Nischen Feedback zu den "Die Welt von" Folgen

Ok, also haben aus deiner Sicht CDU und FDP die Realität für sich gebucht.

„Moment mal, so stellen sich die Gegebenheiten in der Realität nicht da, der Vergleich passt nicht“

Uff.

Das ist auch kein dedizierter Thread, dauerte es schließlich Stunden, dein eigentliches Problem herauszuarbeiten. Kritik an solchen Aussagen wäre besser im Thread zur jeweiligen Folge, da ist es kein Rundumschlag, und statt wässrig ziemlich heftige Kritik zu äußern, weil die Community hier im Forum negativ darauf reagieren würde (deine Sicht), könnten wir die letzten Stunden den konkreten Inhalt eines deiner Themen diskutieren. Schade.

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Hab ich das behauptet? Nein. Ich habe nur erläutert, warum die oberflächliche Betrachtung nicht hinreichend ist.

Ich habe einen möglichen hypothetischen Gedanken zitiert. Mehr nicht.

Wenn du nochmal zum Ausgangspost schaust, siehst du das es mehrere Aspekte sind (sogar nummeriert), lediglich einer der Aspekte nun konkreter diskutiert wurde.

Es ist doch kein Rundumschlag, wenn man an einem Faktor im Format Punkte anspricht die einen u.a. stören oder evtl. anders gestalten werden können und man erläutert woher dieser Eindruck kommt.

Wo ist das denn bitte heftige Kritik? Das klingt als hätte ich das komplette Format heruntergemacht. Wenn ich sogar bewusst im Titel betone, dass mir bewusst ist, dass das eine Nische innerhalb des Formats ist. Du scheinst mir hier etwas anzudichten, was ich so weder gesagt noch beabsichtigt habe.

Ich habe gesagt, dass mir das Format und der Inhalt sehr gut gefallen und es einen kleinen Teilaspekt gibt, den ich negativ empfinde und es deswegen ansprechen wollte. Dann kamen primär gute Rückfragen bzw. Anmerkungen wodurch es konkreter wurde.

Andere schaffen es ja auch das anzuerkennen und dabei einfach zu einem anderen Schluss zu kommen als ich bzw. es stört sie nicht oder finden es sehr passend wie es aktuell im Format gehandhabt wird.

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Es sind letztlich schön verpackte Ad-hominem-Argumente gegen die Podcasterinnen. Dass du das nicht so siehst, ist klar geworden. Insofern bin ich raus. Es haben mittlerweile echt viele versucht, dir die Problematik deiner Aussage zu erläutern.

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Und das ist jetzt sogar eine Unterstellung von dir, Ich habe nicht die Personen angegriffen sondern mich rein auf Aussagen bezogen und wie diese wirken und warum ich eine Kritk am Inhalt bzw. der Formulierung habe. Wenn du mir das unterstellen willst, dann belege das bitte auch an welcher Stelle ich die Personen angegriffen habe oder es zumindest so interpretiert werden kann.

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Beim Lesen der Beiträge hier fällt auf, dass ein Störgefühl zu bestehen scheint, da es in den Beiträgen gelegentlich gesellschaftlich und politisch normative Äußerungen gibt.

Was mir nicht einleuchtet, ist, warum so wortreich und rabulistisch einen „Schere im Kopf“ gefordert wird. Denn diese ist es im Endeffekt, da man die wenigen (und unkritischen) Äußerungen als politisch unwahr empfindet, diese angeblich nur von den beiden Frauen getätigt werden und es daher unterbinden möchte.

Warum nicht einfach die Äußerungen so akzeptieren, statt allem seinen gefühlten Ordnungs- und Interpretationswillen aufzuzwingen? Was ist das eigentliche Ziel?

Und ja, es ist zwar als „Nischenkritik“ bezeichnet, dann aber mit ordentlich Diskussionseinsatz und Transkriptauswertung geführt, dass es das eigentlich nicht ist.

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Dieser Eindruck entsteht, auch auf mich, aus Gründen. Du formulierst in deinem Eröffnungspost eine „Kritik“ (Anführungszeichen: deine), die vager kaum sein könnte; als wolltest du etwas sagen, ohne es auszusprechen.

Anschließend bedarf es einer müßigen Menge an Beiträgen, um dir irgendetwas ansatzweise Konkretes aus der Nase zu ziehen, auch wenn man bei den wenigen Beispielen das vermeintlich Anstößige schon mit der Lupe suchen muss - und selbst dann kaum findet, wenn man wirklich jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legt.

Als Nächstes lehnst du den Vorschlag ab, die Kritik in den jeweiligen Folgen-Threads anzubringen, was den Anschein erweckt, du wolltest in Wirklichkeit nicht das Gesprochene anprangern, sondern die Sprechenden.

Du magst deine Postings als vorsichtig formuliert empfinden, mir kommt mit zunehmender Länge des Threads dafür eher ein anderes Wort in den Sinn - fängt mit „p“ an, um im nebulösen Duktus zu bleiben. Nichts für ungut.

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@norg

In politischen Diskussionen beobachte ich zunehmend eine Bündelung von Positionen zu geschlossenen Meinungspaketen („Cluster Values“): Wenn man X gut findet, wird unterstellt, man müsse mindestens auch Y und eventuell sogar Z gut finden. Ich bemerke das teilweise auch an mir selbst, weil ich mit meinen politischen Ansichten gelegentlich zwischen den üblichen Lagern stehe.

Auf mich wirkt es, als würdest du einige der Äußerungen im Podcast als Bestandteile eines geschlossenen linken Weltbildes lesen und ihnen dadurch eine Absolutheit geben, die sie im Kontext gar nicht unbedingt haben. Aus einer zugespitzten oder beiläufigen Beobachtung wird so eine universelle Behauptung, gegen die du dann Einwände erhebst.

Lass mal ein paar Sachen durchgehen, die du selber als Beispiele angeführt hast:

Bei der Aussage über den deregulierten Kapitalismus wird direkt gesagt, dass Shadowrun gegenwärtige Entwicklungen aufgreift und „auf 180“ dreht. Da wird nicht gesagt, dass unsere Gegenwart bereits vollständig unreguliert ist. Gemeint ist, dass es in der echten Welt Tendenzen zur Deregulierung und zur wachsenden Macht globaler Unternehmen gibt, die das Spiel dystopisch übersteigert. Das ist IMHO eine gut vertretbare Beobachtung, überhaupt nicht exklusiv links, siehe die Monopole der Tech-Unternehmen (und die Bemühungen der US-Regierung, eine regulatorische Kontrolle dieser Unternehmen im Ausland zu verhindern).

(Am Rande: Die von dir genannten hohen Staatsquoten ist kein überzeugendes Gegenargument. Polemisches Beispiel: Wenn ein Jens Spahn seinen Kumpels überteuerte Masken unter Umgehung des Vergaberechts abkauft, ist das Teil der Staatsquote und gleichzeitig ein beispiel für mangelnde Regulierung, hust.)

Die Formulierung, der Kapitalismus „wolle“ keine Demokratie, ist sicherlich zugespitzt und personifizierend. Kapitalismus und Demokratie schließen sich nicht grundsätzlich aus, jaja. Im Zusammenhang mit der anschließenden Rede von Oligarchen ist aber recht deutlich, was gemeint ist: Wirtschaftliche Macht ist nicht von sich aus demokratisch und kann, wenn sie politisch nicht begrenzt wird, in politischen Einfluss umschlagen. Auch diese These kann man diskutieren, aber sie ist keine absurde oder ausschließlich linke Annahme. Ich meine, hey, Peter Thiel (der durchaus exemplarisch für ein einflussreicher politisches Lager stehen darf) hat offen gesagt, er halte kapitalistische Demokratie für ein „Oxymoron“.

Ähnlich verstehe ich den Vergleich mit Lone Star. Natürlich gibt es in demokratischen Staaten keine exakte Entsprechung dieses fiktionalen Polizeikonzerns. Aber das wurde auch nicht behauptet: Shadowrun überzeichnet reale Entwicklungen. Mit Blick auf die USA gibt es valide Anknüpfungspunkte in der echten Welt: militärisch hochgerüsteten Polizeieinheiten nach Programm 1033), ICE tritt nachweisbar als eine Art Besatzungsarmee auf, Überwachung nimmt zu. Ist vielleicht noch nicht alles Alltag, aber es passiert. Ist auch kein reines US-Phänomen, in Frankreich werden nach einer Deregulierung deutlich mehr Leute bei Verkehrskontrollen erschossen ohne dass es mehr Verbrechen gegeben hätte. „Gar nicht so viel anders“ ist eine saloppe Zuspitzung, aber die Analogie ist nicht aus der Luft gegriffen.

Am deutlichsten wird das Problem für mich bei einem andere Punkt. Aus der Aussage, bestimmte Autoren seien „wohlmeinend und linksorientiert“ gewesen (die ja eine Erklärung dafür ist, dass bestimmte Tropes auch Leuten durchrutschen, die qua Weltanschauung darauf achten), folgt weder, dass alle Linken wohlmeinend seien, noch dass Konservative es nicht seien. Das „automatisch“ und der Ausschluss der Konservativen kommen erst durch deine Interpretation hinzu.

Natürlich darf man diese Aussagen hinterfragen und präzisere Formulierungen verlangen. Aber man sollte ihnen dabei keine stärkeren Behauptungen unterschieben, als im jeweiligen Zusammenhang tatsächlich gemacht wurden. Ein lockeres Podcastgespräch ist keine wissenschaftliche Abhandlung, in der jede beiläufige Einordnung vollständig definiert und belegt werden muss. Und wenn ich da nochmal drüber schaue, eigentlich sind alle diese Einordnungen immer am konkreten Beispiel gefallen, nie kontextlos.

Politik ist kein Fußballspiel, bei dem man den blauen Schal vom HSV trägt und deshalb automatisch alles ablehnt muss, was man beim FC St. Pauli gut findet. Oder umgekehrt. Einzelne Aussagen sollten nach ihrem konkreten Gehalt beurteilt werden und nicht danach, welchem politischen Lager man sie zurechnet.

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Ich fordere weder eine Schere in Kopf noch muss etwas unterbunden werden. Ich hab gesagt, was mich persönlich zu einem gewissen Teil stört und warum und was man evtl. machen kann, wenn man das ändern will. Nirgends hab ich gesagt, dass das so sein Muss.

Es wurden Nachfragen gestellt und die Auswertung kam dazu, da ich dank einem anderen Post den Hinweis auf das Transkript bekam um konkrete Beispiele zu nennen.

Ich hab ihn nicht pauschal abgelehnt sondern gesagt, warum ich das vermeiden würde. Wenn das die Mehrheit dennoch bevorzugt, kann ich das ja ab sofort machen.

Dieser eine Satz formuliert das, was mir seit gestern auf der Zunge liegt, aber nicht rauskommen konnte.

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Vorweg Gunnar, mich hat dein differenzierter und ausführlicher Post sehr gefreut. Du hast in der Vergangenheit ja auch schon ab und an erklärt wie es dir in politischen Diskussionen geht. Dass du dir die Zeit nimmst das auszuführen weiss ich zu schätzen.

Diese Wirkung nachvollziehen und deckt sich ja zumindest mit meiner Erklärung wie die diese Aussagen teilweise bei mir ankommen.

Deine Ausführungen ordnet damit die Aussage nun ja z.B. besser ein. Ob man jetzt den Satz so z.B. im Podcast hätte hinzufügen können als Klarstellung weiss ich nicht, aber es hätte bei der Einordung geholfen.

(Und ja die Staatsquote ohne weitere Metriken reicht für das Argument nicht aus, stimme ich dir zu).

Dann sind wir uns mit der Zuspitzung ja schon einmal einig, dann ist mein Punkt ja nicht aus der Luft gegriffen, wird lediglich nur unterschiedlich interpretiert/wahrgenommen. Das ist ja auch vollkommen fein.

Ich hab auch nicht gesagt, dass Aussagen absurd sind :slight_smile:

Du hast aber nun Kontext geliefert zur Zuspitzung, dann ist es eingeordnet und nicht so pauschal. Zuspitzungen ohne Einordnung oder Erläuterungen sind IMHO mit Vorsicht zu geniessen bzw. eignen sich als Sprengstoff.

Ich hab das bewusst ja als Frage formuliert, weil es so eine Interpretation ergeben kann, aber nicht zwingend sein muss.

Da sind wir wieder bei der Erwartungshaltung. Würdest du denn die ganzen Formate von euch alle als lockeres Gespräch sehen?

Ich persönlich habe ja schon formuliert, dass ich da schon unterschiedliche Level sehe. FON seh ich als sehr lockeres v.a. persönliches Gespräch. Quiz ist Unterhaltung. Monster Menagerie und Pixelkino sind schon mehr Wissensvermittlung aber mit Humor gepickt und nehmen sich nicht komplett ernst (mein Eindruck). Die Technik Folgen oder die Welt von Folgen sind jetzt zwar keine exakte wissenschaftliche Abhandlung aber ja IMHO sehr viel Recherche, es werden Bücher nochmal gelesen, Referenzen gesucht woher ein Theme von einer IP kommt. Das ist für mich schon ein anderes Kaliber, im positiven Sinne, daher empfinde ich das schon vom Niveau her anspruchsvoller als es jetzt nur rein als lockeres Podcastgespräch zu sehen. Da kann ich natürlich in der Einordnung falsch liegen.

Und wie umfangreich man es belegt und definiert ist natürlich die Frage. Aber ein Nebensatz kann da oft schon helfen oder wie du ja z.B. auch im Forum Guide schreibst, man kann einen Präfix wie „Ich würde das als X einordnen“ oder „Meiner Meinung nach…“. Dann ist es deutlicher, dass das jetzt evtl. eher die persönliche Sicht der Person ist als allgemeine Wahrheit.

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Fast alle Formate sind lockere Gespräche, weil ungeskriptet, fast alle Formate sind aber auch Recherchestücke, die Informationen fundiert vermitteln.

Nein. Das ist einfach falsch gelesen, sorry. Das, was du als mögliche Interpretation da rauslesen willst, wird nicht gesagt. Noch sehr viel deutlicher als bei den anderen Punkten, wo du ja Strohmänner konstruierst, wie ich oben beschrieben habe.

Sorry, ich sehe deinen ganzen Punkt immer weniger je mehr ich mich damit befasse. Weder sind die Sachen in der Welt von so kontextlos gefallen wie du gesagt hast, noch unterscheiden sie sich so deutlich von Aussagen in anderen Formaten, noch sind sie so klar als links zu lesen, wie du behauptet hast. Diese ganzen kleinen Kränkungen der konservativen Seele, die du beschreibst, wirken auf mich bei genauerem Hinsehen sehr konstruiert oder wenigstens naiv.

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ich weiß lange und ausufernde Diskussionen wirklich zu schätzen, und hier erweitert sich im Verlauf offenbar auch das Feld, was ich nebenbei inzwischen für eine Strategie halte.

Ich weiß, daß ich inzwischen durch fortgesetzt andauernden „Kulturkampf“ schon ein bißchen angeschossen und und empfindlich bin, aber immer wieder werden, übrigens ähnliche, „Angriffspunkte“ gewählt, um am Ende beim Großen und Ganzen und eben EXAKT der Auseinandersetzung über angeblich unvereinbare Standpunkte zu landen, bei denen meiner Meinung nach der Quell vieler Angriffe tatsächlich unvereinbar mit einer funktionierenden liberalen freiheitlichen Gesellschaft IST, sonst Standpunkte und Meinungen aber prima immer und weiterhin gut nebeneinander existieren können.
(Da „liberal“, nicht das Fdp-Liberal, sondern in seiner tatsächlichen Bedeutung teilweise schon als zu bekämpfen gilt, ich halte das wirklich für eine unverzichtbare Grundlage einer Demokratie, die bedeutet, daß eben jeder seine Freiheit hat und leben kann).

Meist, hier war das auch schon zu „bewundern“ ist die erste Charakteristik, daß Frauen angegriffen bzw. als Anlass für die „Kritik“ genommen werden, dann alles schöntüta, ABER das gendern, das könne man sich nicht anhören, dadurch könne man praktisch gar nicht mehr zuhören, den Text nicht mehr verstehen tütata-pff.

Angeblich würde alles von „links“ geframed, bevormundet usw.
Führen wir es hier mal auf den Ausgang zurück, in den Beispielen Alien und Shadowrun haben wir es nun einmal so scheißoffensichtlich mit einer Zukunft und Gesellschaft zu tun, bei der die negativen Aspekte unguter Entwicklungen auf die Spitze getrieben wurden, ein nicht ganz unübliches Mittel der Dystopie.

(Hier wäre sicher ein Ausflug möglich, warum Dystopien so aussehen, wie sie aussehen, es hat auch was mit der Zeit und den aktuellen Ängsten zu tun, da kann man 1984 als Dystopie am Ende des Krieges mal mit den aktuellen vergleichen, es gibt wohl Anlässe dafür, WIE die Gegenwart in die Zukunft fortgesponnen wird, und das ist nicht „linkes Framing“, sondern was wir alles sehen (können))

Das das in der zu hörenden Art besprochen wird ist naheliegend, ganz und gar angemessen und muß überhaupt nicht mit Diskurs und Disclaimer und drei Drehungen von sowohl als auch, damit auch die empfindlichen Nerven des dem Kapitalismus sehr sensibel zugeneigten Hörers geschont werden, versehen werden.

Es war im Ausgangspost alles sehr umständlich und augenscheinlich umsichtig formuliert, wir sind aber beim gleichen Quatsch wie immer, und ich bin ehrlich, ich halte das hier nur für einen neuen Nadelstich mit alter Strategie usw.

Die „Kritikpunkte“ sind quatsch, wenn ich selber schon meine Kritik für nischig halte und eigentlich angeblich so im Detail, dann mache ich den Mumpitz nicht.
Wenn es mich stört, daß ein Podcaster zu oft oder inzwischen viel zu selten von Bresso spricht, und dann halte ich meine Klappe und komme klar.
Wir sitzen hier einem gewaltigen Popanz auf und bauen noch mit dran, gleichzeitig halte ich das hier für ein sehr schön anschauliches Beispiel, wovon ich die Schnauze ziemlich voll habe.

Für mich ist sich wiederholend erschütternd, wie etwas so harmloses bekämpft wird, wie die hier produzierten Podcasts von, unerhört(!) 2 Frauen mit noch unerhörter(!) evtl. keinem unbedingt geschlossen konservativem oder weitergehendem Weltbild, daß in der Ecke goutiert wird.
Und das allerschlimmste: die beiden Frauen haben offenbar auch noch Freude daran, haben eine Meinung, sind kompetent, geistreich und für manche so eben schon eine gefühlte Bedrohung!

Und bevor ich jetzt Form und freundliche Gelassenheit verliere, belasse ich es dabei!

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Ich glaube, da sind wir bei einem klassischen Internet-Problem: Natürlich kann man mit Formulierungen wie „Meiner Meinung nach“ oder „Ich würde das so einordnen“ deutlich machen, dass etwas eine persönliche Einschätzung ist. Aber ich finde nicht, dass man jede wertende Aussage entsprechend kennzeichnen muss. Wenn eine Person etwas schreibt oder sagt, ist zunächst einmal klar, dass diese Aussage von dieser Person kommt und damit auch ihre Sicht widerspiegelt. Sonst müsste man letztlich vor nahezu jede Einschätzung ein „Meiner Meinung nach“ setzen – und das macht einen Text eher schwerfälliger als klarer. Ich möchte das nicht ständig im Podcast hören.

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Mir kommt es so vor, als wäre der allererste Post ein Dippen des großen Zehs ins Wasser gewesen und als dann die deutliche Ansage kam, dass hier geballtes Draufkloppen auf die Podcasterinnen nicht gewünscht ist, wurde halt mit viel vor sich her getragener Freundlichkeit, versucht das Thema irgendwie zu retten, obwohl es unter’m Strich nur um die eigenen Befindlichkeiten zu gehen scheint. Ansonsten wäre die Anregung Folgenkritik in den jeweiligen Folgen auch zu äußern, ja aufgegriffen worden.

Und btw: Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem und verfolgt somit wirtschaftliche Interessen. Ob in einem demokratischen oder anderem System ist diesem erstmal vollkommen egal. Von daher: nicht alles, was sich für einen selbst wie ein Fakt anfühlt, ist auch tatsächlich ein Fakt.

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Würdest du aber zumindest zustimmen, dass Formate wie FON und Quiz nicht den gleichen Anspruch haben wie die anderen Formate zu bestimmten Themen?

Es sind keine Kränkungen und ich habe keine konservative Seele. Es sind Passagen in einem Format das mir gefällt und mir beim Anhören aufgefallen ist, daher war mein Bestreben es anzusprechen.
Wie schon gesagt, wenn das nur sehr wenige Leute stört, dann ist es ja kein gravierendes Problem und es wird so bleiben. Damit kann ich auch leben und weiss es einzuordnen.

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Wenn man das als rein lockeres Gespräch klassifiziert, dann durchaus. Ich habe bzw. hatte da ja evtl. einen falschen Anspruch an das Format. Für mich haben einige Formate eben durch die umfangreichen Hintergrundinfos und Recherche eben schon den Eindruck gemacht, dass das einer wissenschaftlichen Aufarbeitung zumindest nahe kommt, u.a. wegen der ganzen Recherche die eingebunden wird.

Wenn Henner in den Technik Folgen z.B. etwas sagt, dann sehe ich das als Aussage der Technik Folge und nicht zwingend als Aussage von Henner als (Privat)person. Evtl. ist diese Verknüpfung ja der Fehler.

Eine journalistische Recherche führt zu einem journalistischen Werk, nicht zu wissenschaftlicher Erkenntnis. Das bedeutet nicht, dass ein journalistisches Werk nicht auch Wahrheiten und neue Erkenntnisse vermitteln kann. Es ist aber keine Wissenschaft.

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Ich sehe keines der SF-Formate nahe an einer wissenschaftlichen Aufarbeitung. Zum Glück, weil ich gerade bei dem Buch „Die Spiele von LucasArts“ wieder merke, dass mir dafür die Kopf-Kapazitäten fehlen. Sämtliche Formate dieses Podcasts sind hervorragend recherchiert (von FON abgesehen, das diesen Anspruch explizit nicht hat), sind aber trotz des tollen Schnitts immer noch ein Gespräch. Nichts fände ich langweiliger als einen wissenschaftlichen Text, bei dem jedes Wort an der richtigen Stelle steht und jede Aussage vorab abgewogen wurde.

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Vieles wurde in meinen Augen hier schon gesagt. Da möchte ich nichts weiter zu ausführen, denn es würde diesen Thread nur weiter aufblasen.

Einen Punkt gibt es aber, zu dem ich noch etwas hinzufügen möchte. Das hier ist ein Zitat von Dir, auf das ich hinausmöchte, es geht dabei, WO die Kritik geäußert werden sollte:

Die Kritik, die Du in diesem Thread ansprichst, mag mehrere „Die Welt von…“-Folgen betreffen, aber letztlich scheint es Dir um konkrete Punkte zu gehen. Bleiben wir einmal beim Thema Kapitalismus und wie er in den Shadowrun- bzw. Alien-Folgen benannt wird. Du sagst, Dir fehle beim beiläufigen Nebensatz der Kontext, deswegen kannst Du, wenn ich es richtig verstehe, nicht nachvollziehen, warum plötzlich bei diesen Welten von Kapitalismus geredet wird. Du bedankst Dich bei Gunnar dafür, dass er einige dieser Nebensätze in einem vorherigen Post ausführt und damit einordnet. Dabei ignorierst Du aber, dass Gunnar teilweise direkt aus dem Podcast zitiert (Stichwort: gegenwärtige Entwicklungen würden aufgegriffen und auf 180 gedreht). Daraus schließe ich, dass diese Aussagen in der Folge ja scheinbar doch nicht ganz kontextlos waren. D.h. entweder Du hast das überhört (kann schnell passieren, da ist nichts Schlimmes dran) oder aber Dir hat das schlicht nicht gereicht (dann verstehe ich aber nicht, warum Dir Gunnars ebenso kurze Nebensätze als Einordnung schon genügen).

Diese Folgen sind in der Tat keine Politikfolgen und sie sind auch - wie ich als eine Person, die mehrere Jahre in der Wissenschaft gearbeitet hat, sagen kann - mitnichten eine wissenschaftliche Abhandlung (nicht einmal annähernd). Sie verfolgen ein anderes Ziel: Die jeweilige Welt und vor allem ihre Besonderheiten erklären.

Zu diesen Besonderheiten zählt unter anderem auch, wie die Welt erdacht wurde und was sie von anderen Welten unterscheidet. Um zu verstehen, wie die Welt „tickt“ braucht es eben nicht nur eine Auflistung der Charaktere, sondern es muss tiefgehender sein. Da finde ich die Behauptung, dass Shadowrun unsere heutige Welt, so wie sie die AutorInnen lesen und gelesen haben, überspitzt in die Zukunft denkt, ziemlich relevant. Das IST eine Besonderheit der Welt: Es ist keine frei erfundene Welt, sondern eine, die bezugnehmen will auf das, was wir heute erleben. WIE diese Welt Bezug nimmt, erscheint mir daher ebenso relevant und nicht gerade aus der Luft gegriffen.

Kommen wir nun zurück auf die Frage, ob Deine Kritik hier oder besser im jeweiligen Thread angebracht gewesen wäre: Ich bin bereit und in der Lage, jeden einzelnen Punkt, den Du beispielhaft genannt hast, zu diskutieren und zu erörtern. Das sind keine saloppen Aussagen, sondern sie fußen auf wochenlanger Recherche, die schlicht nicht komplett in eine einzelne Folge passt (dann wären wir bei 10+ Stunden pro Episode). Genau dafür haben wir dieses Forum: Damit die Diskussion weitergehen kann. Dafür muss die Kritik/Nachfrage/Gegenperspektive aber erst einmal dort geäußert werden, wo sie hingehört.

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Also das Andere oder die Podcaster jetzt nochmal bestätigen müssen das die Formate unterschiedliche Ansprüche an Recherche haben ist doch dann langsam doch etwas absurd.

Und zum zweiten Ansatz hoffe ich, dass dieser Thread zumindest Leuten die am Scheideweg zwischen „Mhm“ und mehreren Iterationen von Walls der Beschreibung der Wahrnehmung von Tragweiten von politischen Nebensätzen und Augenzwinkereien dient. Die meisten Begriffe - sodass man den Beitrag vorher in der Evaluationsphase bzgl. einer Notwendigkeit eines Posts findet - müssten ja mittlerweile erhalten sein.

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