Was spiele ich aktuell a.k.a. Spieletipps

So, Layers of Fear hat leider verloren, weil ich auf Revenge of the Savage Planet gestoßen bin.

Das Spiel ist Nachfolger zu Journey to the Savage Planet, das ich allerdings nicht gespielt habe und daher die Genese/Weiterentwicklung nicht beurteilen kann. Die Singleplayer-Komponente ist ein sehr leichtherziges und auch nicht übermäßig schweres Action-Adventure. Von Art her ist es spielerisch ein wenig wie das originale Tomb Raider (wie hüpfe ich richtig, um ans Artefakt zu kommen), ästhetisch sehr cartoonartige bunt und auf erzählerische Ebene verknüpft mit ein wenig The Last Worker/The Outer Worlds (also humoristische Kapitalismuskritik). Nur nimmt es sich nochmal deutlich weniger ernst, was ich persönlich für angemessener halte als die Versuche plumpe Slapstick mit staatstragenden Aussagen verknüpfen zu wollen (die wenigsten Games erreichen da imho eine ernst zu nehmende Qualität). Im Prinzip werden die spielerischen Herausforderungen von einem begleitenden Flugroboter wie eine Art ökonomische Ausbeutung des Planeten maskiert, während im Hintergrund die weinerliche Erzählung eines von der Konkurrenz geschluckten und dann eingestampften Unternehmens bzw. dessen Gründers und CEOs abläuft. Das ganze hat keine sonderliche Tiefe, aber die dazu ablaufenden Videos haben doch einiges Schmunzelpotential und sind vor allem mit echten Schauspielern gedreht, was nochmal im positiven Sinne eine ordentliche Portion FMV-Trash-Charakter reinbringt, ohne dabei billig zu wirken.

Die Spielwelt ist grundsätzlich offen, hat u.a. auch eine schöne Vertikalität, wird aber ähnlich wie bei einem Metroidvania (oder Tomb Raider Reboot) durch die Weiterentwicklung der Ausrüstung etwas gesteuert. Dazu scannt man die Spielwelt und sammelt die überall verstreuten Ressourcen aus der Umwelt und aus den Kämpfen mit der regelmäßig respawnenden Flora und Fauna. Das geht fast schon ein klitzekleines bisschen in Richtung Anleihe aus den Survival Games. Ich will es nicht überbetonen, weil dafür hat es deutlich zu wenig Schwierigkeitsspitzen. Aber man sammelt eben auch Ressourcen, um Ausbauten und Einrichtungen für die zentrale Anlaufbasis zu kaufen, die man in gewissem Umfang frei dekorieren kann. Wie eine kleine Kolonie eben, auch wenn dem ganzen engen Grenzen gesteckt sind. Personalisierung gibt’s zusätzlich bei den Outfits, die man in der Spielwelt finden und farblich anpassen kann.

Die Hauptmotivation sind imho Erkunden einer Spielwelt, das Auffinden mal mehr oder weniger versteckter Goodies und das Ausknobeln der richtigen Zugangswege. Schwierigkeitsgrad Einsteiger oder schon leicht ermüdete Eltern nach 22 Uhr.

Es gibt auch eine Multiplayer-Komponente und sogar – * Trommelwirbel * – Couch-Koop. Beides hab ich mir bislang aber noch nicht angeschaut, mangels Interessenten.