Das klingt für mich so, als sollten die Schwächen gar nicht erwähnt werden? Das meinst du bestimmt nicht, aber mir fällt gerade schwer, zu verstehen, was du meinst.
Ich kann die Kritik insgesamt schwer nachvollziehen. Ich habe der Spiel selbst auch nie gespielt, aber für mich klang es nicht so, als sei das Spiel nur abgewatscht worden. Einerseits wurde es natürlich im Hinblick darauf betrachtet, ob es alles erreicht hat, was es wollte, und ob auch heute noch super funktioniert (wohl eher ein „nein“), aber in meiner Hörerfahrung ist auch ganz klar herausgearbeitet worden, wieso es Menschen so im Gedächtnis geblieben ist und was an dem Spiel so faszinierend war. Dass es nicht als „Gesamtkunstwerk“ gesehen wurde finde ich also überhaupt nicht, im Gegenteil – da hätte ein AVGN deutlich erbarmungsloser auf jeder kleinen Schwäche herumhacken können.
Wie ich es meine steht in den Sätzen danach - ich dachte eigentlich, dass das klar verständlich ist. An Schönfärberei habe ich kein Interesse, aber aus meiner Sicht spiegelt die heutige Einordnung von ICFD nicht das wider was es damals für einen Aufschlag bei uns Spieler machte - simple as that.
So war mein Feedback auch nicht gemeint - es wurde nicht per se abgewatscht - es wurden ja auch die positiven Dinge genannt. Aber für mich wurde es (wieder einmal) in seine Einzelteile zerlegt, aber das Bild das aus diesen Einzelteilen gebaut wurde blendet einen guten Teil der Faszination von damals aus. Und klar ist das auch von mir subjektiv - aber mein Feedback beschränkt sich ja nicht nur auf IFCD - es war nur der Aufhänger.
Guter Punkt - Danke. „Damals“ konnte ich aber noch nicht wissen was „Heute“ gut funktioniert. Wir haben jedes Spiel basierend unseres damaligen Horizontes und Kenntnisstandes eingeordnet. Deswegen meine ich ja ist es schwierig ein Spiel heute zu bewerten, welches man „damals“ nicht gespielt hat. Man landet logischerweise dabei das Spiel analystisch zu betrachten -zumindest würde es mir auch so ergehen.
Gesamtkunstwerk ist im Zusammenhang von ICFD sicher übertrieben und man sollte mein Feedback nicht rein nur auf ICFD beschränken. Nachdem mich mein Eindruck schon länger verfolgt wollte ich es mal als Feedback posten - nicht mehr und nicht weniger.
Ach, ich bin nicht sicher, ob die Cinemaware-Sachen je als „Gesamtkunstwerk“ funktioniert haben. War es nicht bei DotC auch so, dass man halt die Grafik geil fand und den Strategiepart ok und den Rest gehasst hat?
Aber egal, Danke für das Feedback.
Ist schön, wenn wir Lust auf Spiele machen und oft ist das ja auch so, dass Spiele mechanisch gut gealtert sind und man das mit Überzeugung sagen kann. Das ist m.E. bei ICftD nicht der Fall, da hat es dann doch keinen Sinn, sich die ganze Zeit in „Boah, wie geil war das damals“ zu ergehen. Ist ja nicht so, dass wir das nicht erwähnen, aber das so durchgängig aufrecht zu erhalten, dass es die realistische Einschätzung trumpft, ist doch… meh? Das negiert ja meine Erfahrung von damals nicht, wenn ich es heute in der Analyse für kein gutes Spiel mehr halte? Ich höre auch keine Neue Deutsche Welle mehr, das hatte seine Zeit, war damals schon toll und fresh und alles, aber wenn man es mit dem Blick des Historikers einordnet, ist es musikalisch halt schon nicht so geil (jaja, Ausnahmen).
Hmm, ich hab die immer erschossen. Okay vielleicht hab ich das Spiel nicht verstanden, aber die ASMs hab ich noch. Dann war das einfach eine falsche Antwort. Danke auch für den Schock an den Beantworter.
Tölpelhaft falsch geschriebene Spieletitel in Magazinen, zum Beispiel „It Came from the Dessert“ oder „Die Drachen von Laos“, waren damals nicht unüblich. Man hat sich als Leser fast schon gefreut, wenn ein Spielename mal durchgehend richtig geschrieben wurde. Es war ziemlich respektlos dem Spiel gegenüber.
Heute finde ich das merkwürdig, denn der Spielename steht ja gross auf der Packung und im Intro, und auch auf den Disketten. Wahrscheinlich war es etwas, was beim Probelesen übergangen wurde. Man konnte keinen Duden nehmen, sondern hätte extra nochmal das Spiel anschauen müssen, um die Schreibart zu verifizieren.
Die Redakteure müssen das jetzt im Nachhinein sehr peinlich finden, denn es wurde in zehntausenden Heften gedruckt.
Aber gerade in dieser Folge hat Gunnar doch sehr gut dagegen gehalten? Ich fand das eigentlich sehr rund so (bin, glaub ich, auch mehr in Chris’ Camp - selbst wenn ich die Spiele früher gespielt habe - einfach weil unsere Spielzeit endlich ist, im Gegensatz zum Spieleangebot) - es ist doch eigentlich ganz spannend zu sehen ob alte Spiele so einer kritischen Betrachtung standhalten, gibt ja auch genug Oldies die man sich (abseits von gewissen Comfort-Features) gut geben kann. Fand jedenfalls das gerade das diese Folge gut beide Punkte (also Faszination früher und heutige Wahrnehmung) abgehandelt hat.
Die Folge fand ich ganz ok, aber auch kein Highlight. Dafür fehlte mir wahrscheinlich die persönliche Erfahrungen und dem Spiel Qualitäten, die den eigenen Zeitrahmen transzendieren.
Nicht so glücklich war ich hingegen mit den Einspielern von Christian Genzel und Rahel Schmitz. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach haben sie den Podcast nur unnötig verlängert. Hier hätte ich mir eher einen kurzen Verweiß auf die tolle Pixelkino-Folge gewünscht. Bei Rahel Schmitz Beitrag hingegen…einfach nichts. Bitte mir das nicht allzu negatv ankreiden, aber ich fand ihren Beitrag hauptsächlich banal, der inhaltlich über ein Zusammenfassen von „Standard-Popkukltur-Wissen“ nicht hinaus kam, dafür aber deutlich zu lang ausfiel Eventuell hätte eine begleitende Monters-Menagerie-Folge mehr Sinn ergeben. In einem zeitlich nicht so eng gesteckten Rahmen hätte sie vermutlich ihre Kompetenzen wesentlich besser einsetzen können.
Das. Der von Christian war einfach zu lang und Rahels Beitrag hättet ihr einfach in zwei Sätzen zusammenfassen können - da hätte es keinen Einspieler gebraucht der den Fluss des Casts unterbricht. Eure Tendenz, für alles mögliche immer den oder diejenige ExpertIn (TM by Gamestar) einzuspielen nimmt in letzter Zeit etwas überhand.
Davon abgesehen mochte ich die Folge, ich habe aber zu dem Spiel auch keinerlei persönliche Bindung.
Mh, so verschieden sind die Geschmäcker. Mir haben beide Einspieler sehr gut gefallen. Sowohl inhaltlich, als auch die jeweilige Einführung in den Podcast (Huch, es materialisiert sich eine Horroexpertin Spiele von Cinemaware (sic!) schreien geradezu nach einer filmischen und pop-kulturellen Einordnung.
Ja klar, weiter „oben“ gab es ja auch schon einen positiven Beitrag dazu. Die Einordnung in einen größeren Rahmen habe ich prinzipiell nicht verneint, ich halte sie nur in separaten Podcasts für wesentlich sinnvoller platziert.
Ja, sehe ich auch so. Bei meiner Kritik war ja ICFD nur der Aufhänger - der für mich eigentliche Hauptpunkt ist, dass mir die „alten“ Podcasts besser gefallen haben weil es diese „klein/klein“ Betrachtung nicht in dem Ausmaß gab - das Niveau ist mittlerweile extrem professionell geworden und für mich ist dabei etwas verloren gegangen. Im Prinzip kann man es auch mit der Entwicklung in der Spieleindustrie vergleichen. Es wurde den Spielen immer mehr production values hinzugefügt - was aber nicht automatisch zu bessere Spiele führt - die Spiele werden meist größer und schöner dadurch - aber der Spielspaß kann trotzdem auf der Strecke bleiben.
Damit das aber auch richtig eingeordnet wird - ich habe nicht vor den Podcast nicht mehr zu hören, oder mein Patreon zu kündigen. Ich sehe schon was das Team alles über die Jahre dem ganzen hinzugefügt hat - stayforever ist nach wie der beste Retropodcast - das Angebot sucht seines gleichen und schon alleine wegen dem Quiz würde ich dabei bleiben ;), aber etwas mehr Charme der alten Tage wäre schön.
Das waren exakt meine Gedanken, wollte ich aber nicht so hart ausdrücken. Die beiden machen einen tollen Job, bringen mir aber in dem Podcast keinen relevanten Mehrwert. Eine kürzere Einordnung von Chris und Gunnar hätten mir da völlig ausgereicht - das hat es für mich nur in die Länge gezogen → siehe oben production values. Pixelkino für sich finde ich gut - aber ich brauche jetzt nicht im Hauptpodcast für alles nen Experten. Hat aber sicher jeder seine eigene Meinung.
Edit: Was Team sehr positiv gemeint war, aber ich auch als nervend empfinde sind die „Einspieler“ wo versucht wird das Spiel, oder ein Level tiefer zu beschreiben, oder reinzuhören. Richtig bewusst wurde mir das bei Monkey 2 wo ich es komplett deplatziert fand. In Worten zu berschreiben was visuell auf dem Bildschirm so passiert kann nicht gelingen - auch kann man den Wortwitz kaum einfangen - das muss man einfach selber erspielen.
Ich fand die Einspieler sehr gelungen (musste bei der Monster Menagerie Melodie richtig schmunzeln )
Die Folge fand ich auch schön, gerade weil ich das Spiel selbst ebenfalls als nicht vollumfänglich gelungen empfunden habe und mich jetzt bestätigt fühle
Verstehe ich.
Finde persönlich die kritische Auseinandersetzung sehr gut und meinem Eindruck nach verkommt es in den meisten Fällen nicht zu einer reinen Aufzählung von Elementen (wie man im Forum nachlesen kann war ich ja gerade bei SSF recht kritisch wenn da quasi die Spielanleitung vorgelesen und jede Button-Belegung erklärt wurde) sondern es wird ja schon in einen Gesamtkontext gepackt und es wird ja oft genug was „Wertvolles“ gesagt. Tatsächlich könnte es mir bei dem einen oder anderen Spiel sogar noch mehr in die Tiefe gehen, ist ja durchaus eine Kunst nur zu erzählen warum etwas funktioniert oder Spaß macht.
Kann mir schon gut vorstellen das da vielleicht die gehörte Leidenschaft der Anfangstage flöten gegangen ist und der DIY-haftigkeit natürlich auch einen gewissen Charme hat. Und auch klar, wenn man jetzt weiß wie dieses und jenes im Detail funktioniert ist natürlich auch ein Stück der Magie weg.
Vielleicht braucht es doch noch ein lockeres Laberformat für die beiden? Die Challenge - unvorbereitet und frei von der Leber weg erzählen. FON nur mit (aktuellen?) Spielen?
Es kamen ja schon öfter Spiele nicht so gut weg bei mindestens einem der beiden, aber diesmal kam irgendwie nicht rüber, welchen Impact das so auf die Spielerschaft hatte, woher die hohen Wertungen kamen, warum es 30 Jahre später noch so viele Fans hat. Ist vielleicht irgendwie zwischen Entstehungsgeschichte und Meinung verloren gegangen
Ich habe mir im Gegenteil schon oft nach dem Hören einer Folge gedacht: Gut, dass die das besprochen haben, wieder ein verpasster Klassiker weniger, den ich „manuell“ nachspielen muss
Tatsächlich fand ich aus dem Grund Folgen über Spiele, die ich selbst gut kannte, immer etwas uninteressanter.
Ich habe mich eben gefragt, warum mir so ein Spielablauf als Audioformat bei den regulären SF/SSF Folgen und auch bei Down to the Detail überhaupt nicht gefällt. Stay Forever Spielt gefällt mir dagegen großartig. Der Grund ist, dass bei Stay Forever Spielt aktiv diskutiert wird, wie man weiter kommen könnte, und geknobelt wird, weil die Moderatoren nichts über das Spiel wissen. In diesen Diskussionen liegt der Reiz für mich. Bei den anderen erwähnten Audiobeiträgen wird das Spiel dagegen erklärt, als würde man einen Film des Spieles gucken, wo alles perfekt gespielt wird. Das finde ich blöd, weil dann kann ich auch selber spielen und die visuelle Erfahrung haben (oder, wenn man drauf steht, ein Longplayvideo angucken).