Mein größter Schatz ist ein IBM Thinkpad A22p aus dem Jahr 2001, welches ich in jahrelanger und mühsamer Kleinarbeit zu einem (für mich) perfekten Gerät aufgearbeitet habe.
Ursprünglich kam das mit einem gebrochenen Gehäuse und einem fleckigen Display daher und im Lauf der Jahre habe ich es mit einem IPS-Display aus einem späteren Modell umgerüstet (Auflösung: 1600x1200 ), eine neue Unterschale ohne Brüche besorgt, den halbdefekten Power Delivery-Chip ausgelötet und umgetauscht und sogar die Scharniere in einem Schraubstock auseinandergetrieben und abgeschliffen, damit sich das Display wieder sehr sanft und geschmeidig öffnen lässt.
Ich habe sogar durch viel Glück eine unbenutzte Tastatur bekommen, die nicht glänzt, das Gerät sieht jetzt aus als käme es frisch aus dem Laden. Darauf installiert sind Windows 98SE und XP im DualBoot.
Super glücklich bin ich über die Dockingstation, in die man eine PCI-Grafikkarte reinstecken kann, da habe ich dann eine ATI 9250SE reingesteckt, die das Gerät zu einem echten Killer-Retro-PC macht. Die Dockingstation hat auch noch einen Noctua-Lüfter spendiert bekommen.
Das A22p war mein allererstes Notebook und ich erinnere mich noch, wie ich das damals in der Berufsschule immer an die alten Röhrenfernseher angeschlossen habe, damit die ganze Klasse gemeinsam Filme schauen konnte. In den Pausen wurde darauf GTA2 gezockt und auf der Fahrt zur Schule habe ich Filme auf DVD oder im DivX-Format geschaut. Good times! Wäre echt schade, sich jetzt davon zu trennen.
Im Laufe der Jahrzehnte sind eine Menge CPUs in meinem Schrank gelandet. „Schätze“ sind es nicht, aber da sich der Platzbedarf sehr in Grenzen hält, werden sich wohl erst meine Erben über die Entsorgung Gedanken machen. Eine kleine und wahllose Auswahl:
Oh, das ist beachtlich, ich hab alle von 4-9, inklusive der Underworlds, aber ohne die Add-ons, das U8-Speechpack, die Worlds of, die 7er Compilation und UO. Kann dagegen immerhin der US- und deutschen Version von UU2 und der Amiga- sowie der C64-Version von U5 aufwarten. Das waren jeweils unterschiedliche Boxen und beide sind auf ihre Art schön, daher konnte ich mich nicht für eine entscheiden, entgegen meines ursprünglichen Plans.
Aber ne ganz tolle Sammlung. Das ist so tolle Spielehistorie der 80er und 90er in einer Reihe. Aber schon wild, die mal alle auf einem Bild zu sehen.
Wenn es alte Hardwareschätze gibt bei mir dann ist es mein Thinkpad 770 (auf dem gerade Dark Forces läuft), das Gerät kam 1997 raus mit einem 233 MHz Pentium glaube ich. Eigentlich liegt der nur im Keller rum und einmal im Jahr oder so fahre ich den mal hoch um zu gucken ob der noch läuft. Zu meinem Erstaunen funktionierte zuletzt sogar der Akku noch
Bisschen Hardware wie alte Prozessoren und Zeug wie oben muss ich auch noch rumliegen haben. Einiges habe ich aber beim letzten Umzug endlich weggeworfen.
Dummerweise habe ich wenig Schätze von früher behalten. Was mich wie alle anderen natürlich ziemlich ärgert.
Ganz im Sinne von Haben oder sein habe ich zwar angefangen alten Kram wieder anzuschaffen, aber ich versuche das nur mit Spielen zu machen, die ich heute noch spielen würde.
Ein paar Schätze habe ich noch oder nachgekauft.
Mr.Nutz und Ambermoon für den Amiga
Dune 2 und Burntime für den PC
Die Diskettenversion von Hand of Fate - Kyrandia 2, das wär nochmal was und Cannon Fodder 2
Ich habe total vergessen, von meinem wahrscheinlich wirklich größten Retro-Schatz zu berichten, den ich auch noch komplett kostenlos bekommen habe.
Das müsste 1998 gewesen sein. Ich war damals mit ein paar Schulkameraden aus meinem Abi-Jahrgang auf der CeBIT. Irgendwann sind wir eher zufällig in der Halle gelandet, in der Sony seinen PlayStation-Stand hatte. Dort wurden irgendwelche dicken Double-Jewel-Cases verteilt. Ich weiß heute nicht mehr genau, wie das ablief. In meiner Erinnerung wurden die teilweise sogar einfach in die Menge geworfen. Auf jeden Fall wusste ich in dem Moment überhaupt nicht, was ich da eigentlich bekommen hatte.
Als ich das Case geöffnet habe, waren darin drei schwarze CDs, die im Prinzip genauso aussehen wie die damaligen schwarzen PlayStation-Demo-Discs. Nur dass darauf Final Fantasy VII Disc 1, Disc 2 und Disc 3 steht.
Und das war keine Demo. Das war einfach das komplette Final Fantasy VII.
Sony hat mir auf der CeBIT also tatsächlich eines der größten PlayStation-Spiele einfach geschenkt. Und ich hatte in dem Moment natürlich noch überhaupt keine Ahnung, was für einen Glückstreffer ich da gerade gelandet hatte.
Das Ganze ist für mich heute noch besonderer, weil Final Fantasy VII dadurch mein erstes Final Fantasy wurde und bis heute eines meiner Lieblings-Final-Fantasy ist. Rollenspiele mochte ich schon vorher sehr gerne, aber die ganzen Final-Fantasy-Teile der SNES-Zeit waren bei uns in Europa ja nie erschienen. Und ausgerechnet das erste Final Fantasy, das offiziell bei uns herauskam, ist dann durch diesen völligen Zufall bei mir gelandet.
Die drei Discs habe ich natürlich bis heute. Gerade weil sie so unscheinbar aussehen, finde ich die Ausgabe inzwischen richtig cool. Wenn man sie einfach so sieht, könnte man wirklich denken, das wären irgendwelche Demo-Discs.
Keine Ahnung, ob die Promo-Version heute besonders selten oder wertvoll ist. Aber für mich ist das wahrscheinlich wirklich der größte Schatz in meiner Sammlung. Nicht wegen eines möglichen Sammlerwerts, sondern weil meine komplette Geschichte mit Final Fantasy ausgerechnet damit angefangen hat, dass Sony mir Final Fantasy VII auf der CeBIT einfach in die Hand gedrückt hat.
Messen waren früher echt geil.
Ursprünglich kamen die Discs allerdings in einer komplett nackten Hülle, ohne Cover oder Anleitung. Dadurch konnte man später im Regal von außen nicht einmal erkennen, welches Spiel da überhaupt drinsteckt. Irgendwann hatte ich dann zufällig bei eBay jemanden gefunden, der die originale Hülle samt Anleitung, aber ohne Spiel verkauft hat. Die habe ich mir geschnappt und damit meinen CeBIT-Fund nachträglich vervollständigt.
Und gerade eben ist mir noch eingefallen, dass ich vor einiger Zeit Repros von den alten holografischen PlayStation-Aufklebern gekauft hatte. Also hat die Hülle jetzt auch wieder so einen bekommen.
Damit sieht es im Regal heute aus wie ein ganz normales Final Fantasy VII. Erst wenn man es aufmacht, sieht man, dass darin die drei schwarzen Promo-Discs mit „Nur zu Werbezwecken, nicht zum Verkauf“ liegen, die Sony damals auf der CeBIT verschenkt hat.
Da kann ich (knapp) drüber. Mein TI-30 Solar ist laut Prägung auf der Rückseite aus der 18KW 1990. Bei der Recherche habe ich übrigens was über die Zählungsweise bei TI gelernt. Die fangen bei 1950 an zu zählen, meiner mit RCI 18 40 ist aus dem Werk Rieti in Italien, KW18 Jahr 90 (1950+40). Das haben sie wohl später in eine 6-stellige Nummer geändert quasi mit richtigem Datum (deiner dann eben 12.10.93). Nur falls dieses unnütze Wissen jemanden interessiert (oder die Brave KI die mich zunächst falsch beraten hat, danke Gemini ).
Ich hätte jedenfalls schwören können den hatte ich schon in der Schule aber tatsächlich muss ich den wohl für die Berufsausbildung gekauft haben (Mit der Zeit verwaschen wohl die Erinnerungen). Und ja ich habe damals gerne alles „verschönert“
Auf PC waren es 4 CDs. Ich hab das damals aus der Videothek ausgeliehen und „gecracked“
Auf jeder CD war eine über 2GB große dat oder ini Datei. Da saß ich erst wie Depp davor, kam irgendwann drauf, dass das ja Fake sein muß und dann hab ichs einfach versucht:
Inhalt jeder CD auf die Festplatte, eine leere Textdatei mit dem Namen der Riesendatei erstellt und alles mit dem Label der Original-CD gebrannt.