ich weiß lange und ausufernde Diskussionen wirklich zu schätzen, und hier erweitert sich im Verlauf offenbar auch das Feld, was ich nebenbei inzwischen für eine Strategie halte.
Ich weiß, daß ich inzwischen durch fortgesetzt andauernden „Kulturkampf“ schon ein bißchen angeschossen und und empfindlich bin, aber immer wieder werden, übrigens ähnliche, „Angriffspunkte“ gewählt, um am Ende beim Großen und Ganzen und eben EXAKT der Auseinandersetzung über angeblich unvereinbare Standpunkte zu landen, bei denen meiner Meinung nach der Quell vieler Angriffe tatsächlich unvereinbar mit einer funktionierenden liberalen freiheitlichen Gesellschaft IST, sonst Standpunkte und Meinungen aber prima immer und weiterhin gut nebeneinander existieren können.
(Da „liberal“, nicht das Fdp-Liberal, sondern in seiner tatsächlichen Bedeutung teilweise schon als zu bekämpfen gilt, ich halte das wirklich für eine unverzichtbare Grundlage einer Demokratie, die bedeutet, daß eben jeder seine Freiheit hat und leben kann).
Meist, hier war das auch schon zu „bewundern“ ist die erste Charakteristik, daß Frauen angegriffen bzw. als Anlass für die „Kritik“ genommen werden, dann alles schöntüta, ABER das gendern, das könne man sich nicht anhören, dadurch könne man praktisch gar nicht mehr zuhören, den Text nicht mehr verstehen tütata-pff.
Angeblich würde alles von „links“ geframed, bevormundet usw.
Führen wir es hier mal auf den Ausgang zurück, in den Beispielen Alien und Shadowrun haben wir es nun einmal so scheißoffensichtlich mit einer Zukunft und Gesellschaft zu tun, bei der die negativen Aspekte unguter Entwicklungen auf die Spitze getrieben wurden, ein nicht ganz unübliches Mittel der Dystopie.
(Hier wäre sicher ein Ausflug möglich, warum Dystopien so aussehen, wie sie aussehen, es hat auch was mit der Zeit und den aktuellen Ängsten zu tun, da kann man 1984 als Dystopie am Ende des Krieges mal mit den aktuellen vergleichen, es gibt wohl Anlässe dafür, WIE die Gegenwart in die Zukunft fortgesponnen wird, und das ist nicht „linkes Framing“, sondern was wir alles sehen (können))
Das das in der zu hörenden Art besprochen wird ist naheliegend, ganz und gar angemessen und muß überhaupt nicht mit Diskurs und Disclaimer und drei Drehungen von sowohl als auch, damit auch die empfindlichen Nerven des dem Kapitalismus sehr sensibel zugeneigten Hörers geschont werden, versehen werden.
Es war im Ausgangspost alles sehr umständlich und augenscheinlich umsichtig formuliert, wir sind aber beim gleichen Quatsch wie immer, und ich bin ehrlich, ich halte das hier nur für einen neuen Nadelstich mit alter Strategie usw.
Die „Kritikpunkte“ sind quatsch, wenn ich selber schon meine Kritik für nischig halte und eigentlich angeblich so im Detail, dann mache ich den Mumpitz nicht.
Wenn es mich stört, daß ein Podcaster zu oft oder inzwischen viel zu selten von Bresso spricht, und dann halte ich meine Klappe und komme klar.
Wir sitzen hier einem gewaltigen Popanz auf und bauen noch mit dran, gleichzeitig halte ich das hier für ein sehr schön anschauliches Beispiel, wovon ich die Schnauze ziemlich voll habe.
Für mich ist sich wiederholend erschütternd, wie etwas so harmloses bekämpft wird, wie die hier produzierten Podcasts von, unerhört(!) 2 Frauen mit noch unerhörter(!) evtl. keinem unbedingt geschlossen konservativem oder weitergehendem Weltbild, daß in der Ecke goutiert wird.
Und das allerschlimmste: die beiden Frauen haben offenbar auch noch Freude daran, haben eine Meinung, sind kompetent, geistreich und für manche so eben schon eine gefühlte Bedrohung!
Und bevor ich jetzt Form und freundliche Gelassenheit verliere, belasse ich es dabei!