Den zusammen besprochenen (bzw skizzierten) Exitplan dann stattdessen ausdrucken, inkl Zugang zum PW-Manager. Mein aktueller Plan ist die Doku mit Blick auf „Exit“ zu überarbeiten und dann einmal im Jahr auf Aktualität prüfen.
Ah, valider Punkt. Ich hab hier nur bei der Website geschaut und die sieht soweit recht sauber aus. Hat maximal Verbindung zu Google bzw. dem Playstore wegen der App, aber das muss man ja nicht zulassen (umatrix im Browser for-the-win).
Aber die Tracker werden (zumindest bei uns) durch zentrale DNS-Blockade eh ins nichts laufen, da wird man recht schnell nachlässig. Danke fürs Headsup auf jeden Fall ![]()
Wichtiges Thema, hier gibt es auch eine gute Vorlage für ein solches Dokument.
Und hier hätten wir noch einen (deutschen) Artikel zum Thema der auch aufs rechtliche eingeht:
Hier noch etwas, was damals mein Notar angemerkt hat: Normalerweise steht ja der oder die Lebenspartner(in) ganz oben. Beziehungen scheitern. Spätestens ab einer Scheidung müsste das Dokument dringend angepasst werden und als Single steht man eh alleine da. Ich habe die Exitstrategie (auch im Fall von Koma, etc.) so festgelegt, dass sich eine Kanzlei darum kümmert und im Fall einer Schließung der Notar (die sind ja persistent, auch wenn der Amtsinhaber wechselt) eine Nachfolgekanzlei bestimmt.
So muss ich nur noch eine Liste pflegen, was gelöscht und was evtl. wem freigegeben werden soll.
Nachteile:
- Es kostet Geld.
- Die Passwörter werden mit der Kanzlei geteilt.
- Mein Handy hat immer die gleiche PIN und geht im Ablebensfall an die Kanzlei für 2FA. Aber das ist mir dann egal und die Dickpics von 1996 sind dann halt auch drauf.
Sorry, ich meinte exzessiv nicht wertend. Eher bewundernd, das man sich mit dem Thema so stark auseinandersetzt. Generell beim Thema IT Affinität.
Hierzu empfehle ich den Thread Testament!
Ich hab es letztes Wochenende durchgezogen und bin spontan fast vollständig von Win11 auf Linux umgestiegen.
Zum Hintergrund: Ich hab früher auch schon viel Linux genutzt, v.a. in den 2000ern. Vom Frikkelaufwand war auch alles dabei: Debian, Suse, Ubuntu, Gentoo, Arch. Aber die letzten 5-10 Jahre war ich fast nur noch auf Windows 10/11 unterwegs, vor allem auch wegen der hervorragenden Linux-Konsole.
Ich hatte aber noch eine SSD mit einem kaputten Ubuntu 19 im Rechner. Da hab ich kurz Datenrettung gemacht und dann da CachyOS drauf installiert. CachyOS basiert genau wie SteamOS auf Arch, ist aber keine dieser explizit aufs Gaming zugeschnittenen Distros.
Ich hatte ein bisschen gefrikkel mit dem Bootloader, weil ich Dualboot mit Windows doch noch haben wollte. systemd-boot kann das aber nicht, wenn die Bootpartitionen auf verschiedenen Laufwerken liegen und ich wollte den Windows-Bootloader nicht anfassen. Mit Grub ging dann aber alles.
Ich bin jetzt echt begeistern. CachyOS mit KDE sieht sooo hübsch aus ![]()
Steam, Heroic Launcher (für GOG und Epic) und Lutris konnte ich ohne Aufwand direkt aus den Paketquellen installieren und soweit läuft auch fast alles. Aber da hatte ich wegen meiner positiven Erfahrungen mit dem Steam Deck eh wenig sorgen. Aber alles geht halt nicht, manches nur mir gefrikkel, manches hat schlechte Performance (vor allem mit Nvidia) aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Absolut kein Vergleich, wie das noch vor 10 Jahren war.
Was sonstige Tools angeht war es auch kein Problem, weil ich auch unter Windows schon viel freie Software genutzt habe, die auch für Linux verfügbar ist.
Mal ein Mini-Fact aus meiner aktuellen Beschäftigung mit anderen Tools als denen von Apple. Ich hab’ immer gedacht, dieses elegante Sharen zwischen Apple-Geräten, wo man Files verschieben kann per AirDrop, aber auch auf dem einen Gerät Text kopieren und auf dem anderen einfügen kann, sei ein echt starkes Feature des Ökosystems. Hab’ mich immer geärgert, dass das mit dem PC nicht geht.
Stellt sich heraus, natürlich geht das auch mit anderen Geräten, man braucht nur eine App: Hab’ jetzt auch allen Geräten das kostenlose Open Source-Tool KDE Connect installiert, auf Windows, MacOS, Linux und meinem aktuell auf Graphene umgestellten Handy. Und was ist? Das geht alles. Hin und her und her und hin. Schon ein ganz bisschen umständlicher als zwischen iPhone und Macbook allein, aber mit einer Reihe zusätzlicher Features. Gamechanger, ehrlich.
Ich glaube, viel von der immensen Bequemlichkeit, die Apple und Google versprechen (Microsoft immerhin verspricht das nicht mal, Microsoft will, dass du leidest), ist ein Feature-Set, das man zumindest in Teilen auch auf Open Source in besserer Qualität bekommt, man muss halt nur initial ein bisschen mehr gucken.
Es wurde schon nebenher erwähnt, aber ich möchte das nochmal explizit tun: SyncThing hält Verzeichnisse synchron zwischen mehreren Geräten. Aber Peer-to-Peer, ohne Cloud; heißt sinnvollerweise hat man mindestens ein Gerät immer online, um Konflikte zu vermeiden.
Es gibt öffentliche Relay-Server; das ganze funktioniert also über NAT-Grenzen hinweg. Wenn sich die Geräte im LAN sehen geht es dafür entsprechend schnell.
Was SyncThing nicht kann, ist ala Dropbox/Google Drive Dateien für Dritte bereitstellen. Ich weiß auch nicht, ob es einen brauchbaren Klient für Apple-Telefone gibt.
Dafür ist man insachen Speicherplatz oder Dateisystem nicht eingeschränkt.
Konfiguriert wird das ganze per Web-Interface.
Ich benutze es in Kombination mit einer 24/7 laufenden VM unter anderem für
- ein Verzeichnis Sync, wo ich ein paar Dokumente lagere, die ich gern immer griffbereit habe - oder schlicht endlich mal wegsortieren muss.
- Darin das Verzeichnis Scan, das seitens der VM auch per SMB freigegeben ist, und wo mein Multifunktionsdrucker gescannte Dokumente ablegt, die ich dann am Desktop bei Gelegenheit per Kommandozeile zusammenfüge und texterkenne.
- Ein Verzeichnis Apps wo ich verschiedene portable Windows-Programme und setup.exes vorhalte, die ich von Linux aus unregelmäßig per Skript aktuell halte.
- Ein Verzeichnis .dotfiles, wo ich einen großen Teil meiner - you guessed it - Dot-Files (Konfigurationsdateien mit Einstellungen, sowie Skripte) drin hab, damit Desktop und Laptop weitgehend gleich konfiguriert sind und bleiben.
- Ein Verzeichnis AUR, wo meine selbst-kompilierten Pakete aus dem Arch User Repository landen. Hat den großen Vorteil, dass ich die nur einmal am „schnellen“ Desktop baue, und am schnarchlahmen Laptop dann direkt installieren kann.
Meine Lösungen hier sind ein bisschen gebastelt, es hält sich aber in Grenzen. Man kann halt durchaus was nettes zusammenschustern, wenn man ein paar Sachen kombiniert.
Ich will Dir das nicht absprechen, aber nur um nun Leute nicht abzuschrecken: Ich merke keinen Performace-Unterschied mit meiner Nvidia 3070 auf meinem abgehangenen Debian stable. Gibt benchmarks die sogar ein paar Prozent in die andere Richtung gehen.
Vielleicht war das zu allgemein und nur anekdotisch und Hörensagen. Ist auch ein bisschen darauf bezogen, dass AMD mehr Mühe in die Linux-Treiber steckt als Nvidia, was vor 20 Jahren noch komplett umgekehrt war.
Konkret hab ich Probleme mit Icarus, das bei mir fast unspielbar ist, während es unter Win11 rund läuft. Mit AMD soll das wohl besser sein.
Ich ziehe meine Aussage zurück ![]()
Mein letzter Stand ist auch, dass die Leistungsverluste bei Nvidia noch größer sind als bei AMD (siehe z.B. diesen Linux vs. Windows 11-Test bei Computerbase). Ich nehme allerdings mittlerweile häufiger Meldungen zu Verbesserungen am NVidia-(Open Source)-Treiber wahr, wenn ich bei Phoronix reinschaue (Link). Und unabhängig davon kommt’s sicher auch auf den konkreten Titel an, wie stark die Einbußen wirklich sind.
Wir nutzen seit Ewigkeiten MyFitnessPal. Vielleicht ist das mal einen Blick wert, aber fragt mich nicht, was da datentechnisch im Hintergrund läuft …
Ich weiß auch gar nicht, wie da so gerade die Treibersituation ist. Es gab immer den „nvidia“-Treiber, das war der closed Binär-Blob direkt von Nvidia. Der Treiber war damals die einzige Möglichkeit, überhaupt 3D unter Linux zu bekommen. Der ist jetzt teilweise open-source, oder? Aber die relevanten Bestandteile sind immer noch closed, wenn ich das richtig verstanden habe. Und dann kam damals der „nouveau“-Treiber auf, als OSS-Alternative. Aber ich weiß nicht, was aus dem geworden ist.
Ich war zu lange weg ![]()
Das ist schon im Wesentlichen immer noch so (bei AMD ist dagegen der Open Source-Treiber, auch dank zahlreicher Beiträge von Valve-Entwicklern, ziemlich brauchbar). Grundsätzlich gibt es noch den alten Open Source-Treiber für Nvidia (Noveau), der aber nicht mehr sehr aktiv entwickelt wird. Außerdem den neuen Open Source-Treiber (Nova). Der ist noch nicht auf dem Stand des proprietären Treibers, aber immerhin liefert Nvidia jetzt auch mal selbst Beiträge (siehe z.B. [1], [2]).
Aber auch beim proprietären Treiber gibt es Fortschritte und nachdem NVidia und Wayland lange nicht wirklich toll zusammen funktionierten, sieht es da jetzt merklich besser aus ([3]).
Meines Wissens ist bei Nvidia auch ein bisschen Kram vom Treiber in die Firmware gewandert, was für den Open Source-Treiber den Vorteil hat, dass potentiell mehr möglich ist als (aktuell) bei AMD, was Sachen angeht, für die man die Genehmigung von paranoiden Pappnasen (lies: HDMI-Konsortium) braucht. Stand jetzt kann NVidia unter Linux HDMI 2.1, AMD aber nicht ([4]).
Dafür gibt’s umgekehrt bei AMD keine Probleme, wenn man gern TPM-basierte Festplattenverschlüsselung nutzen möchte - bei Nvidia ist das zumindest unter Ubuntu noch eine Baustelle.
Danke für das detaillierte Update.
CachyOS hat out of the box die proprietären Treiber in der aktuellen Version 580. Und es scheint auch erstmal alles unter Wayland zu funktionieren (bis auf o.g. Icarus-Problem). Viel AAA habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Ich wusste, dass es das gibt, aber nie näher mit auseinandergesetzt. Aber das Tool ist ja sensationell.
Ich bin auch schon mehrfach über das Tool gestolpert, aber das Wort KDE darin hat mich immer abgeschreckt. Wenn man nicht den KDE Desktop benutzt, so wie ich, dann ziehen solche Programme immer Massen von KDE Abhängigkeiten an. Ich bin gerade ganz verwundert, dass es bei mir 141 Pakete als Abhängigkeiten installieren will, aber der Download von denen nur 21 MB groß sein soll.
Ich weiß nicht, welche Abhängigkeiten das sein sollten. Das ist eine App, die installiere ich, dir funktioniert?

