Oh, das klingt vielversprechend. Angeblich mit Carplay.
Ich hab da gestern noch diese Übersicht entdeckt, und da sieht man auf den ersten Blick halt nichts mit Carplay.
Lieber Gunnar und andere:
Da ich mich demnächst wissenschaftlich mit dem Themengebiet auseinandersetzen werde, darf ich euch fragen, was eure Motivation ist, den großen Anbietern den Rücken zu kehren?
Lg
Bei mir gibt es zwei gewichtige Gründe den großen amerikanischen Firmen den Rücken zu kehren.
1: Datenschutz. Es kann doch nicht sein, dass alles was ich tue erfasst und in irgendeiner Weise verarbeitet und / oder kontrolliert wird.
2: Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, den ganzen Tech Firmen die dem Trump in den Arsch kriechen auch nur noch einen Cent in den Rachen zu werfen.
Damit unterstützen diese ein System welches sich nicht mit meinen Werten deckt. Welches ich aus tiefstem Herzen verabscheue.
Das sind meine Hauptgründe warum ich zur Zeit immer mehr gewissen Firmen den Rücken kehre.
Es hat angefangen, dass ich endlich auf Linux gewechselt bin. Ich bin dabei immer mehr Google Programme durch Alternativen zu ersetzen. Bei Amazon kaufe ich schon länger nicht mehr ein.
Also alles, was ich ersetzen kann wird nun Stück für Stück ersetzt.
Du könntest Dir gadgetbridge anschauen:
Ja klar, aber das ist nur Plan B ![]()
Bei der SF GmbH ging es auch um Kosten, da hat sich einiges aufsummiert mit dem Wachstum.
Für mich persönlich ist das in erster Linie eine Werteerwägung: Ich möchte mit meinem Geld keine Firmen unterstützen, die aktiv und mit Absicht dazu beitragen, dass die Welt schlechter wird. Man macht ja immer Kompromisse, ein ethisch einwandfreies Leben ist vermutlich nicht möglich ausserhalb von theoretischen Szenarien, aber mei, ein paar Schritte kann man ja mal gehen. Die sichtbare Enshittification von US-Services erleichtert das deutlich - Amazon, immer das Hauptbeispiel, ist eben, wenn man mal hinschaut, nicht billiger, nicht besser und nicht mehr soo viel bequemer als anderswo zu kaufen.
Ich ändere damit die Welt nicht, klar, aber ich trage vielleicht ein bisschen weniger dazu bei, sie schlechter zu machen.
Bei mir fällt das auch in eine Phase der Selbstoptimierung, vermutlich altersbedingt, in der ich (Leben ist geordnet, Kind ist fast aus dem Haus) nochmal die meisten Dinge versuche zu überdenken, die ich lange mangels Zeit ignoriert habe: So kam ich zum Kraftsport, zu gesünderer Ernährung, zu mehr politischem Engagement, zu ein paar anderen Interessensgebieten abseits meiner normalen Gefilde. Und eben auch zu, hochtrabend gesagt, einem hoffentlich bewussteren Konsum, was auch Tools und IT einschließt.
Da die Definition von Enshittification hinter einer Paywall steckt und auf Englisch ist, hier nochmal ein Link zur deutschsprachigen Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Enshittification.
Ja, ihr könnt alle Suchmaschinen benutzen, aber Komfort ist ja manchmal auch schön.
Mir geht es dabei um folgende Punkte:
- Ich möchte gerne einen angemessenen Preis für eine Leistung bezahlen. Ich möchte weder mit Daten bezahlen noch möchte ich ein Abo an der Backe haben, das ständig teurer wird.
- Ich möchte nicht abhängig sein. Wenn ich meine Dokumente abspeichere, dann möchte ich sie auch öffnen können und nicht davon abhängig sein, ob die App dafür gerade nicht starten kann weil ein Werbenetzwerk nicht erreichbar ist oder ein Algorithmus entscheidet, dass mein Abo nicht mehr gültig ist.
Ich habe keine Probleme damit, Dienste/Hardware etc. großer Firmen zu nutzen. Aber wenn mir etwas auf den Wecker geht, dann versuche ich zu wechseln. Und daher versuche ich immer Produkte und Dienste so auszuwählen, dass ich auch wirklich wechseln könnte.
Bei MS habe ich zum Beispiel immer mehr das Gefühl, dass sie mir nicht ein vernünftiges Betriebssystem zur Verfügung stellen wollen, sondern dass sie sich als Plattform sehen, die mir Dinge aufzwingen kann.
Bei Adobe habe ich keine Kostenkontrolle.
Dass Affinity jetzt gratis ist, lässt mich auch befürchten, dass es bald teuer oder unangenehm oder beides wird.
Ein klares, seriöses Geschäftsmodell ist vielleicht ein gutes Kriterium. Wenn ich erkenne, dass eine Firma genau mit der mir angebotenen Leistung vernünftig Geld verdient, finde ich das seriös.
Solides Hintergrundbild!
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https://banglejs.com/ mit Gadgetbridge ist ein Weg, mir wars zu fummelig. Ich verkauf meins grad gebraucht falls du es probieren magst ![]()
Und, weil ich gerade darüber gestolpert bin, es gibt Leut die haben 7 Profile auf solchen Phones, lol - https://feddit.org/post/21566166?sort=Top
Das ist zwar keine konkrete Empfehlung, aber vielleicht hilft ja jemanden die Webseite European Alternatives bei der Suche nach Software-Alternativen.
In diesem Zusammenhang auch ganz schön:
@Gunnar_Lott, ich hab das Teil vorhin mal getestet, und es funktioniert ganz okay. Hab zwei kleine Bugs entdeckt beim Carplay, aber wurscht. Rein optisch schonmal angenehmer als Apple weil mehr Kontrast. Und auch bei ausgeschaltetem Licht blieb der „Dark Mode“ aktiv. Nice!
Bisschen Overkill, aber zumindest ein weiteres für risky apps und eins für Banking und so, das kann man schon machen.
Die Navigations-App Magic Earth, die weiter oben empfohlen wurde, war bei meinem ersten Test auch sehr super. Gibt es sogar auch auf iOS.
Mein Smartphone hält zwar noch, aber ich denke, beim nächsten Gerät werde ich auch mal eins nehmen, auf dem ich dann GrapheneOS installieren kann. Findedas allgemein eine gute Sache, sich (wieder) von den ganzen großen Firmen zu lösen und überhaupt das Smartphone nicht mehr so oft zu verwenden.
Ich hätte mal ne Frage an Euch - nutzt ihr einen gratis VPN zum surfen? Wenn ich das tue, was außer das meine IP Nr nicht gezeigt wird, was bringt mir das?
Ich persönlich nicht. Valide Gründe dürften sein:
- Geoblocking umgehen: Du willst z.B. einen Streaminganbieter nutzen den es im Aufenthaltsland nicht gibt.
- Sicherheit in öffentlichen WLANs: Normalerweise würde ich hier auf Client Isolation und die Verschlüsselung vertrauen. Prinzipiell können die aber auch offen wie ein Scheunentor sein und dann könnte man den Traffic mitlesen. Ist die Frage, ob man dann über ein VPN geht oder doch lieber seine eigene 4G/5G-Datenverbindung nutzt, um z.B. das Bankkonto zu checken.
- Preise aus Billigländern nutzen: Wenn ich mich als venezolanischer Client ausgebe, komme ich evtl. billiger an Games, Flugtickets, … da die Preise regional angepasst sind.
Nachteilig finde ich das man den Single Point of Failure zum VPN Provider verlagert. Ob der sicher ist, muss man selbst entscheiden. Man muss auch schauen, ob die Geschwindigkeit nicht ätzend ist. Immerhin muss ja alles beim 'VPN Provider durch die Router. Und Cookies usw. bekommst du trotzdem.
Ich hab früher VPNs genutzt, um über Steam an Spiele zu kommen, die es in der DE Version nicht oder nur geändert gab. In meinem Fall war das Dead Island (was ich dann übrigens gar nicht so geil fand).
Ich nutze ab und zu ein VPN um bei gog Spiele zu kaufen, die hier nicht im Store sind, wie zuletzt RTCW.
Ich habe zwar noch nie einen kostenpflichtigen VPN probiert, aber die kostenlosen sind schon ziemlich langsam. Für einen Check in Onlineshop ok, aber mehr auch nicht