Sony stellt 2028 die Disc Produktion ein. Wo geht's hin mit der Spielebranche?

Das wäre dann noch evtl eine Lösung. Ich kaufe wenn möglich gebraucht oder von der Pyramide, u.a. auch um einen Teil wieder zu verkaufen. Digital habe ich mehr als mir eigentlich lieb ist. Manche Titel gibt es nur digital, andere wenn sie ~10€ sind.

Ich habe die gleiche Angst, dass es nur einen Shop gibt. Wenn dann noch persönliche Preise erstellt werden, geht das gar nicht. Bleibt die einzige Hoffnung VPN. Aber gutheißen kann ich den Trend nicht. Microsoft konnte damals noch umgestimmt werden, aber ob das heute noch klappt… Da bin ich gespannt. Für mich streben dann die Konsolen. Die Konsole habe ich u.a. auch als Blu-ray Player Ersatz angeschafft.

Ich wäre da vorsichtig, iPhone/IPad sind immernoch in einem legitimend Duopol, bei Spielen reden wir zumindest mal über ein Oligopol mit zumindest einem effektiv recht frei zugänglichen Marktteilnehmer. Ich will hier garnicht Sony den Mund reden, aber genau diese Sachen werden angeschaut werden.

Ein kontrollierter Erfolg der Steam Machine ist für Sony in solchen Umständen sogar absurderweise in deren Interesse!

Ich finde deine Überlegungen garnicht basislos, ich denke nur, dass die Weichen hierfür schon vor Jahren gestellt wurden und bei Sony halt bedeutend härter durchgreifen. Und da kommen wir zurück von dem, was ich oben gepostet habe: Sony hatte ja den Markt für Medien aus ihrer Sicht schon voll unter Kontrolle. Jede Disk, die produziert wird, musste eben im Sony-Presswerk gekauft werden, das ist ne schön integrierte Lieferkette, die das Presswerk-Geschäft stützt und schön Basisumsätze für alle Presswerke liefert.

Die Gewinne daraus werden aber sicherlich nicht den Presswerken zugeschlagen, sondern Sony Gaming. Jetzt geht den Presswerken leider an den Kragen, weil physische Medien überall unter Angriff sind. Wie oben beschrieben: 50% des Volumens in den Presswerken sind wohl Sony-Spiele. Strukturell sind diese 50% nur durch den Zwang von Sony da.

Das heisst: jetzt ist der Moment, an dem die Presswerke schauen, ob man nicht die Kapazitäten anderweitig nutzen kann.

Damit hat sich Sony strukturell in eine Lage gebracht, in der sie sich (wahrscheinlich garnicht so bewusst) nicht so leicht rausfinden ausser mit dem aktuellen move.

  1. Disks bleiben. Presswerke bleiben bei Sony. Plötzlich betreibt die Sony-Spielesparte Presswerke. Das können die garnicht und Kostenmässig überhaupt gibt das keinen Sinn, weil Presswerke davon leben zu bündeln.
  2. Disks bleiben. Externes Presswerk. Das hat nur Nachteile: Security wird schlechter und nicht mehr in-House. Fulfillment liegt extern. Wir plötzlich von Zertifizierungen um Lecks zu verhindern. Hohe Strafzahlungen bringen nichts gegen Niedrigmargenbusinesses. Du spielt im selben Sandkasten wie Microsoft.
  3. Man lässt das alles. Das wird zwar temporär Geld kosten, verschlankt aber die Organisation, was generell von den BWL-Nasen gerne gesehen wird. Dein Kontrollniveau bleibt dasselbe und die Marge aufs Spiel ist sogar etwas höher.

Viel mehr Szenarien bleiben da nicht.

Für Sony war das richtig werthalting, solange sich mehrere Businesses gegenseitig befeuern können. Der Zustand ist da nicht mehr da.

Das in diesen Überlegungen der Kunde garnicht auftaucht, wundert mich garnicht - der wird nur von der PR-Seite bespasst.

Ich glaube ob jemand das abschaffen von physischen Datenträgern als schlimm empfindet hängt auch sehr von der Nutzung des Mediums ab. Mal so ein Beispiel von mir: Ich kaufe immer noch Blu Rays von Filmen die ich irgendwie besonders mag und gerne auch ältere Sachen aus den 60er bis 80er Jahren oder noch früher (die kann man übrigens auch ziemlich oft gar nicht digital erwerben oder streamen), aber ich schaue natürlich auch auf Streamingservices. Dort dann oft aber eher Sachen, die es entweder nicht anders gibt oder die halt so lala sind. Ich höre auch Musik hauptsächlich über Streaming, aber wenn ich mehr Geld und Platz hätte, würde ich mir auch gerne noch Schallplatten zu Hause hinstellen von Alben, die mir eben auch besonders wichtig sind.

Bei Games bin ich sehr viel bei Steam unterwegs und somit eh „verdorben“, wobei ich sagen muss, dass es mir bei den Spielen, mit denen ich mit großem Abstand die meiste Zeit verbracht habe, auch echt nicht in den Sinn kommen würde, mir davon eine physische Version zu kaufen, weil das eben kompetitive online Shooter sind. Mir sind die einzelnen Spiele in diesem Genre aber auch inzwischen relativ egal, will heißen, wenn es da jetzt ein bestimmtes Spiel nicht mehr gibt oder es für mich doof wird, dann hab ich auch keine große Scheu, auf ein anderes umzusteigen, was für mich quasi die selbe „Funktion“ erfüllt. Bin z.B., nach dem ich jahrelang sehr viel Counter Strike gespielt habe, auf Valorant umgestiegen und bei Battle Royal Titeln hab ich auch diverse durch und bin inzwischen sogar mit Fortnite warm geworden. In diesem Bereich habe ich mit den Spielen einfach keine große emotionale Verbundenheit mehr.

Das sieht bei Retrogames und Singleplayer natürlich ganz anders aus, wobei ich auch da sagen muss, dass ich mir echt wenig unbedingt als physische Kopie ins Regal stellen müsste. Wäre ich nicht in gewisser weise „vendor locked“ durch Steam, weil ich da einfach schon so extrem viele Spiele habe, wäre der Game Pass für mich eigentlich total ideal gewesen, weil ich bei Games an fast jedem Genre Interesse habe, aber viele Spiele dann halt doch nur mal kurz reinschaue und sie nie mehr als 1-2 Stunden, teilweise sogar deutlich weniger, spiele.

Auf der Switch wiederum finde ich es super, dass ich die Spiele gebraucht kaufen und verkaufen kann und ich verstehe auch gut das Argument der Kontrolle über das Produkt, die man bei digitalen Produkten eben oft ein großes Stück mehr aus der Hand gibt, was für mich auch ein Grund z.B. für Blu Rays kaufen ist. Außerdem, und das mag jetzt etwas esoterisch klingen, habe ich das Gefühl, dass ich einem einzelnen Werk deutlich mehr Wert und auch Geduld gegenüber zugestehe, wenn es eine physische Repräsentanz hat, während ich bei digitalen (besonders streaming-) Inhalten eher dazu neige, schnell zum Nächsten zu wechseln, wenn es mich nicht schnell genug unterhält.

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Ich glaube das tut auch niemand. Aber wer auch auf PC unterwegs ist, der sieht dem Ganzen mindestens mal lockerer entgegen als alte Konsoleros die damit bisher nur wenig Berührung hatten und brav ihre Bierdeckel gekauft haben.

Wenn ihr aber glaubt, dass diese Entwicklung am Ende nicht auch euch betrifft, irrt ihr leider.

Das ist mir wieder das typische internet doom + gloom

Das heißt sie bestimmen die Preise und die Regeln.

Letzteres bestimmen Sie jetzt schon bzw. genau genommen seit der ersten Playstation. Und eigentlich gilt das für alle Konsolenhersteller.

Betrachten wir mal Sonys „80% der Spielekäufe werder digital getätigt.“-Behauptung. Denn nachdem, was ich dazu gehört habe, spiegelt sie gar nicht das wieder was hier zur Debatte steht.

Mag sein das sie die Zahlen frisiert haben, bei mir kommt es ziemlich gut hin - ich habe 30-40 Discs für die PS5 rumfliegen (viele gekauft weil wirklich billig, mit der klaren Absicht die wieder zu verscheuern wenn ich damit durch bin oder keinen Bock mehr habe - Interesse am Spiel aber nicht wirklich gegeben, hätte ich also unter anderen Bedingungen niemals gekauft) und kaufe immer wieder kleinen und größeren Kram in PSN Sales. Nicht mehr soviel wie früher aber so 1-3 Titel pro Sale sind durchaus drin, natürlich mit massiven % off, alles schön in externen Apps nachgeschaut. Für die Convenience zahle ich manchmal auch ein paar Euro mehr, Spiel ziehen und einfach starten ohne den Dongle zu suchen, nachwievor eine geile Sache.

Außerdem, das macht immer noch 20% an physich verkauften Spielen. In der Praxis wird es vermutlich nicht ganz so sein, doch in der Theorie wird ein sattes Fünftel der Käuferschaft somit einfach abgeschnitten. Keine sinnvolle marktwirtschaftliche Vorgehensweise, wenn dahinter nicht das Versprechen von noch höheren Gewinnen stehen würde.

Weißt du wieviel für die Instandhaltung der entsprechenden Presswerke draufgeht? Lohnkosten diesdas? Vielleicht ist 20% einfach nicht mehr die ausreichende Menge um den Laden am Laufen zu halten und es rechnet sich nicht mehr? Natürlich ist all digital geil für die, aber 20% schmeißt man nicht einfach weg, wenn da nicht was im Argen liegt - glaube nicht das es NUR giergetrieben ist. Denke der Sachverhalt ist, wie vieles im Leben, sicherlich komplexer.

Außerdem würde ansonsten nicht jeder Internetversandhändler bis hin zu Supermärkten noch physische Spiele anbieten (ich wohne in einer recht kleinen Stadt und selbst hier ist das so), sondern würde nur noch PSN-Guthaben verkaufen oder was weiß ich.

Nach meinem Wissenstand ist die Marge aber verschwindend gering, weshalb das Geschäft mit Datenträgern seit Jahren sichtbar schrumpft. Die einst mächtige Armee von Azeroth Mediamarktspieleabteilung in unserem Stadtkern ist lächerlich klein geworden (wir haben so eine Wand mit Guthabenkarten für jeden Scheiß, die ist größer als das Xbox Angebot an phys. Datenträgern) - die Auswahl stark begrenzt. Neue Retailspiele findest du ansonsten gar nicht - also physisch ist hier schon seit einer Weile ziemlich tot. Die erfolgreichen Onlinehändler verkaufen btw. eher günstigere PEGI Versionen.

Physische Veröffentlichungen werden komplett verschwinden, also auch Code in a Box.

Gut so, weil das ist wirklich der dümmste Auswuchs den das alles mit sich gebracht hat. Absolute Ressourcen-Verschwendung.

Die digital „gekauften“ Spiele sind praktisch nur temporäre Nutzungslizenzen.

Ist bereits so.

Wenn die Hersteller also Bock haben, sind die Titel irgendwann einfach weg und werden dir später nochmal verkauft oder fick dich!

Jeder der mal Downloads bei Nintendo hatte und einen Generationenwechsel mitgemacht hat, kennt das. Es werfe den ersten Stein wer sich nicht auch zwei- und dreimal mit Virtual Console / ACA Releases und anderen Spielen eingedeckt hat, die er auf Wii oder WiiU schon gekauft hatte.

Und schlussendlich schaffen sie auch die Konsolen selbst ab und das Gaming wird im monopolistischen Sony-Ökosystem zum reinen Cloud-Service, egal ob das nun scheiße läuft oder nicht.

Und wäre das schlimm? Solange man nicht gezwungen wird, kann man ja zusätzlich auch noch auf eine Online-Plattform wechseln die das weniger Scheiße angeht. Ich bezweifle aber stark das Sony sich hier alles erlauben können wird, in deiner Beschreibung klingt es schon fast nach cartoon-villain - am Ende geht es nur um Spiele und das in einer Zeit in der es vielen wirtschaftlich weniger gut geht - das wird sich schon bemerkbar machen. Wenn sie es total übertreiben werden sie dafür die Quittung schon kriegen und das ist ihnen sicher klar.

Denn erstens, wohin willst du sonst gehen?

Zu einem der anderen Anbieter oder gehst voll Retro und scheißt auf den ganzen neumodischen Schnickschnack? Oder suchst dir vielleicht ein ganz neues Hobby? Wir sind nicht von Sony abhängig und es gibt Alternativen.

Und zweitens haben wir ja in den letzten Jahrzehnten gelernt, dass die Spielerschaft auch für unfertigen Schrott gerne Mondpreise hinblättert.

Should we blame the matches? Should we blame the fire? Or the doctors who allowed him to expire? Heck no! Blame Canada!

Das Gaming-Business ist auch nicht „too big to fail“. Die Führungsebeben von Sony, Microsoft und anderen Großherstellern interessieren sich einen Scheiß für Videospiele und erst recht für die Menschen, die sie konsumieren. Die hinterlassen verbrannte Erde, wenn sie nur mit maximal viel Geld wieder rausgehen.

Ja, aber dann scheiß doch auf die alle? Ich versteh’ dann deinen Text nicht - sollen se doch in ihrem eigenen Blut ersaufen? Sollte es noch einmal einen großen Reset geben, super - dann wird vielleicht noch einmal alles neu gemischt. Aber die aber tausende Spiele die es seit dem letzten Crash gegeben hat, existieren weiter und Menschen werden auch immer wieder den Versuch wagen sich in Code auszudrücken. Ich mache mir da wirklich GAR. KEINE. SORGEN - das uns mal die Spiele ausgehen oder das hier alles noch einmal zurückgedreht wird. Not gonna happen.

Ich mag viele moderne Spiele. Aber ich kann auch mit Retrotiteln viel anfangen. Mein Pile-of-Shame ist ebenfalls so gigantisch, dass ab morgen kein einzelnes Spiel mehr erscheinen könnte, ich würde trotzdem als zufriedener Gamer bis ans Ende meiner durchschnittlichen Lebenserwartung klarkommen.
Das rechtfertigt aber keine Hands-up-„Ist kein direkter Nachteil für mich, also ist es auch nicht schlimm.“-Ignoranz meinerseits.

Spielen ist nicht mehr wie in den 90ern, die Kids sind in einer handvoll von F2P-Titeln auf ihren Telefonen unterwegs, die geben keinen Fick mehr drauf was mit dieser Industrie ist, weil quasi nichts von dem was du (oder wir alten Säcke allgemein) damit verbinden, für die irgendeine Rolle spielt. Die verbrannte Erde die Sony hinterlässt findet nur auf deinem Beet statt, die Kinder haben alle schon lange einen Steingarten und sind damit glücklich.

Gaming wie wir es kannten ist vorbei. Sony macht das nur für uns jetzt auch sichtbar (obwohl du ja Juri in der SF6-Ausprägung als Avatar hast, SF6 mit seinen 50 Euro teuren Ultimate Season Passes (bald in der vierten Runde) sind ja auch genau der money grabbing shit weshalb physische Releases keinen Sinn mehr machen.

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Die Diskettenboxen auf Amiga waren damals unser „Streaming“ - trotz physischer Repräsentanz hat man sich da nicht unbedingt festgebissen :wink:

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Fair point! Das kenne ich tatsächlich auch. Ich denke das Problem ist hier auch das Überangebot und was nichts kostet ist natürlich auch nichts wert.

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Ich muß ganz ehrlich sagen, ich bin bei dem Thema hin und her gerissen. Auf der einen Seite vermisse ich die Spielepackungen mit Datenträger und Handbuch, auf der anderen Seite kann ich durchaus nachvollziehen, warum physische Datenträger verschwinden. Man muß kein Geld mehr aufwenden um die Spiele zu produzieren. Die Daten auf dem Datenträger sind mit ersten Patch ohnehin schon veraltet. Für mich als Konsument gibt es dann auch den Vorteil, daß kein Platz im Regal verschwendet wird und das ich die Spiele bequem downloaden kann und nicht in die Stadt fahren muß um es mir zu kaufen (und dann festzustellen, daß es aus diversen Gründen nicht erhältlich ist). Und viele Spiele spiele ich ohnehin nur einmal und dann nie wieder (oder Filme, die ich maximal nur einmal schaue). Dann brauche ich halt auch keinen Datenträger, der ohnehin nur in einer relativ langweiligen Box steckt. Aber dann gibt es halt diese Ausnahmen, die man so gern anfasst, im Regal stehen hat und in deren Handbuch ich gern mal blättere…

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Ich bin zwar ein großer Fan von physischen Spielepackungen und physischen Medien, aber es ist ein ganz normaler Trend, der sich nicht aufhalten lässt. Hersteller wollen immer mehr sparen, und dem steht das physische Medium im Weg. Das war bei der Musik so, bei Filmen, bis zu einem gewissen Grad bei Büchern – und jetzt kommt der erste große Sargnagel auch bei den Spielen.

Prinzipiell könnte ich damit leben, auch wenn ich dann nichts mehr habe, was ich ins Regal stellen kann. Was mich daran aber wirklich stört, ist, dass man ja gar kein Spiel mehr kauft, sondern nur noch eine Lizenz zum befristeten Spielen. Die kann mir entzogen werden, und ich habe keine Möglichkeit, die „Lizenz" weiterzuverkaufen, wenn ich mit dem Spiel durch bin. Das ist für mich das größte Problem bei dieser Entwicklung.

Diese Probleme hat man ja teilweise schon mit Spielen auf Datenträgern. Wenn die Spiele z.B. einen Aktivierungscode haben oder auf Downloads angewiesen sind weil die CD gar nicht alle Daten enthält oder erst mit einem Patch überhaupt spielbar sind.

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Das kann man imo beides so pauschal nicht sagen.

Bei Musik war iTunes in erster Linie eine Reaktion auf Napster & Co., beim Streaming verdienen die Musiker/innen bestenfalls Bruchteile von Cents, weniger als früher in der Regel - und CDs gibt es immer noch. Bücher widersetzen sich dem Trend zu einem gewissen Grade; obwohl es gute, günstige eBook-Reader jetzt seit mindestens 15 Jahren gibt, werden 75-80% des Umsatzes immer noch mit „echten“ Büchern gemacht.

Was ich eigentlich nur sagen will: Klar lässt sich das aufhalten. Wenn die Konsumierenden es wollen.

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Nein ich glaube nicht, dass sich das aufhalten lassen wird, weil es zum einen den meisten Konsumenten egal ist zum anderen Konzerne wie Sony und Co. das mit Ihrer Macht einfach durchdrücken werden.

Und bei Büchern spielt auch die Buchpreisbindung ein ganz große Rolle, warum sich der Markt hier nur ganz langsam in Richtung eBook bewegt.

Ebendrum: Wenn die Konsumierenden es wollen.

Mit 75-80% des Umsatzes bei Büchern meinte ich schon grenzüberschreitend. Hab aber extra nochmal nachgeschaut und tatsächlich sind es, je nach Quelle, selbst in US und UK eher noch so 85-90% physisch vs eBooks. In Deutschland ~95%.

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Richtig. Aber die Konsumierenden sind halt alle und nicht nur Sammler, Enthusiasten, Forenschreiber oder sonstwie leidenschaftliche Marktteilnehmer.

Meine „nur“ 10 Jahre jüngere Schwester hat mich vor Jahren mal gefragt, warum ich eigentlich fast 1000 CDs im Dachboden rumstehen habe. Ihr war nicht klar, dass es Youtube erst seit 2004 gibt. Dass man überhaupt Geld für Musik bezahlen kann, war ihr zwar bekannt, aber nie notwendig. Heute ist das etwas anders, aber damals, als Frühjugendlicher war ihr die Soundqualität völlig egal, somit hat sie und ihre Freunde fast alles von Youtube gezogen. Heute dürfte es, grade bei Kindern und Jugendlichen, generell schwer sein, ein Verständnis für physische Tonträger zu generieren. Spotify ist allgegenwärtig und hat sich als „the way to go“ durchgesetzt. Es folgen jetzt ja dann auch Generationen, bei denen auch die Eltern schon keine physischen Tonträger mehr hatten.

Bei Büchern gestaltet sich das alles etwas anders (finde ich), da hier die Haptik eine viel größere Rolle spielt. Ein Buch auf der Couch ist für mich IMMER angenehmer als ein E-Reader.

Und zu den Spielen… naja… am PC sind wir Steam seit gut 20 Jahren gwohnt. Kaum ein PC wird heute mit Laufwerk verkauft. Und auch da gilt: Ja, ich schätze die Vorgehenswiese von Gog sehr. Aber das bin halt ich. Wieviele interessiert das? Im Steam Sale (Steam ist ja nicht nur ein Shop sondern auch Launcher mit großem Community Bereich) kannst du dir grade „The Invincible“ und 2 Euro 90 Cent kaufen. Der größte Teil dürfte da keine Fragen mehr stellen.

Bei Filmen bleiben Ultra HD BluRays genau so lange interessant, bis die Internet Bandbreiten genug hergeben, um in UHD verlustfrei zu streamen. Das wird noch dauern, aber garantiert kommen. Und auch dann werden nur einige enthusiastische Sammler übrig bleiben.

Nicht falsch verstehen: ICH kaufe Vinyl, in meiner perfekten Welt gäbe es jedes Spiel als Bigbox im Laden. Ich gehe gerne ins Kino und guck zu Hause Filme gerne in der bestmöglichen Qualität (also mit einem physischen Datenträger). Aber dass das nochmal zum Standard wird, geht (glaube ich) weit an der Realität vorbei.

Ja, eigentlich gibt der Konsument mit seinem Willen vor. Aber statistisch (und nichts anderes zählt für den Markt) gilt:

Der Konsument will das nicht.

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Und auch das ist wahr. Ganz stark mache ich diese Erfahrung (die übrigens nicht esoterisch ist) bei Musik. Wenn du 14, 15, 18 Euro für eine CD bezahlst, da ein Booklet mit den Lyrics drin ist und du dann auch nur diese eine CD hast (und dir an diesem Tag nicht noch 15 weitere leisten kannst oder willst) beschäftigst du dich völlig anders damit. Viele Alben haben bei mir erst nach dem vierten, siebten oder zehnten Anlauf gezündet. „The Fragile“ von Nine Inch Nails ist heute eins meiner Lieblingsalben, vielleicht sogar DAS Lieblingsalbum. Ich hab’s direkt zu Release gekauft und es war mir viel zu sperrig. Die CD musste erstmal ein oder zwei Jahre zu Hause „abliegen“, aber dann kam der richtige Moment (in der Zwischenzeit hatte sich mein Leben und meine Hörgewohnheiten verändert) und alles hat gezündet.

Aber das sind alles Erfahrungen, die junge Leute (aber auch viele ältere) heute ja gar nicht mehr machen und somit auch nicht wissen können, wie das ist. Deshalb… siehe Beitrag eins weiter oben.

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Bei den 16 bis 29 jährigen Leser liegt das digitale Buch auch schon bei 60 Prozent gegenüber dem „Buch“. Der Büchermarkt hat natürlich den Vorteil das es keinen anderen Unterhaltungsmarkt gibt, an dem die Ü50 Konsumenten so den Ton angeben. Aber auch die Bücher gehen den unvermeidlichen Weg in das digitale, spätestens wenn der letzte heute Ü50 Leser die Füße hochreißt.

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Standard keinesfalls, so illusorisch bin ich nicht. Aber bei Büchern, Musik und überwiegend auch Filmen existiert die Option auf physische Medien ja noch - warum soll das bei Spielen prinzipiell nicht möglich sein? Wenn auch nur 10 % der Kunden keine rein digitale Zukunft auf Konsolen (solange es diese noch gibt) mitmachten, würde sich das schon bemerkbar machen.

Ob das realistisch ist? Keine Ahnung. Aber unaufhaltbar wähne ich das nicht. Wenn wir schon von jüngeren Konsumierenden und Preisen sprechen, kann man, glaube ich, auch fragen, wie viele U30 bereit sind, 80 € für Spiele auf PSN rauszuhauen.

Ja, und ich hab das auch bei Büchern gemerkt. Ich hatte sicher zehn Jahre lang einen Kindle (erst Paperwhite, dann Voyage oder so) und fand den schon praktisch, aber der Wert eines Buchs ist dabei für mich verlorengegangen - wenn’s nach dreißig, vierzig Seiten nicht zündete, hab ich halt einfach ein anderes geöffnet, was mir zuvor nie passiert ist. Irgendwann während Pandemie/Lockdowns bin ich dann zu Büchern zurück, weil’s schön war, was „Echtes“ in der Hand zu haben und sich damit auseinanderzusetzen.

Bei CDs kommt ja auch noch ein bisschen der Entdeckungsfaktor dazu, wenn man die als Gesamtwerk komplett durchlaufen lässt, anstatt sich einfach 'ne Playlist zusammenzustellen.

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Ich weiß schon, dass du da nicht illusorisch bist. Ich wollte eigentlich nur kurz antworten, aber dann ist die Tastatur mit mir durchgegangen. :smile: Oben steht meine generelle Meinung, keine Gegenmeinung zu deinem Beitrag.

Bei Musik werden physische Releases langsam weniger. Ich sehe in letzter Zeit viele Alben die nur mehr digital erscheinen. Und dann oft halt noch in begrenzter Stückzahl als Vinyl.

Aber grundsätzlich bin ich schon bei dir, der Markt wird sich die 10% der „Willigen“ holen wollen. Aber zu welchem Preis? Doppelvinyl steht teilweise um 49 Euro im Laden. Da überlege ich dann halt auch zweimal.

Und zur Preisgestaltung auf PSN: Ja, da ist was dran. Schätze, das wird dann klar von der Nachfrage abhängig sein. Zu Beginn wird ein AAA Spiel 80 Euro kosten, danach wird man den preislichen Sweet Spot suchen. Es wird Sales geben oder altbekanntes wie „hol den Kunden mit nem super Angebot für’s Grundspiel und mach die Kohle danach mit DLCs“.

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Das ist nur meine anekdotische Evidenz, aber GTA VI ist an der Schule, an der ich arbeite, schon ein großes Thema. Natürlich alle unter 18. Manche Dinge ändern sich nie (auch wenn F2P trotzdem relevanter ist). Dass das Spiel nicht auf Disk erscheint, ist denen hingegen völlig egal. Aber gut, in deren - und meinem - Haushalt hat höchstens noch die PS5 ein Laufwerk.

P.S.: Die Diskette als allgemeines Speichersymbol finde ich da immer herrlich antiquiert. Für die heutigen Kinder ist das eine Hieroglyphe.

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GTA 6 ist aber auch ein absolutes Kulturphänomen. Das ist ja nicht irgendein Spiel.

Und trotzdem isses da auch weniger der Single Player, sondern vor allem der Online-Multiplayermodus der für den massiven und nachhaltigen Hype sorgt. Womit ich da zumindest eine Nähe zu den sonstigen F2P-Angeboten sehe.