Bin primär daher drauf gekommen:
Den Kündigungsprozess intern “Iliad Flow” ist schon zynisch :>
Bin primär daher drauf gekommen:
Den Kündigungsprozess intern “Iliad Flow” ist schon zynisch :>
Bist Du bei Picnic zufrieden mit der Qualität von frischen Lebensmitteln?
Ich hab’s vor ein paar Jahren auch mal mit dem Bestellen versucht - zu dem Zeitpunkt gab’s hier allerdings nur Flaschenpost und da waren Obst und Gemüse leider ziemlich unterirdisch, selbst wenn sie es mal geschafft haben, den Salat beim Transport nicht direkt auf die Kühlkörper zu legen und damit schockzufrosten.
SB-Kassen mag ich auch nicht. Mal sind die nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet, weil sonst keine Wache da ist, mal erwischt’s einen bei der Stichprobe oder man scannt aus Versehen etwas doppelt. Und irgendwie seh ich’s auch nicht ein, mir die Arbeit da selbst zu machen.
Am schlimmsten find ich’s bei Marktkauf; die haben aus Prinzip meistens nur noch eine reguläre Kasse geöffnet und dafür winkt dann jemand immer wie wild, man solle doch die Expresskassen nutzen. Klar, mit fünfzig Artikeln im Wagen …
Was bei dm aber ganz cool ist, sind die Abholstationen - die nutze ich ganz gerne, wenn ich im Voraus daran denke. Nur co2-Zylinder (und T-Papier) gehen da leider auch nicht.
Wenn sie mir den Rabatt abziehen, den sie durch die Kassenkraft einsparen, dann nutze ich die SB Kasse vorher nicht. Gottseindank gibt es so viele alte Menschen hier, da werde ich mangels Rabatt wohl niemals eines SB Kasse nutzen ![]()
Oh ja, da haben wir tatsächlich gute Erfahrungen gemacht. Überhaupt war bisher nur mal ein Jogurt kaputt und eine Tafel Schokolade ungekühlt geschmolzen. Geld gabs da anstandslos zurück.
Zum Vergleich HelloFresh, da mussten wir bei jeder Lieferung etwas reklamieren, kamen uns son irgendwann etwas doof vor. Aber auch da problemlos Geld erstattet, aber man durfte ja auch nochmal los, damit man was kochen konnte …
Stimmt, die nutzen wir auch gern.
Danke, dann werd ich denen auch mal eine Chance geben! Mich interessiert das Bestellen in erster Linie für alltägliche/kurzlebige Sachen - der Großeinkauf mit Nudeln, Reis, Dosen und so 'nem Kram alle ein, zwei Monate ist schon okay. Die Regale danach wieder aufzufüllen, hat irgendwie so was leicht, uh, Erfüllendes. ![]()
HelloFresh hab ich auch mal ausprobiert, die haben die letzten Jahre ja Gutscheine rausgehauen wie kein zweites Unternehmen. Aber da fehlten echt immer Zutaten und ohnehin war’s mir ein bisschen suspekt, wenn das Zeug zwei Tage mit DPD unterwegs war, selbst wenn die Kühlung okay wirkte.
Als Stadtbewohner habe ich persönlich null Verlangen, Lebensmittel zu bestellen oder Grosseinkäufe zu machen. Was man am Tag so braucht, nimmt man schnell beim Gemüseladen oder Supermarkt an der Ecke mit. (Allerdings haben wir auch keine Kinder.)
Und als Home-Officer finde ich es auch gar nicht schlecht, dazu mal kurz „raus unter Menschen“ zu kommen. Ein wenig regelmässige soziale Interaktion mit fremden Menschen ausserhalb der eigenen Blase ist eben auch wichtiger sozialer Kit für eine Gesellschaft.
SB-Kassen boykottiere ich, da das reine Kostenoptimierung zu Lasten von Kunden und Personal ist, und Barzahlung da auch nicht möglich ist.
Vereinzelt schon. Tolle Möglichkeit, Kleingeld loszuwerden. Kann man einfach in einen Schacht kippen und fertig. ![]()
Ist nun etwas Offtopic:
Nutze Picnic seit der Corona-Zeit. Hatte bisher ausnahmslos positive Erfahrungen, sei es mit dem regulären Einkauf oder auch bei den zwei reklamierten Artikeln (u.a. zerquetsche Quarkpackung).
Die App ist sinnvoll aufgebaut, man kann dort direkt Rezepte zusammenstellen und auch die vorgeschlagenen Produkte durch andere ersetzen, bspw. Discounter-Käse statt Marken-Käse. Es gibt für regelmäßige Bestellungen auch eine eigene Kategorie, sodass man seinen Standardeinkauf (Milch, Käse, Aufschnitt, Bäckerbrot, etc) innerhalb weniger Klicks wieder zusammengestellt hat. Das ist total praktisch, da wir über Picnic den großen Wocheneinkauf erledigen.
Pfand nehmen die natürlich auch mit.
In meinem Umfeld gibt es Leute, die Home-Office machen, Supermärkte in Laufnähe haben und trotzdem wegen jeder Kleinigkeit Lieferdienste bemühen. Ist auch so eine Art Wohlstandsverwarlosung. Super umweltschädlich, wenn es sich um viele Minibestellungen handelt.
Ist von der Aussage zu pauschal und kommt auf den Lieferdienst an.
Die meisten kleineren hier liefern per Fahrradkurier, die größeren (Rewe, Picnic) lassen keine Kleinbestellungen zu und haben einen Mindestbestellwert.
Geb ich dir recht, wenn es so ist. Picnic kommt mit einem Elektromobil, fährt mehrere Stationen an und liefert erst ab 45 Euro. Ich schätze, die Umwelt fährt besser damit, wenn ich meinen Benziner nicht anschmeiße dafür.
Und da können ein paar Leute Minijobs wahrnehmen.
Habe hier schon länger mitgelesen und bin sehr erfreut über die Diskussion hier, weil mir dadurch auch einiges klarer geworden ist. Nun möchte ich aber auch meinen Senf dazugeben.
Bevor ich aber zu Lieferdiensten komme möchte ich erstmal auf das Eingangsthema Saturn eingehen.
Ich verstehe Gunnars Unmut total, überrascht bin ich aber nicht wirklich, das ist genau die Erwartung die ich an Saturn/MediaMarkt habe und schon immer gehabt habe.
Ich habe 3 Jahre lang in einem Videospielladen in einem größeren Einkaufzentrum gearbeitet. Leider war das nicht so legendär wie bei Gunnar sondern pure Ausbeutung, aber man kam bisweilen in Kontakt mit den Kollegen aus den anderen Läden auch die aus dem Saturn.
Und wie bei uns waren auch bei Saturn vorwiegend ungelernte Leute für einfache Tätigkeiten (Regale einräumen usw.) eingestellt. Das war die Hauptaufgabe, die einfache, aber nervige Arbeit zu verrichten, von der Materie hatten die meisten keine Ahnung und das sollte auch so sein. Egal in welcher Abteilung, „richtige“ Beratung war bei Saturn nie vorgesehen, das war von Anfang ein Konzept, das Kunden sich selbst informiert haben und dann genau wussten, was sie wollen bzw. vor Ort selbst zwischen 2 Produkten entscheiden. Quasi der Vorläufer des Internethandels. Dafür waren sie gut, machten aber die kleinen Fachläden schon kaputt. In den 90ern gabs dann eine Zeit wo die kompetenten Leute aus den zugemachten kleinen Läden bei Saturn/Mediamarkt (und in den damals noch großen Abteilungen bei Karstadt und Kaufhof) untergekommen sind, da wurde es leicht besser, aber spätestens seit Mitte der 00er Jahre wurde es wieder unterirdisch (was Beratung Kompetenz angeblangt, ich wollte mal direkt zum Release die Box von den Travelling Wilburys haben, der Mitarbeiter, hatte von denen noch nie was gehört, aber ihm sagte auch George Harrison nichts). Aber das ist ja in Ordnung, zur Beratung waren die Läden auch nicht gedacht. (Zitat eines Mitarbeiters damals, Ich versteh nicht warum die (Kunden) uns nach Details fragen, wen die Beratung wollen sollen sie doch in ein Fachgeschäft gehen).
Dazu kommt vermute ich eine relativ schleche Bezahlung.
Und die Folge davon, ist glaube ich das was Gunnar irritiert, dass es den Mitarbeitern sch..egal ist wie es ihrem Arbeitgeber geht oder wie der bei den Kunden ankommt, weil alle genau wissen. Hier werde ich eh nicht alt, das Model ist tot. Und das einzige was den Leuten in der Zentrale einfällt um dagegen anzukämpfen ist bei den Mitarbeitern zu sparen, noch mehr Aushilfen mit noch geringerne Löhnen. Die Motivation der Mitarbeiter sinkt weiter und die Kunden laufen davon.
So zumindest meine Einschätzung der Lage, wenn hier aber jemand ist der selber dort arbeitet/gearbeitet hat, bitte gerne dazu äußern.
So aber nun zum anderen Teil der Diskussion.
Ich habe mich immer gefragt, wer sind diese Leute die bei Lieferdiensten einkaufen und sich nicht selbst aufraffen können. Ich glaube durch diese Diskussion ist mir das klarer geworden. Mein Kaufverhalten unterscheidet sich grundlegenden von dem vieler anderer.
Ich lebe in der priveligierten Situation, dass ich nicht groß auf das Gelb beim einkaufen achten muss und ich esse sehr sehr gerne und koche jeden Tag frisch, achte dabei auf die Zutaten und mache mir keine Pläne sondern kann jeden Tag das machen, worauf ich gerade Lust habe. Vorratshaltung und volle Kühlschränke sind mir zuwider, da sie mich zwingen Sachen zu essen worauf ich keine Lust habe (oder ich würde sie wegschmeißen, das möchte ich aber nicht). D.h. ich gehe täglich einkaufen meistens auf den Bauernmarkt, zum Metzger, in den Käseladen, zum Bäcker, für exotischere Sachen in die Markthalle, aber nur ganz ganz selten in einen klassischen Supermarkt. Ich muss die Waren sehen und mich dadurch inspirieren lassen. Das kann ich (zum Glück) alles innerhalb von 5 Minuten zu Fuß erreichen. Und jetzt wo ich das schreibe fällt mir auf wie naiv und überheblich ich war, dass ich das als „normal“ angesehen habe und mich gewundert habe, dass das nicht alle so machen. Weil es eben gute Gründe gibt (Familien, Planung, Zeit, Geld) das anders zu machen. Danke an alle für diese eigentlich offenischtliche Erkenntnis.
Hm. Habe ich nicht so empfunden. Kannte Saturn sehr gut, war ja ein wichtiger Anzeigenkunde zu GS-Zeiten. War oft in der Zentrale, wir haben sogar Verkäuferschulungen zum Thema Games für die gemacht.
Okay, Media Markt war früher klar so positioniert, große Läden mit Kartons in Stapeln auf der grünen Wiese. Aber Saturn ging mit großem Aufwand in die Innenstädte, investierte ins Store Design, baute Showrooms, Probierstationen und bot durchaus auch Beratung (Tech-Nick war die Personifizierung davon, Technik-Kompetenz und so.)
Klar, Geiz ist geil und eine sehr Preis-orientierte Werbung, aber Saturn war schon als Highend-Variante zu MM gemeint.
Saturn gab es bei uns erst deutlich später als MediaMarkt. Und die sind dann gleich in die Innenstadt gezogen. Ich habe durchaus erkannt, dass sie sich irgendwie hochwertiger präsentieren wollten.
Aber ich sah da keine inhaltlichen Argumente. Für mich war das immer schon der blaue MediaMarkt. Ich glaube, wer lieber zu BurgerKing statt zu McDonalds geht, ging in den 2000ern auch lieber zu Saturn als zu MediaMarkt ![]()
Ich möchte noch etwas zu deinem letzten Abschnitt ergänzen.
Vorweg, ich finds richtig gut, wenn man es schafft, die eigene Perspektive zur Seite zu legen und die Lebensrealität anderer Menschen anzuerkennen. Kudos.
Ohne zu sehr ins private zu gehen:
Ich bin jemand, der aus Gründen der mentalen Gesundheit regelmäßig und ohne äußere Zwänge scheitert sich ‚aufzuraffen‘ und diese ganz „normalen“ Dinge zu tun. So absurd wie es klingt, selbst einfaches Zähneputzen ist dann wie ein Marathon.
Für mich sind Lebensmittelieferdienste in solchen Phasen der Unterschied zwischen Essen und nicht Essen. (Und alle Male besser als Pizzabringdienst)
Worauf ich hinaus will:
Ich kann und will auch nicht für andere sprechen, aber undifferenzierte Stigmatisierung von scheinbar dekadenten Alltagskrücken haben mich mehr als einmal davon abgehalten diese zu nutzen. Und dann sitzte da und isst zb. nen Tag nichts, dann wird der nächste nicht leichter…
Ich hoffe, du/ihr versteht worauf ich hinaus will, ich tue mich etwas schwer damit, das vernünftig zu formulieren heute.
Ps: ich möchte damit nicht pauschal Lieferdienste wie Flink verteidigen. Bei uns kommen sie mit dem Rad und ich hab immer nen Notfall-5er Trinkgeld in der Schlüsselschale für die Fahrer, deshalb ist es für mich vertretbar.
Ich hab da genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Als ich noch zwei Straßen vom Viktualienmarkt gewohnt hab, war einkaufen echt immer Stress. Weil du in der Innenstadt halt kein Auto nutzen kannst, die Geschäfte am Feierabend immer voll wie die Hölle waren und du das Zeug dann immer heimwuchten musst. Für eine Person ist das okay, wenn du aber für einen Mehrpersonenhaushalt mit Kindern einkaufst, musst du dir zwingend was auf Halde legen. Mit Homeoffice wirds wieder leichter, aber das war damals noch nicht.
Mittlerweile lebe ich am Land und finde das viel entspannter. Im Sommer kommt alles an Gemüse und Kräutern aus dem Garten. So um die drei Tage wende ich insgesamt dafür auf, Tomatenmark zu machen, einzukochen und das restliche Gemüse wird eingefroren. Nudeln mache ich selbst. Brot backe ich selber. Meist sogar nur zweimal im Monat, wenn hier der gemeindeeigene Holzbackofen angeworfen wird. Das Ergebnis ist unschlagbar.
Wenn ich mal was aus dem Supermarkt brauche, liegt der auf meiner Spazierroute mit dem Hund.
Also ich bin ein großer Fan der Bevorratung.
Back to Topic: Ich hab nie den großen Unterschied zwischen MediaMarkt und Saturn gesehen. Das eine war rot, das andere blau. Ende. Das Saturn mehr Premium sein wollte oder war, ist mir nie aufgefallen.
Hier, ich bin jemand von "diesen Leuten die sich nicht aufraffen können, weil sie
… nach 40-50h wörk, Freitags Abend / Samstag Vormittag wo alle gehen, keine Kapazitäten für Weg, Streß und Co. mehr ausgeben will. Die meisten sehnen sich nach dem Luxus, dass unter der Woche jemand zu Hause ist und sich um Care-Arbeit, Haushalt, Einkauf, Wäsche, pipapo kümmert.
Für mich ist dieses Zeitfenster von 3 verfluchten Extrastunden am Wochenende Gold wert.
Und ich spare damit tatsächlich co², denn die Elektro-Flotte der Lieferanten ist deutlich besser!
Netter Neben-Effekt: Ich lebe gesünder, denn ich nutze die Rezepte des Lieferanten und die sind ausgewogen und richtig lecker, ich komme endlich zum kochen.
[…]
Ganz ehrlich? Hab ich mich auch immer gefragt. Heute habe ich mich dabei ertappt, meine Nachbarn zu werten, dass sie eine Putzfrau beschäftigen. Na, sie werden ihre Gründe (Zeitmangel, Rücken, Putzmittelallergie) haben. Wer weiß, vielleicht komme ich da auch noch hin und werde dann für überprivilegiert gehalten.
Jedenfalls dachte ich früher auch immer, man kann ja wohl noch selbst einkaufen. Aber es passt halt gut in unsere Lebensplanubg, wiederkehrende Artikel (Basics und Vorrat) einmal in der Woche liefern zu lassen und inzwischen beide die ganze Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Metzger, Laden, Markt, all das gibt es in meinem Ort nicht, da muss ich 4km weiter. Sonst sähe mein Einkaufsverhalten definitiv auch anders aus.
@JuicyQuokka Danke für Deine Offenheit! Ja, auch das sind (sehr) gute, verständliche Gründe, diese Alltagshelfer zu nutzen. Das hat auch nichts mit Faulheit oder Bequemlichkeit zu tun, jeder geht mal durch schlechte Phasen in seinem Leben. Und es ist gut, wenn dir das wieder Struktur geben kann.
Alles Gute!!
Aber nochmal zurück zum Kern (ein Stück weit) : Welchen Usecase kann es geben, sich Technik von MM mittels Uber in 40 Minuten liefern zu lassen? Wenn mein Fön plötzlich kaputt geht und ich mit nassen Haaren im Flur stehe? ![]()
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Also Ich hab echt lange Haare - aber selbst die sind in 40 Minuten ziemlich trocken, wenn man die ordentlich mit dem Handtuch vobearbeitet xD
Da gaebe es schon ein paar Use-Cases, aber eben wirklich nicht viel. Zumindest sind mir jetzt keine weiteren eingefallen…
Ach, es gibt sicher so einiges. Meinetwegen auch das kaputte Smartphone am Samstag Nachmittag, das man aber beruflich und so braucht, oder vor dem Urlaub, und dann kommt es eben noch pünktlich brauchbar.
Ich verstehe nur nicht, wie so viel Energie in solche Lösungen fließen kann und nicht 1% davon in sinnvolle Methoden, damit sich der Kunde im eigenen Laden wieder wohl und geschätzt fühlen kann.