Das wäre doch mal was für den Stammtisch, oder? Und Du kommst dann am besten gleich mit ![]()
“Gehst du jetzt auch immer absichtlich durch dunkle Gassen?”
Als ich noch in England gelebt habe, hatten wir eine kleine Pizzeria, welche von Italienern aus Neapel geführt wurde, ganz in unserer Nähe. Dort gab es auch die großartigen neapolitanischen Pizzen, wie Gunnar sie beschrieben hat.
Bei den Google Bewertungen gab es eine enttäuschte Kundin, welche sich einerseits über die hohe Qualität der Zutaten gefreut hatte, allerdings bemängelte sie, dass die Pizza im „nicht fertig gebackenen Zustand“ zu ihnen ausgeliefert worden sei. Die Kinder hätten die Konsistenz der Pizza (“chewy”) zwar geliebt, allerdings hätten sie die Pizza zu Hause dann doch erst zu Ende backen müssen, damit sie für alle genießbar gewesen sei. Die Inhaber haben in ihrer Antwort dann Aufklärungsarbeit bezüglich der Tradition neapolitanischer Pizza geleistet. ![]()
Nachdem ich von Chris in der Folge ja komplett exposed wurde, schreibe ich lieber gar nichts zu Pizza-Vorlieben. Fand die vegetarische Margherita bei 60 seconds to napoli sehr lecker. ![]()
Kurz mein Senf dazu:
Sich am Hauptbahnhof Hannover in irgendwas einzumischen grenzt schon an Selbstmord. Da gehen alle immer nur mit gesenktem Kopf durch und sind froh, wenn sie es unbeschadet von A nach B schaffen. Von daher: meinen aller größten Respekt an Gunnar. Ich hab mein halbe Jugend um den Hauptbahnhof herum verbracht und weiß bis heute nicht so genau, wie ich das überlebt habe ![]()
Pizza braucht nen ordentlichen Rand, ja. Entsprechend hab ich nix gegen neapolitanische Pizza, aber der Rand bei 60 Seconds to Napoli war schon extrem umfangreich. Das darf ruhig nen Tick mehr Käse & Belag sein. Apropos Belag: Ananas auf Pizza ist superlecker und da lasse ich mich auf keine weitere Diskussion zu ein
Placebo: Eine DER Bands meine Jugend. Höre ich bis heute regelmäßig. Das ich aber ausgerechnet hier noch mal darüber stolpere… witzig. Die musikalischen Überschneidungen mit Gunnar werden immer größer. Wird Zeit für eine “Musik unserer Jugend”-Tierlist ![]()
Ich finde auf die Pizza gehört, was einem schmeckt. Dass da die Meinungen auseinander gehen, ist normal. Ich persönlich finde z.B. Bolognese Ananas Pizza ziemlich geil. Ich kenne aber auch glühende Hollandaise Brokkoli Fans (was ich respektieren und essen kann).
Beim Rand ist halt die Frage ob der Rand schmeckt einfach.
Und bei Placebo kann ich auch mitgehen
Um die Frage “Wem fühlt ihr euch näher?” aus dem ersten Post hier zu beantworten: ganz klar und eindeutig Team Christian!
Ich kann alles, was Christian sagt zu 100% nachfühlen (außer Ananas auf der Pizza, das ist natürlich Quatsch) und hatte genauso wie er schon ein schlechtes Gewissen als ich hörte, wie sehr Gunnar sich in seiner Freizeit sportlich betätigt. Nee, da radel ich auch eher mal alle Paar Jahre zu dem Live-Event und überlege mir ansonsten, wie ich die Familien-Pizza manage.
Das ist übrigens - auch da fühlte ich mich von Chris’ Ausführungen bestätigt - ein faszinierend komplexes Unterfangen, gerade wenn es um Pizza-Bestellungen geht und kleine Kinder beteiligt sind, die nicht alles essen und/oder keine ganze Pizza verdrücken. Darin finde ich mich in meiner Lebenswirklichkeit total wieder.
Hawaii-Pizza ist auch meine Lieblingspizza. Leider bin ich vom Typ her jemand, der gerne immer wieder was neues ausprobiert und Abwechslung braucht, also nehm ich oft was anderes - nur um mir dann hinterher zu sagen: Ach, Hawaii wär doch besser gewesen. ![]()
Zum Thema Boxen: Wer Animes oder Mangas mag, da gibt’s Hajime no Ippo. Sehr zu empfehlen. Da hatte mich auch besonders die Gespräche der anderen Boxer über das Gewicht amüsiert, weil das vor einem Wettkampf schon eine richtige Tortur sein kann. Ich selbst könnte auch mal wieder mit Sport anfangen… Bin da eher auf der Tischtennis-Schiene.
Sport-Animes eignen sich übrigens für alle, die motiviert werden wollen. Da gibt es zu jeder (!) Sportart mindestens eine eigene Serie.
Sogar zu fiktiven Sportarten. ![]()
Als jemand der viele Polizisten in der Familie und Freundeskreis hat: Mischt euch nicht ein in Streitereien bei komplett Unbekannten. Das könnt ihr an der Uni oder Lieblingskneipe vielleicht noch machen (wobei selbst da nicht mehr, siehe Lahav Shapira oder Tugce Albayrak)
Aber an nem Bahnhof??? Sorry Gunnar, das war dumm. Das ging gut, aber irgendwann sitzt du bestenfalls im Krankenhaus, schlimmstenfalls gehts dir wie Dominik Brunner.
Der „geschädigte Bürger der helfen wollte“ ist mittlerweile ein geflügelter Begriff bei den Beamten. Oder Geschichten von Messerstechereien wegen 5 Euro oder „was guckst du“. Am Bahnhof das Klientel denkt 5min in die Zukunft. Du nervst die? Ein Messerstich beseitigt das Problem. Und Konsequenzen für die Straftat ist ein Problem für Zukunfts-Ich.
Das mag vor 20 Jahren anders gewesen sein.
Wenn wir es zulassen, dass im Beisein von massig Passanten, mit der Bahnpolizei 2-3 Minuten entfernt, random Leute verprügelt werden, können wir das Konzept „Gesellschaft“ auch dicht machen.
Davon abgesehen: Ich habe meine Fähigkeiten nicht überschätzt, sondern mir das schon genau überlegt. Das war ein Typ in in typischer Monkey-Dance-Pose, der ja den anderen schon am Kragen hatte (und zumindest bei der ersten Eskalation nicht zum Messer gegriffen hat), es waren andere Leute drumherum, die Frauen der Gruppe des Aggro-Typen waren auf Deskalation aus, es brauchte nicht so viel, nur noch 1-2 Leute, die die unmittelbare Eskalation verhindern, nicht durch direktes körperliches Eingreifen, sondern durch Präsenz und Deeskalation. Ich habe natürlich auch Abstand gehalten, den nicht bedrängt, hatte eine klare Fluchtlinie hinter mir, wenn es tatsächlich dazu gekommen wäre, dass der ein Messer zieht.
können wir das Konzept „Gesellschaft“ auch dicht machen.
In Bahnhöfen, Regionalzügen und diversen Schulen ist das Konzept Gesellschaft wie ich es mir wünschen würde bereits zusammengebrochen…
Und die Gewaltbereitschaft nimmt überall zu.. Auch oder besonders in Niedersachen..
Wie gesagt, ich bekomme Wöchentlich die Horrorstories mit. Alle Polizisten sagen „nicht eingreifen, Polizei rufen“. Gerade an Bahnhöfen.
Ich sehe das wie Gunnar. Geht Zivilcourage völlig zugrunde, können wir es als Gesellschaft auch gleich sein lassen…
Ich sag’s nochmal: Das ewige Weggucken bringt auch nichts. Die Polizei kommt im Zweifel zu spät. Ist jetzt nicht so, dass das in der realen Welt nicht auch häufiger mal klappen würde, gerade bei Gewalt gegen Frauen, wenn ein paar Typen, die zufällig vorbeikommen, sich drohend aufbauen und sagen, lass mal, Junge. Ich bin ja nicht in einen Streit zwischen zwei Fightern gesprungen, es war für alle drumherum ersichtlich, dass der eine ein tumber Rummelboxer und der andere ein harmloser Idiot war.
Und das ewige Beispiel des Falls Dominik Brunner ist imo kontraproduktiv. Der ist aus einer Bahn ausgestiegen, war dort allein mit zwei jungen Männern und hat, zumindest nach einer Zeugenaussage, weniger versucht zu deeskalieren, sondern womöglich den Kampf sogar selber begonnen. Das ist halt schon eine ganz andere Nummer als wenn ich in einer Situation mit vielen Passanten eine Schlichtung versuche.
(EDIT: Hier stand ein Textchen über die Zuverlässigkeit von Polizeistatistiken zur Gewalt, das war ein bisschen zu offtopic.)
Hey, ihr habt ja beide recht.
Also, es kann gefährlich werden, wenn man eine Situation falsch einschätzt und dann hat der eine halt plötzlich ein Messer etc. Habe ich immer im Kopf, das Messer. Metaphorisch.
Aber ohne Zivilcourage geht es nicht. Und dann halt nie einzugreifen wäre falsch.
Ich schaue mir eine Situation sehr genau an, aber mein Impuls, etwas zu tun, ist immer sehr wach. Konnte mal in Berlin einen Typen aus der sbahn schieben der zuvor Leute rassistisch / sexistisch belästigt hatte.
Aber der war halt auch gar nicht fit und offensichtlich war schon stehen nicht so leicht, wegen Alkohol.
Das mit Gunnar in Hannover… weiß nicht, ob ich das so gemacht hätte, bei mehreren Personen. Aber er hat sich das angesehen und dann so entschieden. Und da hat er meinen Respekt.
Ich denke wirklich immer „will ich hier jetzt echt wegsehen?“ Und meistens ist die Antwort „nein“.
Wollte ich auch schreiben. Keiner von uns war dabei, Gunnar hat es aber ganz eindrücklich beschrieben.
Wichtig ist: nie wegsehen. Entweder hole ich die Polizei, schnappe mir weitere Passanten und halte dagegen oder greife verbal aus der Ferne ein, whatever. Situationsangemessen.
Sonst:
Isso.
Du hast alles gemacht was in sämtlichen Bundesländern zum Thema „Zivilcourage“ gelehrt wird. Der Fall Brunner ist hochdramatisch, aber passt nicht auf deinen Fall. Der hatte im Gegensatz zu dir kein Backup und ist zusätzlich noch richtig scheiße auf den Kopf gefallen. Die Fälle wo es selbst mit Backup schief geht, kann man in meinem Bundesland an einer Hand abzählen und selbst dann gelingt es den Leuten den „Streithahn“ entweder zu vertreiben oder sogar zu überwältigen. Ist übrigens auch das Prinzip jeder Armee, \ Polizeieinheit gemeinsam ist man stark, alleine ist man verloren.
Stellt sich jemand an egal welchem Ort gegen die Freveleien der Selbstsüchtigen und die Tyrannei böser Männer, ist das eine Großtat und soll als solche gelten.
Nüchterner: Hochkomplexe Situation, zig Variablen, Instinkt, “was bringe ich mit?”, Kampf- und Konflikterfahrung, Waffengleichheit (wichtiges Konzept in der Kampfkunst), jadda jadda… ich glaube, in solchen Situationen übernimmt der Autopilot in einem und der ist nach meinem Dafürhalten ziemlich gut in sowas.
Mein Gedanke oder Apell an jeden, der sich über diese Konfliktsituation nun diese oder jene Gedanken macht (insofern das in einem Forum Sinn ergibt…): Wenn ein Mensch vortritt und handelt und sichtbar solche Situationen klären will, steht dem zur Seite. Lasst diese Menschen nicht alleine stehen, zumindest achtet auf ihren Rücken.
Den schlimmsten Part übernimmt ohnehin schon der Breschenmensch. Ob er heil rauskommt, im Krankenhaus landet oder sich einem Staatsanwalt gegenüber verantworten muss… wird alles dessen Sorge sein.
Ich weiss, Paladine in der Adventure-Party nerven oft, aber dafür können sie “Smite Evil”!
Öhm, was isn jetzt der Unterschied zwischen den schwäbischen Käsespätzle und den bayerischen Kasspatzn?

