Ich habe soeben quasi eine halbe Lebensaufgabe beendet, was Videospiele betrifft, nämlich The Legend of Zelda - A Link to the Past!
Seit 1993 schlage ich mich in regelmäßigen Abständen damit herum, nie habe ich es bis zum Ende durchgehalten, immer hat mich die Lust verlassen, mal früher, mal später. Auch dieses Mal war eine recht lange Unterbrechung vorhanden, ich habe es im Juni begonnen, 2 Wochen gespielt und dann erst wieder im Oktober. Ich mag die Spiele der Reihe ja schon gern, seit Zelda 2 auf dem NES, was eigentlich der denkbar ungünstigste Einstieg war, spätestens aber seit Teil 1, den ich kurz danach gespielt habe, beide natürlich nicht durch, aber ich bin einfach zu doof für die Spiele, denke ich. Auch ALttP ist eigentlich ein Spiel für Kinder, damit meine ich nicht, dass es kindisch ist, aber meistens hat man (nicht ausschließlich natürlich) als Kind die Zeit und auch den nötigen Spieltrieb um auf viele Lösungen im Spiel überhaupt erst zu kommen, Sachen auszuprobieren, vor allem mit den Items, die einem zur Verfügung stehen. Ich musste schon oft in einen Guide schauen, um zu sehen, wo und wie es nun weitergeht, weil ich eben auch gerne mal weiterkommen würde und nicht die Freiheit habe um stundenlang irgendwo rumzusuchen, gerade gegen Ende sind da Sachen dabei, auf die wäre ich im Leben nicht gekommen.
Spaß hat es dennoch gemacht, die Welt zieht einen heute immer noch rein, ALttP hat für mich einfach die klassischste Zelda-Spielwelt, die Grafik ist immer noch hübsch, mit vielen kleinen Details.
So kann ich dieses Kapitel nun endlich abhaken.
Ich hatte mal Lust auf etwas point and click und habe nacheinander Unavowed und Kathy Rain directors cut durchgespielt.
Unavowed
Das Spiel hatte viel Lob eingeheimst und ich war gespannt. Es geht um eine übersinnliche Superheldentruppe und Geister / Dämonen.
Das Adventure ist in Missionen gegliedert, und man hat eine wachsende Party, aus der man für jeden Fall Mitstreiter auswählt. Diese “Missionen” sind einfach Episoden, die auf einen überschaubaren Schauplatz beschränkt sind.
Das erinnert mich etwas an “The Darkside Detective”, wo es ganz ähnlich Von Fall zu Fall geht. “Unavowed” ist jedoch nicht nur düsterer, sondern auch noch viel aufwändiger produziert. Grafik und auch die englischen Stimmen sind super. Dennoch hat mich das Spiel nicht so richtig begeistert. Vielleicht liegt es an dem düsteren Setting oder der Story. Ich habe knapp 10 Stunden gebraucht, mich am Schluß aber nicht mehr angestrengt. Sonst hätte ich von mehreren Enden auch “das gute Ende” gesehen. Also, für mich solide, aber kein Knaller. Positiv fällt auf, dass es viele starke weibliche Charaktere gibt.
Kathy Rain (directors cut)
Eine angehende Journalistin beschäftigt sich nach dem Tod des Großvaters mit ihrer Familie und deckt düstere Machenschaften in ihrer alten Heimat auf.
Das Spiel beschäftigt sich erst zum Ende hin verstärkt mit dem Übernatürlichen. Es ist zumeist einfach ein sehr gutes Adventure mit einigen Rätseln und Minispielen. Der Vergleich mit Gabriel Knight wird oft gezogen, denn auch Kathy fährt Motorrad und das Spiel ist in den 90ern angesiedelt und in Tage gegliedert. Das war es eigentlich auch mit den Gemeinsamkeiten. Der Directors Cut räumt wohl die verworrene Story etwas auf und fügt einige Rätsel hinzu.
Ich bin nun wirklich begeistert von Kathy Rain! Die Rätsel sind genau richtig, vor allem nicht zu schwer. Ich mochte die Grafik und die englischen Stimmen. Das Spiel hat einen eigenen Stil, ist aber nicht sperrig. Die Protagonistin ist super.
Es hat mir derart gut gefallen, dass ich direkt den zweiten Teil gekauft und sofort installiert habe.
Empfehlung!
Ich kann dir noch Whispers of a Machine empfehlen. Ist, glaube ich, von den selben Entwicklern wie Kathy Rain, und hat mir damals sehr gut gefallen.
Ich habe gestern „Bye Sweet Carole“ beendet. Ein schönes Indy-Spiel mit Horror-Elementen in gezeichneten Stil ähnlich Disney der 90er.
Das Spiel ist stark Story fokussiert, ein sehr metaphorisches Werk ähnlich Alice im Wunderland - aber mit ernsten Themen die über das „Coming of Age“ hinaus gehen. Das Spiel setzt deutlich mehr Spielmechaniken ein wie ein reiner Walking-Simulator - aber hält diese betont etwas einfacher. Das Ganze variiert mich Point&Click ähnlichen Inventar-Adventure-Rästeln wo des öfteren mit Stealth kombiniert wird und leichtem Plattforming.
Hat mir ingesamt sehr gut gefallen. Ca. 6 Stunden Spielzeit die mir im Gedächtnis bleiben werden.
FoF habe ich nie beendet. Das war mir echt zu hart. Muss ich wohl mal im Emulator machen, dann habe ich vielleicht eine Chance…
Probier doch mal das hier, das habe ich weiter oben angeteasert: http://www.kingsoft.de/
BÖSES SPIEL!
Syberia 3
Ich habe den dritten Syberia-Titel bei Release noch für GBase getestet und kann mich noch daran erinnern, dass ich damals nachgerade beleidigt war. Ich hatte natürlich auf ein klassisches Point-and-Click gehofft und war schockiert über die auf Gamepad ausgerichtete Steuerung. Dazu kamen auch noch einige miese Bugs, die in Kombination mit der Beschränkung auf einen einzigen Speicherstand schlimme Konsequenzen hatte. Ich glaube, ich habe Syberia 3 damals maximal bis zur Hälfte gespielt und dann frustriert meinen Testbericht geschrieben.
Nun hat mich Kate Walkers drittes Abenteuer aber immer wieder in meiner Steam-Bibliothek angeschaut und kürzlich habe ich ihm dann doch mal eine zweite Chance gegeben. Weil ich aber vorgewarnt war, habe ich auf dem Steam Deck mit Controller-Steuerung gespielt. Mein Eindruck diesmal? Ich bin nicht mehr ganz so beleidigt und habe die Gamepad-Steuerung einigermaßen akzeptiert. Aber ein richtig gutes Spiel ist hier dennoch nicht zu finden.
Dabei ist die Story sogar einigermaßen nett. Kate Walker muss dem eingeborenen Volk der Youkols bei ihrem Zug in ein entferntes Dorf helfen, während nebulöse Bösewichte versuchen, genau dies zu verhindern. Warum genau die was dagegen haben, wird bis zum Ende allerdings nicht so richtig klar. Möglicherweise, weil die Youkols fast schon nervtötend unselbstständig sind und für jede Kleinigkeit die Hilfe von Kate benötigen.
Apropos nertötend: Die Steuerung verliert zwar ein wenig die Ecken und Kanten, sobald man Syberia 3 mit Gamepad spielt, aber so richtig komfortabel ist es dann doch nicht. Zu häufig verfängt sich immer noch die Kamera, die ihre fixen Positionen auch nicht zuverlässig umschaltet. Auch aktivieren sich einige Hotspots nicht zuverlässig oder müssen neu getriggert werden. Wenn man sie denn überhaupt direkt sieht. Dazu kommen nervige “Rätsel”, die von euch verlangen, dass man simple motorische Bewegungen wie das Umschalten eines Schalters mit dem Analog-Stick nachzieht. Zusammen mit den Unmengen an Metern, die man in den viel zu großen, nicht schnell zu navigierenden, Screens zurücklegen muss, geht da einfach viel zu viel Zeit verloren.
Wenn die Rätsel nicht viel zu einfach sind, sind sie gleich viel zu schwer und fast schon ein wenig random. Zu oft muss man auch Gegenstände finden, die viel zu schlecht lesbar sind. Oder aber Items und Charaktere werden erst dann aktiv und relevant, nachdem man ein Gespräch ohne erkennbaren Zusammenhang geführt hat. Das führt zu blödem Backtracking, ohne dass man überhaupt weiß, dass man es tun muss.
Das klingt alles ziemlich vernichtend und negativ. Dennoch konnte ich es diesmal nicht loslassen und musste Kates drittes Abenteuer zu Ende spielen. Die Story war dann doch spannend genug und das Spiel versprühte einen gewissen, rohen Charme. Möglicherweise ist das diese nebulöse französische Quirkiness, von der immer gesprochen wurde. Außerdem mag ich Kates Charakter einfach zu gerne.
Umso enttäuschter war ich, dass Syberia 3 auf einem miesen Cliffhanger endet. Und so bin ich gleichzeitig froh, enttäuscht, genervt und doch wieder etwas beleidigt, dass ich Syberia 3 eine zweite Chance gegeben habe.
Hollow Knight: Silksong.
Nach 75 Stunden herrlichem Spiel und zahnschwitzendem Irrsinn bin ich endlich dur-…. Moment! Was ist mit meinem Savegame los? Gnihi.
#Abyss
“SHAAAWL!”
Schade, dass es nie einen dritten Akt gab.
The Legend of Zelda - Oracle of Ages 2001, Gameboy Color
Alter Falter, war ich einem üblen Irrtum aufgesessen.
Ich bin viele Jahre immer mal um das Spiel (eigentlich beide, aber gleich mehr dazu) herumgeschlichen. Habe mir aber immer gedacht, naja, so ein kurzes Gameboy-Zelda eben. Wie Link’s Awakening, dass mir immer sehr kurz vorkommt.
Klarer Fall von denkste!
Ich habe es an anderer Stelle schon erwähnt: Dank meinem Anbernic habe ich eine zentrale Stelle für meine Retrospiele mit bequemen Speichermöglichkeiten und traue mich endlich, Dinge auch mal fertig zu machen. Jetzt galt es diese kleine Scharte auszuwetzen.
Und was soll ich sagen? Ich hab jetzt wahrscheinlich 30h reingesteckt, bis ich es durch hatte!
Vermutlich das von mir unterschätzteste Spiel aller Zeiten, sowohl im Umfang als auch inhaltlich. Ich bin hinterher nachhaltig begeistert!
Ganze 8 Dungeons stellen sich einem in den Weg, bevor es zum Endboss geht, und der Schwierigkeitsgrad zieht ganz schön an. Hübsch gestaltet sind sie außerdem:
Und die Rätsel machen mit all ihren Mechaniken ganz schön Spaß.
Wie von Zelda gewohnt, mal wieder eine bunte Mischung interessanter Icons, knackige Steuerung, gute Sounds.
Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um 2 gleichzeitig veröffentlichte Spiele. Ich habe mich vorab informiert, womit man am besten beginnt. Antwort: egal! Nintendo hat beide Spiele unabhängig und gleichzeitig reaktiv gestaltet. Man kann also nur eines spielen, oder beide, und es macht erstmal keinen Unterschied, womit man beginnt.
Am Ende erhält man einen Code, den man im anderen Spiel zu Beginn eingibt. Man startet mit einem zusätzlichen Herzcontainer und die Story ist leicht umgestrickt, so als gäbe es nach einer abgewendeten Bedrohung nun noch eine weitere!
Also stürze ich mich mal - diesmal etwas schlauer - direkt ins nächste Abenteuer Oracle of Seasons
Außerdem kann ich mal wieder einen Haken setzen:
Dank Anbernic, Speichern (und evtl. Einer Lösung) traue ich mich vielleicht noch an die schweren NES Teile ran.
Ich selbst hab das erste Zelda nur am Emulator, vor 25 Jahren, mal durchgespielt und ich glaub da waren keine 10 Stunden Fleisch dran.
Wenn man weiß, was man macht (=Komplettlösung), kommt man wahrscheinlich in drei Stunden durch.
Den Zweier mochte ich persönlich nicht, wegen der geänderten Perspektive. Den hab ich einfach so abgelehnt, aber von der Spielzeit dürfte der ähnlich mager sein.
Die Gameboy Zeldas waren eigentlich gar nicht so kurz oder? Ich hätte die Spielzeit von Links Awakening (GB) und a Link to the Past (SNES) ziemlich gleich geschätzt.
Die beiden GBA-Zeldas stehen bei mir auch noch auf der Liste. Dein Bericht hat mir nun schon Appetit gemacht, muss ich sagen … Kleine Ergänzung an der Stelle noch: Die beiden Teile stammen, genau wie Minish Cap, nicht von Nintendo selbst, sondern von Capcom ![]()
Ich habe Bear with me durchgespielt und saß am Ende völlig fertig vor dem Bildschirm. Warum das so ist, steht in den Spoilern aber da ich dafür das Ende verraten muss, bitte ich um Vorsicht beim Nachschauen.
Dabei beginnt das Spiel völlig harmlos und es werden sogar einige Kalauer gerissen, die suggerieren, dass es sich hier um eine harmlose Noir-Geschichte handelt, die in der ausgedachten Fantasiewelt eines Kindes spielt. Auch der Fall an sich und die handelnden Figuren passen stimmig in dieses Bild.
Doch die Stimmung kippt relativ schnell. Es gibt verstörende Visionen, die Bedrohung scheint realer zu sein, als zunächst vermutet und es entsteht richtig Spannung.
Je weiter das Spiel fortschreitet, desto dramatischer werden die Ereignisse und auch wenn diese immer wieder entschärft werden (bei getöteten Figuren wird gezeigt, dass es tatsächlich Stofftiere sind) bleibt ein ungutes Gefühl…
Dieses Gefühl steigert sich am Ende noch einmal drastisch (durch den „Tod“ einer der Hauptfiguren) und mündet in einen Abschluss, der an andere Spiele (wie Edna bricht aus oder Lucys Dreaming) erinnert. Nur dass die hier erzählte Geschichte nachvollziehbarer und dadurch um Längen emotionaler ist. Insbesondere, weil die Auswirkungen der Schuldgefühle, und der daraus resultierenden Reue, deutlich nachvollziehbarer vermittelt werden.
An die vierte Episode „The lost robots“ bin ich daher etwas vorsichtiger heran gegangen aber auch das hat mich nicht vor einem gewaltigen Schock bewahrt. Denn im Laufe der Geschichte zeichnet sich ein Verdacht ab, der am Ende zur Gewissheit wird. Nämlich dass diese Episode kein beliebiges Prequel ist sondern parallel zur Haupthandlung spielt und wir am Ende den Tod eines Kindes miterleben…
Ich weiß noch immer nicht, wie ich das Spiel für mich einordnen kann. Einerseits fühle ich mich ernst genommen, weil die emotionalen Aspekte schonungslos dargereicht werden, ohne sie zu relativieren. Andererseits finde ich die Enden der beiden Handlungsstränge unpassend hart, im Kontrast zur (durch die optische Präsentation und die humorvolle Erzählung) vermittelten Stimmung, so dass ich ratlos bin, ob ich es feiere oder furchtbar finde.
Ich denke, es ist eine Mischung aus beidem und hätte ich im Vorhinein Bescheid gewusst, was mich erwartet, hätte ich mich wahrscheinlich nicht darauf eingelassen und dann wäre mir eine kathartische Erfahrung zugleich erspart und verwehrt geblieben.
Ich habe gleich nach Kathy Rain 1 auch Kathy Rain 2: Soothsayer durchgesuchtet.
Das zweite fand ich noch nen kleinen Tick besser. So muß Point and Click heute, ich empfand die Schwierigkeit der Rätsel als genau richtig, nämlich nicht zu schwer. Mir hat das richtig Spaß gemacht und ich schaue nun, ob ich demnächst noch “Whispers of a Machine” kaufe, da das auch von Clifftop Games kommt.
Sehr cool. Ich war damals vom Umfang auch überrascht und beeindruckt. Allerdings empfand ich die Länge auch nicht nur zum Besten. Hab’ mit Seasons angefangen und fand das am Ende schon ein wenig anstrengend, weil auch ziemlich schwer. Ages gefiel mir besser. Obwohl ich den manuellen Jahreszeitenwechsel in Seasons cooler und weniger abgenutzt finde. Das würde ich mir wünschen, dass sie das nochmal in einem der nächsten großen 3D-Zeldas wieder aufgreifen.
Anyway, bin gespannt wie du Oracle of Seasons findet. Sind beides gute Spiele. Kommen jedoch für mich nicht an das übergeniale Link’s Awakening ran. Dessen Geschichte und Atmosphäre waren einfach toll und in sich geschlossen, es hatte so viele schöne Ideen und das begrenzte Inselszenario passte auch perfekt zu einem “kleineren” Handheld-Titel. Hach…
Mit Capcom hast du recht! Und ich bin immer wieder erstaunt, wie kompetent das geworden ist, obwohl es eben nicht direkt von Nintendo ist.
Aber Korrektur meinerseits: Minish Cap GBA, Oracles GBC (die laufen natürlich auch auf dem GBA
)
Hast natürlich recht, war ein Typo meinerseits.
Und ja, echt erstaunlich, wie gut Capcom da abgeliefert hat. Ich kann zwar nur Minish Cap beurteilen, aber das war ganz fantastisch, wurde bei SSF ja auch schon mit einer eigenen Folge gewürdigt ![]()
Ich habe am vergangenen Wochenende Thunder Force AC auf der Switch beendet
Das Spiel ist ja ein Arcade-Port von Thunder Force III, und ich muss vorweg sagen, dass ich von der Thunder-Force-Serie nur den vierten Teil kenne. Der gilt ja als der beste, ich persönlich bin damit aber nicht so recht warm geworden. Der Schwierigkeitsgrad war so knüppelhart, dass ich immer recht schnell die Lust verloren habe. Ganz anders das hier.
Das Spiel hat mir richtig gut gefallen, mit großen, bunten Sprites, sehr abwechslungsreichen Levels mit immer noch hübsch anzusehenden Effekten, multidirektionalem Scrolling in einigen Stages, guter Musik und einem nicht komplexen Extrawaffensystem. Es gibt sechs sehr verschiedene Waffen plus Options und die Möglichkeit, seine Geschwindigkeit jederzeit zwischen vier Stufen zu ändern, das war’s. Etwas overpowered fand ich den Hunter, also zielsuchende Schüsse; wenn man die Waffe plus Options hat, kann man sich doch ganz gut durchballern. Ein Treffer reicht aber, um die Waffe wieder zu verlieren, und angesichts von Umgebungshindernissen mit engen Korridoren sowie einer High-speed-Passage, bei der man schnell reagieren muss, kann das durchaus passieren.
Die Bosse fand ich durch die Bank ganz cool, auch wenn sie echt nicht viel vertragen. Aber sie sind wie eigentlich alles am Spiel gut designt und sehen klasse aus. Generell kann ich gar nicht genug betonen, wie gut mir die Optik gefällt. Ich liebe schöne Pixelgrafik einfach, gerade wenn sie wie hier auch noch ohne jedes Ruckeln dargeboten wird und die Farbpalette stimmt!
Last but not least empfand ich den Schwierigkeitsgrad als sehr angenehm. Es hat etwa ein Dutzend Anläufe gebraucht, bis ich das Ding durch hatte, und wie immer bei Shootern war es schön zu merken, wie man von Durchgang zu Durchgang besser wird.
Ich werde Teil 4 definitiv nochmal ne Chance geben, so gut hat mir AC gefallen. Daumen hoch!
Nach dem vorangegangenen Spiel brauchte ich dringend etwas Entspannendes und habe Harold Halibut durchgespielt.
Mein Fazit: Ein Spiel wie ein Arthouse-Film.
Wunderschöne grafische Präsentation, grandios animiert und mit der gemächlich anmutenden Inszenierung (und Komplexität), eines Walking-Simulators, die mich angenehm entschleunigt hat.
Der Inhalt mag dabei anfangs ein wenig unzugänglich wirken, aber im weiteren Verlauf verlieren die Charaktere an Kantigkeit (leider vereinzelt bis an die Grenze der Konturlosigkeit) und die Geschichte wird zunehmend philosphischer (durch die Dialoge mit dem Fischwesen, das eine eigene Denk- und Sichtweise hat, die aber nicht aufgesetzt wirkt) ohne dabei prätentiös zu werden.
Im Grunde bleibt es allerdings dabei, von a nach b zu schlendern und sich mit den dortigen Charakteren zu unterhalten. Eine Handvoll simpler Minispiele lockern das Geschehen unaufdringlich auf und es gibt reichlich Zwischensequenzen; von denen einzelne eine etwas eigenwillige, aber doch irgendwie charmante, Musikuntermalung haben.
Gerade nach 14 Stunden beendet, macht irgendwie süchtig.
Gestern Abend habe ich GG Aleste II (Aleste Collection, Switch) durchgespielt. Eigentlich wollte ich der Jahreszeit entsprechend irgendwas Düsteres zocken, aber hatte dann plötzlich Lust auf Aleste.
Der zweite Teil ist sowas wie der Erstling auf Speed: Schnelleres Scrolling, mehr Feinde, mehr Bullets - dafür weniger Stages (6 Stück) und Extrawaffen (4). Letztere kann man sich wie gewohnt vor Beginn einer Stage und nach jedem Continue (gibt es unendlich) aussuchen und im Laufe jeder Stage hochpowern, bis man mehr oder weniger den ganzen Bildschirm einäschert! Nicht nur darum ist es auf dem Screen oft ganz schön voll und hektisch, aber die Performance schwächelt fast nie, nur in wenigen Ausnahmen wird das Spiel mal langsamer: Es ist einfach beeindruckend, was Compile aus dem Game Gear rausgeholt hat, mehr ist glaube ich technisch nicht drin. Auch die Grafik ist top, und nach einer wirklich kurzen Eingewöhnungsphase fand ich das Spiel auch auf nem großen Bildschirm noch hübsch anzuschauen: Große, gut erkennbare Sprites und Bullets, blitzschnell scrollende Hintergründe und teils fantastisch designte Bosse.
Das Spiel ist insgesamt recht kurz und der Schwierigkeitsgrad nicht allzu hoch angesiedelt, ich war nach knapp 2 Stunden durch. Dazu trägt auch bei, dass man die meisten gegnerischen Kugeln einfach abschießen kann. Nach 2/3 des Spiels zieht die Schwierigkeit aber dann doch an, und für den fünften Boss habe ich bestimmt zehn Versuche gebraucht. Der letzte ging dann wieder besser. Für ein bisschen Abwechslung zwischen den Levels sorgen kurze Pseudo-3D-Minilevel; in denen habe ich durch die Bank schlecht abgeschnitten, spielt aber keine große Rolle.
Unter dem Strich hat mir der Vorgänger noch nen Tick besser gefallen, einfach weil er etwas gemächlicher daherkommt. Aber auch der zweite Teil ist richtig stark, vor allem, wenn man bedenkt, was hier aus der limitierten Hardware rausgeholt wurde. Ich bin echt froh, mir die Aleste Collection geholt zu haben, sonst wären diese Kleinode an mir vorbeigegangen. Bin schon gespannt auf die MS-Version von Power Strike II, und natürlich auf den dritten GG-Teil!















