Guilty Pleasures

Pokemon Go. Einschalten, ein paar Pokemon fangen, ausschalten. Wenn ich länger Zeit hab, schauen, ob ein Event läuft. AR, mit der das Spiel ja ursprünglich beworben wurde, ist mir völlig egal. Ich hab sonst fast gar keine Verbindung zu Pokemon, aber das klappt einfach.

Ach ja, wenn jemand noch nen Freund braucht, add me: 687437685300

Jo, hab ich Januar letzten Jahres gekauft, wollte ich letztes WE eigentlich endlich mal probespielen, aber hatte dann doch keine Zeit leider :weary_face: Hatte mir sogar schon meine Gaming-Tastatur und Maus hier am Platz bereit gelegt :sweat_smile:

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Super Antwort.

Bevor in den Thread erstellt habe, habe ich auch lange drüber gegrübelt, ob ich Spiele in den Begriff reinpressen will aber dachte mir wird schon passen.

Ich finds schön, dass du das eher auf eine Mechanik auslegst. Die Überlegung war mir noch nicht gekommen, zumindest nicht bewusst.

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Interessanter Ansatz. Für mich wären die angelegten Kriterien aber zu hart. :slightly_smiling_face:
Wenn etwas kein kompletter asset grab ist, steckt imho in jedem Produkt eine gewisse Design-Überlegung und damit auch handwerkliche Qualität - immerhin ist es fertig geworden und spielbar. Daher verwende ich die Beurteilung „geistlos“ normalerweise nicht, auch wenn ich verstehe, was damit im Kern gemeint ist. Führt imho nur auf eine falsche Einordnungsfährte, weil das meist ein von außen auferlegtes Kriterium ist, ich aber eher glaube, dass das mehr persönliche Kriterien sind bzw. schwer von der Person zu trennen ist, was als guilty pleasure wahrgenommen wird.

Ich finde, dass bspw. ein allgemein weniger gut gelittenes Remake ein Guilty Pleasure sein kann. Eines, wo die Welt weitgehend einhellig der Meinung ist, dass es das im Vergleich zum Original nicht gebraucht hätte, Dir aber aus einem ganz bestimmten Grund dennoch mehr Vergnügen bereitet (die Art des Synchronsprechers, verliebte Grafikdesigns, der Soundtrack, whatever). Hier also eine Art „gegen den Strom schwimmen“. Anderes Beispiel: persönlich auferlegte Einschränkung in der Spielweise (Diablo 2 nur in 640x480 Bildpunkten und ohne Lord of Destruction).

Oder eben Dinge, die sonst nicht zu Deinem Selbstbild oder Bild in der Öffentlichkeit passen. Der FIFA-eSportler, der sich abends einfach mal eine Runde Visual Novels reinzieht. Ganz generell, der sonst eher intellektuelle Literaturliebhaber und Opern-Gänger, der sich ab und zu gerne mal irgendein komisches japanisches Ding reinzieht, von Mr. Mosqueeto bis zu Fanservice. Der sonst-nur-Shooter-Spieler, der aus irgendeinem Grund diebische Freude an Panzer General 2 empfindet. Ein Grafik-Ultrafetischist, der ohne Raytracing und 60 FPS nicht leben kann, aber daneben immer wieder zu einem alten und hässlichen PS-One-Titel zurückkehrt. Das wären für mich so Beispiele für Guilty Pleasures.

Jetzt muss ich nur das guilty pleasure in meinem Portfolio finden, was tatsächlich nicht so einfach ist, weil ich vor meinem eigenen geistigen Auge eigentlich komplett konsistent bin. :grin:

Für mich war Plants vs. Zombies: Battle for Neighbourville lange sowas wie ein guilty pleasure. Ich bin kein großer Online-Spieler, als Shooter-Spieler auch eher mäßig begabt. Aber das hat es mir irgendwie angetan und ich hab da echt viele Stunden drin versenkt. War effektiv tatsächlich der erste Titel, den ich in 15 Jahren seit Einführung von Achievements & Co tatsächlich platiniert habe.
Ansonsten, gilt Dragon Age 2? :grin:

Ich fand das Setting und die Thematik von Far Cry 2 tatsächlich auch faszinierend und würde ein Remake positiv aufnehmen. Aber nur wenn das Checkpoint-System an die moderneren Titel angeglichen wird, denn das hat mich irgendwann einfach nur noch genervt, da es keine neuen spannenden Entscheidungen erzeugt, sondern auf dem Weg von A nach B primär das Vorankommen mit dem immer selben Grind verlangsamt.

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Das Checkpoint System müssten in der Tat modernisiert werden. Ich würde mir auch wünschen, man würde die Versprechen der dynamischen Spielwelt wieder einbauen.

Ultima 8
Die meisten Fans der Serie hassen es. Vermutlich wegen dem rumgehüpfe und weil es eigentlich ein eigenständiges Spiel auf einer eigenen Welt ist und nicht so viel Verbindungen zu den Vorgängern hat.
Für mich war es nach vielen Adventures mein erstes Rollenspiel. Die Stimmung, die Musik, die Welt, die Erkundung und Entdeckungen… mich hats damals total fasziniert. Und das nervige rumgehüpfe war nach dem ersten Patch auch so entschärft, dass es mich nicht mehr gestört hat.
Das Spiel war jahrelang mein absolutes Lieblingsspiel. Habs vor ein paar Wochen mal nochmal angezockt… ich mag es nach wie vor.

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Ich habe länger überlegt, ob ich hierfür einen eigenen Thread eröffnen sollte, aber nach @Johannes_Krohn indirekter Anregung möchte ich die Guilty Pleasures mal um Fernsehserien und Filme aus den 70ern, 80ern und 90ern erweitern. Sicher haben einige von uns damals Knight Rider oder Airwolf gesehen und können es heute gar nicht mehr fassen, wieso sie das mal toll fanden :joy: Aber es gibt bestimmt auch Filme oder Serien mit ähnlich miesen Bewertungen, die einige von uns heute noch heimlich mit Genuss anschauen :wink:

Bei mir trifft das beispielsweise auf Kampfstern Galactica zu. Der Serie, die bei uns ja zunächst nur als Film-Trilogie erschien, sagte man nach, ein erbärmlicher Rip-Off von Krieg der Sterne zu sein, mit immer wiederkehrenden billigen Spezialeffekten und vielen unschlüssigen Handlungssträngen. In Deutschland waren die Kinofilme wenig erfolgreich und landeten schnell im Fernsehen. In den USA wurde das Konzept nach der Pilot-Staffel auf ein Billig-Format für das Nachmittagsprogramm eingedampft. Ich liebe aber diese Serie trozdem und schaue mir hin und wieder mal den Pilotfilm oder einzelne Folgen an …und das obwohl es mittlerweile eine wirklich gelungene Neuauflage (oder Neuinterpretation) von 2003 gibt.

Welche Serien oder Filme von früher, die miese Kritiken erfahren haben oder in der Versenkung verschwunden sind, schaut Ihr noch gerne?

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Oh ja, Kampfstern Galactica ist definitiv auch eines meiner Guilty Pleasures :smiley:

Beim Thema Serien ist es bei mir auch „Die Spezialisten Unterwegs“. Ich liebe die verrückten Szenen aus dem Labor und besonders die absurde Abschluss-Bestof-Folge „3 Tage im Leben eines Mixers“ :blush:
Die Serie kennt kaum einer, denn sie lief nur kurz auf RTL und wurde nach einer Staffel abgesetzt. Der Sohn von Dean Martin spielt eine der Hauptrollen. Der war in den 60er schon Kinder-Musiker-Star.

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Ironischerweise habe ich mir vor zwei Wochen erst die Serie auf Bluray gekauft. :grin:
Ich kenne die Filme aus meiner Kindheit und fand die damals eigentlich ganz gut. Das Remake ist natürlich fantastisch und tausendmal besser, schade nur, dass die Spin-off-Reihe Caprica nie fortgeführt wurde.

Mein Guilty Pleasure ist High Crusade – Frikassee im Weltraum. Ein Monty-Python-Film, der nicht von Monty Python gedreht wurde. Aliens landen im mittelalterlichen England, wobei sie das Pony von Sir Roger töten, was natürlich seinen unbändigen Zorn auslöst. Die Aliens werden geschlagen und er will den einzigen Überlebenden dazu zwingen, ihn mit dem Raumschiff zum Kreuzzug nach Jerusalem zu bringen, landet dann aber auf einer Raumstation der Aliens. Deutsche Regisseure, immerhin unterstützt von Roland Emmerich, leider bisher noch nicht auf Bluray erschienen (Skandal! :wink:).

Und wenn wir schon bei Roland Emmerich sind: Moon 44. Ein SciFi-Krimi über gestohlene Minenroboter und Corporate Wars im Weltraum.

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Oh ja, an „Die Spezialisten unterwegs“ erinnere ich mich auch noch …vor allem weil ein Freund total auf Courteney Cox stand und ich das immer mit ihm ansehen musste :joy: Inhaltlich kann ich mich an fast nichts mehr erinnern, aber vergessen werde ich diese Serie nicht :upside_down_face:

High Crusade - Frikassee im Weltraum von @Avantenor kannte ich noch nicht. Nach der Inhaltsangabe steht das jetzt aber auf meiner Liste :wink:

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Wenn Ihr jetzt schon bei den wahren Gründen für Seriengenuss angekommen seid, sage ich zu Kampfstern Galactica nur Maren Jensen :smiling_face_with_three_hearts:

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Vielen Dank für die Ergänzung um Filme! Ich musste lange überlegen, welcher Film perfekt hier reinpasst. Vor ein paar Tagen bin ich auf ein Video zu Will Smiths Karriere gestoßen und da wusste ich es sofort!

Wild Wild West ist ein 4,9-Sterne-Meisterwerk bei IMDB, das ich mir immer wieder anschauen kann. Laut den Erzählungen hat Smith dafür die Rolle des Neo in Matrix abgelehnt.

Vielleicht liegt es daran, dass ich den Film als Kind zum ersten Mal gesehen habe und die Erinnerung dadurch mit Nostalgie verklärt ist, aber für mich ist das einfach ein kurzweiliges “Spektakel”. Besonders die Mischung aus Wildem Westen und Steampunk hat es mir einfach angetan.

Natürlich ist der Film bei Kritikern komplett untergegangen und auch finanziell gilt er als Desaster.

Total vergessen, auch zu diesem Film hat Smith einen Song beigesteuert. Grandios, oder?

Will Smith - Wild Wild West ft. Dru Hill, Kool Mo Dee

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Ich erninnere mich, dass der Song damals doch recht oft auf den Musiksendern lief.

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Der Titelsong war in den Augen vieler tatsächlich auch das beste an dem Film. Der liegt sogar bei mir in der Playlist (mit über 1000 anderen). Vom Film kann ich das leider nicht behaupten, und ich hab ihn damals gesehen. :sweat_smile:

Der Film war nicht grausam. Aber das war Will Smith, der Prinz von Bel Air, Weltenretter aus Independence Day, Bad Boy und Man in Black - und daneben sah der Revolverheld sehr, sehr blass aus. :grimacing:

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Ich habe „Die Spezialisten…“ so geliebt, ich hatte das als dauernd chaotische fulminant durchgeknallte Serie in Erinnerung, mit Dauerfeuer an allem,
und dann habe ich sie vor ein paar Jahren nochmal anzusehen versucht…
nach einer Folge war ich genervt und gelangweilt und habe nicht weitergeguckt und bilde mir jetzt ein, daß das bestimmt dann später noch ganz toll geworden ist und nur die erste Folge schwach.

Was ich auch wahnsinnig gerne mochte war auch noch auf dem damaligen Tele 5 “Throb”…

und gerade wollte ich schreiben, daß ich die nicht wiederfinde, da sehe ich: ist bei youtube:

Throb bei Youtube… vielleicht gucke ich da einfach mal lieber gar nicht erst rein.

Wenn ich mir seine Discographie anschaue, dann war das auch die Zeit wo er allgemein viele Hits hatte. Wild Wild West war sogar auf Platz 1 vom US Billboard Hot 100.
Gar nicht übel.

@Avantenor Die Musik ist ja auch nicht schlecht, die Musik zu Black Men hat er ja auch sauber hinbekommen :slight_smile: Aber ja der Film ist deshalb bei mir bei den Guilty Pleasures

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Die Musik zu weder WWW noch MIB kann ich heute noch ertragen, da schalte ich ganz schnell weg.
Die Filme, ja das war damals durchaus großes Kino. Ich war … 16? Mich hat jedenfalls auch WWW mit seiner Optik, der Mischung, dem Steampunk abgeholt. Kritiken interessieren mich da nicht, wenn ich Spaß habe. Also ja, wohl auch ein Guilty Pleausure von mir.

Ich mag solche Mixe durchaus. Würde da noch spätere Werke wie Cowboys vs. Aliens und RIPD hinzuzählen. Beide fürchterlich abgekackt, und beide dennoch für sich gut gemachte, unterhaltsame Filme.

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aber, weil ich den vor zwei Tagen mit einem Freund mal wieder gesehen habe, also ich habe den Film bestimmt, ich hatte den lange lange nicht gesehen, aber voller Begeisterung durfte ich feststellen, der ist immer noch toll: Die Jugger (auf deutsch)

Erfüllt alle Kriterien eines Guilty Pleasure (vor ein paar Wochen habe ich Buckaroo Banzai nochmal besucht) an allen Ecken hakt es, es ist alles unrund und mal nicht so gut und doch irgendwie, es hat was, was viele Tripple-As einfach nicht haben!

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Oh Mann, Buckaroo Banzai ist ja komplett in der Versenkung verschwunden :astonished_face: So übel war der gar nicht - hat auch bei IMDB immerhin noch 6,2 Punkte. Der hat so einen schönen anarchischen Humor :joy: Ich mag den auch wegen der frühen Auftritte von Peter Weller und Christopher Lloyd :slightly_smiling_face:

Aber kennt jemand noch den geistigen Vorvater von Buckaroo Banzai: Doc Savage – Der Mann aus Bronze? Der würde wirklich alle Kriterien einer Guilty Pleasure erfüllen …nur dass ich ihn nicht genießen kann :wink: Aber ein Freund von mir mag ihn. Daher passt er hier wohl doch.

Ich würde es jetzt nicht unbedingt Guilty Pleasure nennen, aber ich hab das „neue“ Thief (von 2014) echt gemocht. Ich mag die Reihe allgemein sehr, aber bin bei keinem der Spiele weit gekommen. Ich glaube beim ersten Thief (bzw. Dark Project) hab ich es gerade mal in die zweite Mission geschafft. Das von 2014 wurde ja eher so lala aufgenommen, aber ich habe es damals auf der PS4 sehr gerne gespielt und es ist das einzige Thief, dass ich durchgespielt habe. Auf meinem persönlichen Metascore hat es locker eine 85 und auch wenn ich z.B. die Dishonored Teile auch toll fand (aber auch die nicht durchgespielt), fand ich den modernen Thief Teil immer irgendwie besser.
Irgendwie war das für mich eines der wenigen Spiele, wo das Schleichen richtig gut funktioniert hat.

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