Was lese ich aktuell

Ich habe gerde „The Devils“ von Abercrombie gelesen und war sehr begeistert. Uneingeschränkte Emphelung. :slightly_smiling_face: Die First Law Reihe werde ich definitiv nachholen.

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Ich glaube nicht, dass du enttäuscht wirst! :grin:

Aber der Roman The Devils soll schon krasser Scheiß sein -mein Lieblingsautor, Anthony Ryan, hat The Devils als das Beste Buch bezeichnet, was er je gelesen hat. Und James fucking Cameron hat letztes Jahr angekündigt, dass er das Buch verfilmen möchte. Also schlecht wird das Buch schon mal nicht sein :blush:

First Law ist einfach nur super geiler Scheiß! Also wenn Gothic mit all seinen Kanten, seiner schlechten Sprache und schlechtem Humor als Buch entstehen würde - dann würde The First Law rauskommen. Ich finde kaum Worte um meine Begeisterung über diese Bücher auszudrücken! :smiley:

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Geil! Damit wird das direkt im Lesebacklog höher priorisiert. :grin:

Aktuell lese ich den drölfzigten Teil der Joe Ledger Reihe „Cave 13“. Kann ich auch nur emphelen. Sehr pulpig, und in Deutschland etwas unbekannt, weil glaube ich nur die ersten 2 oder 3 Bände aus der Hauptreihe übersetzt wurden. Da bin ich drauf gestoßen weil, ich grob was in die Richtung Metal Gear Solid gesucht habe. Also Military Action meets abgedrehter semi übernatürlicher Scheiß.

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Oh, nice danke! Ich setze das Ding mal auf die Liste :grin:

Ich bin mega Happy. 33€ aus UK. Der Versand war durch einen Bug nach DE nicht möglich. Zufällig war ein Kollege die Woche bei seinem Sohn in London und so konnte ich es dahin schicken für deutlich weniger Versand

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super deal!

Für 33 :exploding_head:
Wahnsinn, das ist nen Schnapper gewesen! :+1:

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Auf deibe Erwähnung hin, habe ich das Audible Probeabo dazu genutzt ein Hörbuch auszuprobieren. Die ersten Minuten war der Leser etwas anstrengend, aber spätestens nach Betreten des Dungeon richtig gut.
Was für eine abgefahrene Geschichte, verdammt nochmal… lange habe ich nach sowas gesucht.
Hat mir jetzt ein ordentliches Backlog beim Podcast eingebracht.
Das einzige was mich abschreckt ist der Gesamtumfang der Werke.

Heute abgeholt…bin sehr gespannt auf das was kommen wird \m/

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ich habe etwas auf Empfehlung von jemandem gelesen, hinterher habe ich sehr diplomatisch etwas zu meinen Erfahrungen mit dem Buch gesagt. Ich weiß noch nicht richtig, wofür das Lesen in diesem Fall gut war, ich bin mir nicht sicher, ob ich etwas erfahren habe, über die empfehlende Person oder die Autorinnen dieses Buches, die es sicher ablehnen würden gegendert zu werden, vielleicht meine kleine Vergeltung für die mir genommene Lebenszeit und den Ärger, den ich empfunden habe, oder die Menschen, die das Buch für einen wertvollen Debattenbeitrag halten, zumindest habe ich etwas über die „Kunst“ der Erörterung mit dem Verbalknüppel gelernt oder über die Technik der verbrämt unredlichen Argumentation, die immer irgendwie aus dem Gleichgewicht scheint und ein Statiker würde vom Einziehen abraten, wenn man sie als Bauplan für ein Denkgebäude nutzen würde.
Es gibt so Autor
innen, in deren Bücher habe ich aus Interesse dafür hineingelesen, was deren Denken bestimmt oder ob ich dort etwas Neues oder von mir bisher Ungedachtes erfahren könnte (Wagenknecht, Poschardt, Schneider… fragt bitte nicht, es ist meine Expedition an die finsteren Orte dieser Welt, wenn anderen der Sauerstoff knapp wird auf dem Mount Everest, habe ich das Gefühl auf Seite 5 wird er auch bei Poschardt knapp, in der Todeszone von Berg und Denken und ist die Gefahr der Desorientierung besonders groß!)

Ich mag das ja, kluge Argumente eine ganz anderen Sicht auf die Welt als meiner eigenen, mich herausfordern lassen, meine Einstellungen und Standpunkte an Gegenargumenten überdenken und schärfen und sogar ändern oder erweitern oder so… leider ist das in diesem Buch alles nicht möglich:

Die klügeren Texte handeln von einer ausgesprochen unredlich, immer irgendwie unglücklich verbitterten Sicht auf das, was angeblich „links“ sei, meist ist wohl eine eine persönliche Verletzung zu erkennen, um derentwillen jetzt die dafür Verantwortlichen über ihre verzerrte Sicht auf die Welt aufgeklärt werden sollen oder einfach nur dafür beschimpft. In manchen Texten wir einfach nur unglaublich langweilig die eigene Geschichte einer Politisierung oder das übliche wissbegierige Mäandern in der Werdung eines Standpunkts beschrieben, der sie irgendwann dort hingeführt hat, wo sie jetzt sind, und dort sollte sie einfach mal jemand kräftig und liebevoll in den Arm nehmen.

In den schlimmsten Momenten des Buches, die die Texte von Dieter Nuhr, Monika Gruber und Hendrik M. Broder darstellen, haben wir es jeweils mit einem eigenen blanken intellektuellen Offenbarungseid zu tun, da sitzt Du und fragst Dich, wie konnte DAS denn passieren, was sagt DAS denn über das Denken des Autoren aus (Monika Gruber ist mitgemeint, aber die würde mich fürs Gendern derart hassen, daß ich sie hier eben einfach unter dem generischen Maskulinum summiere).

Dieses Buch ist nicht dazu da, einen interessanten Debattenbeitrag zu liefern, ich bin am Ende einfach dankbar, daß ich es geliehen und niemanden dafür Geld gegeben habe.
Das Gespräch mit der, die es mir empfohlen hat war höflich aber oberflächlich, wir leben entweder nicht in derselben Welt, was unwahrscheinlich ist, vielleicht leben wir einfach an sehr unterschiedlichen Orten, oder wir sehen sehr unterschiedlich drauf, auf diese Welt, vielleicht ist immerhin DAS eine intereessante Erkenntnis.

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Hast du Beispiele? Ich kenne die meisten der Autoren beiläufig aus dem Fernsehen, und sie schienen mir einfach konservative Intellektuelle zu sein - etwas altmodisch und rückwärtsgewandt aus meiner Sicht, aber keine Radikalen. Gehen die Texte über das Maß ihrer Fernsehauftritte hinaus?

nein, das ist nicht radikal (bei Broder bin ich mir manchmal unsicher, wofür er überhaupt steht), Frau Gruber und Herr Nuhr sind für mich einfach dort, wo der berüchtigte unangenehme eine Onkel auf der Familienfeier inhaltlich immer herkommt, die „Pointe“ ist immer: die jungen Leute sind faul und doof und Frauen und die Linken oder so…

Die schreiben vehemente Anklagen, gegen „Links“, gegen die angebliche Verlogenheit, die Weltfremdheit, das Oberlehrerhafte, die Verbotskultur von links, die angeblich bestünde, das Gendern, alle doof und können nicht mit Geld umgehen, es ist ein bißchen simpel. Ganz wichtig ist, daß auf die Toten des Stalinismus und der Kulturrevolution aufgerechnet werden, das gescheiterte System in DDR, Kuba und Nordkorea… ach es ist halt einfach ein bißchen simpel.
Man beruft sich auf den berüchtigten „gesunden Menschenverstand“, wie es früher angeblich gewesen sein soll, was es da alles nicht gab… es bleibt nicht nur ein bißchen simpel, es ist einfach nicht sehr klug, man kann und darf das selbstverständlich alles sagen und schreiben und Herr Nuhr baut darauf seinen beruflichen Erfolg, das funktioniert, es gibt Menschen, die lieben das, es liest sich leider einfach sehr dumm.

Also, nichts besonderes, meiner Meinung nach ganz doll nicht die Zeit und das Geld wert.

edit: wichtig: die Texte sind allen Fällen Anlagen! Anklagen gegen alles, was „links“ ist, zumindest so ungefähr, es gibt keine Schilderung des postivien Beispiels, eines Gegenentwurfs, einer liebens- und/oder lebenswerten Gegenwart oder Zukunft, es ist einfach eine Anklage, und weil die „Linke“ so sei, deshalb könne man eben nicht „links“ sein, es ist halt ein bißchen simpel!

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Alles klar, danke.

Ich bin immer für Differenzierung und den Versuch, die andere Seite zu verstehen, aber diese ewige Rüge der nächsten Generation ist mir intellektuell unbegreiflich. Seit Jahrtausenden ist die Jugend immer schlimmer und dümmer - da müsste sich die Menschheit ja inzwischen zu Bakterien zurückentwickelt haben :wink:

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Das ist ja jetzt nicht wirklich überraschend. Auf dem Themengebiet reiten die ja schon seit x Jahren rum. Ich frag mich nur, ob sie die Storys in den inzwischen zahllosen Büchern wirklich selber schreiben oder Ghostwriter nutzen. Ja, es sind immer Variationen vom Selben, wie auf Namen „verzogener“ Kinder rumzureiten, die Chantal-Jaqueline und Thorben-Jasper heißen, aber sollte es selbst verfasst sein, ist es eine ordentliche Varianz, deren Beharrlichkeit wenigstens einen gewissen Respekt abnötigt.
Ansonsten orientieren sich die Bücher, respektive „die Geschichten aus dem Paulanergarten“ am, ich nenn es immer Lausbubengeschichten-Schema ( Lausbubengeschichten – Wikipedia, Ludwig Thomas größter Cash-Grab, weil am einfachsten zu lesen). Kurze, gut verarbeitbare Kapitel, mit einfacher Sprache, Pointe, einer geschlossenen Storyline und einer guten Portion Polemik. So kann man auch dem weniger versierten Leser Inhalte vermitteln. Muss ja nicht immer James Joyce’s Ulysses sein. Bei Thoma hat es halt die Preußen getroffen und jetzt die Linken.
Dazu kommen noch Spin-Off Produkte, wie z.B. ein Kartenspiel. Ist doch gutes Marketing.
Nur schade dass Hand of Blood schon das Thema Malzbier belegt hat. Die Gruber-Halbe hätte so schön tief-braun sein können, auch wenn sie mangels Alkohol am Zielpublikum vorbeigegangen wäre.

Sorry, jetzt wird es doch ein Doppel-Post. So ein wenig kann ich dieses reaktionäre Feeling, dass solche Machwerke bedienen, dann doch verstehen.
Ich geh auf die 50 zu und langsam kommt in mir auch ab und an ein „früher war alles einfacher“ Gefühl auf. Ich weiß jetzt nicht wie alt du bist, aber ich denke das ist ein ganz normaler Vorgang, der jeden irgendwann einholt.
Natürlich war früher nicht alles einfacher, aber medial erzogen (ich nenne mal James Bond) bin ich in der Sicherheit aufgewachsen, dass der kalte Krieg immer zu meinen Gunsten ausgehen wird. Um den Schrecken von Tschernobyl zu erfassen war ich noch zu jung und ab den 90ern war eh alles nur wild.
Erst mit den Krisen der 2000er kam dann die Realität wieder an. Aber auch das war alles noch machbar. Solide Ausbildung, nie in Kurzarbeit. Passt schon. Alles Problemfelder die zu bewältigen sind.
Um Corona wurde es dann unabwägbar.
Es kommt ein großer Ruck nach links und rechts. Und nicht auf die krass extremistische Art, von Antifa und Glatzen, der mir egal wäre, sondern aus der „Mitte der Gesellschaft“, also der von dir zitierte Onkel. Und die politische Mitte wendet sich hin zum (Hyper)kapitalismus, fordert 60 Wochenstunden, wirft 100 Jahre Arbeitnehmerrechte in einem Satz über Bord und trotzdem geht die Wirtschaft den Bach runter. Dann kommen noch neue Neo-Faschisten wie Trump, Putin usw. auf den Plan. Also nicht in irgendwelchen „Deppenländern“ wie dem Irak oder Iran, die ganz weit weg und eigentlich egal sind.
Gleichzeitig wandelt sich die Medienlandschaft. Leute machen richtig Asche indem sie auf den Drachenlord Zug aufspringen (Tanzverbot), kleine Mädchen in eine Traumwelt führen (Dagi) oder mit Hilfe von Pro7 Rage-Content produzieren (Luca).
Am Ende kommt noch die KI, der alle BWLer erliegen und denken sie können mindestens 50% aller Mitarbeiter einsparen, außer sich selbst, weil einer muss die Leute ja entlassen.
Das ist natürlich jetzt alles sehr negativ beleuchtet, aber ich denke so fühlt es sich für viele an.
Natürlich hat man früher nicht besser gehandelt, aber z.B. medial war es kontrollierter, da man eine Sendelizenz brauchte. Aktuell stellen Firmen die Plattformen, die auf Content angewiesen sind und diese sind aber gleichzeitig verantwortlich, dass Content gesperrt wird, von dem sie leben. Erkenne die Ironie.
Also ja, ich verstehe den Gedanken von früher war es nicht besser, aber einfacher. Und je älter man wird, um so schwerer wird es, sich mit seinen erlernten Werten und Gewohnheiten zu positionieren.
Und das ist bei Leibe keine Rechtfertigung für irgendeine politische oder ideologische Richtung. Eigentlich hat jede Regierung, bei der ich mitwählen durfte, versagt. Ist halt der Fluch der Demokratie. Es ist vielleicht die beste Regierungsform aber sie geht immer gegen diktatorische Regime unter. Und davon haben wir leider wieder mindestens drei starke.

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Den extrem schicken neuen Stay Forever İnsider. Super Upgrade @Christopher und auch Gratulation an @Chris für das akribische Nachzeichnen der Weltreise der Cinemaware-Rechte. Das war sicher auch nicht vergnügungssteuerpflichtig.

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Starker Beitrag von Dir, den ich nahezu vollständig unterschreiben möchte.

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Ja, ich glaube, da kommen wirklich viele Dinge aktuell zusammen, und manches davon ist schon mehr als bloße Nostalgie oder reine Wahrnehmung.

Es entbehrt nur nicht einer gewissen Ironie, auf komplexe Fragen simple Antworten suchen zu wollen, denn mit etwas anderem können Nuhr oder Gruber naturgemäß nicht aufwarten. (Broder ist mehr oder weniger ein Troll imo; wäre der fünfzig Jahre jünger, hätte er seine Jugend in Counter-Strike-Foren verbracht und damit angegeben, wie krass sein neuer Wall Hack ist. Der steht für wenig, wie sauzwerg schon schrieb, und fällt daher für vieles. Frei nach Hamilton.)

Aber es gibt halt tatsächlich kleine und große Dinge, die einen immer pessimistischer und entnervter werden lassen. Neben den schon angesprochenen Themen würde ich da auch so vermeintlich banale Dinge wie die hier des Öfteren thematisierte Enshittification nennen. Die ist durchaus etwas, das (mich) im Alltag regelmäßig frustriert, wenn gefühlt fast alle Dienstleistungen und Produkte qualitativ nachlassen, während die Preise gleichbleiben oder steigen. Oder wenn man immer höhere Abgaben leistet, dafür gefühlt aber immer weniger zurückbekommt, wenn man es mal braucht.

Früher gab es natürlich auch viel Schrott, geplante Obsoleszenz und whatnot, aber man hatte nicht das Gefühl, dass pauschal alles schlechter wird oder der Schrott nahezu alternativlos ist. Meine Eltern haben einen kleinen Kühlschrank von 1967 oder so im Keller stehen, der wird wahrscheinlich eines Tages das Haus abfackeln, aber bis dahin läuft und läuft und läuft er. Der neue von vor drei Jahren hat dagegen vor ein paar Wochen spontan den Geist aufgegeben. Anekdotisch, klar. Trotzdem: Kann man sich heute noch ein Gerät vorstellen, das ein halbes Jahrhundert übersteht? Im Grunde geht man doch davon aus, dass überall das Billigste drinsteckt, das bei der erstbesten Gelegenheit über den Jordan geht.

Das ist natürlich nur ein winziges Detail, aber für mich ein bisschen sinnbildlich für die Abkehr vom Optimismus der 80er und 90er, in denen man dachte, alles wird schon werden, hin zum Defätismus der Gegenwart, in der man annimmt, dass eh immer der worst case eintrifft, und man oft genug darin bestätigt wird. Siehe auch Trump, Brexit, Russland, KI etc. etc.

Ansonsten mit das größte Problem, das ich zu sehen glaube, ist der stetig wachsende Individualismus und Egoismus mit der einhergehenden Rücksichtslosigkeit. Die meisten betrachten es heutzutage anscheinend schon als persönlichen Affront, wenn die Ampel kurz vor ihrer Nase auf Rot schaltet, und drücken dann erst recht auf die Tube. Dafür gibt’s sicher viele Gründe und neben den üblichen Verdächtigen wie Social Media imo auch eher simple wie die Zerstreuung der Popkultur und des Medienkonsums. Jeder macht sein eigenes Ding; wir leben nebeneinander, nicht miteinander.

Aber da find ich’s dann ehrlicherweise schwer, zu differenzieren, was einer objektiven Betrachtung standhält und was bloße Nostalgie ist, weil es derartige Beobachtungen und Thesen schon seit Ewigkeiten gibt. In Amusing Ourselves to Death etwa von 1985 macht Neil Postman das „moderne“ Fernsehen als die Wurzel allen Übels aus, in Bowling Alone 1995/2000 ist es für Robert Putnam primär der Rückgang geteilter Aktivitäten - und das waren halt Zeiten, die zumindest bei uns mit als die goldenen Jahre gelten. Sprich: Entweder wir sind doch die alten Boomer, die wir früher nie werden wollten. Oder es kann immer noch schlechter kommen.

Jetzt hab ich irgendwie vergessen, was ich eigentlich sagen wollte. Egal, send!

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ich kann Deinen Post super nachvollziehen (okay, ich weiß nichts von „Tanzverbot, Dagi und Luca…“)
Ich würde nicht sagen, die Regierungen haben „versagt“, das ist mir zu pauschal und zu krass, aber ich kann nachvollziehen, was Du meinst, ich persönlich war auch immer von allem, was ich gewählt habe, hinterher zumindest leicht enttäuscht, was natürlich vielfältige Gründe hat, und mir sind die Grenzen jeder/aller usw. schon klar, insgesamt wird auch in wirklich nicht einfacher Zeit auch viel zumindest nicht ganz falsch gemacht… oder so, ich bin altersmilde…

das von Dir beschriebene Gefühl trifft es natürlich auf den Punkt, daß es früher, WENN nicht besser, nee(!), zumindest einfacher war oder sich so anfühlte.

Ich denke, das ist der Punkt, wo ganz viele Menschen sich einfühlen können und sich dort fragen müssen: wie von hier an weiter.

Vielleicht übrigens auch eine ganz führenswerte Diskussion, wenn die nicht in unterschiedlichen Darreichungsformen aktuell überall allgegenwärtig ist, vielleicht habe ich uns da hier aber auch auf einen threadfremden Pfad geführt, von dem wir noch mit anderen Lektüreempfehlungen zum Thema wieder zurückkommen könnten, sonst fürchte ich aber, müssen wir DAS Gespräch verlagern.

Ich habe tatsächlich beim Schreiben meines Beitrag kurz überlegt, ob ich was zu dem Buch schreiben sollte, weil es natürlich ein großes Feld öffnet und auch zu unangenehmen Einlassungen geradezu einlädt, aber ich habe es (leider!) gelesen, und es hat mich bschäftigt, auf die ungute Art.

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