Stay Forever Spielt: Das Universum der Unendlichkeit

Das kennt man ja schon vom regulären SFS, dass schludrige Spiele ganz fantastische Staffeln abgeben können.

Das ist keine monotone Funktion, ein Spiel oder Buch kann auch so kaputt und/oder langweilig sein, dass man daraus keine sinnvolle Staffel machen kann, und umgekehrt kann ein total poliertes Spiel eine super Staffel ergeben (Discworld ist eine meiner Lieblingsstaffeln).

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„Die Feuer des Mondes“ wäre mal toll. Ich weiß aber nicht, ob das für euch als Folge taugt. Ich fand das extrem gut.

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Ich feiere es verdammt hart, dass Chris wieder eine Auswertung gemacht hat. Das schließt die Staffel so richtig schön ab, wie die Türen des Theaters, in dem Gunnar und Mháire den Vorhang zugezogen haben, nach ihrer wunderbaren Vorstellung.

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Wieder mal eine tolle Staffel, ich hab mich auf jede Folge wirklich gefreut.

Ich muss aber die Aussage von Mháire korrigieren, das bei Star Trek Mediziner nicht das
Kommando übernehmen, wenn es nötig sein sollte.

In den Folgen Angriff der Borg 1/2 von TNG wird Dr. Crusher der kommandierende Offizier

Der Dr. des Raumschiff Voyager muss ab und an das Raumschiff kommandieren.

Und auch Dr. Phlox musste eine Folge lang die Enterprise alleine führen.

@Gunnar_Lott @Chris, die Abschlussfolge ist mal wieder super. Allerdings tut Ihr so als wäre die Sorcery Reihe vom gleichen Autor wie Universum der Unendlichkeit, aber das sind zwei verschiedene Menschen.

Die Sorcery Reihe ist vom US-Amerikaner Steve Jackson geschrieben, und Universum der Unendlickeit ist von dem Briten Steve Jackson geschrieben. Die beiden werden oft verwechselt. :joy:

Ich denke, das erklärt Eure Verwunderung über die Qualitätsunterschiede.

Das ist mit Abstand die beste SF spielt Staffel, die ihr je gemacht habet. Mháire ist einfach super! Sie steckt so viel Herzblut in ihre Crew und ist mit so viel Enthusiasmus dabei, dass man mit ihr zusammen sich freut und leidet, wenn ihrer Crew Dinge passieren. Bitte mehr mit Mháire sie ist einfach ein so tolle Bereicherung für euch.

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Die Sorcery Reihe ist vom US-Amerikaner Steve Jackson geschrieben, und Universum der Unendlickeit ist von dem Briten Steve Jackson geschrieben.

Das ist, glaube ich, nicht korrekt. Das erste FF-Buch des US-Jackson war m.W. Sumpf der Skorpione (1984), während die Sorcery!-Reihe bereits 1983 begann und von UK-Jackson verfasst wurde.

Aber sie haben damals schon alles gemacht, um das maximal verwirrend zu gestalten.

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Wir haben das im Cast korrekt gesagt.

Ist aber auch knifflig, also:

Der Steve Jackson, der Games Workshop gegründet und die FF-Reihe erfunden hat, ist der britische Steve Jackson. Der hat mit Ian Livingstone gearbeitet und mit ihm massenhaft Bücher geschrieben. Und ein paar ohne ihn, UdU etwa und das Horror-Haus. Und, natürlich Sorcery!, quasi seinen Versuch, dasselbe Konzept nochmal in High-End zu machen, mit einem übergreifenden Handlungsbogen über mehrere Bücher. Dazu gibt es eine längere Geschichte, aber die erzählen wir mal bei einer Sorcery!-Folge.

Der amerikanische Steve Jackson, Gründer von Steve Jackson Games, hat das Rollenspielsystem GURPS (und später den Mega-Hit Munchkin) erfunden - und, ja, verwirrend, drei FF-Bücher geschrieben, bei denen, wie @Lubo sagt, nicht recht erwähnt wurde, dass die von einem anderen Steve Jackson sind. Diese drei sind Sumpf der Skorpione, Dämonen der Tiefe und später Robot Commando (gab’s das überhaupt auf deutsch?).

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Ich habe es gerade schon in Discord geschrieben, aber weil Discord so ein flüchtiges Medium ist, sei es hier für die Nachwelt festgehalten: Ich feiere die Abschluss-Folge mit Chris hart, insbesondere, dass ihr über das Buch selbst hinaus geht und das teilweise in den breiteren Kontext der FF-Reihe einordnet und so weiter. Ich bin nach wie vor nicht ganz durch, aber erwarte immer noch, dass ihr am Ende sagt, „So, und wie immer wird es im Anschluss noch ein Interview mit Steve Jackson geben.“ (Und ja, ich weiß, dass das nicht passieren wird). :smiley:

edit: Unter anderem auch, wie bei Chris durchschimmert, dass er sich mit genauso viel Spaß in das Buch gestürzt hat, aber gleichzeitig auch eure Folgen rezipiert hat. Da ist sehr viel sehr cooles Meta-Game am Start.

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Nein, gab es nicht. Die deutsche Thienemann-Reihe umfasste nur 18 Bände (ohne die vier Sorcery-Bände). Sie endet mit dem englischen Band 23 (Masks of Mayhem), heißt also, fünf Bücher der englischen Reihe wurden in diesem Zug schon gar nicht übersetzt, darunter Robot Commando (22) oder auch die beiden SciFi-Titel Rings of Kether (15) und Freeway Fighter (13). Offenbar war man bei Thienemann der Meinung, dass SciFi auf dem deutschen Markt nicht zieht.

Ich wusste das übrigens auch nicht, dass es da eine Steve-Jackson-Dopplung gab. Also ich kannte natürlich Steve Jackson Games, unter anderem wegen Car Wars und Illuminati, aber mir war nicht bewusst, dass beide für FF geschrieben haben, wie verrückt ist das denn?

Sumpf der Skorpione war ja damals schon ein sehr auffälliges Buch, weil es wirklich komplett frei in der Leseführung ist und man sogar Schauplätze mehrmals besuchen kann. Und man konnte drei verschiedene Gesinnungen spielen und dadurch unterschiedliche Dinge erleben. (Leider litt darunter das Storytelling, das man sich dann im Kopf dazu erfinden musste). Und Dämonen der Tiefe habe ich auch sehr gerne als Jugendlicher gespielt. Das war ein sehr cooles Setting, und ich mochte es, dass das Ende nicht so hart an Bedingungen gebunden war wie in anderen Büchern, sondern dass man quasi verschieden starke Endkämpfe erlebt hat, je nachdem, wie viele der End-Gegenstände man vorher gesammelt hat.

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Ach so. Na gut. Es ist echt witzig mit den Steve Jacksons :slight_smile:

Diese Chris-Abschluss-Folgen sind echt Zuckerguss für diese kuchigen Spielbuch-Staffeln. Hat ein bisschen was von Klausurbesprechung, ehe sie dann rausgegeben wird.

Externer (Analyseur/Excellist) trifft im Gespräch auf Intere (das Spielduo). Grosser Mehrwert.

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Ich schließe mich da den bisherigen positiven Wortmeldungen an: auch wenn das Buch nicht unbedingt gut designt (und außerdem fehlerbehaftet) war, hat es wieder großen Spaß gemacht, Gunnar und Mhaire und ihren gelegentlich kompetenten Crews durch das Abenteuer zu folgen. Durch den Raum für emergente Geschichten vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als beim moderneren Reiter der Schwarzen Sonne. Und auch die Abschlussfolge mit Christian war wieder super :+1:

Randnotiz: Gunnars Arbeit ohne Anmeldung mit dem Webtool wirkt auch so ein bisschen wie eine Zufallsprobe, bei der man manchmal im Meteoritenschauer endet :wink:

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Dass es 2 unterschiedliche Steve Jacksons gibt löst gerade jahrzehntealte Nebel der Verwirrung auf.
Das lustige ist, dass mir dadurch zig Missverständnisse mit Freunden von mir klar werden, die das natürlich wussten und als selbstverständliches Wissen voraussetzten und daher nie erwähnten.

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Wirklich großartig! Vielen Dank! Ich hab als Jugendlicher (ist schon eine Weile her :wink: ) diese Spielbücher gesammelt und geliebt, meine komplette Thienemann-Sammlung ist irgendwie vom Dachboden meines Elternhauses verschwunden.
Durch Eure „spielt“-Serie mit Mháire (damals die Episoden zu den Reitern der Schwarzen Sonne) habe ich ich wieder angefangen zu sammeln und zu spielen.

Vielen Dank für diese großartige Inspiration. :hugs:

Mein Thienemann-Exemplar vom Universum der Unendlich (war mit zwölf Jahren mein Lieblingsbuch aufgrund des Covers :wink: ) ist auch heute angekommen.

BTW: Ihr fragt gemeinsam mit @Chris in der fünften Folge, ob es die Fighting Fantasy-Bücher noch in einer anderen deutschen Auflage gibt.
Der Ueberreuter-Verlag hat in diesem Jahr den ersten Band der Reihe neu aufgelegt (Der Hexenmeister vom Flammenden Berg), ich habe die Hoffnung, das weitere folgen…

@Gunnar_Lott : Du erwähnst in der vierten Folge ein Online-Tool, welches Du zum kartographieren (schreibt man das noch so?) von Text-Adventures nutzt. Welches war das? Ich hab mal etwas nach sowas gegooglet, finde da aber nur Dinge zum erstellen von Adventures…

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Wenn ich mich recht erinnere, muss man in Hexenmeister vom flammenden Berg Schlüssel sammeln, auf denen Zahlen graviert sind. Die muss man an Ende auch zusammenzählen, um zum Schluss zu kommen. Die Mechanik gab es also, wenn ich das richtig in Kopf habe, direkt im ersten Buch.

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Das Tool ist http://trizbort.io/

Damit hab ich zB die Anchorhead-Karte hier gemacht.

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Cool, danke!!

Alles angehört nun. Ein „Chapeau!“ an alle!

Ein paar Sachen fallen mir noch ein zum Gesamtwerk:

  • Prax/Trax und „der andere Planet“ kreisen um die Sonne Magnus. Der Kommunistenplanet bleibt unbenannt.

  • der Windplanet ist eine 2nd Chance für Dilibrium, sollte man a) das Asteroidenfeld einfach ignorieren oder b) eventuell dort nicht genug finden. Ist dann eine extra Option für den Windplaneten, ehe man das übliche Abenteuer dort erlebt.

  • Die Mechanik, Dinge/Informationen mit Zahlen zu versehen, die kombiniert einen Abschnitt ergeben, etablieren Jackson/Livingstone bereits im allerersten FF-Buch im Jahre 1982, der Hexenmeister vom flammenden Berg. Schlüssel mit Zahlen ergeben zu dritt einen Abschnitt, der zum Finale oder zu Terror führt.

  • Die Prämisse in den übrigen FF-Büchern lautet üblicherweise „der eine richtige richtige Weg ist auch mit einem Minimal-dude schaffbar“, also paraphrasiert. Dass man scharenweise durchschnittliche Helden in das Finden dieses Weges shreddern muss, verschweigen die anderen Bücher aber auch…

Paar Review-Gedanken:

Die Planeten sind nach meinem Dafürhalten der Star des Buches, denn dUdU könnte auch einer 15 Folgen beinhaltende, etwas trashige 80er Jahre Sci-Fi Serie nachempfunden sein, in der episodenhaft immer in 50 Minuten neuer Schmarrn passiert. Also völlig positiv konnotiert hier. Hand aufs Herz, wer mit Star Trek durchs Leben geht (ich so zum Beispiel), der begegnet im UdU nichts wirklich Neuem. Das ist alles schon mal in TNG oder Classic vorgekommen. Oder in Doctor Who. Random und teils richtig weird. Wie Mhaire belegt. Extra Daumen hoch übrigens für all die Star Trek Hints, mochte ich als Trekkie sehr.

Fun Story: Im Zug heute Folge 5 gehört und Notizen gemacht. Als Chris schätzen lässt, wie viele Abschnitte der eine Pfad hat, kurz nachgedacht und dann ohne weiter zu zögern die eine Zahl hingeschrieben, ohne die das Universum nicht auskommen kann. Und es war richtig. Magic Moment!

Ihr erwähnt es in der Chris-Folge und ich nehme das Höllenhaus auch als Beleg, dass im UdU Jackson ein bockschweres Spielbuch machen wollte. Das ist sein Ding. Wenn man das Höllenhaus mapt und bis auf die Knochen zerlegt merkt man, wie gemein das gebaut ist. So auch dUdU. Mal die Fehler beiseite genommen.

Ich finde Trax/Prax einen der Höhepunkte der Gemeinheit, was ihr im Spiel selbst gar nicht erlebt habt.

Erstmal findet man diesen zweiten Planeten nicht unbedingt direkt, teils nur über einen Schwenk oder durch einen Besuch auf dem Kommiplaneten.
Dann findest du im Gebäude 1 einen Hinweis und wenn du nicht super misstrauisch bist, dann würdest du nie wieder dort vorbeigehen. Aber dann gehst du in einem Run mal vorbei und findest die ANDERE Komponente und in jedem Kopf geht doch dann vor: Jackson, ich habe dieses Rätsel gelöst. Und es war… völlig umsonst.

Also hier in der Crowd und mit Eurer Gaming- und Creator-Power und den Forenleuten ist so ein Buch ja kein Gegner. Aber damals ™ war es möglich, nie bei Abschnitt 340 anzukommen.

Zuletzt finde ich es auch sehr schade, was man hätte alles geiles an Spielmechanik/Abenteuer mit den Crewmitgliedern machen können. Mit starken Akademikern und schlechten Kämpfern erlebt man vielleicht ein ganz anderes Abenteuer als umgekehrt. Oder es wird als Skillset verwendet.

Aber hätte würde könnte… es war ein tolles Erlebnis dieses Mal mitzuspielen, sich mitzuärgern und seine eigene Story mit Schiff, Mann und Maus zu erleben. Und Euch zuzuhören.

„Energie!“ Picard Manöver

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Danke für die ausführliche Einlassung!