Die Story fand ich ehrlichgesagt nicht so übel. Das Kampfsystem wirkt total random, manchmal kann man mit Grinden gut durchkommen, manchmal verdreschen einen die Gegner (abgesehen von den Szlachta) unerwartet into oblivion. Ich hatte den Eindruck, dass es auf Glück (??) basiert und dass es etwas damit zu tun hat, wie menschenähnlich die Gegner sind. Je menschenähnlicher, desto heftiger. Oder ich war einfach zu blöd, kann auch sein.
Ja, es gibt überraschende Damage Spikes bei Gegnern, die man vorher schon 15x niedergeprügelt hat. Und insgesamt schlägt meine Truppe so häufig daneben, dass das schon nicht mehr schön ist. Ich bin zwar erst gegen Ende des ersten Drittels, aber wie oft da einfach ins Leere geschwungen wird - fühle mich wie bei Baldur’s Gate 1. ![]()
Falls du noch nach einem guten Rollenspiel mit Vampire-Setting suchst: Ich empfehle wärmstens Vampyr. Keine Ahnung, warum das Spiel so untergegangen ist, aber es ist meiner Meinung nach sogar besser als Bloodlines (geschweige denn Bloodlines 2).
Es hat eine der bestgeschriebenen und -inszenierten Stories des Mediums, Souls-Lite-Gameplay, coole Entscheidungen (man muss den NPCs helfen, damit ihr Blut wertvoller wird) und ein sehr stimmungsvolles Setting. (Wir spielen einen Arzt und Veteranen des Ersten Weltkriegs während der Spanischen Grippe in England, müssen ein Krankenhaus leiten und gleichzeitig mit unserem Vampirsein klarkommen.
Sehr empfehlenswert.
Das will ich seit Jahren auch nochmal spielen. Habs bei Release gespielt, teilweise noch ohne freies Speichern, das kam erst mit einem Patch. Hab mich da damals eher durchgewurschtelt, auch weil es teilweise bockschwer war und ich mich bestimmt verskillt hatte, dabei klang das alles in der Anleitung so unglaublich cool, die ganzen Fertigkeiten und Zauber. Was ich mir da alles für grandiose Spielsessions vorgestellt habe und die das Spiel dann doch nicht so ganz geliefert hat. Aber nach Erscheinen hab ichs an dem Wochenende trotzdem eine ganze Nacht durchgespielt, bis die Sonne aufgegangen ist.
Ein Klassiker bei Retro Spielen. Ich liebe CiV 7, alleine bei dem Gedanken CiV 1 nochmal zu spielen kommt mir der Bröckelhusten. Alte Spiele brauchen regelmäßige Updates was Spielekomfort, Grafik und Sound angeht. Anderes Beispiel ist Mafia 1, das durch das aktuelle Remake wieder spielbar wurde. Auch Vampires 1 hätte schon lange eine Remake nötig, in der jetzigen Form nicht mehr spielbar.
Zu Redemption fällt mir immer hauptsächlich ein: Enorm viel Potential, tolle Ansätze, letztlich aber mittelmäßige Ausführung.
- Mittelalter: sehr atmosphärisch, baut ein interessantes Setting auf
- Zeitsprung: wirklich eine tolle Idee
- Spielleiter-Modus: vom Grundgedanken seinerzeit geradezu revolutionär
Aber:
- schlecht geschriebene Dialoge und Over-Acting
- Dungeon-Aufbau immer gleich (ich glaub es waren 3 Level pro Handlungsabschnitt)
- Steht der Gegner hinter einer Wand, die KI wird garantiert sinnlos auf die Wand schießen
- die Freie Speicherfunktion wurde erst aufgrund Protest nachträglich reingepatcht
- Der Zeitsprung killt beim Erstdurchgang so ein bisschen die Planung
- Der Spielleiter-Modus und der Multiplayer-Baukasten boten relativ wenig Optionen, das recht bald folgende Neverwinter Nights hat das deutlich überboten.
Ich hab es nie bereut gespielt zu haben, aber ich verstehe auch, wenn man andere Spiele vorzieht.
Demon’s Souls auf PS3. NG++. Auch hier will 100% trophät werden. Double Maneater verpassen mir immer noch Alpträume.
Es ist erstaunlich, wie unrund und merkwürdig dieses an sich erste Souls Game ist. Das Setting scheisst sich echt gar nichts und wann immer ich es in die Hand nehme, wirds noch ein wenig unheimlicher.
Die World- und Character-Tendency-Mechanik ist nach meinem Dafürhalten unerreicht, was Unerschließbarkeit betrifft. Das würde ohne Wiki (fast) niemand rausfinden.
Eines meiner letzten Unterfangen wird sein: Von PWCT auf PBCT zu rutschen, Mephistopheles-Quest durchziehen und dann so schnell wie möglich wieder auf PWCT zu gelangen.
Das ist fast wie Arbeit.
“Umbasa!”
Alt, aber immer noch schön: Die aktuelle Saison (37) in Diablo III auf XboxSX.
Hallo zusammen,
hab gestern Dredge durchgespielt, schönes Spiel, Darkest Dungeon Vibes (ohne den grausamen Schwierigkeitsgrad) und motivierendes Loot/Upgrade System.
Im Anschluss mit Little Nightmares III angefangen, spielt sich so gut wie die Vorgänger, die ich beide gut fand, aber nicht an die Genre-Könige Limbo und Inside heranreichen imo.
Ansonsten liegt da immer noch Shenmue rum, aber ist schon etwas sehr altbacken und mühsam. ![]()
Überlege auch mit Dispatch anzufangen. Wie viel “Spiel” steckt denn da drin?
Soviel Spiel wie auch in den alten Telltale Games steckt. ^^
Hast du von denen keine gespielt? Also The Walking Dead, The Wolf among us, Tales from the Borderlands (1, nicht 2
).
Das spielt sich genauso wie die.
Ah verstehe.
Hab mit Walking Dead mal angefangen, aber hat bei mir irgendwie nicht gezündet. Danke für die Info!
Wenig. Die Minispiele zwischendurch sind ganz cool, aber naja - deswegen spielst du’s nicht.
Aber zwischendrin gibts halt Film, kein rumlaufen. Hat sogar einen Cinematic-Modus in dem auch QuickTime-events und Entscheidungen ausgeschaltet sind.
Ziemlich wenig Spiel, aber die Story ist schon ziemlich cool.
Verstehe, danke dir. Dann warte ich noch ein wenig, hab vor Kurzem hintereinander Until Dawn und The Quarry “gespielt” und brauche jetzt erstmal mehr Spiel als Film. ![]()
Ne, dann auf keinen Fall erstmal. Aber gut, wenn du mal wieder Bock auf sowas hast.
Hab’ jetzt Star Wars Jedi Survivor auf der PS5 angefangen. Den Vorgänger fand ich ganz nett, weil der Mix aus Platforming, Kämpfen, Erkundung plus Star Wars-Flair bei mir gut zieht und die Geschichte ebenfalls ganz brauchbar war. Meiner Meinung nach kein Überknaller, weil das Kampfsystem nicht so flutscht und die Soulslike-Elemente irgendwie unpassend sind. Hab’s auf leicht gespielt. Kann man machen.
Für den Nachfolger gilt all das auf den ersten Blick auch. Hab’ dennoch jetzt erstmal auf normal gestartet. Grafisch und atmosphärisch kann das ordentlich was. Das Movement ist auch launig. Und da Cal gleich zu Beginn gelernte Fähigkeiten aus dem ersten Teil mitbringt, geht’s auch direkt mehr ab.
Einer der größten Kritikpunkte, die ich mit dem Vorgänger hatte, war das unglaubwürdige Leveldesign. Das waren halt Videospielgebiete, in denen keine zivilisierte Kreatur so Leben könnte, mit Mechanismen, die nur als Spielhindernis dienten und Wegen, die nur für mich zum Herumlaufen da waren, aber ansonsten keinen Sinn ergeben. Das geht in einem surrealistischen From Software Soulslike (gerade so), aber nicht in einem Spiel, das dabei auch noch eine straighte, cinematisch inszenierte Geschichte erzählen will.
Ist hier jedenfalls auch so. Da man am Anfang aber im Untergrund von Coruscant unterwegs ist fällt das wenig auf. Was mich hier aber noch viel mehr stört: Das ist praktisch 'ne unfassbar dicht bevölkerte Cyberpunk Mega-City, was - ich kann mir nicht helfen - schon so ziemlich eines der geilsten Szenarien ist, die es so gibt. Und da läuft nicht ein einziges Lebewesen rum, außer mir und einer Handvoll Sturmtruppler.
Es wird zwar davon geredet, dass die Leute sich nicht auf die Straße trauen, wegen des Imperiums. Doch dafür ist dessen Präsenz viel zu spärlich und die theoretische Größe der Bevölkerung viel zu groß. Zumal noch im Intro alles super belebt wirkt. Das kratzt für mich schon ganz schön an der Immersion.
Ich weiß nicht, irgendwie scheinen Respawn in Sachen Leveldesign - abgesehen von der rein künstlerisch visuellen Umsetzung, denn die ist stark - irgendwo Ende der 90er, frühe 2000er stehengeblieben zu sein.
Na, mal sehen wie sich der Schwierigkeitsgrad und potenzielle Open-World-Langeweile noch entwickeln. Ich kann mir aber vorstellen, dass mich der spielerische Mix und die schöne Star Wars-Stimmung auch diesmal wieder durchziehen.
Ich bin gerade halb durch Phantom Fury von Slipgate Ironworks und 3D Realms.
Das ist der Nachfolger von Ion Fury. Letzteres war in der Build-Engine entwickelt und eine Art female hero Duke Nukem 3D, inkl. regelmäßige One-Liner. Phantom Fury ist etwas moderner. So wie sich Ion Fury zu Duke3D verhält, verhält sich Phantom Fury zu Half-Life. Echtes 3D, aber mit niedrig aufgelösten Texturen und so polygonreich wie die Shooter 1998 halt waren. Es spielt sich auch wie Half-Life.
In einem Level muss man sogar durch eine geheime unterirdische Forschungsanlage, um einen speziellen Anzug zu bekommen und Regierungssoldaten versuchen einen aufzuhalten. In einem der diversen Log-Nachrichten, die man findet beschwert sich jemand über einen gewissen Dr. Frohman, der immer zu spät kommt und die ganze Zeit am Empfang steht und die ganze Zeit auf die Klingel drückt um die Leute zu ärgern ![]()
Macht bisher echt Spaß.
Ion Fury und Phantom Fury spielen übrigens im gleichen Universum wie auch Tempest Rising, nur 100 Jahre später. Die Entstehungsgeschichte der Protagonistin Shelly Harrison ist auch recht wild. Ursprünglich von einem Mitarbeiter bei 3D Realms als Command&Conquer-Fanfiction geschrieben sollte sie dann ein Sidekick von Duke Nukem werden. Irgendwann gingen die Rechte von Duke dann an Gearbox, die von Shelly Harrison aber nicht. So hat sie ihr eigenes Universum bekommen. Und als dann noch Tempest Rising (das ja eine starke Hommage an C&C ist) im gleichen Universum angesiedelt wurde, schließt sich der Kreis wieder zur C&C-Fanfiction.
Ich mag ja diese kleinen verrückten Geschichten rund um Spiele.

