Einen ähnlichen Fall hatte ich die Tage auch beim Laptop meiner Frau. Win 11 hat nach dem Update nach dem Login nur einen schwarzen Bildschirm gezeigt. Der Taskmanager und Programme von da aus starten ging immerhin noch. Ich habe dann das Update rückgängig gemacht, damit kam wenigstens die Taskleiste wieder. Ich habe noch etwas recherchiert und probiert. Auf dem Ding liefen eigentlich nur Firefox und die Arduino IDE, deshalb ist jetzt auch einfach ein Fedora drauf.
Spannender Thread – erst jetzt entdeckt und durchgelesen. Ich werde direkt mal Wero, Local Send und Ente ausprobieren.
Hat jemand Erfahrung mit Zorin OS? Das hatte ich als Win Ersatz auf dem Radar.
Ansonsten hänge ich auch bei Firefox/Thunderbird (win) und Safari/Apple Mail (macOS) und Proton Mail (neben Proton nutze ich Posteo und GMX für Mails). Habe bisher Apple als relativ datenrespektierend wahrgenommen.
Für Passwörter nutze ich schon ewig Bitwarden und wüsste nichts was dagegen spricht (auf der Arbeit VaultWarden).
In der alten Agentur habe ich ausschließlich Affinity als Adobe Ersatz genutzt (nun in einer größeren Agentur musste ich wieder zu Adobe) – ich halte Affinity aber in vielen Fällen für das bessere Tool – die Canva Fusion hat mir allerdings gar nicht gefallen und ich nutze privat noch die v2 ohne Canva. Falls ihr die neue Suite installiert solltet ihr sofort die Datenschutz-Einstellungen aktivieren.
Statt Spotify nutze ich Tidal. Spotify halte ich für nicht tragbar.
Danke für die vielen Tipps und Erfahrungsberichte!
Wenn ich Argumente gegen Zorin suchen müsste, dann würde ich das Windows-Mimikri anführen. Vielleicht wird ein bisschen des Potentials von Gnome zurück gehalten, wenn alles so eingerichtet sein soll, wie man es von Windows kennt.
Ich nutze auch mein mit Geld bezahltes Affinity V2. Wenn du das unter Linux benutzen willst, solltest du das als erstes ausprobieren. Nativ läuft das nicht. Das muss also über Wine laufen. Und das könnte dich dann vielleicht stören weil die OS-Integration damit nur so lala ist.
Interessant, danke! Affinity nutze ich ja nur auf dem Mac (Arbeitsgerät), Linux wäre als Ablöse für Win 11 gedacht, auf dem ich eigentlich nur spiele. Die Windows Mimikri stört mich nicht - finde Zorin tatsächlich hübscher als Bazzite, welches auf den ersten Blick an die Razer-RGB-Gamer-“Ästhetik” erinnert (vermutlich kann man das anpassen).
Nun kenne ich mich mit Linux wenig aus und weiß nicht welche Nachteile Gnome hat. Ich recherchiere das gerne mal! Am wichtigsten wäre mir das Thema Kompatibilität mit alten und neuen Spielen.
Das Grundgerüst von Zorin ist Ubuntu.
Ubuntu basierte Distributionen sind extrem verbreitet. Daher sind Tutorials, Hilfen und Anleitungen für alles mögliche leicht zu finden und sollten dann auch so bei zorin funktionieren.
An der Spielekompatiblität können die Distributionen nicht so viel dran drehen. Sie legen Programme wie wine oder Steam bei. Wären die nicht vorinstalliert, würde man sie eben selbst installieren.
Bei zorin sind Grafiktreiber für nvidia, amd und intel dabei. Wenn du eine nvidia-Karte hast, kann das ein Vorteil sein. Wenn man hingegen eine Distribution hat wo man den (aktuellen) nvidia-Treiber nachinstallieren muss, kann es bei Systemupdates eher mal Probleme geben.
Bazzite kannst du standardmäßig mit unterschiedlichen Oberflächen nutzen, ich hab’ KDE Plasma (im Standard-Setup könnte man auch GNOME auswählen), das sieht im Desktop-Betrieb imo überhaupt nicht nach Razer aus.
Du kannst es im Game-Mode starten, dann sieht es eher nach SteamOS aus, aber das ist imo mehr was für ein Zusatzgerät am TV.
Aber was Guybrush sagt, stimmt schon: SOOO unterschiedlich sind die Gaming-nahen Distros im Kern nicht, es geht eher darauf, wie viel Arbeit die einem schon abnehmen, weil bestimmte Dinge vorkonfiguriert sind.
Ich finde diesen Thread toll und er inspiriert mich.
Heute konnte ich endlich meine VR Bank Girocard als primäre Zahlungsmethode auf dem iPhone einrichten. Somit kann ich weiterhin bequem mit dem Handy zahlen und muss nicht ständig Kreditkarte und ApplePay nutzen.
Eben konnte ich es auch erfolgreich in meinem Lieblings-Cafe nutzen.
Mein Plan weniger von Apple Services abhängig zu werden, ist nun einen Schritt voran gekommen. Der nächste Schritt ist - mit Hilfe dieses Threads?! - mal zu schauen, ob ich vollständig auf iCloud verzichten kann. Ich zahle jeden Monat 2.99 EUR, “nur” um Fotos da zu speichern. Und alte Fotos schaue ich mir eh super selten an. Ich muss mir mal die Zeit nehmen und überlegen, ob ich das in einer anderen Art und Weise machen kann, z.B. mit einem NAS-System. Der Fokus liegt ja eigentlich mehr auf Backup als ständiger Zugriff auf ausgelagerte Bilder.
Seit genau einem Monat bin ich M365-frei und es fühlt sich gut an ![]()
Das einzige, was mir noch fehlt, ist eine alternative zu OneNote. Ich experimentiere gerade mit joplin auf dem smartphone.
Was könnt ihr empfehlen? Am liebsten wäre mir ein Tool, welches zwischen Smartphone und PC (Windows als auch Linux) syncen kann. Mit Joplin könnte es ich per webdav wohl bewerkstelligen.
Nur joplin als auch das einhergehende markdown-format ist noch gewöhnungsbedürftig (aber keine Wissenschaft). ![]()
Notesnook verwende ich und die Notes-Funktion von Nextcloud.
Es geht mir ähnlich. Ich beschäftige mich seit Tagen damit, über 30.000 Bilder und Videos aus der ICloud auf meinen Laptop zu ziehen.
Mich nervt Apple inzwischen so so so sehr.
Aber ich gehe mit mir auch hart ins Gericht. Bei einer Kamera würde man nicht auf die Idee kommen, jeden Quatsch zu fotografieren. Mit dem Smartphone mache ich das aber und ich mülle mich sich so unfassbar mit unwichtigen Dingen voll, bin total genervt von meinem Nuzungsverhalten.
Für den ersten Einstieg gibt es ehrlich gesagt nur wenig, was man “falsch” machen kann: Nimm eine der größeren Distros (Ubuntu, Bazzite, Mint, Zorin, etc.; das Zeug das halt überall in Foren auftaucht) und nimm dort das, wo dir der Standard Desktop am besten gefällt (die meisten haben KDE Plasma oder Gnome mit verschiedenen Themes). Oft kannst du die Install Images auch als Live-System verwenden und einfach mal rumklicken. Auch bei Gaming-Distro oder nicht zucke ich mit den Schultern. Da ist in der Regel Steam schon in der Standardinstallation drin und es sind ein paar Optimierungen, die im Normalfall nur ein paar FPS ausmachen. Das ist nicht kriegsentscheidend.
Am Ende kannst du bei Linux so ziemlich alles mit mehr oder weniger Aufwand vom Aussehen anpassen wie es dir am besten passt. Du kannst dir auch 12 verschiedene grafische Oberflächen installieren und der Reihe nach durchprobieren, wenn du Lust drauf hast und dir sogar deinen eigenen Desktop aus Versatzstücken zusammenstöppeln. Aber ganz ehrlich: Zum Einstieg willst du das Zeug ja erstmal benutzen und nicht stundenlang rumbasteln, bis dir dein Desktop gefällt. Es gibt bei Linux schon genug Sachen/Konzepte an die man sich gewöhnen muss.
Wenn du dann irgendwann mal drin bist und Dinge benennen kannst, die dich stören, kannst du dann immernoch gezielt nach der passenden Lösung suchen und bei Bedarf die grafische Oberfläche/Distribution wechseln.
Ich hab da inzwischen eine Strategie für: Statt immer nur sinnlos auf dem Smartphone rumzuwischen, geh ich immer mal an meine Fotos, markiere den ganzen Schnappschussquatsch und lösche locker mehr als die Hälfte.
Dann landet später auch nur die Hälfte auf PC und externer HD (meinem Super-Sicherungssystem …)
Ich kenn noch die Zeiten so in den 2000ern, als ich noch mit der Digicam rumgerannt bin auf Events und am Folgetag mir die Zeit genommen habe diese Bilder auf den Rechner zu ziehen, auszumisten, teilweise in Flickr hochzuladen und dann noch zu Backupen mit Timemachine/NAS…
Damals gings auch! Und das lag auch an der Menge der Bilder, die man gemacht hat, obwohl man ja im Prinzip auch “unendlich” viele Bilder mit der Digicam machen konnte (SD Cards waren ja auch groß damals).
Also ich schaue auch mal, ob ich mein Nutzungsverhalten ändere, weniger Bilder zu machen und auch mehr auszumisten. Ein bischen möchte ich hier auch die “digital minimalism” Perspektive einnehmen. Vor dem Foto schießen möchte ich mir die Fragen stellen: Werde ich mir das jemals nochmal anschauen oder jemanden zeigen?
Wie soll man das wissen?
Mein Vater hat in seinem Leben viele Fotos gemacht. Die Zeit meiner Geburt und der Geburt meiner Geschwister ist schön in Fotoalben sortiert. Dazu noch jede Menge Schuhkartons mit Fotos. Und dann ein Schrank voll mit Videokassetten mit Urlauben, Einschulungen, … alles.
Und dann hat er es sich nie angeschaut. Er hatte genug Zeit zum sterben und wollte dann lieber noch mal was neues sehen anstatt sich das vor Augen zu führen, was nie mehr wiederkommt. ![]()
Ja gut, das muss natürlich jeder für sich beantworten.
Familien-/Kinderbilder sind ja das eine - die Wahrscheinlichkeit, dass man die sich wieder anschauen wird ist ja hoch. Und es hat ja auch einen Wert. Das meine ich ja nicht.
Ich spreche von Landschaftsbildern aus dem Urlaub oder ähnlichem. Ich habe immer wieder gemerkt, dass ich mir solche Urlaubsbilder niemals wieder anschaue. Oder zum Hundersten mal die Choreographie im Fussballstadtion. Solche Dinge.
CachyOS hat schon enorme Performace Verbesserungen auf Distrolevel. Das ist nicht zu vernachlässigen.
Zb aktueller Benchmark, 14% schneller auf Panther Lake Systemen https://www.phoronix.com/review/cachyos-panther-lake
Wollt nur mal sagen, dass ich es wirklich super finde, dass ihr und ganz besondere du @Gunnar_Lott diesen Umstieg Stück für Stück in Angriff nehmt. Solche öffentlich sichtbare Beispiele braucht es, damit andere Leute sowohl darauf aufmerksam werden , dass es anders geht, als auch den Mut dafür finden – und sich im Idealfall gegenseitig helfen und sich dazu austauschen. Genervt genug von Microsoft sind fast alle eigentlich mehr als genug, aber oft haben Leute Angst mit Linux-Problemen und anderer „exotischer“ Software allein dazustehen.
Denn es geht; ein Kampf gegen Windmühlen ist das nicht, man kann in wirklich vielen Fällen ganz wunderbar mit freien Tools arbeiten. Diese „entweder macht man es ganz oder es bringt eh nichts“-Mentalität, die einem bei diesem Thema häufig bei diesem Thema entgegen schlägt, ist echt Gift und nimmt vielen Versuchern die Anfangsmotivation. Dabei hilft wirklich jeder kleine Schritt. Alles auf einmal muss und sollte man eh nicht angehen. So etwas hört man auch häufig von Tech-Nerds. Mir gefiel der Beitrag von Mike Kuketz dazu sehr gut: Das Toleranzproblem der Tech-Szene: Menschen mitnehmen statt belehren • Kuketz IT-Security Blog
Bitte nicht vergessen einmalige oder regelmäßige Spenden für die Lieblingsprojekte da zu lassen – irgend wovon müssen die Entwickler:innen ja auch leben. leider wird das gerade bei Einsatz in Unternehmen oft vergessen „weil ist ja kostenlos“.
Und bitte nicht zu sehr über die richtige Linux-Distribution streiten. „Hoppen“ kann man später immer, hauptsache man hat irgendwo angefangen. Zum Zocken ist Bazzite wirklich keine schlechte Wahl.
Zocken tu ich mittlerweile zu 99% seit ein paar Jahren unter Linux. Da hat Valve wirklich viel auf den Kopf gestellt. Auch aktuelle Titel sind da kein Thema, auch wenn das mit Nvidia nach wie vor nur mit signifikanten Performance-Verlusten klappt. Daher bleiben AMD-GPUs unter Linux erste Wahl.
Sich an Markdown zu gewöhnen lohnt, da das inzwischen einfach schlicht nahezu überall im Netz die Standard Syntax für einfache Formatierungen ist (hier im Forum, Reddit, Git-Plattformen usw.)
Ich nutze selbst Joplin mit einem Joplin Server als Docker-Container (früher Nextcloud via WebDAV).
Anynote (quelloffen, aber nicht freie Software) und Notesnook sind gängige Alternatven, die man auch syncen kann. Und sonst gibt zahllose Markdown-fähige Editoren, mit denen man Notizen als normale Textfiles editieren und über eine beliebige Plattform syncen kann.
In Teilen der Techie-Bubble schwören ja viele auf Obsidian für eine richtige Wissensverwaltung, aber das ist leider weder frei noch quelloffen.
Ohne Wertung, ich frage einfach nur aus Interesse. Stellt das in diesem Fall ein Problem dar, dass Obsidian nicht quelloffen ist? Es ist ja lediglich ein Editor, der auf dem freien Format markdown arbeitet. Ich könnte somit problemlos zu den von dir vorgeschlagenen Tools wechseln. Und es ist kostenlos, wenn man es nicht-kommerziell nutzt. Wie du ja oben geschrieben hast, sollte man Entwicklern ab und an Geld geben. Von daher zahle ich gerne meine jährliche Abo-Gebühr für Obsidian.
Wenn’s darum geht ob man überhaupt mit dem System klar kommt, ist Usability wichtiger als Performance. Beim normalen Gebrauch in GUI Programmen fällt das erstmal wenig ins Gewicht. Die meisten realen Workloads entsprechen nicht den synthetischen Benchmarks. Auch bei Spielen wird es nur dann so richtig interessant wenn die 14% zwischen flüssig und ruckelig entscheiden.
Für eine spätere Wahl ist das natürlich ein valides Kriterium, bleibt aber Abwägungssache. Möchte ich lieber die 14% Performance von Cachy? Oder atomare Updates wie bei Bazzite? Lege ich mehr Wert auf Sicherheitsfeatures und lande wegen SELinux bei Fedora? Will ich bezahlten Support und gehe z.B. zu Ubuntu Pro? Möchte ich ein deklaratives System à la NixOS oder GUIX? oder oder oder
Alles valide Fragen, die für den Einsteiger aber erstmal noch keine Rolle spielen.
