Welches "Forgotten Realms" Archiv auf GOG würdet ihr empfehlen?

Servus,

ich bin eine Generation die zu jung war um die alten „Forgotten Realms“ Spiele mitzuerleben. Z.B. die „Goldbox“ Spiele von SSI.

Jetzt gibt es auf GOG drei „Archive“ mit klassischen Forgotten Realms-Spielen, sowie nochmal drei Pakete mit weiteren „Dungeons & Dragons“-Spielen außerhalb der „Forgotten Realms“.

Forgotten Realms: The Archives - Collection One
Eye of the Beholder (1991)
Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon (1991)
Eye of the Beholder III: Assault on Myth Drannor (1993)

Forgotten Realms: The Archives - Collection Two
Pool of Radiance (1988)
Curse of the Azure Bonds (1989)
Hillsfar (1989)

Secret of the Silver Blades (1990)
Pools of Darkness (1991)
Gateway to the Savage Frontier (1991)
Treasures of the Savage Frontier (1992)
Forgotten Realms Unlimited Adventures (1993)

Forgotten Realms: The Archives - Collection Three
Dungeon Hack (1993)
Menzoberranzan (1994)

Dungeons & Dragons: Krynn Series
Champions of Krynn (1990)
Death Knights of Krynn (1991)
The Dark Queen of Krynn (1992)

Dungeons & Dragons: Ravenloft Series
Ravenloft: Strahd’s Possession (1994)
Ravenloft: Stone Prophet (1995)

Dungeons & Dragons: Dark Sun Series
Dark Sun: Shattered Lands (1993)
Dark Sun: Wake of the Ravager (1994)

Ich würde gerne ein klassisches Rollenspiel ausprobieren, und habe gedacht evtl. könnte hier ein passendes dabei sein.
Mein Problem ist, dass ich von den Podcasts weiß wie schwer zugänglich viele alte RPGs waren (unsichtbare Drehfelder…).

Welches von diesen Rollenspielen ist heute noch am ehesten spielbar?
(Mit etwas Einarbeitung natürlich). Spontan tendiere ich natürlich zu den „Ravenloft“ Titeln oder „Menzoberranzan“ weil am Neuesten, aber evtl. hat jemand einen Tipp was die anderen Spiele angeht?

Danke im Vorraus!

Eye of the Beholder (oder gleich Lands of Lore 1) und ansonsten Stone Prophet. Aber @Kordanor ist hier unser Dungeon Crawler Experte und kann da sicher noch ins Detail gehen.

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Eye of the Beholder + Karten Tool ist noch sehr gut spielbar.

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Danke Fischonkel. ^^
Dabei muss ich aber sagen, dass ich die oben genannten zwar quasi alle kenne, aber nicht alle gespielt habe. Ich schreib mal, was mir dazu einfällt.

Eye of the Beholder:
Hierbei handelt es sich um Lineare Echtzeitkampf Dungeoncrawler wie Dungeon Master. Alle drei sind spielenswert mit jeweiligen Stärken und Schwächen. Recht einstiegsfreundlich.
Die Charaktere kann man übertragen und würde auch empfehlen mit dem ersten anzufangen. Die Spielzeit liegt überall unter 20 Stunden
Hatte ich zuletzt noch alle 3 als Lets Play durchgespielt und bei Bedarf kann ich auch tiefer ins Detail gehen, wobei da soviel Detail eben auch garnicht ist.

Forgotten Realms Collectrion Two: Die ursprünglichen „Gold Box“ spiele (weitestgehend), und auch wenn die nur ein paar Jahre vor EOTB waren, ist die technik deutlich älter. Die Spiele sind rundenbasiert und zeitaufwändiger als die doch sehr kurzen EOTB spiele. Es gibt hier „Cluster“ von Spielen. Mach dich hier auf EGA und PC Speaker gefasst. Und fang mit Pool of Radiance 1988 an. Ich hab hier keines ernsthaft gespielt, aber afaik gilt der erste als ganz gut und wäre auch ein logischer startpunkt.

Collection Three:
Dungeon Hack: Basiert auf der EOTB3 Engine. Nimmt den öden kampf und packt ihn in öde Dungeons. Schöne Box, aber nicht besonders tolle spiel. Kein guter Einstieg.
Menzoberranzan: Basiert auf der Ravenloft Engine. Gilt aber als schlechter. Hab ich selber nicht weit gespielt.

Dungeons & Dragons: Krynn Series
Auch das sind Gold Box Spiele aber eine separate Reihe. Leider ist auch hier das erste afaik noch mit PC Speaker unterwegs. Nur das letzte wirkt etwas „moderner“. Ich hab mir hier mal vorgenommen die auf dem Amiga zu spielen. Wäre evtl auch ein Einstiegspunkt, aber wie gesagt, das erste auf dem PC ist ebenfalls rough bezüglich der Technik.

Ravenloft:
Freie Bewegung (nicht grid based wie EOTB). Wirken damit etwas…krude. Sind aber sicher spielenswert. Kann ich aber nicht sehr viel zu sagen. Bei mir auch schon super lang her. Würde ich Menzo vorziehen, aber ist glaube ich kein guter Einstiegspunkt.

Dark Sun:
Das erste Dark Sun habe ich geliebt und ich bezeichne es immer etwas scherzhaft als das „bessere Baldurs Gate“, weil es eben ein isometrisches D&D Spiel vor BG war, ebenfalls mit einer recht offenen welt, aber es spielt eben im Dark Sun, dem „post apokalyptischen“ Wüstenplaneten. Im Gegensatz zu Baldurs Gate ist das Spiel rundenbasiert.
Könnte man gut als auch erstes Spiel hier spielen, aber hat verhältnismäßig wenig mit allen anderen zu tun. Also was Welt und Mechanik betrifft.
Der zweite Teil gilt als verbuggter Haufen Elend. Und das kann ich sogar aus meinen Erinnerungen der 90er noch bestätigen.

Zusammenfassend:

Einstiegspunkte:
Gold Box:
Pool of Radiance →
oder
Champions of Krynn →
oder alternativ nur das modernste Spiel, was technisch deutlich weiter ist
The Dark Queen of Krynn (1992)

Dungeoncrawler:
Fang hier bei EOTB1 an. Das ist auch allgemein ein guter Einstiegspunkt. Sehr einsteigerfreundlich.

Ravenloft Engine:
Mit Strahd anfangen. Aber EOTB ist imho vorzuziehen.

Dark Sun:
Dark Sun 1 dürfte auch gut zu spielen sein. Ist aber als “Einzelspiel” zu sehen. Da der zweite Teil nix ist, und das ganze auch relativ weit vom Rest weg ist.

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Einsteiger freundlich ist Eye of the Beholder 1 spätestens bei den Spinnen vorbei, ich habe selten bei einem Spiel so viel neu geladen

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Oh wow, beim Erstellen des Threads erwartete ich “Hey ich kann XY empfehlen, macht Spass!”-Antworten (was auch vollständig ausgereicht hätte)

Aber das ist ja mal ein ausgemachter Guide auch für die Zukunft, vielen vielen Dank! :+1: :+1: :+1:

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Auf den bisherigen Tipps basierend habe ich mich nun mal für “Eye of the Beholder 1” entschieden. Danach probiere ich “Dark Sun” aus, und wenn ich noch nicht verschreckt wurde “Ravenloft”.

Nochmal Danke vor allem an @Kordanor!

EDIT: Ich lasse heute Abend mal dein Lets Play nebenherlaufen: https://www.youtube.com/watch?v=VTw_Pcn4wd8

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Also EOTB ist im Vergleich zu anderen Crawlern schon sehr harmlos. Aber man muss sich bei allen Echtzeitcrawlern etwas an das Tanzen gewöhnen. Ein Legend of Grimrock 2 oder Dungeon Master 2 sind da aber um Dimensionen schwerer. Selbst ein Stonekeep. Wenn man da nicht tanzt, oder die blöde KI ausnutzt wird man da kein Licht sehen.

Danke! Viel Spaß beim schauen und zocken! :slight_smile:

Als kleiner Tipp noch die Anmerkung zu den Gold Box Spielen, dass die Krynn Reihe deutlich leichter als die Forgotten Realms Titel waren. ABER Pools of Radiance gilt bis heute bei vielen Fans noch immer als der beste Teil der Gold Box Spiele, auch wenn die Nachfolger jede Menge Komfort und auch neue Klassen eingeführt haben… Ich habe die Reihe damals aber auch in den letzten Jahren immer wieder gerne gespielt. Aber man muss WIRKLICH Zeit für die Kämpfe einplanen, da hat Kordanor definitiv recht.
Man kann die Figuren aus den Forgotten Realms und Krynn Titeln übrigens auch von Spiel zu Nachfolge-Spiel übertragen. Leider hat das bei Pools of Darkness dann eine Level-Range erreicht, bei der alle Nicht-Menschen in die Röhre gucken. Die haben in der ersten Edition von AD&D nämlich Level Limits gehabt - das war Frust auf EPISCHEM Level :smiley:

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Ich persönlich würde die Goldbox Spiele als Tactical RPGs bezeichnen. Die unterscheiden sich beim Kampf deutlich von den Wizardry-artigen ala Dungeon Master, Eye of the Beholder und Lands of Lore. Da muss man Runden-Strategie mögen.

Kordanor hat auf jeden Fall Recht mit seiner Empfehlung. Die Gold-Box-Titel haben durchaus noch ihren Reiz, aber das Regelwerk dahinter muss man doch schon etwas genauer anschauen. Eye of the Beholder ist da definitiv der niedrigschwelligere Einstieg, um mal den Zeh in die AD&D-Welt zu halten. Wenn man dann von der Spielwelt überzeugt ist, ist vermutlich auch der Schritt und Wille zum Regelwerkstudium leichter.

Aber es hat schon auch Gründe, warum beide (modernen) Neverwinter Nights ihre jeweils eigenen Fan-Modul-Nachbauten von Pool of Radiance bekommen haben. :upside_down_face:

Dark Sun 1 ist wirklich eine Art „Geheimtipp“. Tolles Settings, sehr gutes Spiel. Teil 2 kann man durchaus auch (durch) spielen, wenn man in die Welt verliebt ist und ein wenig Kummer (Bugs) aushalten kann.

Dungeon Hack kann man sich ein bis zwei Durchgänge auch ruhig mal geben. Es ist halt ein reiner Crawl ohne wirklich Story, pur auf die Mechanik reduziert. Wenn man aber mal im Loop drin ist, kommt man da schon gut durch.

Unlimited Adventures ist ein reiner Baukasten. Da soll es aber, bis heute, ganz tolle Module für geben.

Zu den anderen Titel würde ja schon alles gesagt

Falls du eher auf Sci.-Fi. stehen solltest, gibt es außerdem noch die „Buck Rogers“ Gold Box Spiele.

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Es gibt einige sehr gute Orientierungsregeln für alle D&D-Spiele vor Baldur’s Gate:

  • Je später das Releasejahr, desto vorsichtiger sollte man sein.
  • Der letzte Titel in einer Sub-Reihe ist in der Regel schlechter als der erste.
  • 3D war fast immer schlechter als 2D.

Gibt es ähnliche Dungeon Crawler die spielbar und spassig sind?

Eines meiner ersten Spiele die ich je gespielt habe war “Betrayal in Antara”. Das fand ich damals großartig und habe es vor eine Weile nochmal zur Hälfte durchgespielt. Das hatte schon viele Elemente wie ich sie auch von modernen Spielen kenne.

Jede Menge. Was bevorzugst Du? First-Person oder Isometrisch/Überblicksperspektive? Echtzeit oder rundenbasiert? Solo oder Party?

First Person& Party auf jeden Fall, ob Echtzeit oder Rundenbasiert ist mir egal. Ansonsten ist mir vor allem eine immersive Welt wichtig mit einer netten Story.. Mochte das bei Antara, auch wenn viele den Teil als schwach ansehen im Vergleich zum Vorgänger “Krondor”.

Das von Fischonkel bereits erwähnte Lands of Lore 1 ist Westwoods direkte spielmechanische Weiterführung von Eye of the Beholder 1+2, nur ohne D&D-Hintergrund. (LoL 2 und 3 sind dann allerdings Solo-Abenteuer)

Ähnlich, aber moderner Bauart sind Legend of Grimrock und The Bard’s Tale 4 (im Director’s Cut).

Keine reinen Dungeon Crawler, aber Party & First-Person sind die Klassiker Wizardry und Might & Magic. Wizardry 8 und M&M 6: The Mandate of Heaven sind gut gealtert. Im gleichen Stil evtl. auch Wizards & Warriors.

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Wenn es dir um „moderne“, westlich Retro-RPGs geht, wäre auf jeden Fall die „Legends of Amberland“ Reihe einen Blick wert.

„Silversword“ auf iOS ist auch sehr gelungen, ist aber schon etwas älter und orientiert sich stark an der Bards Tale Reihe.

Dann natürlich „Legend of Grimrock“ und „Bards Tale IV“.

Ludus Mortis ist auch sehr ähm… „Unique“. Das „Studio“ dahinter (ist glaub eine „Ein-Mann-Klitsche“) hat auch „Inferno“ und „The 7th Circle“ gemacht, die recht ähnlich sind.

Ganz neu ist „The Darkness Below“, aber das habe ich noch nicht angespielt.

Auf https://www.dungeoncrawlers.org/ findet man auch eine riesige Auswahl an neuen und alten Titeln zum stöbern.

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Warum empfiehlt eigtl. niemand Cralon? Das ist doch von Björn “Chefsache” Pankratz der Gothic erfunden hat? Sicher 1A Game.:neutral_face:

Dann natürlich „Legend of Grimrock“ und „Bards Tale IV“.

Ludus Mortis ist auch sehr ähm… „Unique“. Das „Studio“ dahinter (ist glaub eine „Ein-Mann-Klitsche“) hat auch „Inferno“ und „The 7th Circle“ gemacht, die recht ähnlich sind.

Ganz neu ist „The Darkness Below“, aber das habe ich noch nicht angespielt.

Auf https://www.dungeoncrawlers.org/ findet man auch eine riesige Auswahl an neuen und alten Titeln zum stöbern.

Ernsthaft, vielen Dank für die ausführlichen Tipps, ich lese mich mal ein!