Gunnars (unvollendete) Reise zu besseren Tools und weniger Plattform-Abhängigkeiten

Ich möchte hier noch ein Argument in den Ring werfen. Die Stromkosten sind in DE einfach abartig. Ich habe ein eigenes, kernsaniertes Haus (Baujahr 1933, was eigentlich geil ist, da 102cm Mauerstärke in Vollziegelbauweise echt gut isolieren) aber mein größter Verbraucher ist der Netgear WLAN Controller mit 6 APs. Danach kommt das NAS und dann erst der Kühlschrank (ich hab so ein raumhohes zwei-Türen-Ami-Ding von Bosch, inkl. Eiswürfelspender).
Sogar mit PV am ganzen Dach und Carport und einem Haus-Akku (37 kwh und in der Anschaffung echt im gehobenen fünfstelligen Bereich) muss ich, teilweise, noch immer Strom beziehen. Das wäre alles cool, aber ich speise zu 80% in das Netz ein und beziehe nachts 20% (Winter) bis 0% (Sommer). Und trotzdem hab ich bei den lokalen Stadtwerken monatlich 80€ zu bezahlen und mein Ertrag wird nur mit 0,0x% erstattet.
Eine private „Serverfarm“ zu betreiben ist einfach unrentabel.

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Nix für ungut, aber ich frage mich ehrlich, wie Du trotz PV und Akku aufs Jahr gesehen den Abschlag für die Stromkosten eines 2-Personen-Haushalts zahlst, obwohl Du nur im Winter (und dann nur nachts zu 20%) Strom beziehst. Das würde ja bedeuten, dass Dein Gesamtverbrauch jenseits von Gut und Böse ist.

Mein kleines NAS mit zwei Platten kostet mich ca. 10€ im Monat, wenn es 24 Stunden durchläuft. Das kann sich schon lohnen, wenn man ein bis zwei kostenpflichtige Dienste aus der Cloud dahin umzieht. Mich nervt da eher der Adminaufwand.

Mich würde mal interessieren, welche Software ihr benutzt um Fotos (lokal) zu speichern.

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Mein Gesamtverbrauch ist auch jenseits von Gut und Böse. Inklusive Klima, 100% Homeoffice (das beinhaltet auch einen Netzwerkcontroller mit 6 APs und drei Firewalls die 24/7 online sind) und Smart Home bin ich momentan bei etwa 6800 kWh.

Das ist natürlich auch echt ne Hausnummer @ChSchäffler80. Ich habe bisher (fehlt ja noch der Dezember) 3,4MWh verbraucht, davon gehen etwa 500kWh auf den Heimserver mit 2NVMes und 4 HDDs (wobei die drei APs da nicht drin sind.) Aber das meiste hat die Solaranlage gestellt, so dass ich denke dass ich am Ende von 2025 etwa 1MWh eingekauft haben werde und etwa das 4 fache eingespeist hab. Komme also etwa auf Null raus.

Immich, auch wenn ich der Firma, Futo, nicht traue. Falls Du mit lokal auf einem eigenen Server meinst.

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Süß :slight_smile:

4-Personen-Haushalt, Klimaanlage in allen Wohnräumen, Poolpumpe, Gartenpumpen für 3.850m² Garten, zwei Elektroautos. 14.000 kWh :slight_smile:

Süß :slightly_smiling_face:

4-Personen-Haushalt, Lichterketten auf jedem Dachziegel, 250.000 importierte Weihnachtslichter, beleuchtete Rentiere im Vorgarten, singender Schneemann, Dauerbetrieb der Außenillumination von Advent bis Neujahr. 250.000 kWh :slightly_smiling_face:

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Gern viel Strom verbrauchen, das sichert mein Gehalt <3

Nichtmal ganzjährige Beleuchtung?

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Ist der Schwager schon da?

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Denkste, dank Söder hab ich doch mein Balkonatomkraftwerk :rofl:

Ich hoffe wir sind nicht zu offtopic für offtopic :slight_smile:

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Ich finde das ein sehr spannendes Thema mit dem ich mich dieses Jahr auch beschäftigt habe.

Seit Anfang des Jahres verwende ich Linux Mint und bin sehr zufrieden damit. (Ciau Windows. Das wird nur noch für Battlefield gestartet).

Der andere große Wechsel war von Evernote auf Joplin für meine Notizen. Das synchronisiere ich jetzt selber über Nextcloud und Spende monatlich einen kleine Betrag für die Entwicklung. Das finde ich wichtig, damit die tollen Projekte nicht irgendwann eingestellt werden.

Wenn wir schon bei Tool empfehlungen sind. Kann jemand einen Podcast Player für Android empfehlen der mehrere Wiedergabelisten unterstützt? Ich würde gerne verschiedene Listen haben für zb Privat, Arbeit, gemeinsam hören usw.

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Ich bin großer Fan von Obsidian, welches ich beruflich sowie privat für Notizen bzw. second brain nutze. Vor einigen Jahren habe ich dadurch Evernote ersetzt.

In der Diskussion von weiter oben um Office habe ich mir ernsthaft die Frage gestellt, wozu man noch Word benötigt. Liegt es daran, dass man WYSIWYG mag? IMHO kann man mit Markdown wunderbar Dokumente schreiben. Und Obsidian hat so einen wunderbaren Edit/Preview Modus, dass man den Markdown-Code nur in der jeweiligen Zeile sieht, die man bearbeitet.

Aber vielleicht gehe ich da zu sehr von mir aus - ich muss gefühlt seit langer Zeit keine ausgefeilten Dokumente mehr schreiben.

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Word ist eines von den Tools, die imo kaum noch Alleinstellungsmerkmale haben, die aber natürlich Organisationen und Personen noch aus Gewohnheit weiterbenutzen. Daher bekommt man von anderen ständig Word-Docs und es ist nicht immer gesagt, dass andere Tools die fehlerfrei weiterbearbeiten.

Und, viel wichtiger:

„Damit kenne ich mich aus“ ist halt auch eine Art von Lock-In. Verstehe das vollkommen. Ich habe diesen möglicherweise übersteigerten Optimierungstrieb ubd denke immer, das nächste Tool macht sicher mein Leben besser und bringt Ordnung in mein Chaos, aber ich verstehe vollkommen, wenn man da keine Lust drauf hat und einfach will, dass das funktioniert.

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Hier ist ein kleiner Erfahrungsbericht zum Thema „Gunnar kickt Apple und Google aus seinem Leben“.

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Ich könnte über die neue Preispolitik von Microsoft auch endlos erbrechen, aber sie stellen auch Schlupflöcher (Partner-Status und viele kostenlose Lizenzen) bereit. Natürlich nur um Firmen an sich zu binden, aber das muss man dann halt klug austarieren.
Was ich jetzt in meinem Berufsleben auch extrem und in meiner aktuellen Jobsuche gelernt hab:

  • Consumer Hardware gehört nicht in Firmen über 50 Mitarbeitern. Ich betreibe hier z.B. Switches von Force10, die wurden in 4 Jahren noch nicht einmal gebootet. Wenn ich dann Sachen höre, wie unsere D-Links werden jeden ersten Sonntag im Monat manuell (=Stecker ab) neu gestartet (weil sie sonst abstürzen), gruselt es mir schon.
  • Ein effizientes Backup ist essentiell und eigentlich auch total simpel. Ich tendiere dazu im 4-Stunden Rhythmus einfach jeden Host und Client zu sichern. Das kostet Netzwerkbandbreite und viel Geld. Aber ich war jetzt schon bei Firmen, die 7-stellig für eine Entschlüsselung, nach einem Ransomware Angriff bezahlt haben und das Backup hätte nur im mittleren 6-stelligen Bereich gekostet.
  • Jede gute Software wird irgendwann kommerzialisiert. Wenn du zufällig den heiligen Gral gefunden hast, und davon leben kannst, wirst du nie eine Milliardenspende ablehnen oder ihn selbst ausbeuten. Warum auch nicht?
  • Die Suche nach unabhängigen Plattformen ist ein Wettlauf mit der Zeit. Es bedeutet dauernden Einsatz, dauernde Suche und sehr viel Enthusiasmus, sich auf was Neues einzustellen. Als Einzelperson mag das machbar sein. In einem sehr kleinen Unternehmen wird das schon mehr als schwierig. In einem KMU musst du gegen jeden kämpfen, damit er/sie/es seine vertrauten Tools aufgibt.
    In einem Konzern oder gar dem ÖD bedeutet das endlosen Kampf über Jahrzehnte. Und dann musst du ganz oben in der Struktur stehen und den Vorstand oder Parteivorsitzenden beeinflussen können
  • Cloud geht nur für kleine bis mittlere Infrastrukturen. Sobald z.B. ein Datenlimit von 1PByte aktiven Bewegungsdaten überschritten wird, wird es unbezahlbar. Ab 50 bis 100PByte und entsprechenden IOPS wird es dann wieder ein Prestigeprojekt und die Preise fallen. Falls man irgendwie noch KI miteinbindet (egal wie sinnlos es sein mag), wird man sogar aktiv gefördert.
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Hallo,

Gab es nicht eine Verlinkung zu einem Thread, der sich an den Guide anschließt?

Den Selfhelp-Thread hab ich gelöscht. Ich hatte den Eindruck, das beschwört nur eine Diskussion über die Tools herauf und nicht das von mir erhoffte gegenseitige Unterstützen beim gemeinsamen Weg aus der Tech-Abhängigkeit. War sicher mein Fehler, weil der Text zwar ein (wie ich finde) reflektierter Erfahrungsbericht ist, aber „Guide“ drübersteht, das suggeriert so eine Absolutheit.

Generell hat die Frage halt eine ethische Dimension, womit man leicht in so Holier-than-thou-Debatten kommt oder wie das heißt. Auf Mastodon, das ist ja eh eine etwas schwierige Plattform bei sowas, hat mir gleich jemand patzig vorgehalten, dass auch ein quelloffenes Android-basiertes OS wie Graphene irgendwie ein Teil von Google ist und deshalb Quatsch, man müsse komplett weg von Android und überhaupt.

Ist offenbar nicht zu vermeiden, sowas, aber auf die Komponente der Debatte hab ich keine Lust, dann lass ich das hiermit lieber auf sich beruhen. Wer will, hat meinen Erfahrungsbericht, das muss dann reichen.

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Ich bin hier gelandet über einen kleinen Umweg:

Ich habe mir die Yazio-App im März diesen Jahres zuglegt nachdem ich in einem zwei teiligen Podcast in dem @Gunnar_Lott zu Gast war. Und habe dafür sogar bezahlt .(Das mache ich sehr selten)

Leider habe ich den Eindruck auch Yazio ist auf den Enshittification Trip geraten seit Mitte des Jahres. Ich muss jetzt erst das KI Feature wegklicken und dann eine sinnlose Animation. :face_exhaling:

Und dann habe ich eben nach „yazio“ „enshittification“ gesucht und bin auf Gunnars Guide gelandet. Wobei mein Anliegen dort (noch) ausgeklammert ist. Gibt es Alternativen?

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Alter, die Animation! Wie mich das aufregt.

Aber ich bin noch nicht bereit, zu wechseln. Das KI-Feature (fotografiere dein Essen, KI schätzt die Kalorien) taugt nicht viel, weil es eigentlich immer die Mengen verhaut und damit easy 30-40% zu niedrig schätzt, aber man kann es leicht vermeiden. Und die Animation, nun, ich hatte die Hoffnung, dass man die abschalten kann.

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Und es gibt “Diamanten” als In App Währung für die man aber noch nichts kaufen kann. :melting_face::face_with_bags_under_eyes:

Ich habe ihnen auch mal einen UI Mockup Vorschlag geschickt, dass man die Auswahlseize KI oder normales Tracking einsparen kann um wieder schneller tracken zu können…. Aber sie wollen glaube ich nicht.

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