Was spiele ich aktuell a.k.a. Spieletipps

Oh, ich hab’s damals hoch und runter gespielt, ohne groß Karriere zu machen. Nie verstanden, nach welchem Prinzip die Kapitäne erscheinen, die für die Automatisierung der Routen notwendig sind. Es ist lange her, aber ich erinnere mich noch, dass Novgorod billige Pelze anbot und dass Bier überall gefragt war :slight_smile:

Habe immer noch irgendwo auf dem Dach die Packung und das schöne Handbuch rumliegen.

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Ich hatte Inscryption angefangen, es inzwischen aber abgebrochen. Das Drumherum ist cool, das Meta-Spiel ganz nett, aber die entscheidende Mechanik – das Kartenspiel – ist einfach nicht gut. Slay the Spire ist da um Meilen besser, dort lernt man langsam die Synergieeffekte der Karten etc. Bei Inscryption war meine Taktik, auf eine besonders starke Karte zu setzen – funktioniert das nicht, verliere ich meistens. Nach etwa 2/3 war das Spiel für mich vorbei, hat leider nicht gezündet.

Über Prince of Persia – The Lost Crown hab ich schon in nem anderen Thread geschrieben. Das Spiel ist klasse, ich habs sogar platiniert (mache ich wirklich selten). Kann ich echt nur empfehlen.

Als kleinen Happen zwischendurch bin ich jetzt bei Bud Spencer & Terence Hill – Slaps and Beans 2 angekommen. Die erste halbe Stunde war leider recht ernüchternd. Die Pixelrafik ist teilweise echt schick, manchmal aber auch klobig. Die Spielmechanik scheint mir simples Buttonmashing zu werden, gespikt mit Mini-Spielen. Der größte Letdown ist aber die Sprachausgabe. Die beiden Protagonisten haben zwar echt gute Sprecher, aber es sind eben nicht die „echten“. Mal schauen, vielleicht wird’s ja doch noch was.

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Als Unterstützer von The Bard’s Tale 4 gab es damals The Bard’s Tale Trilogy (Remaster der originalen Reihe) kostenlos dazu.

Ich hatte zu Zeiten der Originalreihe keine Berührung mit den Spielen. Später bin ich damit trotz mehrerer Anläufe nicht mehr warm geworden. Aktuell durchsuche ich meinen Pile of Shame aber nach guten Spielen mit Controllerunterstützung. Was soll ich sagen. Das Remaster der originalen Trilogie scheint bisher (Kanalisation) genau die richtigen Komfortfunktionen (Automap und Speichern) für mich zu haben. Macht grad wirklich Spass. Und die Controllerunterstützung ist hervorragend (man benötigt nur sehr selten eine Tastatureingabe).

„Horizon - Forbidden West“ ist nach wie vor mein Maingame und zweite Heimat neben dem realen Leben. Das hindert mich natürlich nicht daran, unsinnigerweise weitere umfangreiche Spiele parallel anzufangen, obwohl so vieles noch unbeendet ist.

Ich habe letzte Wochen zwei lange Zugfahrten gemacht und dabei spontan „The Great Ace Attorney Chronicles“ auf der Switch angefangen… und war sofort gehooked. Ich hatte mit der Serie und Visual Novels im Allgemeinen noch praktisch keine Berührungspunkte und das war jetzt für mich etwas völlig Neues. Durch den investigativen Kern war ich gleich mittendrin und wollte unbedingt den Fall knacken. Ich mag das historische Szenario auch total und Grafikstil sowie Humor entzünden wieder die Animeliebe in mir. Durch die englischen Texte und meine Pendaterie muss ich zwar alle zehn Minuten ein Wort nachschlagen. Dennoch hätte ich das direkt endlos weiterspielen können.

Ansonsten hab’ ich ebenfalls in „Tomb Raider“ via neu erschienener Remastered-Trilogie reingespielt. Das könnte mich ähnlich schnell fesseln. Die neue Bemalung ist schick. Ich setze aber auf klassische Bedienung. Die ist zwar etwas sperrig, scheint mir aber mehr Möglichkeiten zu bieten und natürlicherweise eben besser zum Design des Spiels zu passen. Kurioserweise spielen sich die Unterwasserabschnitte noch am geschmeidigsten. Da sind ja auch jüngere Spiele noch dran gescheitert. Das wird nochmals dadurch verdeutlicht, dass die moderne Steuerung gerade beim Tauchen extrem failt, weil oben und unten nicht invertiert sind und die freie Kamera dort den Dienst versagt.
Wie schnell das auf den Punkt kommt, mich aber ansonsten praktisch alleine lässt, finde ich sehr reizvoll. Meiner Meinung nach könnte sowas auch heute noch funktionieren, weil das zumindest auf der Ebene der Erkundung und selbstständigen Ergründung nicht so weit weg ist, von dem was die „Souls“-Spiele machen. Mich hat „Demon’s Souls“ seinerzeit schon an klassiche Spielerlebnisse wie „Gothic“ erinnert. Man muss aber auch viel rumsuchen und es kann genauso gut sein, dass mich das bald wieder verliert. Musste schon im zweiten Level in eine Lösung gucken. :man_shrugging:t2:
Das ist aber wieder mal so ein Spiel, wo ich damals wirklich gerne dabei gewesen wäre. Ich kann nämlich heute noch spüren was für ein Augenöffner das seinerzeit gewesen sein muss. Die Animationen zum Beispiel sind unglaublich. Deswegen finde ich es bei derartigen Neuauflagen auch so wichtig, das unveränderte Original mit dabei zu haben. Noch besser kommt es sicher auf Originalhardware. Doch dafür habe ich nicht die Kapazitäten.

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Dieses Alleingelassenwerden finde ich bei Spielen auch gut. Ich schätze die klassischen Tomb Raider Teile dafür. Das kommt heutzutage viel zu selten vor. Wenn ich ein großes modernes Spiel anfange, weiß ich schon, dass die Struktur am Anfang die folgende sein wird:

  • Kleines, abgeschlossenes Gebiet für das Tutorial
  • Langsames Folgen einem Partner-NPC, der Tutorial-Anweisungen gibt (Ducken, Springen, Schleichen) und tonnenweise Exposition abliefert
  • Mindestens einmal wird zu zweit mühevoll ein umgestürzter Baumstamm oder ein umgekippter Schrank hochgehoben/aufgerichtet, um auf die andere Seite zu kommen.
  • Es kommt eine Action-Szene, bei der man absolut überpowert ist
  • Man gewinnt; es kommt jedoch ein unabwendbares dramatisches Ereignis, was zum Tod oder Gefangennahme des Partner-NPCs führt
  • Man wird all seiner Waffen/Fähigkeiten beraubt, vielleicht bewusstlos geschlagen oder für tot befunden
  • Man wacht im Zentrum einer Open-World auf und hat 100 Kodex-Einträge, 25 Nebenquests und 10 Skillpunkte zum Verteilen, die alle blinken und nach Aufmerksamkeit verlangen.
  • Man geht nach draussen; die Kamera fährt in die Höhe und zeigt die Landschaft, der Spieletitel wird eingeblendet. Ab jetzt kann man endlich spielen.

Jedes. Verdammte. Mal. :slight_smile:

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Ich sage mal so, mich hat Mario 64 nie so beeindruckt weil ich vorher schon TR auf PC gespielt hatte - das lief super flüssig und die Welten waren deutlich größer und viel komplexer. Definitiv ein magischer Moment von der Technik her und nach Fate of Atlantis passten aber auch Stimmung und Handlung perfekt.

Das Movement war sicher nicht so flüssig wie bei Mario (wenn auch absolut sinnvoll zu der Sorte Spiel die TR sein wollte, sehe es zumindest sehr in der Tradition von Prince of Persia) - aber der Rest war genial. Wobei es bei mir auch schon mit Teil 2 aufgehört hat, weil das so hart „more of the same“ war. Dadurch wurde dem ersten Teil nachträglich IMO viel seiner Wirkung und Strahlkraft genommen.