Welches Spiel hast du bis zum Ende gespielt?

Ich hatte mal Lust auf etwas point and click und habe nacheinander Unavowed und Kathy Rain directors cut durchgespielt.

Unavowed

Das Spiel hatte viel Lob eingeheimst und ich war gespannt. Es geht um eine übersinnliche Superheldentruppe und Geister / Dämonen.

Das Adventure ist in Missionen gegliedert, und man hat eine wachsende Party, aus der man für jeden Fall Mitstreiter auswählt. Diese “Missionen” sind einfach Episoden, die auf einen überschaubaren Schauplatz beschränkt sind.

Das erinnert mich etwas an “The Darkside Detective”, wo es ganz ähnlich Von Fall zu Fall geht. “Unavowed” ist jedoch nicht nur düsterer, sondern auch noch viel aufwändiger produziert. Grafik und auch die englischen Stimmen sind super. Dennoch hat mich das Spiel nicht so richtig begeistert. Vielleicht liegt es an dem düsteren Setting oder der Story. Ich habe knapp 10 Stunden gebraucht, mich am Schluß aber nicht mehr angestrengt. Sonst hätte ich von mehreren Enden auch “das gute Ende” gesehen. Also, für mich solide, aber kein Knaller. Positiv fällt auf, dass es viele starke weibliche Charaktere gibt.

Kathy Rain (directors cut)

Eine angehende Journalistin beschäftigt sich nach dem Tod des Großvaters mit ihrer Familie und deckt düstere Machenschaften in ihrer alten Heimat auf.

Das Spiel beschäftigt sich erst zum Ende hin verstärkt mit dem Übernatürlichen. Es ist zumeist einfach ein sehr gutes Adventure mit einigen Rätseln und Minispielen. Der Vergleich mit Gabriel Knight wird oft gezogen, denn auch Kathy fährt Motorrad und das Spiel ist in den 90ern angesiedelt und in Tage gegliedert. Das war es eigentlich auch mit den Gemeinsamkeiten. Der Directors Cut räumt wohl die verworrene Story etwas auf und fügt einige Rätsel hinzu.

Ich bin nun wirklich begeistert von Kathy Rain! Die Rätsel sind genau richtig, vor allem nicht zu schwer. Ich mochte die Grafik und die englischen Stimmen. Das Spiel hat einen eigenen Stil, ist aber nicht sperrig. Die Protagonistin ist super.

Es hat mir derart gut gefallen, dass ich direkt den zweiten Teil gekauft und sofort installiert habe.

Empfehlung!

10 „Gefällt mir“

Ich kann dir noch Whispers of a Machine empfehlen. Ist, glaube ich, von den selben Entwicklern wie Kathy Rain, und hat mir damals sehr gut gefallen.

1 „Gefällt mir“

Ich habe gestern „Bye Sweet Carole“ beendet. Ein schönes Indy-Spiel mit Horror-Elementen in gezeichneten Stil ähnlich Disney der 90er.

Das Spiel ist stark Story fokussiert, ein sehr metaphorisches Werk ähnlich Alice im Wunderland - aber mit ernsten Themen die über das „Coming of Age“ hinaus gehen. Das Spiel setzt deutlich mehr Spielmechaniken ein wie ein reiner Walking-Simulator - aber hält diese betont etwas einfacher. Das Ganze variiert mich Point&Click ähnlichen Inventar-Adventure-Rästeln wo des öfteren mit Stealth kombiniert wird und leichtem Plattforming.

Hat mir ingesamt sehr gut gefallen. Ca. 6 Stunden Spielzeit die mir im Gedächtnis bleiben werden.

3 „Gefällt mir“

FoF habe ich nie beendet. Das war mir echt zu hart. Muss ich wohl mal im Emulator machen, dann habe ich vielleicht eine Chance…:grimacing: Probier doch mal das hier, das habe ich weiter oben angeteasert: http://www.kingsoft.de/

BÖSES SPIEL!

Syberia 3

Ich habe den dritten Syberia-Titel bei Release noch für GBase getestet und kann mich noch daran erinnern, dass ich damals nachgerade beleidigt war. Ich hatte natürlich auf ein klassisches Point-and-Click gehofft und war schockiert über die auf Gamepad ausgerichtete Steuerung. Dazu kamen auch noch einige miese Bugs, die in Kombination mit der Beschränkung auf einen einzigen Speicherstand schlimme Konsequenzen hatte. Ich glaube, ich habe Syberia 3 damals maximal bis zur Hälfte gespielt und dann frustriert meinen Testbericht geschrieben.

Nun hat mich Kate Walkers drittes Abenteuer aber immer wieder in meiner Steam-Bibliothek angeschaut und kürzlich habe ich ihm dann doch mal eine zweite Chance gegeben. Weil ich aber vorgewarnt war, habe ich auf dem Steam Deck mit Controller-Steuerung gespielt. Mein Eindruck diesmal? Ich bin nicht mehr ganz so beleidigt und habe die Gamepad-Steuerung einigermaßen akzeptiert. Aber ein richtig gutes Spiel ist hier dennoch nicht zu finden.

Dabei ist die Story sogar einigermaßen nett. Kate Walker muss dem eingeborenen Volk der Youkols bei ihrem Zug in ein entferntes Dorf helfen, während nebulöse Bösewichte versuchen, genau dies zu verhindern. Warum genau die was dagegen haben, wird bis zum Ende allerdings nicht so richtig klar. Möglicherweise, weil die Youkols fast schon nervtötend unselbstständig sind und für jede Kleinigkeit die Hilfe von Kate benötigen.

Apropos nertötend: Die Steuerung verliert zwar ein wenig die Ecken und Kanten, sobald man Syberia 3 mit Gamepad spielt, aber so richtig komfortabel ist es dann doch nicht. Zu häufig verfängt sich immer noch die Kamera, die ihre fixen Positionen auch nicht zuverlässig umschaltet. Auch aktivieren sich einige Hotspots nicht zuverlässig oder müssen neu getriggert werden. Wenn man sie denn überhaupt direkt sieht. Dazu kommen nervige “Rätsel”, die von euch verlangen, dass man simple motorische Bewegungen wie das Umschalten eines Schalters mit dem Analog-Stick nachzieht. Zusammen mit den Unmengen an Metern, die man in den viel zu großen, nicht schnell zu navigierenden, Screens zurücklegen muss, geht da einfach viel zu viel Zeit verloren.

Wenn die Rätsel nicht viel zu einfach sind, sind sie gleich viel zu schwer und fast schon ein wenig random. Zu oft muss man auch Gegenstände finden, die viel zu schlecht lesbar sind. Oder aber Items und Charaktere werden erst dann aktiv und relevant, nachdem man ein Gespräch ohne erkennbaren Zusammenhang geführt hat. Das führt zu blödem Backtracking, ohne dass man überhaupt weiß, dass man es tun muss.

Das klingt alles ziemlich vernichtend und negativ. Dennoch konnte ich es diesmal nicht loslassen und musste Kates drittes Abenteuer zu Ende spielen. Die Story war dann doch spannend genug und das Spiel versprühte einen gewissen, rohen Charme. Möglicherweise ist das diese nebulöse französische Quirkiness, von der immer gesprochen wurde. Außerdem mag ich Kates Charakter einfach zu gerne.

Umso enttäuschter war ich, dass Syberia 3 auf einem miesen Cliffhanger endet. Und so bin ich gleichzeitig froh, enttäuscht, genervt und doch wieder etwas beleidigt, dass ich Syberia 3 eine zweite Chance gegeben habe.

6 „Gefällt mir“

Hollow Knight: Silksong.

Nach 75 Stunden herrlichem Spiel und zahnschwitzendem Irrsinn bin ich endlich dur-…. Moment! Was ist mit meinem Savegame los? Gnihi.

#Abyss

“SHAAAWL!”

3 „Gefällt mir“

Schade, dass es nie einen dritten Akt gab.

1 „Gefällt mir“

The Legend of Zelda - Oracle of Ages 2001, Gameboy Color

Alter Falter, war ich einem üblen Irrtum aufgesessen.
Ich bin viele Jahre immer mal um das Spiel (eigentlich beide, aber gleich mehr dazu) herumgeschlichen. Habe mir aber immer gedacht, naja, so ein kurzes Gameboy-Zelda eben. Wie Link’s Awakening, dass mir immer sehr kurz vorkommt.
Klarer Fall von denkste!

Ich habe es an anderer Stelle schon erwähnt: Dank meinem Anbernic habe ich eine zentrale Stelle für meine Retrospiele mit bequemen Speichermöglichkeiten und traue mich endlich, Dinge auch mal fertig zu machen. Jetzt galt es diese kleine Scharte auszuwetzen.
Und was soll ich sagen? Ich hab jetzt wahrscheinlich 30h reingesteckt, bis ich es durch hatte!
Vermutlich das von mir unterschätzteste Spiel aller Zeiten, sowohl im Umfang als auch inhaltlich. Ich bin hinterher nachhaltig begeistert!

Ganze 8 Dungeons stellen sich einem in den Weg, bevor es zum Endboss geht, und der Schwierigkeitsgrad zieht ganz schön an. Hübsch gestaltet sind sie außerdem:

Und die Rätsel machen mit all ihren Mechaniken ganz schön Spaß.

Wie von Zelda gewohnt, mal wieder eine bunte Mischung interessanter Icons, knackige Steuerung, gute Sounds.

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um 2 gleichzeitig veröffentlichte Spiele. Ich habe mich vorab informiert, womit man am besten beginnt. Antwort: egal! Nintendo hat beide Spiele unabhängig und gleichzeitig reaktiv gestaltet. Man kann also nur eines spielen, oder beide, und es macht erstmal keinen Unterschied, womit man beginnt.
Am Ende erhält man einen Code, den man im anderen Spiel zu Beginn eingibt. Man startet mit einem zusätzlichen Herzcontainer und die Story ist leicht umgestrickt, so als gäbe es nach einer abgewendeten Bedrohung nun noch eine weitere!

Also stürze ich mich mal - diesmal etwas schlauer - direkt ins nächste Abenteuer Oracle of Seasons

Außerdem kann ich mal wieder einen Haken setzen:

Dank Anbernic, Speichern (und evtl. Einer Lösung) traue ich mich vielleicht noch an die schweren NES Teile ran.

9 „Gefällt mir“

Ich selbst hab das erste Zelda nur am Emulator, vor 25 Jahren, mal durchgespielt und ich glaub da waren keine 10 Stunden Fleisch dran.
Wenn man weiß, was man macht (=Komplettlösung), kommt man wahrscheinlich in drei Stunden durch.
Den Zweier mochte ich persönlich nicht, wegen der geänderten Perspektive. Den hab ich einfach so abgelehnt, aber von der Spielzeit dürfte der ähnlich mager sein.

Die Gameboy Zeldas waren eigentlich gar nicht so kurz oder? Ich hätte die Spielzeit von Links Awakening (GB) und a Link to the Past (SNES) ziemlich gleich geschätzt.

2 „Gefällt mir“

Die beiden GBA-Zeldas stehen bei mir auch noch auf der Liste. Dein Bericht hat mir nun schon Appetit gemacht, muss ich sagen … Kleine Ergänzung an der Stelle noch: Die beiden Teile stammen, genau wie Minish Cap, nicht von Nintendo selbst, sondern von Capcom :slight_smile:

Ich habe gleich nach Kathy Rain 1 auch Kathy Rain 2: Soothsayer durchgesuchtet.

Das zweite fand ich noch nen kleinen Tick besser. So muß Point and Click heute, ich empfand die Schwierigkeit der Rätsel als genau richtig, nämlich nicht zu schwer. Mir hat das richtig Spaß gemacht und ich schaue nun, ob ich demnächst noch “Whispers of a Machine” kaufe, da das auch von Clifftop Games kommt.

7 „Gefällt mir“

Sehr cool. Ich war damals vom Umfang auch überrascht und beeindruckt. Allerdings empfand ich die Länge auch nicht nur zum Besten. Hab’ mit Seasons angefangen und fand das am Ende schon ein wenig anstrengend, weil auch ziemlich schwer. Ages gefiel mir besser. Obwohl ich den manuellen Jahreszeitenwechsel in Seasons cooler und weniger abgenutzt finde. Das würde ich mir wünschen, dass sie das nochmal in einem der nächsten großen 3D-Zeldas wieder aufgreifen.

Anyway, bin gespannt wie du Oracle of Seasons findet. Sind beides gute Spiele. Kommen jedoch für mich nicht an das übergeniale Link’s Awakening ran. Dessen Geschichte und Atmosphäre waren einfach toll und in sich geschlossen, es hatte so viele schöne Ideen und das begrenzte Inselszenario passte auch perfekt zu einem “kleineren” Handheld-Titel. Hach…

3 „Gefällt mir“

Mit Capcom hast du recht! Und ich bin immer wieder erstaunt, wie kompetent das geworden ist, obwohl es eben nicht direkt von Nintendo ist.

Aber Korrektur meinerseits: Minish Cap GBA, Oracles GBC (die laufen natürlich auch auf dem GBA :wink:)

Hast natürlich recht, war ein Typo meinerseits.
Und ja, echt erstaunlich, wie gut Capcom da abgeliefert hat. Ich kann zwar nur Minish Cap beurteilen, aber das war ganz fantastisch, wurde bei SSF ja auch schon mit einer eigenen Folge gewürdigt :slight_smile:

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Ich habe am vergangenen Wochenende Thunder Force AC auf der Switch beendet

Das Spiel ist ja ein Arcade-Port von Thunder Force III, und ich muss vorweg sagen, dass ich von der Thunder-Force-Serie nur den vierten Teil kenne. Der gilt ja als der beste, ich persönlich bin damit aber nicht so recht warm geworden. Der Schwierigkeitsgrad war so knüppelhart, dass ich immer recht schnell die Lust verloren habe. Ganz anders das hier.

Das Spiel hat mir richtig gut gefallen, mit großen, bunten Sprites, sehr abwechslungsreichen Levels mit immer noch hübsch anzusehenden Effekten, multidirektionalem Scrolling in einigen Stages, guter Musik und einem nicht komplexen Extrawaffensystem. Es gibt sechs sehr verschiedene Waffen plus Options und die Möglichkeit, seine Geschwindigkeit jederzeit zwischen vier Stufen zu ändern, das war’s. Etwas overpowered fand ich den Hunter, also zielsuchende Schüsse; wenn man die Waffe plus Options hat, kann man sich doch ganz gut durchballern. Ein Treffer reicht aber, um die Waffe wieder zu verlieren, und angesichts von Umgebungshindernissen mit engen Korridoren sowie einer High-speed-Passage, bei der man schnell reagieren muss, kann das durchaus passieren.

Die Bosse fand ich durch die Bank ganz cool, auch wenn sie echt nicht viel vertragen. Aber sie sind wie eigentlich alles am Spiel gut designt und sehen klasse aus. Generell kann ich gar nicht genug betonen, wie gut mir die Optik gefällt. Ich liebe schöne Pixelgrafik einfach, gerade wenn sie wie hier auch noch ohne jedes Ruckeln dargeboten wird und die Farbpalette stimmt!

Last but not least empfand ich den Schwierigkeitsgrad als sehr angenehm. Es hat etwa ein Dutzend Anläufe gebraucht, bis ich das Ding durch hatte, und wie immer bei Shootern war es schön zu merken, wie man von Durchgang zu Durchgang besser wird.

Ich werde Teil 4 definitiv nochmal ne Chance geben, so gut hat mir AC gefallen. Daumen hoch!

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Gerade nach 14 Stunden beendet, macht irgendwie süchtig.

Gestern Abend habe ich GG Aleste II (Aleste Collection, Switch) durchgespielt. Eigentlich wollte ich der Jahreszeit entsprechend irgendwas Düsteres zocken, aber hatte dann plötzlich Lust auf Aleste.

Der zweite Teil ist sowas wie der Erstling auf Speed: Schnelleres Scrolling, mehr Feinde, mehr Bullets - dafür weniger Stages (6 Stück) und Extrawaffen (4). Letztere kann man sich wie gewohnt vor Beginn einer Stage und nach jedem Continue (gibt es unendlich) aussuchen und im Laufe jeder Stage hochpowern, bis man mehr oder weniger den ganzen Bildschirm einäschert! Nicht nur darum ist es auf dem Screen oft ganz schön voll und hektisch, aber die Performance schwächelt fast nie, nur in wenigen Ausnahmen wird das Spiel mal langsamer: Es ist einfach beeindruckend, was Compile aus dem Game Gear rausgeholt hat, mehr ist glaube ich technisch nicht drin. Auch die Grafik ist top, und nach einer wirklich kurzen Eingewöhnungsphase fand ich das Spiel auch auf nem großen Bildschirm noch hübsch anzuschauen: Große, gut erkennbare Sprites und Bullets, blitzschnell scrollende Hintergründe und teils fantastisch designte Bosse.

Das Spiel ist insgesamt recht kurz und der Schwierigkeitsgrad nicht allzu hoch angesiedelt, ich war nach knapp 2 Stunden durch. Dazu trägt auch bei, dass man die meisten gegnerischen Kugeln einfach abschießen kann. Nach 2/3 des Spiels zieht die Schwierigkeit aber dann doch an, und für den fünften Boss habe ich bestimmt zehn Versuche gebraucht. Der letzte ging dann wieder besser. Für ein bisschen Abwechslung zwischen den Levels sorgen kurze Pseudo-3D-Minilevel; in denen habe ich durch die Bank schlecht abgeschnitten, spielt aber keine große Rolle.

Unter dem Strich hat mir der Vorgänger noch nen Tick besser gefallen, einfach weil er etwas gemächlicher daherkommt. Aber auch der zweite Teil ist richtig stark, vor allem, wenn man bedenkt, was hier aus der limitierten Hardware rausgeholt wurde. Ich bin echt froh, mir die Aleste Collection geholt zu haben, sonst wären diese Kleinode an mir vorbeigegangen. Bin schon gespannt auf die MS-Version von Power Strike II, und natürlich auf den dritten GG-Teil!

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Über das letzte Jahr habe ich nochmal alle Uncharted-Hauptteile durchgespielt via Nathan Drake- und Legacy of Thieves-Collection auf der PS5 und dachte, ich könnte die ja hier nochmal kurz aus einem „modernen“ Blickwinkel besprechen.

Uncharted - Drake’s Fortune

Dazu hab’ ich mich ja bereits etwas ausführlicher geäußert. Super kurz und dabei immer noch repetitiv und gefühlt inhaltlich unfertig. Grafisch auch heute noch ansehnlich, mit einigen interessanten Schauplätzen und die cinematische Inszenierung sowie die drei Hauptfiguren sind sympatisch. Die Story ist aber echt kein Hit und präsentiert statt Originalität lieber Logiklöcher. Das Spiel hat einen simplen Charme und ist inzwischen für mich recht nostalgisch. Alles in allem hat mich Drake’s Fortune nie so recht begeistert, so dass mich der Erfolg der Reihe basierend auf diesem Spiel eher etwas verwundert. Bei fünf bis sieben Stunden Spielzeit kann man das aber trotzdem machen, um die zentralen Figuren kennenzulernen, wenn man in die Serie einsteigen will.

Uncharted 2 - Among Thiefs

Das ist das Spiel, bei dem meiner Meinung nach Naughty Dog wie wir es heute kennen erst geboren wurde. Uncharted 2 ist in praktisch allen Belangen massiv besser als der Vorgänger. Was aber für mich heraussticht, ist neben der damals technisch beeindruckenden, vor allem die künstlerisch brillante visuelle Umsetzung, mit interessanten Landschaften und pittoreskem Lichteinsatz. Aber auch wie Kunst selbst in der Spielwelt dargestellt wird. Wenn man eine Affinität vor allem für Architektur, bildende und handwerkliche Kunst hat, gibt es in der Serie ab hier viel zu genießen und sie werden zu echten kleinen virtuellen Urlauben.
Spielhistorisch noch schwerer wiegt jedoch vermutlich die komplette Hinwendung zu und die schiere Qualität der filmhaften Inszenierung. Ich mag das nicht mehr ganz richtig rekapitulieren, doch waren Videospiele davor schon so kinoreif inszeniert? Heute sind es gefühlt alle Triple-A-Produktionen.
Among Thieves ist auf jeden Fall ein rundes, spektakuläres Action-Abenteuer, dass beim Gunplay weiterhin nicht vollends überzeugt und zum Ende auch etwas zum Dauergeballer ausartet. Lohnt aber auch heute noch.

Uncharted 3 - Drake’s Deception

Grafisch ist der Sprung nicht mehr ganz so gewaltig wie zwischen den beiden Vorgängern. Doch was ich über die künstlerischen Vorzüge von Uncharted 2 gesagt habe, gilt auch hier. Immer noch eine Pracht.
Drake’s Deception will aber vor allem erzählerisch drauflegen, ist deutlich komplexer, mit mehr Figuren, Schauplätzen, Rückblenden und Beziehungen… und scheitert dabei leider. Zu oft passieren Dinge, die wenig bis keinen Sinn ergeben. Einige Handlungsstränge sind geradewegs überflüssig. Ist nicht alles total furchtbar und es gibt auch schöne, denkwürdige Szenen. Doch insgesamt ist das schon sehr messy und frustrierend.
Dafür glänzt es spielerisch nochmal ordentlich (in Relation zur eigenen Reihe). Selbst narrativ schwache Abschnitte können nämlich visuell was hermachen wie der Schiffsfriedhof. Es wurde auch Wert auf mehr spielmechanische Varianz z.B. bei den Shootouts gelegt. Die finden mal in einem brennenden Haus, auf einem schwankenden Transportschiff, wobei sich die deckenden Container hin und her bewegen, in einem Sandsturm, beim Klettern in der Vertikalen oder auf Booten statt, wo man die Abstände schwimmend bzw. tauchend zurücklegen muss.
Uncharted 3 bietet auch die meisten Rätsel aller Serienteile. Die sind auch gut und teilweise visuell clever inszeniert. Das Schleichen taugt immer noch nicht und das Klettern ist auch hier nicht anspruchsvoll. Dafür gibt’s einmal mehr kinoreife Setpieces, die den Action Film-Fan in mir ein breites Grinsen auf’s Gesicht zaubern.
Gutes Spiel. Aber die Story zieht’s runter.

Uncharted 4 - A Thief’s End

Gilt vielen als der beste Teil. Doch als ich das zum Release gespielt habe, hat mich Uncharted 4 enttäuscht. Ich hatte mich in der Zwischenzeit ganz wahnsinnig in das Tomb Raider-Reboot von 2013 verliebt, das ich spielerisch für den bei Weitem besseren Titel halte. Die Walking-Simulator-Abschnitte fand ich recht quälend, das Klettern und die Ballereien wenig befriedigend und die Erkundung einfach nicht lohnenswert. Dazu hat sich die Story für meinen Geschmack etwas zu ernst genommen, Sam war mir nicht so sympathisch und der Twist gegen Ende hat viel potenzielle Dramatik aus dem Plot genommen.
Jetzt, nach fast zehn Jahren hat sich meine Meinung praktisch umgekehrt und ich habe diesen erneuten Durchgang sehr genossen.

Erst einmal: Uncharted 4 sieht immer noch fantastisch aus. Jetzt, auf der PS5 in 60fps, HDR, auf einer großen Leinwand war das eine Wonne für die Augen, die selbst in wenigen aktuellen Spielen echte Konkurrenz finde, weil das hier künstlerisch einfach Peak-Naughty Dog ist. Die Locations sind allesamt der Wahnsinn, gerade zum Ende hin. Diese unglaublichen Details und Farben, das Licht, die Wettereffekte… Jeder Stein wirkt sorgfältig platziert. Ein absoluter Traum. Das hat auch die Erkundung diesmal enorm aufgewertet. Mir ging es nicht mehr um die Fundstücke, sondern darum die Schauplätze so umfassend wie möglich aufzusaugen. Ich habe auch noch nie so oft in einem Spiel mit dem Foto-Modus rumexperimentiert. Das hat bestimmt ein Viertel der Spielzeit dieses erneuten Durchgangs ausgemacht.
Sam fand ich diesmal auch ansprechender, nicht zuletzt weil ich auch selbst einen älteren Bruder habe und ihre Beziehung gut nachvollziehen konnte. Der anfänglich klischeehaft wirkende Bösewicht ist auch interessanter und tiefer als man meinen mag. Sully ist sowieso der Beste. Und Elena ist wohl die einzige Videospielfrau, bei der ich jemals gedacht habe „Boah, die würde ich auch heiraten.“ (der Name stand auch in meiner ganz engen Auswahl für unsere Tochter, aber es kam dann doch anders :sweat_smile:)
Die Story ist insgesamt geerdeter, ohne fantastische Elemente. Und das immer noch eher rudimentäre Schleichen funktioniert diesmal auch wirklich und stellt für Stealthfans wie mich zwischendurch eine valide Option und dementsprechend nette Abwechslung dar.
Was allerdings schon immer geil war und sich auch nach fast zehn Jahren nicht geändert hat: Die fetten Action-Setpieces sind immer noch Videospielreferenz und der Epilog ist, wenn man bis hierhin alle Teile mitgemacht hat, schlichtweg P.E.R.F.E.K.T.!
Alles in allem würde ich inzwischen auch sagen, dass A Thief’s End mein liebster Teil der Reihe ist.

Ein paar kurze allgemeine Bemerkungen zum Abschluss:

Ich habe alle Teile auf leicht gespielt und das ist auch meine Empfehlung (die ich einst selbst von dritter Stelle bekommen habe) für alle, die die Uncharted-Spiele nochmal nachholen wollen. Trotz steter Verbesserungen, ist das Gunplay, auf welches sich der Schwierigkeitsgrad am meisten bezieht, nie wirklich präzise. Die Gegner vertragen auf den höheren Stufen vor allem mehr Kugeln. Diese Kombination macht die Gefechte meiner Meinung nach oft frustrierend. Sich auf leicht ohne große Probleme durchzuballern ist deutlich vorteilhafter für das Pacing und zahlt stark auf das Gefühl ein, einen interaktiven Action-Abenteuer-Film zu spielen.

Das Gameplay bleibt eigentlich in allen Aspekten seicht. Uncharted ist im Kern ein stark geführter Story-Shooter. Die Rätsel sind klassisch und funktionieren gut. Gerade bei den Kletterpassagen und den Shootouts hätten die Spiele allerdings systemischer sein und Animationdetails für besseres Spielgefühl und spielmechanische Immersion einsparen können.

Die englische Synchro ist sicher toll. Ich habe die Reihe jedoch schon immer auf Deutsch gespielt und die Synchro ist ebenfalls makellos exzellent. Klare Empfehlung/Entwarnung.

The Lost Legacy habe ich für diesen Re-Run nicht nochmal nachgeholt, weil das bei mir noch relativ frisch war. Ich erinnere mich aber, dass das zu meinen Favoriten gehörte. Das kann man nach Teil 4 bedenkenlos noch mitnehmen.

Alles in allem mag ich die Reihe, weil ich auch deutlich die Zielgruppe bin. Ich kann mir vorstellen die Hauptteile alle paar Jahre wieder durchzuspielen. Ich würde sie dennoch nicht maßlos in den Himmel hypen wie es früher getan wurde. Man muss schon wissen und akzeptieren wo die Stärken und Schwächen liegen, um die Erwartungen geradezurücken. Dann kann man sie auch entsprechend gut genießen.

Ich glaube zwar nicht dran, würde mich aber dennoch freuen, wenn Naughty Dog Uncharted irgendwann nochmal fortsetzt. Chloe oder Cassie würden sich ja prima für die Hauptrollennachfolge anbieten.

9 „Gefällt mir“

Chrono Trigger!

Endlich. Nach mehreren Anläufen und Pausen hab ich es endlich durchgespielt. Wollte ich eigentlich schon im Sommer im Urlaub machen aber jetzt ist es doch November geworden. Gespielt die DS-Version auf dem Retroid Pocket 4 Pro.

Zum Spiel selbst will ich garnicht soviel sagen. Es wird seinem Ruf definitiv gerecht. Allein die Kämpfe empfand ich nach hinten raus etwas anstrengend.

11 „Gefällt mir“

Hollow Knight: Silksong.

Von Anfang bis Ende ein vollständig großartiges Erlebnis. Meisterwerk und so. Larkin hat nochmal einiges oben draufgelegt auf den Soundtrack von Hollow Knight und von all der Kunst, der Atmosphäre und der BEINHARTEN SCHWIERIGKEIT brauch ich niemandem erzählen.

Wie sie ihren Spielinhalt verbergen ist mir persönlich äusserst lieb, bin ja Souls-Liebhaber. Daher völlig vertraut mit dieser Art des Weltenbaus. Bisschen frech sind diese Klatscher von Team Cherry aber schon.

Zwei Minispiele (Mementos) bleiben unberührt, das muss nicht sein.

Nun bin ich… frei. O.o

9 „Gefällt mir“