Was lese ich aktuell

Ich lese gerade Die Insel der Tausend Leuchttürme von Walter Moers:


(Bild von Amazon)

Ich denke ich habe so das erste Fünftel hinter mich gebracht und bin bis jetzt ganz zufrieden.
Hildegunst von Mythenmetz schildert seinen Kuraufenthalt auf Eydernorn bisher sehr plastisch und gut lesbar. So wie man es von ihm gewohnt ist. Allerdings ist bis hierher noch nicht allzuviel passiert.

Grundsätzlich habe ich mittlerweile so meine Bedenken bei Zamonienromanen von Moers:

Die ersten Bücher (mit Ausnahme von Ensel und Krete) sind für mich und meinen persönlichen Geschmack, allesamt Meisterwerke:

  • Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär
  • Rumo & Die Wunder im Dunkel
  • Die Stadt der Träumenden Bücher
  • Der Schrecksenmeister

Als ich vor einer Weile alle damaligen Bücher von Terry Pratchett gelesen hatte bekam ich Angst, dass ich nichts mehr finden könnte, was so gut zu lesen und gleichzeitig fantasievoll, intelligent und humorvoll ist.
Dann hat mir jemand Die Stadt der Träumenden Bücher geschenkt und ich war begeistert.

Ich habe dann nach und nach die anderen, oben aufgeführten Bücher verschlungen und fand jedes einzelne im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch!
(Ensel und Krete ist hier mMn eine Ausnahme. Das Buch fand ich… ok. Es liest sich wie eine Fingerübung.)

Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen, als 4 Jahre nach dem Schrecksenmeister endlich ein neues Zamonien-Buch von Moers erschien.
Aber Das Labyrinth der Träumenden Bücher war leider eine riesige Enttäuschung! Moers verliert sich in ganz viel Klein-Klein schafft es nicht mehr eine spannende Geschichte zu erzählen.
Ein ganzes Buch, bei dem man das Gefühl hat, dass die eigentliche Geschichte jetzt gleich losgeht. Und dann ist es irgendwann vorbei und nichts ist passiert.
Ich war damals ziemlich wütend und finde es, ehrlich gesagt, immer noch ziemlich unverschämt.

Naja, Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr hat mir leider auch nicht besonders gut gefallen, sodass ich dann erstmal nichts mehr von Moers gelesen habe.

Wie auch immer, die Phase der Enttäuschung ist vorbei und ich bin gewillt Moers wieder eine Chance zu geben.
Mal sehen wie es weitergeht.

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Meine 13jährige Tochter liest „Die Welle“ Die Welle (Roman) – Wikipedia und zack…bin ich wieder in der Mittelstufe, also ca. 30 Jahre jünger retro Nicht jede Schullektüre war gut…diese hier aber um so mehr;)

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Es würde mich freuen, wenn Du uns hier mal Dein endgültiges Fazit mitteilen würdest, sobald Du das Buch zu Ende gelesen hast. Was seine Bücher anbelangt, bin ich nämlich zur Zeit ähnlich kritisch wie Du (es warst).

Aber alleine aufgrund seiner Comics und Cartoons wird Moers ewig eine besondere Stellung bei mir einnehmen. Zu seiner Zeit waren das kleine Arschloch, der alte Sack und Co. echt bahnbrechend für mich. Viele Zitate aus dieser Schaffensperiode sind noch heutzutage Bestandteil meines Wortschatzes - sowas haben bei mir sonst nur die Simpsons (alte Folgen bis ca. Staffel 9) und Loriot geschafft.

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Hallo Pauli, das mache ich gerne. Ich hoffe nur, ich vergesse es nicht. Es kann nämlich noch ein bisschen dauern, bis ich mit dem Buch fertig bin, da ich momentan immer nur Abends vor dem Einschlafen ein paar Seiten lese.

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@Fischonkel Sehr schön, das „Demo Scene“ Buch hab ich auch hier:

und finde es nicht spektakulär, aber gut <shakehands.gif> Das engl. Monkey Island Buch hab ich damals „gekickstartert“, nur um wenige Tage später festzustellen, dass es bereits eine VERFÜGBARE deutsche Version gibt lol

@Chemischer_Kuckuck Danke für den Tipp zu „Shareware Heroes“! Ich bin großer Fan von „Masters of Doom“ und „Doom Guy“ und habe es soeben bestellt.

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Was hätte es denn tun müssen um spektakulär zu sein? Bzw. kennst Du gute Alternativen?

Mir fehlte bisher das notwendige Kleingeld - diese Bücher zum Thema Pixelmeister sehen auch ziemlich super aus: https://www.themastersofpixelart.com/

Beim englischen Kickstarter gab’s aber halt die Chance einen Posterdruck des Steve Purcell Motivs auf dem first edition Cover zu bekommen. Alles andere war mir egal, ich glaube nicht, dass ich das Buch tatsächlich mal lesen werde, aber das Poster wollte ich haben. :sweat_smile: Muss ich nun nur mal die Zeit finden, dass ordentlich einrahmen zu lassen.

Ich seh das jetzt erst… Ulrich Drees? Mit dem hab ich in Göttingen Warhammer gespielt.

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Die Welt ist ein Dorf. Wie haben deine Skaven abgeschnitten?

Will mich aktuell ein wenig am Riemen reißen und wieder Bücher zur Hand nehmen. Audible ist schön und gut, aber ich bin festen Willens, mir allabendlich ein halbes Stünderl aus dem Kinder-Cooldown herauszusäbeln und mich mit was Papiernem zu befassen. In diesem Sinne aktuell auf dem Pile:

Jane Eyre (Emily Brontë): Kleiner Klassiker, der sich ein wenig durch die Seiten mäandert. Habe nach der Hälfte jedenfalls immer noch das Gefühl, dass der Plot jetzt irgendwann beginnt.

Krieg und Frieden (Leo Tolstoi): Großer Klassiker. Habe nach 150 von 1100 Seiten jetzt Aristokraten im hohen zweistelligen Bereich kennengelernt und weiß, wer von ihnen welche Hors d’œuvre bevorzugt und wie er/sie zu den Umtrieben des kleinen Franzosen steht. Uff. Anna Karenina war dagegen ein Marvel-Film.

Somorra - Stadt der Lüge (Florian & Christian Sussner): Ein Spielbuch, ein modernes gar. Im Setting sehr inspiriert von Sin City, in der Mechanik dankenswerterweise äußerst schlank, im Stil und Erzählerischen leider recht enttäuschend. Aber die Artworks sind schön.

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Ich habe nicht gegen ihn gespielt, iirc, er hat ein, zwei Turniere veranstaltet. Ich habe aber, glaube ich, mal gegen seine Freundin gespielt, die war ich meinem Studiensemester. Ach, lange her.

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Neulich gelesen:

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Shoji Morimoto, Rental Person Who Does Nothing (Amazon, Goodreads) - Das ist ein kurzes Buch über das reale Leben des Autors, den man auf Twitter buchen kann, damit er kommt und nichts tut. Morimoto geht mit Leuten essen, schaut sich Theaterproben an, geht als stiller Unterstützer mit zu schwierigen Treffen etc. Er macht keine aktive Konversation, gibt keine Ratschläge, er ist nur da.
Das Buch ist auch so, einfach da und tut nicht viel. Macht aber nichts, liest sich so weg und hat mich mit einem angenehmen Gefühl zurückgelassen.


R.F. Kuang, Die Schamanin (Amazon, Goodreads) - „Im Zeichen der Mohnblume“ ist eine Fantasy-Trilogie um ein Waisenmädchen, das an einer Kriegerakademie aufgenommen und dann in größere Ereignisse und einen Krieg hineinzogen wird, dies ist Teil 1.
Das liest sich anfangs weniger wie eine Fantasy-Reihe, eher wie ein historischer Roman. Das Reich Nikan ist offenkundig China, der kriegerische Nachbar Mugen erinnert an Japan, Opiumkonsum ist ein großes Problem, auch sonst fehlen die typischen Versatzstücke westlicher Fantasy wie Burgen und Ritter. Auch Fabelwesen und Magie kommen zumindest im ersten Buch noch nicht vor.
Das ist alles ganz faszinierend und stilsicher, hat an ein paar Stellen überraschende Ähnlichkeiten mit Der Name des Windes**, aber für ein abschließendes Urteil fehlt mir noch was, ist ja erst Band 1. Füllt jedenfalls grad ganz gut den Slot „große Fantasy-Serie“ in meinem Leben. Ich hab’s anfangs mit der Hörbuch-Fassung probiert, aber da gefällt mir die Lesestimme nicht besonders, leider. Ah, und etwa auf der Hälfte kommt eine sehr grafische Beschreibung eines Massakers, die ich ein bisschen off zur sonstigen Tonalität fand.


R.F. Kuang, Babel: An Arcane History (Amazon, Goodreads) - Das war das Buch, wegen dem ich auf die Autorin der „Schamanin“ gestoßen bin - Babel ist ein veritabler Besteller, wird auf BookTok rauf und runter gefeiert und ist… mal was anderes.
Das Genre ist alternate history, wir sind im Jahr 1828. Das Britische Imperium regiert die Welt, nicht (nur) mit Kanonen, sondern weil die Engländer eine neue Art Magie monopolisieren: In Kuangs Welt kann man zwei Wörter mit ähnlicher Bedeutung in unterschiedlichen Sprachen auf gegenüberliegende Seiten eines Silberbarrens schreiben, und wenn jemand, der beide Wörter versteht, das Wortpaar laut vorliest, geschieht (eventuell) Magie. Die magische Wirkung rührt von der unterschiedlichen Bedeutung der beiden Wörter im Wortpaar her und manifestiert sozusagen das, was in der Übersetzung verloren geht. Ein Beispiel aus dem Buch: „Wúxíng“ und „Invisible“, das chinesische und das englische Wort bedeuten unsichtbar, aber Wúxíng hat noch die Nebenbedeutung „körperlos, formlos“, daher macht das Wortpaar, in Silber geschrieben und ausgesprochen, den Träger unsichtbar.
Ja nun. Bisschen verkopft, aber ganz cool. England hortet folglich das Silber der Welt und hat das Übersetzungsinstitut von Oxford zu einer Wortpaar-Fabrik ausgebaut. Silber treibt Schiffe an, kühlt Häuser, heilt Krankheiten und lässt Kanonen weiter schießen, das Empire ist Silber-süchtig wie heutige Gesellschaften Rohöl-süchtig sind.
In dieses Setting wirft die Autorin Robin, einen talentierten chinesischen Jungen, der, geführt von einem strengen englischen Ziehvater und Professor, auserkoren ist, in Oxford zu studieren, um später die chinesische Abteilung zu verstärken - die Engländer brauchen mehr Zugang zu fernöstlichen Sprachen, die sinnvollen Wortpaare europäischer Sprachen sind schon größtenteils entdeckt. Robin empfindet zunächst große Dankbarkeit, erlebt dann den alltäglichen Rassismus und merkt, dass er nur ein Rädchen in der ausbeuterischen britischen Kolonialmaschine werden soll. Er schließt sich einer Rebellion an, die das Ziel hat, die Briten daran zu hindern, China anzugreifen. Der Krieg soll die Chinesen zwingen, den Opium-Import zu erlauben - und dem Empire mittelbar Zugang zum chinesischen Silber ermöglichen.
Das ist alles sehr faszinierend, sehr schön ausrecherchiert und opulent beschrieben. Ich kam am Ende trotzdem eher so mittel begeistert raus, weil mir die Handlung nicht ganz schlüssig erschien und die Personen zu eindimensional. Aber mei, cooles Buch allemal.


Martha Wells, All Systems Red (Amazon, Goodreads) - Das ist Teil 1 der „Murderbot Diaries“, einer Serie von Scifi-Novellen über einen Androiden, der eine hochgezüchtete Killermaschine ist und zu Sicherheitsaufgaben eingesetzt wird.
Der „Murderbot“ hat sich aus seinen digitalen Fesseln gelöst und möchte eigentlich nur von Menschen in Ruhe gelassen werden, um in Ruhe TV-Serien zu schauen, aber so einfach ist das alles nicht. Das ist eine schöne Prämisse und kompentent aus der Sicht des Droiden erzählt, aber die äußere Handlung trägt nicht so weit.
Schon okay, kann man mal lesen, aber aus der Idee hätte man mehr machen können, imho. Gibt ja aber noch mehr Bücher davon, mal gucken.

** OT: Der Name des Windes ist eines meiner Lieblings-Fantasy-Bücher, aber auch eine solche Frustration, weil der Autor schnell Teil 2 nachgeschoben hat und Band 3 seit vielen Jahren überfällig ist. Und noch was, ich würde es gern meine Tochter lesen lassen, aber die Frauenfiguren sind so platt und Klischee, dass ich das nicht übers Herz bringe. In Teil 2 ist der Autor in dieser Beziehung ein bisschen gereift, aber meh.

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Nachdem ich kürzlich die Herr der Ringe-Filme wieder mal gesehen habe, da sie im lokalen Kino liefen, wollte ich mir auch endlich mal die Bücher zu Gemüte führen, vorher sollte man aber wohl auch erstmal noch den Hobbit gelesen haben, womit ich jetzt endlich fertig bin. Ich muss ehrlich sagen, ich hab mir etwas mehr versprochen - ich fand es sowohl sprachlich teils sehr anstrengend (keine Ahnung, ob das noch an der alten Übersetzung liegt, in der ich es gelesen habe oder das auch im Original so ist), die Handlung ist teils total sprunghaft und stellenweise schon richtig absurd (Stichwort z.B. die sprechenden Ponies und Hunde bei Beorn, die den Zwergen Essen servieren, wtf) und stellenweise nicht wirklich glaubwürdig inszeniert.

Vielleicht liegt es am Alter (wobei ich älterer Literatur durchaus nicht abgeneigt bin, ich hab auch viel Sachen gelesen und genossen, die teils durchaus über 100 Jahre alt sind, seien es Werke von Arthur Conan Doyle, Oscar Wilde, Lovecraft oder Poe), oder vielleicht, weil es soweit ich weiß eher für seine Kinder geschrieben wurde, keine Ahnung. Ich fand es nicht schlecht, aber bei weitem nicht so toll, wie ich es mir vorgestellt habe.

An die HDR-Trilogie wage ich mich trotzdem als nächstes :slightly_smiling_face:

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Der Hobbit war tatsächlich nur ein Kinderbuch, zunächst für die eigenen. Tolkien nutze dafür Elemente aus seinen Mythologien. Es war anfangs nicht angedacht, es dort einzufügen. Ich bevorzuge das englische Original. Im Deutschen gibt es keine schöne Übersetzung.

Babel habe ich auch neulich gelesen, weil es Herr Scheck in „Druckfrisch“ so ausdrücklich gelobt und empfohlen hatte. Ich weiß, spätestens das und Scheck sowieso… ach egal! Ich habe jedenfalls erst als ich meiner Tochter erzählte, daß ich das lese, mitbekommen, daß das ein großes Ding und allgemein wohl gerade sehr im Gespräch ist.
Für evtl. am Buch Interessierte, kann ich Deine Schilderung bestätigen. Ich fand das alles total schlau und interessant, auch weil es bei ganz vielen aktuellen Themen andockt bzw. sich so lesen oder sich dabei darüber nachgrübeln läßt.
Zwischendurch fand ich es auch einfach ganz platt rasend spannend, wie geht es weiter, was passiert den Leuten, wie soll das nur ausgehen, ich hing echt am Buch und bin da so durchgeflogen… und am Ende… war ich auch nicht so richtig rund mit allem. Und, ja, schließlich stolpert man auch, wenn man nochmal drüber nachdenkt, über das eine oder andere und einfach, weil es mich so sehr eingesogen hat, war ich am Ende traurig, daß es nicht DAS Ereignis war, daß ich unterwegs beim Lesen darin gesehen habe, aber trotzdem: ich würde das empfehlen, weil es einfach viel Spaß macht und weil es viele Themen anstösst und phantasievoll und auch eigen und ein bißchen neu und überraschend ist, mir hat`s richtig gefallen!

der Hobbit und der Herr der Ringe… für mich ist es gar nicht mehr nachvollziehbar, wie es wirkt, wenn man es nicht liest, wie man es sollte, wie ICH es getan habe :wink: nämlcih den Hobbit als Kind, den Herrn der Ringe als Jugendlicher und dann alles nochmal als Erwachsener und aktuell gerade wieder (bin mit den Herren Hobbits im Tänzelnden Pony).

Der Hobbit ist ein Kinderbuch, ein sehr schönes.
Als ich das letztes Jahr noch einmal lesen wollte, dann habe ich das natürlich gleich mit der Meta-Ebene mit gemacht: (KEINE Werbung, aber DAS Buch ist wirklich schön!) „Das große Hobbit-Buch“ dann bekommt das Lesen beinahe ein bißchen was wissenschaftliches, dann sieht man NOCH viel mehr über so manche Albernheit oder Kndlichkeit des Hobbit hinweg oder, wenn ich ehrlich war, genoss sie sogar!

Der Herr der Ringe, lese ich gerade so: (KEINE Werbung, aber das Buch IST WIRKLICH SCHÖN!) WIRKLICH schönes Buch!, vorher immer in der extrem klassischen grünen dreibändigen Papp-Variante im Schuber, WICHTIG: Carroux-Übersetzung lesen!

Sprachlich finde ich alles von Tolkien wunderschön, SEHR ausgefeilt, SEHR präzise und durchdacht, in Form und Inhalt.
Was wollte ich eigentlich… achja, Dir auf jeden Fall zuraten zum Lesen des Herrn der Ringe, der ist auch manchmal ein bißchen behäbig, der ist auch mal spröde und am Anfang wird viel gewandert und bei Tom Bombadill wohl auch ein bißchen gekifft, aber oder auch deswegen ist es so wunderschön und später erlebt man Tolkien immer wieder als den Godfather der Epik!

Ein Tipp wäre noch, es gemeinsam mit jemandem gleichzeitig lesen, um auch mal drüber sprechen zu können, ich empfehle dafür auch gerne: Tollkühn Die beiden ersetzen ein bißchen den Lesezirkel, Kapitel lesen, dann Podcast hören, es bringt Dir das Buch noch einmal viel näher und tatsächlich ist das Silmarillion hinterher der GANZ weite Blick in die Welt und dann möchte man losgehen und die Menschen bitten, daß sie es doch alle lesen mögen, weil es einfach so schön ist! SO!

Superspannend ist für mich auch der Gegensatz dieses durch und durch „spiessigen“ Professors und dem, was er aufgeschrieben hat, der war ja kein Schriftsteller, daß war irgendwie einfach sein Lebenswerk, das er selbst wohl als seine Liebhaberei bezeichnet hätte, wie vom Typ her vergleichbare Menschen vielleicht eine Modelleisenbahn im Keller… (nee, leider seit Horst Seehofer für alle Zeiten diskreditiert…!) hat der Tolkien eben diese ganze Welt gebaut.

Auf den Tollkühn bin ich übrigens hier gestoßen… mir war der Max aus „Die Welt von… Mittelerde“ so sympathisch, daß ich seinerzeit sofort Lust bekam, den Herrn der Ringe nochmal zu lesen und in den Podcast reinhörte und dann einfach nochmal den Hobbit und endlich endlich das Silmarillion und eben aktuell den Herrn der Ringe nochmal…

Was ich sagen wollte: schade, daß Du gerade die Filme gesehen hast (obwohl die wirklich gut sind!), beneidenswert, daß Du das Buch zum ersten Mal lesen und entdecken darfst, freu Dich drauf!

edit: Rahel und Max über Mittelerde

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Da bin ich völlig bei dir. Per se bin ich überhaupt kein großer Fantasy-Freund, war vom ersten Teil von Der Name des Windes aber so angetan, dass ich direkt Teil 2 (der ist selbst über zwei Bücher verteilt) hinterhergelesen habe. So ziemlich alles super bis hierhin.

Aber dann? Seit dem Ende von Teil 2 sind nun wie viele Jahre ohne Erscheinen eines neuen Buches vergangen? Elf??? Ich wünsche mir ja in keinster Weise eine schnell hingepfuschte Fortsetzung, aber angesichts des wohl durchaus vorhandenen Erfolgs der ersten Bücher sollte man doch binnen 6-7 Jahren einen brauchbaren weiteren Teil hinkriegen. Stattdessen gab’s zwei - nennen wir sie mal: Kurzgeschichten über zwei Rand- oder eher Nebenfiguren des Hauptplots. Talk about losing momentum.

Deine Kritik am Frauenbild teile ich nicht - die Erinnerung mag mich aber mittlerweile trügen. Was ich noch erinnere, ist die mysteriöse Love Interest. Die hat doch durchaus einen sehr eigenen Kopf und einen nicht näher erklärten dunklen Hintergrund. Der Autor macht das schon gut in dem Sinne, dass er sie über mehrere hunderte Seiten verschwinden und dann plötzlich wieder für zig Seiten erscheinen lässt dergestalt, als wäre sie für den Helden Kvote nun endlich greifbar. Aber Pustekuchen… Außerdem gibt’s mit Auri (heißt die so?) doch einen durchaus abseitigen weiblichen Charakter.

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Ich habe mir letztes Jahr diese Ausgabe vom Hobbit gekauft:

Die besonderen Ausstattungsdetails:

  • Pracht-Ausgabe im Leineneinband und Schuber
  • Vierfarbig gedruckt, mit zahlreichen Illustrationen vom Autor
  • Mit Schutzumschlag und zweifarbiger Prägung
  • Zwei farbige Lesebändchen
  • Rundumfarbschnitt
  • Fadenheftung
  • Überzogener Schuber mit Prägung
    - mit Thrors Karte und einer Karte von Wilderland

Bin damit auch echt happy.

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Ohhh, Name des Windes…habe ich vor Jahren auf Englisch gelesen und meine Güte, liebe ich dieses Buch. Das ist sooo schön geschrieben, im Sinne von „Die tatsächliche Prosa ist so gut gewählt, tolle Sprachbilder, einfach richtig, richtig toll.“ Als ich damals aber gesehen habe, dass es zwar einen 2. Teil, aber noch keinen Abschluss mit Teil 3 gibt, dachte ich mir „Gut, warteste halt.“ Und dann hat Kollege Rothfuss einen G.R.R. Martin gemacht, kaspert durch Twitch und alle möglichen wilden Nerd-Formate, aber das tatsächliche Buch kommt nicht. Auch ähnlich wie bei Martin wird er dafür heutzutage durchaus angefeindet, was keinesfalls okay ist, aber die Frustration ist ein kleines bisschen nachvollziehbar.

Aber ja, ganz wundervoller erster Band zumindest. Freue mich weiterhin wie bolle, sollte Rothfuss doch mal einen gelungenen Abschluss hinlegen, dann les ich nämlich Band 1 noch mal und dann die ganze Geschichte in einem Rutsch. Hoffentlich mag ich es dann auch noch. :wink:

EDIT bzw. Nachtrag: Hm, das mit der Frauenrolle erinnere ich grad auch gar nicht so. Mir fallen grad nur dieses Mädel von der Akademie und eben Auri ein, die habe ich nicht als zwingend platt empfunden. Mag aber auch daran liegen, dass ich in einem ersten Band von irgendwas nicht direkt große Charakterentwicklungen abseits der Hauptfigur erwarte. Aber interessanter Punkt, vielleicht fällt es mir beim Wiederlesen auf.

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Das war in meinem Fall leider schwer möglich, von der Existenz des ganzen habe ich erst mit 18 bewusst erfahren, nachdem da ein riesen Hype überall drum war. Angeschaut habe ich es dann erst, als der dritte Teil ins Kino kam (bei einem Triple-Feature im Kino, in das mich eine Freundin damals noch eher widerwillig geschleppt hat, ich war eigentlich überhaupt kein großer Fantasy-Fan). Dass es da dann noch eine Vorgeschichte namens Der kleine Hobbit gibt, habe ich dann auch nochmal später erfahren :sweat_smile:

Von den Büchern habe ich alle drei aus dieser Auflage, sind tatsächlich Übersetzungen von Margaret Carroux:

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