Ich glaube, bei Adobe hat das aber deswegen funktioniert, weil Adobe eben der Standard für professionelle Anwendungen in einem bestimmten Bereich ist und man als Firma/Mitarbeiter*in eben darauf angewiesen ist, dass die Leute, mit denen man zusammenarbeitet, mit dem File, das man denen schickt, was anfangen können. Das ist, aus meiner Sicht, eine deutlich andere Situation. Trotzdem hätte der Game Pass schon funktionieren können, und das wäre, aus meiner Sicht, auch nicht zwangsläufig etwas Schlechtes gewesen.
Ich lese hier jetzt wiederholt davon, dass Microsoft die Xbox irgendwie „abwickeln“ will. Hab ich da was verpasst? Von dem, was ich so gelesen habe, hab ich jetzt nicht so den Eindruck, dass es in Zukunft keine Xbox mehr geben wird, auch wenn das nächste Gerät anscheinend durch Steam-Unterstützung usw. noch mehr wie ein PC wird (was ich persönlich nicht unbedingt für einen guten Schritt halte).
Natürlich, aber wie gesagt: Sony ist in dem System aktiver Akteur. Ich find die Automobil-Industrie auch nicht den besten Vergleich, denn diese hat ein ganz anderes Geschäftsumfeld, vor allem mit ihren hierarchischen Lieferstrukturen. Sony nimmt hier nur sich selbst weg, Playstation ist schon annähernd vertikal komplett integriert.
Und halt eben auch nicht am schlafen. Sonys Streaming ist marktreif (ich verwende das häufiger), deren Handheld-Variante durchaus sehenswert, ich sehe keine Anzeichen, dass die da einfach schlafen. Sony investiert viel in Experimente, PSVR2 wurde ja trotzdem noch gebaut, obwohl das alles am abfallen war.
Nochmal, ich will Sony hier garnicht schön reden, aber ich sehe die in dem Geschäft sehr geplant vorgehen, während Microsoft XBox die letzten Jahre immer schlingert.
Ganz im Gegenteil ist einfach völlig rational, diese Schiene so lange zu fahren wie sie ihre Kriegskassen füllen können. Und in der Zeit werden die sich nicht in die Karten gucken lassen. Und daher wirds schwer zu sagen, wie Sony sich schlägt, wenn dann plötzlich die Weiche kommt.
Wir könnten auch über Nokia sprechen.
Sony ist imho alles andere als integriert. Sie sind bei der Hardware abhängig von Chiplieferanten und beim Streaming werden sie vermutlich ebenfalls auf Azure Cloud oder AWS angewiesen sein. Meine mich an eine News zu ersterem zu erinnern. Wenn deren Kapazitäten mehrheitlich von KI aufgesogen werden, die deutlich mehr bezahlen, dann ist Sony einem enormen „Zuliefererrisiko“ ausgesetzt.
Wenn das dazu führt, dass künftig Kundschaft wegen der hohen Preise wegfällt, kann es sein, dass diese auch niemals wieder kommt. Oder anders ausgedrückt: es könnte sehr gut sein, dass der Peak Core Gaming hinter uns liegt und die Kundschaft ab jetzt rückläufig ist, zugunsten bspw. von Mobile Gaming und F2P. In dem Bereich besitzt Sony nahezu gar keine Kompetenz und zeigt auch keinerlei gesteigertes Interesse, welche aufzubauen. Tencent andererseits ist nicht über Core Gaming so groß geworden. Die sind im übertragenen Sinne das Amazon Prime und Netflix des Gamings, das nach und nach die strauchelnden Produzenten des Old Business übernimmt. Und Sony ist im Vergleich nicht so groß. Tencent macht allein im Gaming-Segment mehr Umsatz wie Microsoft und fast genauso viel wie Sony.
Meine Vermutung ist, dass Sony ein sterbendes Pferd reitet und sie bislang noch überhaupt keine Idee für einen Ersatz haben, sonst müsste man mittlerweile irgendwas erkennen. Die Service-Game-Initiative war vermutlich so ein Ansatz, der gerade erst krachend gescheitert ist und – mit Verlaub – bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt war. Aber korrekt, gerade läuft es noch sehr gut. Nur: Die Playerbase wächst nicht mehr sonderlich, also versuchen sie jetzt durch Erhöhung der Abokosten mehr abzuschöpfen. Und das ist imho das allmähliche Zeichen, dass es auf Dauer nicht mehr nachhaltig ist, sondern halt immer noch ein Ticken optimierter werden muss, um überhaupt noch was zu erreichen.
Das ist eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass diese Menschen schon lange, lange mit der Software gearbeitet haben und sie quasi im Schlaf bedienen können. Bei anderer Software muss man vieles neu lernen und das ist einfach anstrengend und ein Produktivitätsverlust, den man sich oft nicht geben will.
Nichts davon ist ein Faktor bei Konsolen.
In 10 Jahren sind wir da wahrscheinlich viel klüger, aber wie oft wurden Teile des Markts schon totgesagt? Heimkonsolen waren in den 80ern wegen Übersättigung tot, PC Gaming war wegen während der PS3/360-Ära tot und Handhelds waren wegen Smartphones tot.
Es wird ja zum Teil gesagt, dass sich der Markt durch den Corona-Push gerade gesund schrumpft. Ich denke auch, dass da etwas dran ist. Es gab eine riesige Konjunktur in dem Bereich und auf einmal viel Geld am Markt für Investitionen.
Games wird es immer geben - auch AAA. Die Zugänglichkeit wird sich mit den Einstiegspreisen für dieses Hobby entscheiden. Gerade ist die Hardware echt teuer. Manch einer weicht ggf auf Smartphone oder Tablet aus - gerade die nachfolgende Generation. Mir würde nicht im Traum einfallen, eine xbox, Switch 2 oder playstation für meine Kids neu zu kaufen - zumindest nicht bedingungslos. ![]()
Dass die Laufwerke bzw Discs wegfallen, überrascht mich nicht. Microsoft hatte ja auch schon mal optionale Modelle ohne Laufwerke heraus gebracht. Nintendo schafft bei der Switch 2 mit den Keycards eine Brücke zwischen beiden Welten.
Für Sammler und Zweitmarkt ist das alles schade. Mich persönlich tangiert es nicht. Meistens kaufe ich die Spiele im sale digital ![]()
musste irgendwie hierher (clueless hero)
Naja, warum nicht Blackberry? Ich sehe bei keiner dieser Firmen irgendwas, was sich aktuell mit Sony vergleichen lässt.
Zur Integration: Sony macht das Hardware-Design selbst (natürlich mit AMD bei den Chips), aber betreibt keine eigenen Fabs. Das ist als unintegriert zu bezeichnen, finde ich sportlich, weil das par for the course ist. Selbst Apple, bekanntlich ja aggressiv in der vertikalen Integration, sind nicht so weit gegangen, sich eigene Fabs zu bauen. Von allem Marktteilnehmern hat Sony allerdings eine Semiconductor-Sparte.
Das Sony Azure-Hardware für das Streaming verwendet, ist auch nicht schlimm. Das Streaming baut ja immernoch Sony, nicht Microsoft. Andere Platformen existieren. Die Expertise liegt bei Sony. Das sie da Microsoft-Kunden sind, ist eigentlich noch fast besser in der Konstellation. Azure ist der wichtige und margenträchtige Geschäftszweig bei Microsoft, wenn Sony geht, tut das dort weh. Azures Ziel ist auch verwendung durch externe Firmen, interne User sind nicht ganz so wichtig. Sony ist hauptsächlich AWS-Kunde und AWS ist gerne aggressiv, wenn sie nem Konkurrenten so einen Account wegjagen können.
Das Sony überhaupt keine Kompetenz im F2P-Markt hat, würde ich als übertrieben betrachten. Ja, sie haben ihr F2P-Experiment gecancellt, aber allem vernehmen nach geht mit Destiny und Helldivers II genug, dass das am Ende nicht defizitär war. Das ist natürlich nicht als Erfolg zu verbuchen, aber nicht ein riesiges Desaster. Und klar gibt es im Gaming-Markt größere Player als die Platform-Anbieter. Das ist zwingend. Wenn mein Modell ist, die Platform zu sein, die 30% von allen Playern nimmt, ist ja in Sonys Interesse, dass es noch größere Player gibt. Tencent wieder zeigt Schwächen, die Sony eben nicht hat: alle ihre Versuche, Hardware zu etablieren, sind… nett. Klar ist das immer ein Risiko, dass plötzlich Tencent da hin greift.
Und sollte der Punkt kommen, dass sich die Hardware-Krise anhält und man eventuell zu streaming geht oder - himmel - mal einfach 5 Jahre auf demselben Grafikniveau verblieben wird, hat Sony immernoch den grossen Vorteil der gigantischen Install-Base. Die können auch features gewinnen.
Und dazu kommt noch folgendes: Als Marktführer ist Innovationsbremse zu sein durchaus sinnvoll. Dann kannst du deinen Kram länger abverkaufen - das ist alles rational.
Am Ende ist Sonys konservativer Weg auch durchaus sinnvoll - z.B. ist ihr GamePass „schlechter“ als der von Microsoft, weil der nur alte und kleiner Titel verwertet. Aber er ist da. Und wie wir gerade sehen, ist Microsoft auf dem Weg die Puste ausgegangen. Wäre der ihnen nicht ausgegangen, hätte Sony jederzeit größere Titel in diesen Teil schmeissen können. Nur so als Beispiel: Gamepass wird als Grund angeführt, warum das neue Doom under-performed hat.
Dazu kommt immer dazu, dass Portal in der Core-Gamer-Gruppe ziemlich ignoriert ist. Ich glaube das ist gewollt. Das Portal ist nämlich seit Anfang des Jahres eine volle Streaming-Konsole (vorher musste ich Spiele von der PS5 streamen, jetzt ist meine ganze Bibliothek zum Streaming verfügbar). Sony iteriert also konkret an ihrer Hardware, erfolgreich. Das heisst, sie designen, shippen, verkaufen, iterieren.
Mein Punkt ist: ich sehe halt keine Anzeichen, dass Sony die Sparte nicht aktiv managed. Das in der Skalierung Fehlschläge und teilweise sehr teure auftreten, ist ja nicht unüblich. Und die Konkurrenz ist ja nicht viel besser. Als Activision von Microsoft gekauft wurde, war man ja sehr am schauen, dass hier jetzt der Grossangriff kommt und sich die Marktrealitäten ändern. Insofern finde ich „reiten ein totes Pferd“ aus der Luft gegriffen.
Marktsättigung ist natürlich unglücklich für Sony, aber betrifft alle anderen Konkurrenten genauso.
Ich will dir nicht abstreiten, dass in 5 Jahren ein Ding kommt, das Sony kalt erwischt und plötzlich ist der Konzern nur noch ein Viertel wert. Das ist aber eine Aussage, die man über fast jeden Konzern treffen kann. All diese Firmen in dieser Skalierung leben in der Angst, dass ihnen ihr grosses Geschäftsfeld wegbricht. Die Gefahr besteht immer, im übrigen einer der Gründe, warum so sehr auf kurzfristige Gewinne geschielt wird.
Das ist auch nicht das Ende der Welt: Nokia gibts immernoch, die sind gerade wieder heftig am Aufbauen, Blackberry ist Marktführer in seinem aktuellen Segment.
Ich mein, am Ende, aus Kundensicht kann mir das auch egal sein. Der Sony-Killer muss so gut sein, dass ich als Kunde einfach extrem viel besser dran bin. Von Microsoft oder Nintendo seh ich das halt nicht kommen.
Ich habe mal ganz impulsiv mein PSN-Abo gekündigt.
War eh überfällig, richtig genutzt hatte ich es schon Jahre nicht mehr, früher waren es die monatlichen kostenlosen Spiele, die das für mich interessant machten - da kommt aber schon lange nichts mehr, was mich interessiert.
Insofern hat Sony mir da die Entscheidung abgenommen
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Einen „Crash“ sehe ich deswegen nicht - wohl aber aus anderen Gründen. Mein 12-jähriger und seine Freunde sind total addicted auf Handy-free-to-Play-Games. Von 10 Jungs sind gerade mal zwei in der Lage das aktuelle Zelda durchzuspielen, die anderen packen das mangels Konzentrationsfähigkeit nicht.
Die Kombi aus mangelnder Nachfrage nach komplexeren Stories und gefühlt grafischer Übersättigung lässt die Notwendigkeit nach besserer Hardware und noch aufwändigeren AAA-Produktionen eher fraglich erscheinen.
Microsoft wird wohl mit mehr Streaming und weitgehender Entkoppelung von der Hardware reagieren (XBox als Marke und nicht als Konsole), Sony sucht gerade auch nach einem Weg, der Wegfall physischer Datenträger ist halt deren Versuch. Aktuell sieht es zwar im Konsolenmarkt gefühlt schlechter für MS aus, aber die können halt ohne viel Aufwand jedes Windows-Gerät über Streaming in die Gaming-Infrastruktur einbinden und so die Discs schleichend obsolet machen - den Luxus hat Sony nicht, die müssen die physischen Datenträger „aktiv“ killen.
Bin mal gespannt, welche unserer Glaskugeln in 10 Jahren das richtige Bild gezeigt hat
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Das ist übrigens Industrieschnitt durch alle Altersgruppen. Geschätzt werden nur 10-30% der angefangenen Partien eines Spiels durchgespielt.
Ich wunder mich auch sehr, woher der Anspruch kommt, dass Kinder ein Spiel, das dem vernehmen nach 40-60 Stunden dauert durchspielen müssen. Da lassen sich keine Rückschlüsse auf Konzentrationsfähigkeit schliessen. Vielleicht wurds denen zwischendurch auch einfach fad?
Kinder kriegen ihre Zeit an der Konsole auch sehr beschränkt, da ist es völlig konsequent, mal Abwechslung haben zu wollen. Das ist mit durchspielen inkompatibel.
Stimmt. Weshalb ja niemand GTA 6 im November ausweicht :). Ich sehe den Mangel der Nachfrage nicht? Aber viele Leute konsumieren Stories halt eh schon auf verschiedene Arten. Die spielen halt 1-2 Spiele im Jahr und der Rest gehört Netflix.
Ich glaub der Effekt ist hier einfach, das Microsoft hier keinen Leidensdruck hat. Denen gehört die Produktionskapazität für die Discs nicht, die kaufen das halt einfach weiter ein. Das ist ein Modell, auf das Sony halt niemals umstellen würde.
Ich hab mal nachgedacht und heutzutage stellt sich mir schon irgendwie die Frage, warum man fürs Spielen überhaupt eine Konsole benutzen sollte anstatt eines Computers. Nicht falsch verstehen, wir haben eine PS4 und eine Switch zu Hause (in ein paar Jahren werden wir vermutlich auch den Sprung zur Switch 2 machen) und auch noch ein paar Handhelds und Retro-Dinger irgendwo vergraben. Wenn ich ehrlich bin, wünschte ich mir manchmal, dass ich mich im Laufe meines Lebens nicht so sehr auf PC eingeschossen hätte, weil ich die Idee ganz charmant finde, Spielen und Arbeiten/kreative Hobbys getrennt auf verschiedenen Geräten zu haben. Gerade bei den High-End-Konsolen (sprich: Xbox und Playstation) finde ich es aber immer schwieriger, das zu rechtfertigen. Für mich waren die Vorteile einer Konsole immer folgende:
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Leichter zu bedienen, kein Treiber-Generve oder sowas
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Da die Entwickler*innen wissen, für welche Hardware sie entwickeln, sehen die Spiele auch bei verhältnismäßig weniger Leistung trotzdem noch gut aus und laufen stabiler. Wenn ich den Bug habe, haben ihn ganz viele andere auch und es liegt nicht an genau meiner spezifischen Hardware-Konfiguration oder sowas
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Günstigere Hardware
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Exklusivspiele
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Ich kann Spiele gebraucht kaufen, aus- und verleihen und weiterverkaufen
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Guter Controllersupport in den Spielen und Couchcoop funktioniert besser, weil das Gerät eben schon bei der Couch steht
Wenn ich die Punkte so durchgehe, dann fliegt da vieles, zumindest für mich subjektiv, inzwischen raus. Einen PC mit Steam zu bedienen und automatische Updates von Treibern etc. machen es inzwischen recht einfach. Ich habe sogar über den Big-Picture-Modus quasi ein „Konsolen-Frontend“, wenn ich das will. Controllersupport funktioniert inzwischen auch am PC ausgezeichnet. Günstigere Hardware … Joa, also inzwischen auch nicht mehr so wirklich. Klar, ein High-End-Gaming-PC ist deutlich teurer als selbst ’ne PS5 Pro, aber man bekommt einen PC mit vergleichbarer Leistung wie eine PS5 Pro für ähnliches Geld. Auch, wie hier schon angesprochen wurde, als Weihnachtsgeschenk oder so für Kinder sind die Geräte inzwischen eigentlich zu teuer. Das kommt natürlich auf das Einkommen an, aber ein SNES hat bei der Einführung so um die 300 Mark gekostet, was heute inflationsbereinigt wohl so 300€ wären. Das ist einfach eine ganz andere Hausnummer, als 1000 € für eine PS5 Pro hinzulegen, und selbst die Switch 2 mit verhältnismäßig günstigen knapp 500€ (mit Spiel) ist jetzt auch kein Schnäppchen. Somit sind die Spiele eigentlich preislich gleich geblieben (bzw. wieder zu ihren alten Preisen zurückgekehrt, nachdem wir eine Phase der verhältnismäßig günstigen Spielepreise hatten), dafür hat die Hardware aber ordentlich angezogen.
Exklusivspiele sind auch so lala. Also ich persönlich fand traditionell die Exklusivspiele von Playstation immer sehr viel ansprechender als die von der Xbox, und bei Xbox kommt ja jetzt eh alles auch auf PC. Ich hätte mich aber, dank Game Pass, bei der aktuellen Generation trotzdem für die Xbox entschieden, wenn ich eines der beiden Geräte gekauft hätte. Gut, das mag auch ein wenig dem geschuldet sein, dass ich die PS5 unfassbar hässlich finde (also das Gerät selbst), aber zwischendurch sah es ja auch so aus, als ob Sony jetzt auch die ganzen Exclusives auf den PC bringt, und mal davon ab sind das im Endeffekt auch nur 2–3 Spiele, die ich wirklich interessant finde, die es nicht auf dem PC gibt. Bleiben noch die Punkte mit dem Couch-Coop, der für die Hardware optimierteren Spiele und dem Gebrauchtmarkt für Spiele. Ich würde sagen, Couch-Coop ist weiterhin die Konsole im Vorteil, aber auch nur, wenn man einen TV besitzt, was ja längst nicht mehr in jedem Haushalt gegeben ist, und das mit den optimierten Spielen gibt ja anscheinend zumindest die Xbox jetzt etwas aus der Hand, wenn sie sich für Steam öffnet (und damit kommt auch sicherlich etwas mehr Generve mit Einstellungen oder so, könnte ich mir vorstellen). Ja, und das mit dem Gebrauchtmarkt für Spiele hat sich dann ja jetzt auch irgendwie erledigt, wie es aussieht.
Mir ist schon klar, dass das eine recht subjektive Sicht ist. Wenn ich schon immer hauptsächlich auf einer Playstation oder Xbox gespielt hätte, würde ich vermutlich auch wenig Interesse haben zu wechseln, aber auch Konsolen brauchen ja Nachwuchs, und ich finde, das Weglassen von Discs ist wieder ein Punkt, der die Konsolen näher an den PC bringt und, aus meiner Sicht, einen Vorteil gegenüber diesem abgibt.
Gute Argumentation. Ich werf mal mein Argument für Konsolen und gegen PCs ins Rennen: Ich arbeite in der IT und hocke 8 Stunden täglich zu möglichst rechten Winkeln zusammengefaltet an einem Schreibtisch und hacke auf einer Tastatur herum und klicke, klicke, klicke. In meiner Jugend gab es nichts Größeres für mich. PCs waren die Verheißung von Spaß, großen Abenteuern und Kreativität. Heute fühlen die Dinger sich einfach nach Arbeit an. Wenn ich Feierabend habe, macht allein der Gedanke mich kirre, noch mal an einem PC zu hocken. Wenn ich Spaß und Entspannung finden möchte, darf sich’s einfach nicht nach Arbeit anfühlen.
Ich hab schon öfter überlegt, alternativ einfach selber sowas wie eine Steam Machine zu bauen. Quasi die Überlistung meiner Aversion: damit sich das nicht nach PC anfühlt. Aber bisher haben die möglichen Konzepte mich nicht überzeugt. Zu klobig sind die Dinger, irgendwie brauch ich doch Maus und Tastatur, man hört die Lüfter … näää. Die echte Steam Machine kommt dieser Idee natürlich nun am nächsten, aber das Preisleistungsverhältnis ist neben der eingeschränkten Verfügbarkeit derart abstrus, dass mir dieses Ding so nicht ins Haus kommt.
Die einfache Gegenantwort lautet: Dank einheitlicher Hardware hat der Entwickler die volle Kontrolle über seine Vision und dass es überall gleich aussieht und funktioniert. Sowohl aus kreativer, als auch qualitätstechnischer Sicht.
Ich komme ja aus der Fighting Game Ecke und für Turniere macht es gerade bei Spielen wo es auf framegenaues Timing ankommt schon Sinn das alles auf einheitlicher Hardware (idealerweise inkl. Monitor und Eingabe) stattfindet. Einen Turnierstandard (auf dem Gerät treten wir an) ist bei PC praktisch unmöglich.
Fühle ich! Wobei ich (leider) inzwischen das Gefühl habe ich sollte in meiner Freizeit am besten irgendwas machen wobei ich gar nicht sitze, egal ob am Schreibtisch oder auf dem Sofa, der Körper wird alt
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Da bin ich ja schon in meinem ursprünglichen Beitrag drauf eingegangen. Das ist sicher richtig, zumindest so lange die Konsole nicht plötzlich Steam-Fähig wird und ich als Endkunde mir das quasi darüber versauen kann (looking at you, Xbox).
Ja, auch cheaten ist gefühlt schwieriger. Wobei Crossplay und verschiedene Eingabegeräte und Monitore/TVs das ja auch ein wenig aufweichen. Ich kann ja teilweise an der Konsole auch mit Maus und Tastatur spielen oder mit verschiedenen third party Controllern etc. Ich kann einen Monitor anschließen den ich heller stelle damit ich besser in dunkle Ecken schauen kann (für Shooter interessant) und im Endeffekt gibt es ja sogar Hardware-Cheats und dank Crossplay spiele ich ja auch gegen Leute am PC. Ich weiß jetzt nicht wie weit das alles auf Fighting Games zutrifft, aber das wäre dann ja auch nur eine Nische.
Das sind schon alles gute Argumente für eine Konsole, aber es werden halt gefühlt immer weniger bzw. diese werden immer weiter abgeschwächt und das sind ja auch nur die Pro-Argumente für die Konsole. Ich habe ja die ganzen Argumente, die für einen PC sprechen gar nicht betrachtet.
Ich wünschte die Konsolenhersteller würden sich da einfach mehr auf ihre Stärken besinnen.
Als der, der hier immer gleich mit Marktforschungsdaten haben mag: es finde in der Tat einfach überhaupt keine Daten dazu, wieviele Spielende nur auf PC oder nur auf Konsole oder beides spielen. Es wirkt vage sogar so, als würde “beides” überwiegen. Wenn wer was hat, her damit!
Bei mir ists definitiv so, dass ich vor Jahren beschlossen habe, dass ich nur einen PC/Laptop haben will und der nicht nach Gaming-Kriterien ausgesucht wird. Auf dem Spiele ich “was läuft”. Ich hab in den letzten 10 Jahren daher die Freiheit gehabt, wild zwischen Betriebssystemen und Modellen zu wechseln.
Daher ist mein “Gaming-System” ganz klar meine Konsole, weil die immer da ist und Spiele konsistent unterstützt.
Ich hab da auch nix, es war meines Wissens nach aber zumindest mal so, dass in Deutschland mehr am PC und in den USA mehr auf Konsolen gespielt wurde. Ob das noch stimmt, ob die Leute oft mehrere Geräte haben oder genaue Zahlen weiß ich nicht.
Ich würde vermuten, dass mehrere Plattformen zum Spielen eher bei sog. „Core-Gamer*innen“ vorkommt. Aber ja, ist natürlich mal wieder alles Glasskugelgucken.
Das war bei Assassin’s Creed 1 vielleicht noch so, hat sich aber mittlerweile erledigt. Deutschland ist ein PlayStation-Land.
Kann man sicher bei gameswirtschaft.de irgendwo in einer News finden, aber der Anteil der PC-Verkäufe ging über die Jahre systematisch zurück. Nicht unbedingt in die Irrelevanz, aber spürbar. Dagegen stiegen die Konsolenkäufe immer weiter an.
Ich erhöhe auf ganz Westeuropa.
Wobei ich mir vorstellen könnte, dass es gerade dann eine Nachfrage geben könnte, nach Alternativsystemen, gerade auch bei der Jugend.
Viele Schüler von mir kaufen LP als Distinktionsmerkmal, damit es „ihres ist“.
GOG kam, damit es eine Plattform für Retrospiele gibt, ohne dass man etwas an die aktuellen Plattformen anpassen muss.
Ich bin sehr marktkritisch, politisch gesehen, aber ich glaube an die Nachfrage der Menschen und die kreativen Antworten der Menschen.

