Until Dawn - 2014 Original
War kostenlos für PS-Plus-Subscriber.
Fand ich eigentlich ganz lustig. Ich bin nicht so riesig Fan des Teenage-Slasher-Genres und richtig furchteinflössend fand ichs nicht, aber eigentlich mal ganz spannend zu sehen, was 2014 so aus der PS4 rausgeholt wurde. Mir war garnicht bewusst, dass das Spiel auf der Decima-Engine basiert.
Visuell fand ichs klasse und die Story führt einen als Spieler schon hin und wieder aufs Glatteis. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Ding mit der Entscheidungsfähigkeit - und damit halt der Möglichkeit, dass alle 8 Figuren hier sterben können - nur so mittel großartig. Die meisten aktiven Entscheidungen "dafür”, dass ein Charakter stirbt, sind irgendwie sehr an Horror-Tropen aufgehängt und damit etwas erwartbar. Tut dem Spass aber keinen Abbruch.
Die andere Art, dass Charaktere sterben, ist das fehlschlagen von Quicktime-Events. Und die gibts in 2 Geschmacksrichtungen: 1) Buttons drücken - üblicherweise mit recht langer Zeit zum reagieren. Ich hab im gesamten Spielverlauf nur 5 Patzer hingelegt und daher immer die “riskanten/schnellen” Wege genommen, wenns sowas im Angebot gab. 2) “Hold still”-Events, bei denen man den Controller nicht bewegen darf, sonst oft tot. Und die sind ordentlich knackig, der Controller muss super ruhig sein. Ich hab da zwar wenig Probleme gehabt, aber ich bin trainierter Bogenschütze… Und dann hat mir der Schwierigkeitsgrad doch Spass gemacht. Naja, zur Not alles lösbar, indem man einen Beistelltisch neben sich hat, diese Sequenzen riecht man meterweit und ich musste doch mal probieren, ob das Spiel das rausfindet.
Was mich etwas stört, ist dass ein relativ massiver Plottwist dahinter versteckt ist, irgendwo in einer der Laufpassagen ein Buch zu finden und man sich ansonsten einiges selbst zusammenreimen muss.
Das Gameplay ist sonst okay, man erkundet toll aussehende Umgebungen mit fixen Kameraperspektiven ähnlich wie Resident Evil. Zwischendrin muss man eben diese Entscheidungen treffen. DAS ist aber komplett getrennt, die Quicktime-Events sind in Zwischensequenzen. Damit ist man sich schnell sicher, solange man die Charakter-Kontrolle hat. Der Übergang zwischen den Sequenzen ist allerdings extrem fliessend und gerne auch mal plötzlich.
Das Motion-Capturing ist super und die Schauspieler auch wirklich gut. Das fällt vor allem in 1-2 Sequenzen auf, wo wohl offenbar Material fehlte und die Figuren doch mal nicht wirklich gut animiert sind. Aber das ist extrem kurz.
Bleibt also: viel Unterhaltung für echt kein Geld (naja, ausser dem Abo), aber 70 EUR fürs Remake find ich happig. Ich war 2 Abende gut unterhalten.
Zur Story sag ich garnix, aber auch einfach deswegen, weil: wers bis ins Jahr 2025 geschafft hat, ohne die Story zu kennen, der kann selbst seinen Spass dran haben, wers nicht spielen will, wird an anderen Stellen besser gespoilt.