Gunnars (unvollendete) Reise zu besseren Tools und weniger Plattform-Abhängigkeiten

Alter, die Animation! Wie mich das aufregt.

Aber ich bin noch nicht bereit, zu wechseln. Das KI-Feature (fotografiere dein Essen, KI schätzt die Kalorien) taugt nicht viel, weil es eigentlich immer die Mengen verhaut und damit easy 30-40% zu niedrig schätzt, aber man kann es leicht vermeiden. Und die Animation, nun, ich hatte die Hoffnung, dass man die abschalten kann.

1 „Gefällt mir“

Und es gibt “Diamanten” als In App Währung für die man aber noch nichts kaufen kann. :melting_face::face_with_bags_under_eyes:

Ich habe ihnen auch mal einen UI Mockup Vorschlag geschickt, dass man die Auswahlseize KI oder normales Tracking einsparen kann um wieder schneller tracken zu können…. Aber sie wollen glaube ich nicht.

2 „Gefällt mir“

Ich starte immer die App neu, anstatt mir die Animation anzugucken. Jetzt gibt’s seit ein paar Tagen aber nach jedem Eintrag auch noch wertvolle “Essenstipps” wie “Iss doch lieber ein bisschen Sellerie!”

Will eigentlich auch nicht wechseln, da ich die App seit sicher fünf Jahren nutze, aber nervt mich die letzte Zeit nur noch, der Mist. Optionen zum Abschalten oder Designwechsel wird’s eh nicht geben, fürchte ich, die waren noch nie lernfähig.

1 „Gefällt mir“

Zwischenstand meinerseits, da ich diesen Thread als Anlass genommen habe, auch mal ein bisschen über mein / unser Ökosystem nachzudenken.

Ich nutze privat einen Windows-Rechner und ein Apple iPhone. Das ist auch generell das Setup in unserem 4-Personen-Haushalt.

Browser habe ich ein paar Tage, bevor dieser Thread hier erschien, schon auf Firefox testweise umgestellt. Aus dem testweise ist ein dauerhaft geworden. Ausritte hatte ich über Vivaldi & Brave, die ich aber verworfen habe weil mir zu überladen oder dann doch irgendwie zweifelhaft (siehe oben im Thread). Auf dem iPhone nutze ich seit ein paar Tagen im Parallelbetrieb Orion - den ich großartig finde. Schade dass es den noch nicht für Windows gibt.

Office - mein aktuelles Microsoft 365 Abo läuft noch bis Januar 2026. Bisheriger Plan ist, Softmaker Office (NX) dann eine Chance zu geben. Das M365 ist eine Familienlizenz, das betrifft dann also auch noch andere Leute, was die Sache weiter kompliziert: Outlook als Mailclient fällt weg, und auch Onedrive als Cloudspeicher könnte/sollte dann abgelöst werden.

E-Mail-(Client), die Sache ist historisch gewachsen. Ich habe ein GMX-Postfach, das ich via Weiterleitung eingehend und SMTP ausgehend nahtlos in einen GMail-Account integriert habe. Das läuft mindestens seit 15 Jahren schon so, habe ich damals gemacht weil der Webmailer von Google echt gut war (und für meine Bedürfnisse immernoch ist). Datenschutztechnisch natürlich ein Megafail, ich lasse das hoffentlich DSGVO-konforme, deutsche GMX in den Fängen einer riesigen US-Datenkrake zerschellen. Abhilfe soll nun Proton Mail schaffen. Darin könnte ich dann ja offenbar auch die Mailadressen meiner eigenen Domain integrieren und damit Outlook ablösen. Der Webmailer und die App von Proton sehen schonmal gut aus. Wenns gut gefällt, wird auch das ein Familienaccount für alle von uns.

Cloudspeicher benötige ich ansich nur ganz wenig, wenn nutze ich /wir dafür OneDrive. Proton Drive ist aktuell im Test.

Für die Navigationslösung bin ich schon auf Magic Earth umgestiegen. Ein toller Tipp aus dem Thread hier. Funktioniert 1a, fügt sich toll in Apple (hust) Carplay ein.. funktioniert einfach.

Noch keine gute Lösung habe ich für meinen (eigentlich: unsere) Windows-PCs. Das sind alles Spielemaschinen. Windows 11 ist mir prinzipbedingt ein Graus.. ich möchte das eigentlich garnicht mehr haben. Ich habe schon ein bisschen parallel mit CashyOS experimentiert. Erstaunlicherweise laufen auch viele aktuelle Spiele mehr oder minder out of the Box, mit Steam total easy, mit Lutris oder Heroic Launcher auch machbar. Aber eben nicht alle. Und wenn es dann Spiele sind mit Addons / Mods, wirds fummelig. Mal sehen wie wir das lösen. :slight_smile:

4 „Gefällt mir“

Das ist imho gleich gut, Tick weniger intuitiv in den ersten Tagen, aber dafür auch ohne alberne Animationen und kostenlos.

2 „Gefällt mir“

Danke, schaue ich mir mal an. Wahrscheinlich könnte ich inzwischen eh aufs Tracking verzichten, da ich morgens und mittags meistens mehr oder weniger das gleiche esse und Snacks etc. mittlerweile grob im Kopf hab - ist aber schwer, mit sowas aufzuhören.

Ah Danke, das schaue ich mir mal an. Bin gespannt, ob es für mich praktikabel sein wird. Bin immer wieder am Essen-Tracken, aber tools wie MyFitnessPal find ich a) nicht so gut und b) möchte ich nicht noch eine weitere Lizenzgebühr bezahlen. Bisher war allerdings nur MyFitnessPal geeignet, denn es steht und fällt mir der Food-DB… und es sollte barcode-scanning haben.

Ich wollte auch gerade schreiben, Affinity. Habe einen zweiten Rechner, auf dem ich zunehmend Adobe ersetze (Photoshop kann es voll ersetzen). In meinen Augen ernsthafte Konkurrenz. Was den Satz mit Indesign angeht, gäbe es noch QuarkXPress. War damals das Tool neben Freehand bis Indesign aufkam.

1 „Gefällt mir“

Ich bin vor Ewigkeiten mal über SECUSO gestolpert und bei denen fielen einige Android-Apps ab, die sich Privatsphäre und Datensparsamkeit auf die Fahne schreiben:

Vielleicht ist was für euch dabei.

Danke für den Tipp mit metrolist, sieht super aus!

Weil ich kürzlich drüber stolperte: mit SparkyFitness gibt es ein Projekt zum Tracking von Fitness- und Ernährungsdaten. Hat wohl auch KI-Features zum Erkennen von Mahlzeiten. Im Moment ist das Ding noch klar in der Entwicklungsphase, aber vielleicht hilft es zumindest perspektivisch als Alternative zu kommerziellen Apps (man muss das Ganze nach aktuellem Stand aber selber hosten).

Ich bin ja auch immer wieder drauf und dran, zu Linux zu wechseln, weil Windows sich mittlerweile irgendwie ekelig anfühlt, aber ich stoße mich leider sehr stark an offensichtlich schlecht designter Software und Dingen, die unkompliziert gehen sollten, aber dann nur umständlich funktionieren. Und da bereitet mir aktuell ein gut eingestelltes Windows 10 (mit verlängerten Updates) leider noch am wenigsten Kopfzerbrechen.

Krass, was hier viele für Aufwand betreiben. Respekt! Ich hatte nie das Durchhaltevermögen mich exzessiv mit sowas zu beschäftigen.

Für mich steht an erster Stelle immer, dass es ohne Service meinerseits funktionieren muss. Vor allem meiner Frau zu liebe. Hier habe ich auch schon oft in die Scheiße gegriffen, wenn etwas nicht klappte und meine Frau nicht weiter wusste.

Vor etlichen Jahren hab ich angefangen Standard Apps auf dem Android gegen Apps kleiner Entwickler zu tauschen. Jedoch wurden viele Apps entweder an andere Konzerne verscherbelt und wurden unbrauchbar (z. B. Quickpic), oder es wurde in ein Abo Modell umgewandelt (z. B. Simple Galerie). Ich habe kein Problem einmalig Geld für Software zu zahlen, aber ein Abomodell kommt mir nicht ins Haus (zumal ich in keinem meiner Hobbys Poweruser bin). Ich kann (und will) mir keine über 100€ im Monat mit verschiedenen Abos ans Bein binden. Schon gar nicht, wenn ich vorher Geld für eine App bezahlt habe und diese dann später meinen Zugang killt und man nur noch mit Abo rein kommt (z. B. DVD Profiler). Oder Preise massiv angezogen werden (z. B. Flickr hat sich verdreifacht mit sinnlosen Gepäck an Bord).

Das einzig positive Beispiel in meinem Work Case ist das dt. Fotobearbeitungsprogramm FixFoto. Dies bezahlte ich 1x und nutze ich seit mehr als 15 Jahren in dieser Version. Es ist Basic ohne irgendwelchen Krims Krams drumherum. Solche Basic Programme gibt es heutzutage gefühlt überhaupt nicht mehr. Alles ist immer aufgeblasen. Aber ich schweife ab….

Auf dem Win11 Laptop der vielleicht 3x im Jahr arbeiten muss habe ich OpenOffice drauf, zudem FixFoto und das war’s. Ok, ich habe noch die pCloud App drauf, wo ich einen 10TB Lifetime Account habe (ich will keinen NAS in der Wohnung). Die pCloud ist dann auch meine Schnittstelle zum Smartphone (Android und iOS).

An “bösen" Apps nutze ich Gmail, Google Docs/Sheet, Instagram (in meiner Fotobubble immer noch das Beste), WhatsApp (und Telegram), YouTube (Premium).

Exzessiv ist ein wertender Begriff, btw.

Ich bin auch für Bequemlichkeit, aber Kontrolle ist ein Teil davon. Eine slicke App ohne Einstellmöglichkeiten ist nicht automatisch bequem. Umgekehrt ist eine schlecht designte App mit vielen Möglichkeiten, die man sich rasch zurechtbiegen kann, nicht automatisch stressig. Klar, man muss ein bisschen Zeit investieren, aber es ist ja auch… interessant. Ich habe ein Smartphone, seit es Smartphones gibt und immer mal wieder das Ökosystem gewechselt: Ich hatte ein Sony Ericsson P800, dann Blackberry, dann iPhone, dann nochmal Blackberry, dann Android, dann wieder iPhone. Jetzt halt wieder Android/Graphene. Das war/ist jedes Mal lehrreich.

Ich finde auch, dass man da schon manchmal einen Aufwand reinsteckt und das sicher nicht für alles etwas ist.

Ich sehe es auch als ein Teil des spielens und meines eigenen persönlichen Interesses neue technische Dinge auszuprobieren.

Aktuell ist mein neuestes Projekt mal mit paperless ngx als Dokumentenablagesystem zu spielen und ggf in Produktion zu nehmen. Mir taugt das voll sich damit zu beschäftigen, auch wenn ich bei weitem kein Profi bin.

Ansonsten wechsel ich auch gerade mehr und mehr Apps mit open source - Tools aus. Manches deckt sich auch mit Gunnars Tools, Antennapod und fairemail als Beispiel.

Herewego hast du @Gunnar_Lott mit magic earth ausgetauscht? Hat das für dich einen Grund? Ich nutze herewego selbst auch (schon noch aus Nokia-Maps-Zeiten).

Mit magic earth wurde ich nicht so recht warm. Damals waren die Karten zumindest in meinem dörflichen Umkreis noch nicht so gut, aber es sah klasse aus.

Wie ich gelesen habe, stellt magic earth ja auch auf Abo um.

Auf PC-Ebene habe ich mit Linux Mint rumgespielt und bin auch angetan. Ich finde es toll, dass man viele Spiele mittlerweile per Proton da auch zocken kann. Leider wird es meinen Windows 11-Rechner noch nicht ersetzen können. Anno 117 könnte ich z. B. nicht spielen.

M365 kappe ich wie mein Vorredner auch im Januar. Da steckt auch eine Familienlizenz dran, aber ist noch machbar. Mal schauen, wie es ausschaut, wenn meine Kids auf der weiterführenden Schule sind und ob es dann eine Art Pflicht wird.

Persönlich hatte M365 vornehmlich wegen Outlook und onenote. Ich werde wahrscheinlich auch mal Softmaker testen, LibreOffice fühlt sich für mich optisch immer so altbacken an.

Das ist ein ziemlich guter Punkt, den kenne ich auch. Ich betreibe ja auch einen Homeserver mit diversen Anwendungen. Die sind aber alle soo kritisch, dass es ohne die garnicht mehr funktionieren würde. (Wobei alleine der Homeserver ansich mit seinen Netzwerk-Shares auch nicht 100% “it just works” ist.)

Ich habe z.B. lange hin und her überlegt, ob ich meine eigene Nextcloud-Instanz hosten soll. Das habe ich in den letzten Jahren schon mehrmals gemacht, aber nie durchgehalten. Eben weil es Wartung bedarf, und ich bei uns der einzige bin der das kann. Wenn das mal nicht löppt und meine Frau an eine “wichtige Datei” nicht mehr rankommt, ist mindestens die Stimmung im Arsch.

Anderer Punkt: Man sollte sich auch immer die Frage stellen, ob professionelle Anbieter nicht besser darin sind, Ausfallsicherheit und Datensicherheit zu gewährleisten.

Mit Lutris und dort dann nicht Anno 117 direkt, sondern Ubisoft Connect hinzufügen (und darin dann eben Anno installieren und starten) hat das bei mir gut funktioniert. Über Performance kann ich nicht viel sagen, mein Testgerät ist ein Laptop mit schon etwas angestaubter Hardware.

2 „Gefällt mir“

Das war hier bei uns auch letztens Thema. Und das ist ein wichtiges Thema und ein schweres Thema, ähnlich wie Testament mag man sich halt nicht damit auseinandersetzen dass oft beim selbst-hosting der Busfaktor bei 1 liegt.

Nun habe ich ein wenig Dokumentation, meine Frau hat Zugriff auf die geshareten Passwörter in Bitwarden, aber auch wenn sie Ingenieurin ist, ist sie keine Administratorin und hat wahrscheinlich seit über 20 Jahren kein Linux mehr angefasst :slight_smile:

Aber unsere Lösung war: Rausfinden was ist wichtig und wie wird man es einfach ersetzen. Denn es ist eher unwahrscheinlich dass ich überfahren werde und am nächsten Tag fallen alle Server aus. (Aber möglich, jedoch muss man sich immer überlegen wie sehr man sich absichern möchte/kann.)

  • Fileserver zuhause: Entweder ein NAS kaufen oder die Daten, die sie haben will auf ihren PC kopieren
  • Immich: Die Photos werden auf den Fileserver gespiegeln, von dort auf das neue NAS/PC kopieren
  • Bitwarden exportieren und wahrscheinlich auf die EU server von bitwarden importieren
  • Nextcloud: Aufs neue NAS/PC, Kalender und Co exportieren
  • Hörbücher, Serien und Filme: Aufs NAS
  • Heimautomation mochte sie noch nie, Zigbee Birnen durch normale ersetzen, die paar Sachen die sie gut fand hoffentlich weniger vermissen als mich :rofl:
  • Paperless-ngx: Die einigermaßen angenehme Ordnerstruktur aufs neue NAS
  • Dokuwiki: Da ist viel Doku, auch nicht technische Notizen, von uns drin. Netterweise hat Dokuwiki ein Textbackend, so dass man die Seiten einfach im Dateisystem kopieren kann. (Leider noch kein Markdown, da Dokuwiki älter als MD ist :rofl: )
  • Mailserver: Umzug auf posteo oder so. Ich sollte mal Doku für Weiterleitungen schreiben…
  • Viele andere Dienste nutzt sie nicht, ist dann also egal.

Ob sie dann Google Photos nutzt oder nicht wird sie dann irgendwann entscheiden müssen. Ich hab mir aus dem Grund also auch überlegt ob das selbst hosten denn der richtige Weg ist… Aber: Aus meiner Sicht gibt es für die wichtigen Dinge Lösungen für uns. Und während ich finde dass das Problem nicht ignoriert werden darf, ist es nicht besser von Anfang an seine Daten an die Datenkraken zu geben. Aber das sieht natürlich jeder zu Recht anders.

1 „Gefällt mir“

Guter Punkt, ich frage mich aktuell wie meine Frau mit einer solchen Infrastruktur im Falle eines meinerzeitigen plötzlichen Ablebens zurechtkommen würde…Vermutlich würde sie nichtmal mehr die Keepass Datenbank mit den wichtigen Passwörtern in ihrem Onedrive finden.

Ich weiss leider grad gar nicht ob es schonmal genannt wurde, aber zumindest findet es die Textsuche nicht. Hast du dir mal ffdb angeschaut? https://fddb.info/
Das nutze ich seit Jahren sowohl am Desktop wie mobil, da ja beides geht. Muss man nicht zahlen, kann man aber und mit dem Scanner für die Barcodes findet man auch ratzfatz was man grad vor sich hat.

Ist natürlich auch nicht der heilige Gral, aber für mich und meine Frau tut das sehr gut.

Ich hatte die kurz erwogen, bin dann zurückgeschreckt, weil sie 27 unterschiedliche Berechtigungen wollte und 9 Trecker enthält, darunter zwei von Facebook.

Ich schaue mal rein.

1 „Gefällt mir“