Was lese ich aktuell

Die Unendliche Geschichte ist wirklich ein Meisterwerk. Die Sätze sind so prägnant auf den Punkt gebracht, trotzdem poetisch. Die Namen der verschiedenen Fabelwesen sind auch so schön ausgedacht. Die Bilder und verschiedenen Schriftfarben gefallen mir auch.

Ich kann Momo auch sehr empfehlen. Das ist als Erwachsener wunderbar lesbar. Es gibt sogar eine Buchausgabe mit Bildern vom Autor.

Die alten Hörspiele aus den Siebzigern zu Die Unendliche Geschichte und Momo auf jeweils drei Langspielplatten oder Kassetten sind auch genial! Das sind die einzigen Hörspiele, zusammen mit Tod und Teufel von Frank Schätzing, die immer dauerhaft auf meinem Handy bleiben.

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Ich habe die unendliche Geschichte auch als Kind gelesen und fand sie ganz großartig und hatte sie in bester Erinnerung.

Vor ein paar Jahren habe ich sie dann nochmal gelesen und war ziemlich erstaunt: Die Geschichte selbst, der Plot und die Charaktere sind toll und haben einen ganz eigenen Zauber, der mich immer noch erreicht. Aus literarisch-handwerklicher Sicht war ich aber ernüchtert, was für holprige Passagen es da teilweise gibt. Das hat mich ein bisschen an die Harry-Potter-Lektüre als Erwachsener erinnert. Ich hatte davor meinen Kindern auch schon den Wunsch Punsch vorgelesen, und der war eigentlich ganz rund geschrieben, daher hat mich das ziemlich überrascht.

Ich bin da wahrscheinlich ein bisschen versnobbt, obwohl ich selbst natürlich nicht mal annähernd so gut schreiben kann wie Michael Ende. Aber da mich das bei der Lektüre damals schon bewegt hatte und das Buch hier jetzt wieder Thema ist, wollte ich es einfach mal einwerfen.

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Ich habe gerade Crackers 1 the gold Rush durch. War schon sehr interessant, auch wenn ich nie auf dem ST unterwegs war. Zeitlich bin ich auch noch etwas zu jung, aber die Anfänge der Cracker Szene waren schon spannend, gerade weil auch ein paar in der Region stattfanden. Manches aus der Szene ist einmal evtl schon einmal über den Weg gelaufen.

Jetzt frage ich mich, was die Kids heute so in machen :wink: Der skill war schon beeindruckend.

Schade, dass das Buch von Deutsch auf Englisch übersetzt wurde und es nur diese englische Version zu kaufen gibt. An mancher Stelle klingt es sehr wörtlich übersetzt. Andererseits versucht er eine breite Leserschaft abzudecken, wenn z.b. Preise von damals in verschiedenen Währungen angegeben werden.

auf Grund Deines Beitrags habe ich mal nach dem Buch gesehen, dann bin ich noch hier drauf gestossen: Druckfrisch: Denis Scheck empfiehlt: ‚Der Untergang der Wager‘ - hier anschauen und dann wollte ich das auch wirklich mal lesen und wurde auch so gar nicht enttäuscht, das hat mich sehr sehr gut unterhalten, natürlich auch auf die tragische Art, insgesamt natürlich keine schöne Geschichte, aber wenn das sehr lange her ist und man sitzt dazu muckelig mit nem Alster auf dem Sofa…
Gleichzeitig erklärt der Autor wirklich nebenbei so einige Dinge der Seefahrt und angrenzend, die ich wirklich gerne gefragt hätte, wenn ich gewußt hätte, daß ich das noch gar nicht weiß, gutes Leserlebnis, empfehle ich hiermit weiter!

ABER, es ist noch nicht meine Lieblingsschifffahrtstragödie, die bleibt nach wie vor unangefochten die berüchtigte Shackleton-Expedition: Sir Ernest Shackleton
Ohne, daß ich jetzt nochmal nachgesehen habe, hat Shackleton meiner Erinnerung nach auch, und das ist senstionell und beinahe unmöglich, sämtliche Besatzungsmitgleiser wieder nachhause gebracht!

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Hat jemand

Jacked: The unauthorized behind-the-scenes story of Grand Theft Auto

gelesen?

Bin nach der Quake Folge gerade an Masters of Doom und davon recht angetan. Schon spannend wie sich das alles gefunden hat.

Kannst vergessen, im Gegensatz zu dem Doombuch hat keiner der wichtigen Leute von Rockstar an dem Buch mitgearbeitet. Was interessiert mich ein Buch über GTA ohne die Housers? Hier eine Besprechung auf Eurogamer, die hat mich davon abgehalten das zu kaufen Jacked Review - The Unauthorised GTA Story? | Eurogamer.net.

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Rogue Leaders - The Story of Lucasarts

Ein tolles Buch, leider mittlerweile vergriffen, aber sollte es mal ein Neuauflage geben unbedingt zuschlagen!

Auch nicht schlecht, aber die Preise bei eBay… Hui

Danke, gleich vom Wunschzettel gestrichen

soeben bei einem der hiesigen Bibliotheknetzwerke einen ‚hold‘ auf eine der zwei verfügbaren Kopien gesetzt, kann das Buch dann demnächst bei mir um die Ecke abholen - danke für den Tipp :slight_smile:

Mein Exemplar habe ich seinerzeit aus Australien von einer Bibliothek erworben und importiert. Das war immer noch günstiger, als es hier bei Ebay zu ersteigern… Eigentlich Wahnsinn, was man dafür so hinlegen muss :scream:

Hmm ich werde es mit verschiedenen Merklisten versuchen. Medimops kennt es leider gar nicht.

Wir probieren gerade Alternativen zu den USA und Australien erst, wenn die Kinder aus dem Haus sind :wink:

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heute in der Bibliothek abgeholt :call_me_hand:

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Ich wollte auf @lomdar67s Post schon antworten mit „Hui, bestimmt ein interessantes Buch, aber das Cover ist ja mal echt grauslich“. Gottlob hat mich @n_quadra mit seinem Bewegtbild des Hologramm-Covers eines Besseren belehrt.

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Das ist Mega cool. Scheint es nur in US zu geben?! Hatte noch einen britischen Gebrauchtshop, aber der kannte es auch gar nicht.

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scheint jedenfalls einigermaßen schwer aufzutreiben zu sein (und nur als englischsprachige Ausgabe), selbst hier in den Staaten. Bin im größeren städtischen Bibliothekenverbund fündig geworden - Los Angeles County Public Library hatte 2 Kopien, habe mir eine davon an eine nahegelegte Zweigstelle schicken lassen. Und die Gebrauchtmarktpreise online sind derzeit ebenfalls bei $150 und aufwärts.

@Klinsi333 bin bei dir - hatte gar nicht mit dem Lentikularcover gerechnet, war eine nette Überraschung. Ansonsten ist das Cover was Layout und Ästhetik betrifft schon eher… schlicht :grinning_face:

Ich kann ergänzen, dass es das Buch - natürlich nicht zum Kauf - auch in drei deutschen Bibliotheken zu geben scheint. Wenn man aber nicht gerade in oder bei Stuttgart (Württembergische Landesbibliothek), Potsdam (Fachhochschule) oder Gelsenkirchen/Bocholt/Recklinghausen (Westfälische Hochschule) lebt, ist das ein klassischer Fall für die Fernleihe.

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Vielen Dank nochmal für die Empfehlung! Ich hab’s letzte Woche fertiggelesen und bin begeistert! Mir war nicht bewusst, wie sehr Spiele das historische Leben geprägt haben. Dass War Games einen großen, interessanten Teil ausmachten, wusste ich; aber wie weit verbreitet Spiele sind, war mir nicht bewusst.

Auch was „Game Theory“ anbelangt, auf das die Autorin sehr ausführlich eingeht, gab’s für mich einiges zu lernen. Sie betrachtet das doch recht kritisch, zumindest was die Anwendbarkeit auf nicht-theoretische und Randfelder von Ökonomie angeht. Sie vermittelt das verständlich und nachvollziehbar.

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Ich hab’ das etwas umfangreichere Werk „Playing at the world, Volume 2: Three Pillars of Role-Playing Games“ von Jon Peterson zu Ende gelesen.

Man, ist das umfangreich. Der erste Band befasste sich mit der Entstehungsgeschichte von Dungeons&Dragons, und der Historie der Wargames, aus der dann, über verschiedene Spielgruppen und physischen Treffen, über Kommunikation per Post und Fanzines.

In diesem zweiten Band geht’s jetzt - ähnlich detailliert - um die drei Säulen, die D&D (..und andere Rollenspiele) zu dem machten, was sie sind: (1) Setting, (2) System, (3) Charaktere. Im Grunde ist das Buch in diese drei Säulen aufgeteilt und die drei Hauptabschnitte, die sich mit den Säulen befassen, lesen sich wie drei separate Bücher.

Für „Setting“ nimmt Peterson auseinander, wie Fantasy in Geschichten- und Buchform Popularität gewann, welche Einflüsse Tolkien auf das Werden von Fantasy hatte, welche Figuren sich wie in der Geschichte zusammensetzten, die letztlich dann dazu führten, dass D&D dort spielt, wo es spielt, mit den Protagonisten und Antagonisten, die es eben gibt.

In „System“ geht’s um das Werden des Regelwerkes. Peterson taucht nochmal in die Entstehung der Wargames ein, taucht tiefer in die Geschichte einzelner Vorreiter, die für ihre Spiele und Spielgruppen Regelwerke erstellten, und wie die sich über Zeit formten. Schnell wird klar, dass D&D da keine Neuerfindung ist, sondern viele Ideen, Balancing und Nuancen von bestehenden Spielen beliehen, angepasst und verfeinerte. Und wie sind eigentlich diese D20-Würfel entstanden?

Zuletzt geht’s um Charaktere - wie Rollenspiel sich historisch entwickelte und wo frühe Ursprünge zu erkennen und schriftlich festgehalten wurden. Wie sich die Faszination festsetzte, in andere Rollen zu schlüpfen und Geschichten nachzuerleben oder neu zu erfinden. Auch hier sind wir zumindest teilweise bei Wargames, wobei auch tiefere Einblicke in Diplomatie- und Weltpolitik-Spiele erlangt werden.

All das beleuchtet Peterson anhand von Interviews, Briefen von Zeitzeugen untereinander und den Fanzines, über die die Interessierten der jeweiligen Spiele Tipps, Tricks, Fragen und Anregungen mit der Community teilten.

Spannend sind auch Petersons abschließenden Worte zu „A note on Sources (Mostly)“. Da geht er auf seine Recherchemethoden und das Handwerk ein, die geschichtlichen Ereignisse anhand von Dokumenten, Gesprächen und Interviews einzuordnern. Er geht auch darauf ein, dass er viele Zeitzeugen gesprochen hat, sich ihre Aussagen aber nicht immer mit den Dokumenten, teils von ihnen selbst als Artikel in den Fanzines verfasst, nach der langen Zeit und der D&D-Historie von 50 Jahren deckten. Sei es der schwindenden Erinnerung wegen, oder der Anpassung der Ereignisse im eigenen Verständnis, nachdem in Erfolge ja bekanntlich viele Väter und Mütter haben können - und die sich dann nachträglich nicht immer einig sind :slight_smile: Zumindest erklärt er auch so, dass Hauptpersonen für D&D wie Gygax und Arneson und Interviews in den 2000ern Aussagen treffen, die sich nicht immer aus Dokumenten und Fanzines belegen lassen - sondern eigentlich widerlegen. Peterson selbst schreibt, dass er sich bei seiner Darstellung möglichst an eben nicht „witternde“ Fakten hält: Briefe, Fanzines und anderweitig Niedergeschriebenes.

Das Buch ist laaaaaaaaang, und man muss da schon einen langen Atem haben - und einiges an Interesse an der historischen Entstehung der Einzelteile von D&D, wenn man’s von Anfang bis Ende durchlesen will. Peterson macht da aber ganz gut: er schreibt relativ zugänglich und kompetent. Auf Grund des Preises ist das Buch jetzt kein „Gelegenheitskauf“, sondern wahrscheinlich eher was für sehr Interessierte und Enthusiasten.

Auch über’s Wochenende fertig geworden: „Treacherous Play“ von Marcus Carter. Das ist ein kürzeres Buch (~100 Seiten, plus Nachweiseverzeichnis) aus der MITPress-Reihe "„On Thinking Playfully“. Mit den Büchern habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht - und demnach einen Lauf :smiley:

Hier geht’s um die Frage: warum gibt’s eigentlich Spiele, in denen man Betrügen, Schummeln und Hochverrat begehen kann, während andere Spiele das durch gezielte Entwicklung und Einarbeiten von Grenzen verhindern?

Dabei geht der Autor auf ein paar Annahmen ein:

  • Ist Verrat/Betrügen [in Spielen] unethisch?
  • … unsozial?
  • … nur durch schlechte Menschen in Spielen vertreten?

Nach einer Definition von „Treacherous Play“ geht’s dann in die Analyse und Zusammenfassung der Aufarbeitung dreier Forschungsobjekte:

  • Eve Online - wo Betrügen im Spiel nicht sanktioniert wird, solange es „in-game“ passiert und kein „Hacking“ stattfindet
  • DayZ - wo in der post-apokalyptischen Zombiewelt alle auf sich allein gestellt sind und man niemandem trauen kann und … naja, eben auch verraten und umgebracht werden kann.
  • Die Reality-Show „Survivor“, in der „Kandidaten“ über 40 oder so Tage auf einer Insel mit- und gegeneinander über ein Nominierungsverfahren andere Kandidaten rauskegeln, der Gewinner der Show aber von einer Jury gewählt wird (anhand deren Verhalten und Performance). Hier ist Verrate, Lügen und Betrügen ein bewährtes, aber nicht uneingeschräkt erwünschtes Mittel.

Das Buch liest sich sehr zugänglich. Carter hat da Forschung geleistet und mehrere akademische Abhandlungen dazu verfasst. Hier ist’s leicht verständlich und bleibt auf einem Niveau für Normalos. Auch die phychologischen Aspekte, und wieso die Spiele funktionieren, obwohl sie augenscheinlich „schlechte Menschen Verhalten“ tolerieren, stellt er ganz gut dar.

Wer sich dafür interessiert, warum Spiele funktionieren, wie sie funktionieren und einen Draht zu Psychologie hat - oder tiefer in die Trickkiste von Spieledesign schauen will, kann sich hier ein paar Interessante Aspekte abholen.