Musik: Analog oder Digital

Moin zusammen,

angespornt durch Gunnars Platten-Doppelung frag ich mal die geballte Retro-Runde:

Wie hört ihr eigentlich Musik? Richtig gezielt mit Platte/CD oder gar Tape? Oder rein digital und vielleicht nur beiläufig?

Hintergrund ist, dass erneut angespornt von Gunnars Aussagen, dass der Geschmack ja irgendwann erstarrt, seit Beginn des Jahres mithilfe von ChatGPT neue Bands entdecke. Ich geb der KI mit, was ich so mag in nem bestimmten Genre und sammle dann Vorschläge, baue in Spotify ne Playlist und teste die Songs aus. So bin ich mittlerweile auf Sleep Token, Ghost, Against Me! und Dayseeker gestoßen.

Aber wie man sieht: Ich mach das via Spotify, damit ich da im Auto reinhören kann. Oder während der Arbeit. Aber ich wunder mich seit einiger Zeit, ob ich nicht analoge(re)s Hören via Platten vielleicht besser fände. Ich bin jetzt kein audiophiler Mensch, soll heißen: Ich hab z.B. Noise Cancelling Kopfhörer von Sony, super für weniger Geräusche drum rum. Aber ob die Musik dadurch besser klingt, weiß ich nicht als durch meine 40€-Sony Kopfhörer, die ich sonst oft benutze. Ich hör den Unterschied da nicht so klar.

Vielleicht sehn ich mich auch unterbewusst nur nach meiner Teenager-Zeit, wo das neue Album (auf CD) gekauft wurde und dann erst mal in Ruhe gehört. Mit der Ruhe ist das heutzutage ja eh so ne Sache mit zwei kleinen Kindern. :sweat_smile:

Andererseits graut es mir jetzt schon vor zig neuen Geräten im Haus, Verkabelung und dann noch irgendein Lautsprecher-Gefrickel. Vielleicht ist meine Vorstellung von Platten hören romantischer als die Realität, ich weiß es nicht. Wie stehts da bei euch?

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Hauptsächlich digital, die Schallplatten sind kindersicher eingemottet. Hab momentan weder Platz noch Lust, mir wieder einen ordentlichen Plattenspieler hinzustellen. Da gewinnt einfach digital.

ich höre möglichst gar keine Musik. Wenn dann ein wenig Youtube SID-Spaß :slight_smile:

Neulich hab ich allerdings den Plattenspieler meiner Mutter entstaubt und ein paar grandiose (klassische) Lieder gehört; die Qualität des Hörens ist wirklich etwas ganz anderes :heart:

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Was den Titel angeht: why not both? :slightly_smiling_face:

Wobei man einschränkend sagen muss: ich physische Medien schon gern und habe auch eine mittelgroße CD- und LP-Sammlung, aber der Großteil des täglichen Musikkonsums findet schon rein digital statt - per Sonos-Lautsprecher oder, wenn ich mal etwas fokussierter hören möchte, per USB-DAC (Topping DX5 Lite) und Kopfhörer (AKG 612 Pro). Aber hin und wieder ist mir dann eben auch mal nach Vinyl-Sound und bewusstem Hören und dann hole ich etwas aus der Sammlung.

Ich kann das auch nicht so 100% unterschreiben mit dem einfrierenden Musikgeschmack. Natürlich sitze ich nicht mehr, wie zu Studienzeiten, regelmäßig im Musikladen und höre die neuesten Sachen an oder stöbere monatlich in Musikmagazinen, aber zumindest eine ganze Weile hat Youtube ziemlich gut zur Entdeckung neuer Sachen funktioniert (mittlerweile leider deutlich schwächer geworden, weil mehr vom gleichen auf der Startseite landet), und ich bekomme auch immer mal wieder interessante Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld. Und ein Teil davon landet dann auch in meiner Sammlung (die Kaskade ist da grob: Youtube → Apple Music → Bandcamp (digital) → Vinyl).

So viele Geräte und Kabel braucht man m.M.n. auch gar nicht - und wenn ich das in meiner 3-Zimmer-Wohnung hinbekomme, sollte das für Hausbesitzer schon auch machbar sein :wink: . Die Sache mit den Kindern ist aber natürlich nochmal eine Dimension, wo man überlegen muss, wie man Raum und Ruhe für den eigenen Musikgenuss schafft. Aber vielleicht ist zumindest ein kleines (Wo-)Man-Cave mit Plattenspieler, Phonoverstärker und Kopfhörer drin, wohin Du Dich mal abends für eine halbe Stunde zurückziehen kannst.

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Größtenteils sammle ich Musik digital, bzw. physisch, um es zu digitalisieren. Ausnahmen sind eine Hand voll Bands, von denen ich eben auch mal was im Regal stehen haben möchte oder wenn es mal 3-4 Live-Blu-Rays sind oder so.

Neues kommt durch Konzerte (Z. B. Vorbands), Freunde oder wenn ich mal bei Spotify so ein Band-Radio anmache und dann mal was reingeshuffelt wird oder wenn man eine Playlist anlegt und sich unten denn noch Vorschläge anzeigen lässt. Im Alltag sind es aber schon 80-90% bekannte Dinge, die ich höre.

Ich bin auch oft eher in der Nische unterwegs, wenn ich Soundtracks sammle. Teilweise auch in CD-Form, machmal auch eine SACD, meistens wenn es um Collectors Editions geht, die eher in limitierter Auflage kommen und die man dann auch so nicht bei Spotify findet. Mit dem Ziel sie in hoher Qualität zu digitialisieren…

Plattenspieler habe ich irgendwie verpasst und ich höre in der Regel auch kein ganzes Album mehr durch, sondern erstelle mir Listen mit Dingen, die ich dann hören möchte und die dann im Shuffle laufen - Da käme man mit den Platten überhaupt nicht hinter her :sweat_smile:

Als Hardware habe ich am Laptop eine FiiO K7 DAW mit Beyerdynamic DT 770 Pro X und als SoftwareEQ FX Sound dazwischen geschaltet. Damit kann man dann auch mal raushören, dass ein Unterschied zwischen einer normalen CD und einer SACD besteht und auch wenn man mal von Quboz sich Audio in der höchsten Qualität zieht, was da alles noch an Details, Räumlichkeit und Tiefe teilweise in den Liedern steckt… Gerade bei Soundtracks gehen da einem manchmal echt die Augen auf :smiley:

Stets gezielt.

Daheim gerne auf Vinyl, ab und an digital über die Anlage (Pioneer Verstärker und Teufelboxen, nichts hochpreisiges). Ich habe wenige hundert Schallplatten in meiner Sammlung, pro Jahr kommen vielleicht 10 bis 15 Stück dazu. Weniger ist mehr, dafür werden diese dann auch ausgiebig gehört.

Unterwegs logischerweise nur digital als mp3 über Handy mit Teufel In Ears. Immer ausschließlich Alben (war in einem anderen Thread gerade Thema). Keinerlei Streamingdienste, kommt für mich aus Prinzip nicht in Frage. Ausnahme: Bandcamp (da kaufe ich auch die meisten digitalen VÖ, ca. 30 Releases pro Jahr), darüber kommt wenigstens etwas Nennenswertes bei den Künstlern an.

Und der Aussage, dass der Geschmack irgendwann erstarrt, kann ich nicht zustimmen. Gehört wird, was gefällt, und da wird meine Bandbreite (momentan von Klassik über Pop bis Death Metal) eher größer als kleiner. Momentane Neuentdeckung: The Baboon Show. Und mit dem Gesang hätte man mich vor zehn Jahren jagen können.

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Falls Du schon mal in einem ähnlichen Thread stöbern möchtest - hier steht auch schon einiges auf Deine Fragen: Das Album-Gefühl

Ich sammle gezielt deutsche Hip-Hop-Platten aus den 90ern, hab eine recht nette Sammlung mittlerweile.

Allerdings ist fast das erste, was mit den einzelnen Platten passiert, dass ich sie erst digital aufnehme (mit kalibriertem Equipment), dann die Lautstärke normalisiere (weil der Aufnahmepegel zwischen Schallplatten enorm schwankt). und dann das ganze mit iTunes oder im Auto digital höre.

In den 90ern waren Schallplatten oft noch anders als die dazugehörigen CDs. Bei Alben gab’s andere Track-Anordnungen, teilweise andere Tracks, und bei analog aufgenommenen Platten hörte man manchmal noch mehr oder weniger absichtliche Sachen, die dann für den CD-Master rausgeschnitten wurden.

Bei 12" wird es dann ganz extrem, weil ja fast immer mehrere Versionen der Songs drauf ist, und die B-Seite ziemlich oft was ist was es auf Alben oder generell CDs gar nicht gab.

Ich liebe es, diese für mich neuen Dinge zu entdecken, höre aber ganz gerne „bequem“. In Bezug auf Soundqualität hab ich das mathematische/elektrotechnische Hintergrundwissen um in harten Zahlen zu wissen, dass mein digitaler Abzug exakt genau wie das analoge original klingen kann, von daher da kein Nachteil.

Ab und zu wird eine „besondere“ Platte mit Freunden stilecht vom Plattenteller heraus angehört, das ist aber eher die Ausnahme.

Halte ich für unmöglich. CD kann Töne bis zu 22,05 kHz mit ca. 90 dB Signal-/Rauschabstand (durch die 16-bit Quantisierung) abbilden.

Soweit ich weiß wurde kein einziger Mensch gefunden, der nennenswert über 20 kHz hören kann. (Ich lasse mich gerne eines besseren Belehren, mit echten Beweisen.) Theoretisch können wir Signale mit über 90 dB Abstand zwar unterscheiden, aber auch nur, wenn eines davon etwa die Lautstärke eines Presslufthammers hat, und so laut hört man Musik zu Hause dann eher selten.

Wer bei einem „besseren“ Format einen Unterschied hört, ist m.E. ein medizinisches Wunderwerk. Vermutlich ist die SACD einfach anders abgemischt, oder wird lauter abgespielt. (Bekanntes Phänomen: Selbst kleine Anhebungen der Lautstärke klingen im Vergleich „besser“, beliebter Trick von HiFi-Händlern.)

Das Problem mit digitalem Audio ist, dass wir Menschen soooo gerne optimieren, im Vergleich zu aber z.B. Fernsehern, wo heute noch viel Verbesserungspotenzial besteht, schon in den 80er Jahren längst über menschliches Wahrnehmungsvermögen hinausgeschossen sind. So langweilig!

Ich hab als Kind angefangen mit der Schlagersammlung (Sammlung ist da sehr beschönigend) meiner Eltern auf Vinyl.
Danach hatte ich einen Palladium (Neckermann Marke) Kassettenrekorder was eine neue Freiheit war. Kleiner, unkomplizierter zu handhaben und von Musik bis eigene „Hörspiele“ konnte ich aufnehmen was mir gefiel. Einen „Walkman“ (er war von Aldi) hatten wir auch mal, aber das war nicht so mein Ding. Zu der Zeit war der Batterie Nachschub einfach ein Problem für mich und hat mir das vergällt.
Und relativ spät wurde es dann eine billige Mini „Anlage“ mit CD Player. Da habe ich dann erst angefangen mir Musik auch wirklich zu kaufen und Alben zu hören.

Irgendwann kam mein bester Freund und meinte: Es gibt da was total geiles Neues, das nennt sich MP3. Und ich: Das ist ja gut und schön aber … ICH HABE KEINEN PLATZ.
Zu der Zeit habe ich viel mit Grafik und Rendering gemacht und Speicherplatz war die Hölle. Ich hatte ein ZIP Drive und ab und an bin ich damit zu der einzigen Person die ich kannte mit CD Brenner und in einem stundenlangen Prozess haben wir das dann kopiert und gebrannt. Was Speicherplatz anging eine furchtbare Zeit.
Aber prinzipiell war ich MP3 zugetan und nachdem dann irgendwann auch ein eigener CD Brenner da war und die Platten größer wurden bin ich wie alle auch in einer Napster Phase gewesen.
Der nächste Schritt waren die mobilen MP3 Player und irgendwie wurden da Produkte angekündigt, aber nix kam so richtig ausm Quark.

Mein erster MP3 Player war dann der iRiver. 2004 - puh das war echt spät :smiley: Aber geiles Teil - bis ich ihn in der Waschmachine gewaschen habe.

Von da an war eigentlich mit MP3 eigentlich mein gewünschter Idealzustand erreicht tatsächlich.
Ich hab mir schon noch CDs mal bestellt aber die wurden halt sofort gerippt.

Die Wende kam dann erst 2024, da habe ich mir dann einen Plattenspieler und dann auch Verstärker, Boxe, Subwoofer gekauft. In der Nase hatte ich das schon lange, aber ich hatte nie eine „Anlage“ und selbst wenn man gebraucht/refurbished kauft (was ich gemacht habe) dann ist das ein Batzen Geld.
Und dazu habe ich mir gedacht: Ja, dann steht der Kram da und nach 2 Wochen ist das Interesse weg …

War dann nicht ganz so. Es ersetzt die MP3 nicht, aber ich mag es mir ein Album rauszuchen einer Scheibe, mir zu überlegen wie jemand vor über 50 Jahren sich das Ding irgendwo gekauft hat, wie sein/ihr Leben aussah.
Oder einfach im Home Office eine CD oder Kassette anzumachen. Rein logisch macht das keinen Sinn, aber das Gefühl ist eben doch ein ganz anderes.

Mittlerweile habe ich einen Grundig C410 - der einfach schick ist und auch gut funktioniert. Aber da ich dann die Anlage hatte wollte ich noch was „richtiges“ haben und hab mir einen Denon DRM-710 3 Kopf geholt. Ich hatte immer nur Billig Kassettenrekorder, ich war überrascht, wie gut Kassetten noch klingen können. Aber die „Moderne“ Bedienung fühlt sich off an, für das echte Kassettenfeeling ist der Grundig the real thing.

Dazu ein Marantz CD-63 Special Edtion und ein DUAL CS 701 Direct Drive. Also mein Plan ist, dass ich mit Audio Hardware komplett durch bin.

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Da ich über gar keine Sammelleidenschaft verfüge, war für mich das Aufkommen von Streaming ein Segen. Physische Medien besorge ich mir nur noch, wenn deren Inhalt via Streaming nicht erhältlich ist oder wenn sich diese durch ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal auszeichnen. Dies bedeutet für mich, dass ich mir nie wieder eine CD gekauft habe, denn qualitativ hochwertige Musikalben erhalten ich ja auch mit exakt gleichem Inhalt im Streaming. Musikkassetten haben mich qualitativ nie überzeugt, weswegen ich mich von diesen getrennt habe und diesen technologischen Zwischenschritt auch nicht vermisse. Einzig meine Drei Fragezeichen Hörspielkassetten aus meiner Kindheit, habe ich aus nostalgischen Gründen behalten.

Was ich mir vor eigen Jahren wieder angeschafft habe, ist ein Plattenspieler und ich kaufe mir regelmäßig Schallplatten, vor allem gebrauchte, eben wegen der Alleinstellungsmerkmale gegenüber Streaming und CD:

  • Eine Platte aussuchen und auflegen ist immer ein kleines aber feines Event, dass ich aufregend und beruhigend zugleich finde.
  • Keine Platte klingt völlig identisch zu einer anderen.
  • Es gibt jede Menge außergewöhnlicher Plattenalben, die sucht man im Streaming oder auf CD vergeblich.
  • Das außergewöhnlich weiche Klangbild gibt mir geradezu das Gefühl, in der abgespielten Musik ein wohliges Bad zu nehmen.
  • Die damit verbundene Aufmerksamkeit, die ein Plattenevent einem „abverlangt“: Dies sorgt bei mir dafür, dass ich selbst mir gut vertraute Musik auf eine viel intensivere Art und Weise neu erleben kann.

Wenn es um Filme geht, geht nichts über Streaming. Filme bedeuten mir nicht mehr so viel wie einst und müssen daher von mir nicht physisch besessen werden.

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Inzwischen rein digital. Ich reise sehr viel, da ist mein Musikkonsum sonst nicht tragbar.

Ich suche aktuell zwar nach alternativen, aber Spotify ist aktuell mein Service der Wahl.

Neue Musik finde ich meist auf ganz normalem Wege (z.B. den Radio-Modus von Spotify), aber häufig auch, indem ich schaue, was so in der Stadt und insbesondere auf Festivals spielt. Da auch gerne nicht lokal - Frankreich ist zum Beispiel musikalisch sehr reichhaltig und da grab ich gerade etwas. Die Release-Liste von Pitchfork is auch immer interessant.

Ich habe allerdings eine LP-Sammlung (inklusive einiger Sammlerstücke von Sounds of Subterrania) und hin und wieder habe ich Zeit dafür.

Ich gehöre zur kurzlebigen Generation der MP3-Sammler. Meine CDs liegen nur noch im Keller herum und nostalgische Gefühle gegenüber Schallplatten hege ich nicht, Streaming ist aber auch nicht mein Fall - ich möchte MP3s auf meiner Festplatte oder meinem Handy haben und von dort jederzeit abspielen können.
Was die Hörgewohnheiten angeht - leider ist Musik in meinem Alltag (abseits von Tanzpartys mit meiner Tochter) degradiert worden zur Hintergrundbeschallung für den Fall, dass ich mich auf etwas konzentrieren muss, etwa bei Arbeit und Recherche. Für alle anderen Situationen gewinnt der Podcast oder das Video. Ich frage mich, ob die kulturelle Bedeutung der Kunstform Musik wegen dieser erstarkenden Konkurrenz abnimmt - aber das ist eine andere Diskussion.

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Ganz unterschiedlich. Die Verbrauchsmusik höre ich digital, einfach weil das Handy bei der Gartenarbeit praktischer ist als den Plattenspieler rumzuschleppen. Vinyl höre ich wenn ich Lust drauf habe, bzw. wenn ich die Platte nicht digital besitze. Manchmal höre ich auch noch meine Kassetten. Ich habe sogar einen neuen Walkman, den benutze ich aber eher selten. Meistens halt mein altes Tapedeck. Da ist auch der Grund das ich vieles nicht digital habe. Gleiches gilt für meine CDs.

Es gab mal eine zeit, da hatte ich alles digitalisiert und Kiloweise MP3 rumliegen, aber irgendwann hab ich das alles gelöscht. Man hat sich das zwar digitalisiert oder ge-eselt, aber faktisch hab ich das meiste nie angehört. In mp3 suchen macht mich einfahc nicht an. Wenn ich Musik bewusst höre, will ich auch das suchen in physischen Medien dabei haben.

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Das mit den Trickserein mag sein. Vom Loudness-War kann man ja auch einiges nachlesen. Ich bin da auch kein Experte und es gibt sicherlich auch viele Cash-Graps… Hatte mich vor ein paar Jahren nur mal in die Basics eingelesen und dann mittelteure Hardware angeschafft :hugs:

Die handvoll Dinge, die ich da habe und die ich meine, sind aber definitiv unterschiedlich. Das go-to Beispiel ist die SACD von Blade Runner. Das ist eine 6-Channel Mischung mit 88,2khz, 24bit und ~8150 kbps. Die Tracks sind ca. 10 mal größer als ein normaler Flac File und es ist dadurch auch einiges mehr an Räumlichkeit, Klarheit und Detailreichtum drin als bei bei den normalen Soundtrack-Veröffentlichungen. Auf den o.g. iRiver Player würden nur 3-4 Tracks davon passen :laughing:

Braucht man das? Weiß ich nicht, aber es macht auf jeden Fall bei den letzten 10-20% nochmal was aus… Wenn man es sich leisten will…

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Das ist eine 6-Channel Mischung mit 88,2khz, 24bit und ~8150 kbps. Die Tracks sind ca. 10 mal größer als ein normaler Flac File

CD ist schon komplett unkomprimiert, und FLAC ist verlustfreie Kompression. Da gibt es also bis auf die Dateigröße gar keinen Unterschied. 88,2 kHz und 24 Bit sind zum Hören völlig egal. Dein Ohr kann maximal 20 kHz hören (wahrscheinlich sehr viel weniger, erst recht wenn du über ca. 25 bist), und nach Nyquist braucht man dazu die doppelte Samplerate, ergo ca. 40 kHz. CD hat ~44 kHz, für Töne bis zu ~22 kHz, also schon von Haus aus mehr als jegliches menschliches Ohr wahrnehmen kann.

Das einzige, das einen Unterschied machen kann, sind die 6 Kanäle. Sofern du 6 Boxen hast. Denn wenn du über Kopfhörer hörst, reichen die 2 Kanäle der CD komplett aus, denn du hast ja auch nur zwei Ohren!

Bitte glaube mir, von jemandem der die harte Mathematik dazu bis in kleine Details durchstudiert hat: Es kann keinen Unterschied geben. Alles über ~44 kHz will dir nur was verkaufen, durch Lügen. 24 Bit haben tatsächlich eine Daseinsberechtigung, aber nur beim Aufnehmen und Mischen, weil man dann mehr Headroom für unterschiedliche Signalpegel hat, bevor das Endprodukt normalisiert ist.

Bei mir hat sich eingebürgert, dass ich beim Pendeln im Auto auf der Fahrt zur Arbeit Musik höre, auf der Fahrt zurück Podcast. Das ist ganz unabsichtlich. Morgens bin ich voller Energie und Gedanken, und dazu passt ein Podcast irgendwie nicht. Abends bin ich behäbig, das Auto dümpelt mit Abstandstempomat vor sich hin, und ich freue mich, mich auf einen Podcast zu konzentrieren.

Es gibt Ausnahmen. Wenn ich merke, dass ich beim Podcast zu oft zurückspulen muss, schalte ich doch wieder Musik ein; offenbar ist mein Gehirn dann zu beschäftigt.

Besonders morgens höre ich Musik dann sehr „bewusst“.

Muss ehrlicherweise gestehen, dass ich ein langweiliger Digital-Sammler bin. Ich kenne Schallplatten noch, durfte sie aber lange einfach nicht selbst auflegen, weil meine Eltern Angst hatten, dass ich was kaputt machen könnte. Bin daher vorwiegend Kassettenkind gewesen, Walkman-Phase inklusive. Von da war der Bequemlichkeitsfaktor zur CD naheliegend und anschließend das Portabilitätsargument für MP3 wiederum sehr überzeugend. So ist meine Musiksammlung um MP3s herum entstanden. Denen bin ich bis heute treu geblieben, trotz bereits mehrfacher Datenverluste und Speicherplatzprobleme. Für Streaming kann ich mich nicht erwärmen, besonders weil bereits zu viele Lieder/Liedvarianten, die mir gefallen, erst gar nicht im Streaming verfügbar sind. Der Marke Walkman bin ich dafür immer noch treu, Sony macht einfach mit die besten Musik-Player. Ich mag es außerdem, gezielt Lieder ansteuern zu können, meine Playlist ist meist auf Shuffle eingestellt. weswegen Schallplatten nicht meiner bevorzugten Konsumweise entgegen kommt.

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Da geht es mir ganz ähnlich, aber eigentlich auch nicht. :slightly_smiling_face:

Eigentlich gehöre ich auch zu den MP3-Sammlern! Meine CDs staubten jahrelang ungenutzt im Regal vor sich hin. Neuerscheinungen wurden umgewandelt und archiviert und danach haben die Scheiben i.d.R. nicht mehr das Tageslicht gesehen. :sweat_smile:

Allerdings haben sich meine Hörgewohnheiten mit der Zeit dann doch geändert. Vor einigen Jahren hatte ich mir ein Box Set gekauft, in dem sowohl CD und LP drin waren, und dass habe ich dann tatsächlich zum Anlass genommen komplett auf Vinyl umzusteigen, auch wenn ich da früher absolut keine Berühungspunkte mit hatte. Den Großteil meiner CD-Sammlung habe ich verkauft und direkt in neue LPs investiert und inzwischen sind die Regale recht gut gefüllt, fast alles, was in meiner Jugend noch auf CD angeschafft wurde (war schließlich damals der neue heiße Scheiss - wer braucht da schon diese alten, schwarzen Langrillen ?!?) :face_with_spiral_eyes: steht inzwischen im Großformat wieder im Regal und ich habe riesen Spass daran, vor allem weil man die Musik auch wieder intensiver und die Alben am Stück hört, und nicht jeden zweiten Track weiter skippt, weil man eh nur die (vermeintlichen) Hits hören will.

MP3 und Streaming nutze ich seitdem eher selten, auf Partys, wenn man Abends im Garten sitzt oder unterwegs ist, wobei in dem Fall bei mir dann inzwischen auch eher Podcasts zum Einsatz kommen.

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Ich glaube, die Talsohle ist durchschritten.

Klar, die populäre Musik mit all ihren Nischen ist nicht mehr die dominierende heiße Scheiße, die sie bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war. Aber nach schwierigen Zeiten sehe ich hier eine starke Reanimation, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau. Konzerte (groß und klein) und Festivals werden gut besucht, Verkaufszahlen von physischen Trägern steigen (auch hier auf einem anderen Level als früher, aber dennoch), einige gedruckte Musikmagazine können sich etablieren und gut behaupten, der Merchandiseanteil ist vielleicht höher als je zuvor…doch, ich gestehe der Musik allgemein weiterhin eine starke kulturelle Bedeutung zu, auch bei jüngeren Menschen (siehe K-Pop). Wenn auch anders als früher (als, wie wir gerade hier in diesem Forum wissen, alles besser war).

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