Was haltet ihr von der Möglichkeit, dass es neben Open Source OS auch mehr Spiele produziert werden, welche die großen Launcher meiden? Und zwar absichtlich, um eine BigData kritische Zielgruppe zu erreichen ?
Ich verliebe mich gerade etwas in die Idee und stelle mir das ähnlich vor wie in den 90ern. Personen machen ein Game, shareware gibt es kostenlos und den Rest gibt es gegen Geld auf der Homepage.
Ist warscheinlich kein tragbares Modell für heutige releases, aber am ehesten kommst da noch gog dran. Es gibt dort Demos, Offline Installer und kein DRM. Daten sammelt gog insofern auch nicht.
Das wäre ja nur eine von unendlich vielen Frageansätzen, die Forscher verschiedenster Disziplinen an das Medium stellen könnten. Die Edierung von Werken ist zunächst vergleichbar mit der Forensik. Es wird erst einmal festgehalten, wie alle Zeugen (Beim Computerspiel wären das alle Arten von erhaltenen Medien, auch jene, die zur Produktion oder dem Vertrieb verwendet wurden.) vorliegen. Dann würde eine Systematik entwickelt, in welcher man die Beziehungen, auch chronologisch, zueinaner aufschlüsselt. Schließlich würde versucht, die Genese des Werkes zu rekonstruieren. Und noch einige andere Schritte. Eine Metaedition vieler Veröffentlichungen könnten wiederum Werke in Bezug bringen. Es könnten Quasi-Korpora entstehen, mit denen man ganze Spielegruppen auf verschiedene Weise erforschen könnte. Die Frage ist nicht, ob eine konkrete Frage für dich relevant ist. Selbst wenn nur ein Wissenschaftler eine bestimmte Fragestellung hat, ist es gerechtfertigt, diesen Aufwand zu betreiben. Die Wirtschaftswissenschaft könnte z.B. alle Wirtschaftsspiele mit entsprechenden Fragestellungen erforschen. Geschichtswissenschaften haben wieder ihre Ansätze und auch jede Privatperson hat das Recht, auf solches Wissen zuzugreifen.
Im Unterschied zum Buch haben wir hier wirklich die Chance, ein Medium von Beginn an zu erfassen.
Och da geht schon was, z.B. „Das ist das zweitgrößte Wiener Schnitzel, das ich jemals gesehen habe“
Zur Diskussion im Allgemeinen: zum Einen geht ga gerade etwas verloren, was wir seit rund 50 Jahren kennen, aber seit 20 Jahren verläuft das ja schon schleichend.
Auch auf der Switch hab ich mich noch vor ein paar Jahren selbst darüber geärgert, als es mit den Downloadcodes losging (vor allem wenn man sich dann ein Case kauft, nicht richtig gelesen hat, und dann auch nur ein Code drin liegt). Heute bin ich ganz froh, dass ich nicht mehr ständig Cartdriges tauschen (und im Kinderzimmer suchen muss).
Ich komme aber langsam in einen Zustand, in dem mir Dinge, vor allem physischer Natur egaler werden. Um die Sache an sich tut es mir schon leid, die Sammelerfahrung, die wir kennen, wird wegsterben.
An dem Thema der Einstellung physischer Kopien zu verkaufen sehe ich 2 große Haken aus Gamer Sicht.
Wenn ich irgendwann mal Spiele für dieses alte System spielen möchte, kann ich diese nichtmal mehr herunterladen, da die Server sicher abgestellt wurden. Somit ist dann eine solche Konsole einfach nur noch Schrott - das MUSS doch eigentlich auch ein Fall für den Verbraucherschutz sein, oder sehe ich das falsch?
Die Sammlerszene hat davon auch die A-Karte, denn ich kann die rein digitalen Spiele ja nicht mehr handeln, einmal mit meinem Account bei wem auch immer verbunden, ist das dann nicht rückgängig zu machen.
Hiergegen gibt es sogar schon eine recht große Initiative. „stop killing games“ heißt sie und beschäftigt sich damit, die Publisher zu einem Umdenken zu bewegen.
Müssen halt die Hacker und Cracker ran → immer wenn ein neues Spiel für die PS5 released wird, abbild davon ziehen und archivieren bis Homebrew-Crack für die entsprechenden neuen Konsolen da ist.
Stop Killing Games ist übrigens eine super Initiative, wie das EU-Parlament damit umgegangen ist, ist aber eine schweinerei.
Es kann ja aber nicht sein, dass es nur illegale Wege gibt, die alten Spiele spielen zu können. Eigentlich ist es schon eine Sauerei, dass man Spiele mit dem SafeDisc oder ähnlichen Kopierschutz-techniken zumindest ohne Weiteres auf aktuellen Systemen schon allein deswegen nicht mehr spielen kann.
Das stimmt wohl. ABER auch da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, so wie ich gehört habe UND die mussten sich schonmal damit beschäftigen.
Was hat denn das EU-Parlament Schlimmes gemacht? Konnte „Stop Killing Games“ nicht in der Anhörung dort die Mehrheit der Parlamentarier*innen überzeugen, und erst die EU-Kommission hat das dann wieder abgebügelt?
EU sagt Nein zum Gesetz. Statt Pflicht gibts nur einen freiwilligen Branchen-Kodex bis Ende 2026. Trotz 1,3 Mio Unterschriften also im Grunde: nette Geste, keine Zähne. Die Initiative kämpft jetzt über den Digital Fairness Act weiter.
Ich bin auch gegen die Abschaffung, aus vielen der hier genannten Gründe, aber ebenso Teil des Problems. Auf der Xbox versuche ich möglichst immer physische Versionen zu kaufen. Allerdings nur gebraucht. Bis auf elden Ring habe ich glaube ich noch nie ein Spiel zum Vollpreis gekauft und die meisten gebraucht. Als die Zeit zum Spielen noch da war und die Chance es vor dem Sale zu beenden gegeben, war das anders.
Auf dem PC kommt dazu, dass ein z.B. Steam Sale Preise erreicht, die man so gut wie nie auf dem Grabbeltisch oder eBay finden kann. Mit der „ich kaufe nur unter 10€ digital“ Regel kommt man verdammt weit - zumindest auf dem PC.
Dann Spiele wie Alan Wake 2, die gibt es nur auf der Konsole noch physisch, mit erforderlichem Download. Ich hätte gerne eine Ausnahme gemacht, aber auf dem PC gibt es keine Chance.
Day one Patches usw. Wurden hier schon vielfach diskutiert. Wenn man sich eingesteht, dass selbst Nintendo nicht mehr ohne kann, sähe meine ideale Welt so aus:
Das physische Spiel ist möglichst spielbar (technisch) vom Datenträger. Sollte es Patches erfordern, müssen diese verfügbar gehalten werden, der Einfachheit halber digital. Das am besten aus einer Plattform, die wie Gog die Spiele erkennt und automatisch patched. Wahlweise einen Download anbietet. Wie früher Patches suchen, wovon man evtl alle nacheinander installieren muss und diese auf verschiedenen Datenträgern findet, dazu wird sich nur noch jemand bequemen der es wirklich will.
Doom 2016 war das letzte Physische Spiel (wenn man von Die Siedler 2 für den Amiga absieht) was ich gekauft habe. Kurz danach hatte ich eine 64MBit Leitung von Unitymedia und von da an habe ich keine Spiele mehr physisch gekauft, weil die Leitung schneller die Spiele heruntergeladen hat, als mein DVD Laufwerk die Daten auf der Festplatte schaufelte.
Traurig ist das schon, aber es ist auch der nächst Logische Schritt. Wie Sony ja auch gezeigt hat, ist es für den Konzern kein Problem, einfach Filme die man gekauft hat, aus dem Katalog zu entfernen. Also ich würde mich hüten, auch nur ein einziges Spiel zu kaufen.
Ich mein, man muss das nicht gut finden. Wenn Leute davon so aufgewühlt sind, dafür zu kämpfen kann auch mir das nur recht sein.
Ich persönlich finde es auch schade, aber das Thema wühlt mich emotional nicht auf. Am PC ist die physische Version schon seit Jahrzehnten Geschichte. An der Konsole habe ich mittlerweile festgestellt, dass auch kleine Spielepackungen über die Jahre einfach wertvollen Platz fressen.
Und über die Jahrzehnte haben sich immer wieder DInge geändert, zum Besseren und zum schlechteren. Es kamen neue Sachen, alte sind gestorben. Und manchmal kommen Todgesagte dann auch wieder. Wer hätte gedacht, dass Vinyl und sogar Kassetten irgendwie überdauern?
Bei anderen Dingen bleibt dagegen nur, was schon da war. Ich finde es z.B. schon bedauernswert, dass es im Westen eigentlich keine großen handgezeichneten Filme mehr gibt. Disney macht lustiges CGI und gefühlt hat das auch niemand vermisst.
Ich glaube der Ton macht immer die Musik - ja am PC ist es schon lang digital only. Aber man bekommt bei Valve super Angebote, eine technisch saubere Plattform, Support für Linux und und und. Des weiteren habe ich die Möglichkeit bei GOG offline-installer zu bekommen und so die Spiele zu präservieren.
Bei Sony: joa 80€ und alles nur noch digital ohne Mittelsmann
Und Epic hat den Spielern Gratis Spiele ohne Ende geschenkt und wurde angefeindet
Als Steam neu war, wurde es doch auch angefeindet.
Der Zwang, sich für Steam anzumelden und auch die über den Einzelhandel verkaufte Version des Spiels online aktivieren zu müssen – ohne die Möglichkeit dies wie bei Windows XP etwa auch telefonisch zu machen – war bereits zuvor kritisch gesehen worden.
Es gibt bei PSN auch ständig Sales und gute Preise. Bei PS5 First Party ist der Preisverfall jetzt nicht so hoch wie in der Vergangenheit, aber 80€ muss man nicht zahlen wenn man sich gedulden kann.
Da ist Nintendo schlimmer. Hab da Spiele seit Jahren auf meiner Wunschliste die es nur digital gibt, die es noch nie reduziert gab.
Ist leider problematisch bei Spielen die aufgrund von Lizenzen verschwinden und nur in seltenen Fällen wieder kommen.
Aber was mir nicht abgehen wird ist die „Sammlerszene“ die Spiele in einen Kunststoffklotz versiegelt und eine Grading-Note raufschreibt, die den Preis künstlich in die Höhe treibt.
Für mich stellt sich die Frage langsam: Warum überhaupt noch eine Konsole dann?
Vorallem jetzt wo die Steam Machine auf dem Markt ist und Steam OS auch relativ frei verfügbar (nur für AMD GPUs momentan), weshalb sich eine PS6 oder nächste Xbox kaufen?
Das war, meiner Meinung nach, so die letzte große Säule dass man dank physkalischer Discs Spiele auch recht billig kaufen und verkaufen konnte, das fällt nun weg und man hat nun den selben Digital Zwang wie aufm PC. Nur ist das Ökosystem extrem abgeschottet. Auf der PS5 konnte man nichtmal mehr Spielstände auf einen USB Stick kopieren, es ging entweder nur ein komplettes System Backup oder man muss PS+ kaufen für Cloud Spielstände.
Weshalb sich das noch antun, wenn man mit der Steam Machine / SteamOS eine ziemlich ähnliche Konsolen Experience haben kann, plus alle Vorteile die man beim PC bekommt. Modding z.b. Zudem hab ich trotzdem die Möglichkeit andere Stores außer Steam zu verwenden, bei der PS / XBox gibt es nur einen Store, den ich dann nutzen MUSS, da es ja keine Alternativen mehr gibt.
Auch son Punkt ist seine Spiele Bibliothek mitnehmen zu können. Das war jetzt von PS4 auf 5 nicht mehr so dass Problem, und wirds bei 5 auf 6 vermutlich auch nicht, aber nicht jedes Spiel bekam auch einen Patch um die Leistung zu nutzen, bei manch anderen kostet das Upgrade sogar 10€… beim PC / Steam Machine / SteamOS, kann ich halt jederzeit selber die Einstellungen hochdrehen oder das Spiel bei Bedarf sogar noch schöner modden, ohne was zu bezahlen.
Ich seh einfach persönlich kein Argument mehr, sich einen Konsole hinzustellen, wenn es nun wirklich einfach nur ein schlechterer PC ist. Jetzt gar nicht so sehr auf die Leistung bezogen, aber von den Möglichkeiten her.
Ich denke, es geibt nach wie vor für beides Pro und Kontra.
Eine PS5 Slim bekommst Du immer noch für 510€, die kleinste Steam Machine verlangt das Doppelte.
Und auch wenn vieles out of the Box läuft, kann es eben doch dazu kommen dass Du bei der Steam Machine rumfrickeln muss. Die Bedienung des Stores ist meiner Ansicht nach auch ein Ärgernis im Big Picture Modus.
Auf der anderen Seite hast Du natürlich bessere Spielepreise, Du zahlst nichts für Online, Du hast viel mehr Freiheiten.