch individuell hören würde:
Der Planer: Einfach weils so Ur-Deutsch ist.
Biing!: Hatte so richtig schön schräge 90er-PC-Erotik/schwarzer Humor Kombo. Das Erotikthema ist aber mit Wet: The sexy Empire schon mal behandelt worden und reLine war bei Oil Imperium schon dran, und damit ist es eigentlich auch gut. Ich mag nur den Grafikstil der Kandemiroğlu Brüder lieber als den von Carsten Wieland.
Könnte man machen, ich muss es aber nicht haben:
Bleifuss / Have a N.I.C.E Day!: Beides zwei nette Racer. Gerade bei Have a N.I.C.E Day! hab ich mir von der Boxart aber viel mehr erwartet, als dann drin war.
Die Fußballmanager - naja Fußball halt. Wer’s mag.
Virtua Fighter: Lang laufende Reihe. Für mich hatte Street Fighter aber den größeren Impact und die Folge gab es schon.
Ishar habe ich nie gespielt, aber die Serie lief ja auch drei Teile lang. Ich kann nur absolut nichts dazu sagen.
… bei TopWare musste ich eben an Earth 2140 denken - da wären Entwicklerinterviews vielleicht interessant, auch wenn das Spiel selbst ja eher ein typisches RTS der Ära war.
… und dann musste ich auch an M.A.X. denken - ähnliche Situation.
… und dann dachte ich mal wieder an NetStorm - da wäre eine Folge (und vor allem Interviews) auch toll
Das war für den Markt schon eine deutliche Veränderung. Topware war sehr aggressiv in der Vermarktung und der Preispolitik, das hatte seinen Einfluss. Die Sammlungen an sich mögen Dir nicht besonders vorkommen, das Vertriebsvehikel war es durchaus. Ein bisschen mehr als „wir suchen ein paar passende Spiele“ zusammen steckte da schon dahinter.
Klar Topware wurde damals in der Folge von EA, Ubisoft, Activision und Blizzard vergessen. Mir würden aus dem Stand 30 Softwarefirmen einfallen zu denen ich mehr wissen wollte, Topware gehört eher nicht dazu. Dann lieber eine Folge zu Egosoft und X, das ist eine deutsche Geschichte die bestimmt viele interessiert.
Dann möchte ich neben Ecstatica und Topware nochmal Dragon Age: Origins aufrufen. Das Spiel ist zwar neuer und die Story wird oft als flach bezeichnet, aber der Flow und jede Mechanik war großartig und ich wurde von der Story immer abgeholt. Ich würde es sogar noch vor KotoR einordnen. Ich kann bis heute keinen Malus an dem Spiel finden, bis auf die groß gepixelten Hände.