einfach, weil das Buch bisweilen überwältigend schön ist und ich das teilen möchte:
hier gleich das einzige, was mir am Buch GAR nicht gefallen hat: das Cover!
Das Cover ist voll Schrott, ich habe tatsächlich lange überhaupt nicht erkannt, daß das Rochen sind, meine Assoziation waren eigentlich Drachen, die zum Steigenlassen, dann noch in diesem blassen blaugrau mit dem, in dem Zusammenhang, irgendwie unangenehmen Gelb… Die Geschichte ist SO voller Farbe. Ich habe jetzt mal nachgesehen, ob das ein Problem der deutschen Veröffentlichung ist… die Cover anderer Ausgaben sind auf ganz andere Arten voll schrecklich, was für ein Elend, also seht das Buch nicht so lange an, lieber gleich loslesen, vorbildlich in Bezug aufs eBook, wo das Cover sowieso an Bedeutung verliert und so auch die Notwendigkeit schwindet, das haptisch und optisch zu geniessen und im Regal stehen haben zu wollen.
So, durch mit Äußerlichkeiten…
Ein Buch mit einer Geschichte von eigentlich allem, was wichtig ist, gerahmt, zusammengehalten und umgeben vom Meer. Die Geschichte beginnt in den USA und auf der Insel Makatea im Südpazifik und zur Insel kehrt sie immer wieder zurück und dort ist vielleicht ihr Zentrum, mitten im unendlichen Ozean.
Dort liegt der Schwerpunkt und dort verbindet die Geschichte alle ihre Figuren, denen man unendlich gerne folgt und jeder von ihnen das Beste wünscht.
Das Buch ist wirklich schön geschrieben/übersetzt, dauernd trifft man auf wundervolle Sätze, so wie eine der Hauptfiguren immer und immer wieder im Meer auf wunderschöne Lebewesen trifft und staunt und dies auf die Leserinnen überträgt, es wird viel erzählt von der Schönheit der Welt, Freundschaft, vom Leben und von allem, immer wieder angebunden und eingebettet in die Realität und die realen letzten Jahrzehnte. Immer wieder reizt es, etwas nachzuschlagen, die Insel auf Google Earth zu besuchen, etwas über Go nachzulesen, AlphaGo, die Meeresbewohnerinnen und die Forscherin, die hier so wundervoll lebendig geschildert wird, hat die vielleicht wirklich gelebt(?), ihre Geschichte hätte das verdient, wahr zu sein. Und stellenweise ist im Buch alles so schön oder so traurig, daß es blanker Kitsch auf höchstem Niveau zu sein scheint, zauberhafter Kitsch, der gute!
In der Geschichte ist alles auf dieser Welt mit allem verbunden, die Leben der Menschen, quer über den Planeten und durch die Zeit, von den Städten an Land bis zu den 82 Menschen auf einem Eiland in der Südsee, Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart und das alles durch das Meer, weil, wie Arthur C. Clarke im Buch zitiert wird, „Wie unpassend, diesen Planeten die Erde zu nennen, wo er doch ganz klar der Ozean heißen müsste“
Ich denke, es ist ein eindrucksvolles wundervolles Buch, ganz und gar lesenswert!