Welches Spiel hast du bis zum Ende gespielt?

Ich habe am vergangenen Wochenende Thunder Force AC auf der Switch beendet

Das Spiel ist ja ein Arcade-Port von Thunder Force III, und ich muss vorweg sagen, dass ich von der Thunder-Force-Serie nur den vierten Teil kenne. Der gilt ja als der beste, ich persönlich bin damit aber nicht so recht warm geworden. Der Schwierigkeitsgrad war so knüppelhart, dass ich immer recht schnell die Lust verloren habe. Ganz anders das hier.

Das Spiel hat mir richtig gut gefallen, mit großen, bunten Sprites, sehr abwechslungsreichen Levels mit immer noch hübsch anzusehenden Effekten, multidirektionalem Scrolling in einigen Stages, guter Musik und einem nicht komplexen Extrawaffensystem. Es gibt sechs sehr verschiedene Waffen plus Options und die Möglichkeit, seine Geschwindigkeit jederzeit zwischen vier Stufen zu ändern, das war’s. Etwas overpowered fand ich den Hunter, also zielsuchende Schüsse; wenn man die Waffe plus Options hat, kann man sich doch ganz gut durchballern. Ein Treffer reicht aber, um die Waffe wieder zu verlieren, und angesichts von Umgebungshindernissen mit engen Korridoren sowie einer High-speed-Passage, bei der man schnell reagieren muss, kann das durchaus passieren.

Die Bosse fand ich durch die Bank ganz cool, auch wenn sie echt nicht viel vertragen. Aber sie sind wie eigentlich alles am Spiel gut designt und sehen klasse aus. Generell kann ich gar nicht genug betonen, wie gut mir die Optik gefällt. Ich liebe schöne Pixelgrafik einfach, gerade wenn sie wie hier auch noch ohne jedes Ruckeln dargeboten wird und die Farbpalette stimmt!

Last but not least empfand ich den Schwierigkeitsgrad als sehr angenehm. Es hat etwa ein Dutzend Anläufe gebraucht, bis ich das Ding durch hatte, und wie immer bei Shootern war es schön zu merken, wie man von Durchgang zu Durchgang besser wird.

Ich werde Teil 4 definitiv nochmal ne Chance geben, so gut hat mir AC gefallen. Daumen hoch!

3 „Gefällt mir“

Nach dem vorangegangenen Spiel brauchte ich dringend etwas Entspannendes und habe Harold Halibut durchgespielt.

Mein Fazit: Ein Spiel wie ein Arthouse-Film.

Wunderschöne grafische Präsentation, grandios animiert und mit der gemächlich anmutenden Inszenierung (und Komplexität), eines Walking-Simulators, die mich angenehm entschleunigt hat.

Der Inhalt mag dabei anfangs ein wenig unzugänglich wirken, aber im weiteren Verlauf verlieren die Charaktere an Kantigkeit (leider vereinzelt bis an die Grenze der Konturlosigkeit) und die Geschichte wird zunehmend philosphischer (durch die Dialoge mit dem Fischwesen, das eine eigene Denk- und Sichtweise hat, die aber nicht aufgesetzt wirkt) ohne dabei prätentiös zu werden.

Im Grunde bleibt es allerdings dabei, von a nach b zu schlendern und sich mit den dortigen Charakteren zu unterhalten. Eine Handvoll simpler Minispiele lockern das Geschehen unaufdringlich auf und es gibt reichlich Zwischensequenzen; von denen einzelne eine etwas eigenwillige, aber doch irgendwie charmante, Musikuntermalung haben.

1 „Gefällt mir“

Gerade nach 14 Stunden beendet, macht irgendwie süchtig.

Gestern Abend habe ich GG Aleste II (Aleste Collection, Switch) durchgespielt. Eigentlich wollte ich der Jahreszeit entsprechend irgendwas Düsteres zocken, aber hatte dann plötzlich Lust auf Aleste.

Der zweite Teil ist sowas wie der Erstling auf Speed: Schnelleres Scrolling, mehr Feinde, mehr Bullets - dafür weniger Stages (6 Stück) und Extrawaffen (4). Letztere kann man sich wie gewohnt vor Beginn einer Stage und nach jedem Continue (gibt es unendlich) aussuchen und im Laufe jeder Stage hochpowern, bis man mehr oder weniger den ganzen Bildschirm einäschert! Nicht nur darum ist es auf dem Screen oft ganz schön voll und hektisch, aber die Performance schwächelt fast nie, nur in wenigen Ausnahmen wird das Spiel mal langsamer: Es ist einfach beeindruckend, was Compile aus dem Game Gear rausgeholt hat, mehr ist glaube ich technisch nicht drin. Auch die Grafik ist top, und nach einer wirklich kurzen Eingewöhnungsphase fand ich das Spiel auch auf nem großen Bildschirm noch hübsch anzuschauen: Große, gut erkennbare Sprites und Bullets, blitzschnell scrollende Hintergründe und teils fantastisch designte Bosse.

Das Spiel ist insgesamt recht kurz und der Schwierigkeitsgrad nicht allzu hoch angesiedelt, ich war nach knapp 2 Stunden durch. Dazu trägt auch bei, dass man die meisten gegnerischen Kugeln einfach abschießen kann. Nach 2/3 des Spiels zieht die Schwierigkeit aber dann doch an, und für den fünften Boss habe ich bestimmt zehn Versuche gebraucht. Der letzte ging dann wieder besser. Für ein bisschen Abwechslung zwischen den Levels sorgen kurze Pseudo-3D-Minilevel; in denen habe ich durch die Bank schlecht abgeschnitten, spielt aber keine große Rolle.

Unter dem Strich hat mir der Vorgänger noch nen Tick besser gefallen, einfach weil er etwas gemächlicher daherkommt. Aber auch der zweite Teil ist richtig stark, vor allem, wenn man bedenkt, was hier aus der limitierten Hardware rausgeholt wurde. Ich bin echt froh, mir die Aleste Collection geholt zu haben, sonst wären diese Kleinode an mir vorbeigegangen. Bin schon gespannt auf die MS-Version von Power Strike II, und natürlich auf den dritten GG-Teil!

5 „Gefällt mir“

Über das letzte Jahr habe ich nochmal alle Uncharted-Hauptteile durchgespielt via Nathan Drake- und Legacy of Thieves-Collection auf der PS5 und dachte, ich könnte die ja hier nochmal kurz aus einem „modernen“ Blickwinkel besprechen.

Uncharted - Drake’s Fortune

Dazu hab’ ich mich ja bereits etwas ausführlicher geäußert. Super kurz und dabei immer noch repetitiv und gefühlt inhaltlich unfertig. Grafisch auch heute noch ansehnlich, mit einigen interessanten Schauplätzen und die cinematische Inszenierung sowie die drei Hauptfiguren sind sympatisch. Die Story ist aber echt kein Hit und präsentiert statt Originalität lieber Logiklöcher. Das Spiel hat einen simplen Charme und ist inzwischen für mich recht nostalgisch. Alles in allem hat mich Drake’s Fortune nie so recht begeistert, so dass mich der Erfolg der Reihe basierend auf diesem Spiel eher etwas verwundert. Bei fünf bis sieben Stunden Spielzeit kann man das aber trotzdem machen, um die zentralen Figuren kennenzulernen, wenn man in die Serie einsteigen will.

Uncharted 2 - Among Thiefs

Das ist das Spiel, bei dem meiner Meinung nach Naughty Dog wie wir es heute kennen erst geboren wurde. Uncharted 2 ist in praktisch allen Belangen massiv besser als der Vorgänger. Was aber für mich heraussticht, ist neben der damals technisch beeindruckenden, vor allem die künstlerisch brillante visuelle Umsetzung, mit interessanten Landschaften und pittoreskem Lichteinsatz. Aber auch wie Kunst selbst in der Spielwelt dargestellt wird. Wenn man eine Affinität vor allem für Architektur, bildende und handwerkliche Kunst hat, gibt es in der Serie ab hier viel zu genießen und sie werden zu echten kleinen virtuellen Urlauben.
Spielhistorisch noch schwerer wiegt jedoch vermutlich die komplette Hinwendung zu und die schiere Qualität der filmhaften Inszenierung. Ich mag das nicht mehr ganz richtig rekapitulieren, doch waren Videospiele davor schon so kinoreif inszeniert? Heute sind es gefühlt alle Triple-A-Produktionen.
Among Thieves ist auf jeden Fall ein rundes, spektakuläres Action-Abenteuer, dass beim Gunplay weiterhin nicht vollends überzeugt und zum Ende auch etwas zum Dauergeballer ausartet. Lohnt aber auch heute noch.

Uncharted 3 - Drake’s Deception

Grafisch ist der Sprung nicht mehr ganz so gewaltig wie zwischen den beiden Vorgängern. Doch was ich über die künstlerischen Vorzüge von Uncharted 2 gesagt habe, gilt auch hier. Immer noch eine Pracht.
Drake’s Deception will aber vor allem erzählerisch drauflegen, ist deutlich komplexer, mit mehr Figuren, Schauplätzen, Rückblenden und Beziehungen… und scheitert dabei leider. Zu oft passieren Dinge, die wenig bis keinen Sinn ergeben. Einige Handlungsstränge sind geradewegs überflüssig. Ist nicht alles total furchtbar und es gibt auch schöne, denkwürdige Szenen. Doch insgesamt ist das schon sehr messy und frustrierend.
Dafür glänzt es spielerisch nochmal ordentlich (in Relation zur eigenen Reihe). Selbst narrativ schwache Abschnitte können nämlich visuell was hermachen wie der Schiffsfriedhof. Es wurde auch Wert auf mehr spielmechanische Varianz z.B. bei den Shootouts gelegt. Die finden mal in einem brennenden Haus, auf einem schwankenden Transportschiff, wobei sich die deckenden Container hin und her bewegen, in einem Sandsturm, beim Klettern in der Vertikalen oder auf Booten statt, wo man die Abstände schwimmend bzw. tauchend zurücklegen muss.
Uncharted 3 bietet auch die meisten Rätsel aller Serienteile. Die sind auch gut und teilweise visuell clever inszeniert. Das Schleichen taugt immer noch nicht und das Klettern ist auch hier nicht anspruchsvoll. Dafür gibt’s einmal mehr kinoreife Setpieces, die den Action Film-Fan in mir ein breites Grinsen auf’s Gesicht zaubern.
Gutes Spiel. Aber die Story zieht’s runter.

Uncharted 4 - A Thief’s End

Gilt vielen als der beste Teil. Doch als ich das zum Release gespielt habe, hat mich Uncharted 4 enttäuscht. Ich hatte mich in der Zwischenzeit ganz wahnsinnig in das Tomb Raider-Reboot von 2013 verliebt, das ich spielerisch für den bei Weitem besseren Titel halte. Die Walking-Simulator-Abschnitte fand ich recht quälend, das Klettern und die Ballereien wenig befriedigend und die Erkundung einfach nicht lohnenswert. Dazu hat sich die Story für meinen Geschmack etwas zu ernst genommen, Sam war mir nicht so sympathisch und der Twist gegen Ende hat viel potenzielle Dramatik aus dem Plot genommen.
Jetzt, nach fast zehn Jahren hat sich meine Meinung praktisch umgekehrt und ich habe diesen erneuten Durchgang sehr genossen.

Erst einmal: Uncharted 4 sieht immer noch fantastisch aus. Jetzt, auf der PS5 in 60fps, HDR, auf einer großen Leinwand war das eine Wonne für die Augen, die selbst in wenigen aktuellen Spielen echte Konkurrenz finde, weil das hier künstlerisch einfach Peak-Naughty Dog ist. Die Locations sind allesamt der Wahnsinn, gerade zum Ende hin. Diese unglaublichen Details und Farben, das Licht, die Wettereffekte… Jeder Stein wirkt sorgfältig platziert. Ein absoluter Traum. Das hat auch die Erkundung diesmal enorm aufgewertet. Mir ging es nicht mehr um die Fundstücke, sondern darum die Schauplätze so umfassend wie möglich aufzusaugen. Ich habe auch noch nie so oft in einem Spiel mit dem Foto-Modus rumexperimentiert. Das hat bestimmt ein Viertel der Spielzeit dieses erneuten Durchgangs ausgemacht.
Sam fand ich diesmal auch ansprechender, nicht zuletzt weil ich auch selbst einen älteren Bruder habe und ihre Beziehung gut nachvollziehen konnte. Der anfänglich klischeehaft wirkende Bösewicht ist auch interessanter und tiefer als man meinen mag. Sully ist sowieso der Beste. Und Elena ist wohl die einzige Videospielfrau, bei der ich jemals gedacht habe „Boah, die würde ich auch heiraten.“ (der Name stand auch in meiner ganz engen Auswahl für unsere Tochter, aber es kam dann doch anders :sweat_smile:)
Die Story ist insgesamt geerdeter, ohne fantastische Elemente. Und das immer noch eher rudimentäre Schleichen funktioniert diesmal auch wirklich und stellt für Stealthfans wie mich zwischendurch eine valide Option und dementsprechend nette Abwechslung dar.
Was allerdings schon immer geil war und sich auch nach fast zehn Jahren nicht geändert hat: Die fetten Action-Setpieces sind immer noch Videospielreferenz und der Epilog ist, wenn man bis hierhin alle Teile mitgemacht hat, schlichtweg P.E.R.F.E.K.T.!
Alles in allem würde ich inzwischen auch sagen, dass A Thief’s End mein liebster Teil der Reihe ist.

Ein paar kurze allgemeine Bemerkungen zum Abschluss:

Ich habe alle Teile auf leicht gespielt und das ist auch meine Empfehlung (die ich einst selbst von dritter Stelle bekommen habe) für alle, die die Uncharted-Spiele nochmal nachholen wollen. Trotz steter Verbesserungen, ist das Gunplay, auf welches sich der Schwierigkeitsgrad am meisten bezieht, nie wirklich präzise. Die Gegner vertragen auf den höheren Stufen vor allem mehr Kugeln. Diese Kombination macht die Gefechte meiner Meinung nach oft frustrierend. Sich auf leicht ohne große Probleme durchzuballern ist deutlich vorteilhafter für das Pacing und zahlt stark auf das Gefühl ein, einen interaktiven Action-Abenteuer-Film zu spielen.

Das Gameplay bleibt eigentlich in allen Aspekten seicht. Uncharted ist im Kern ein stark geführter Story-Shooter. Die Rätsel sind klassisch und funktionieren gut. Gerade bei den Kletterpassagen und den Shootouts hätten die Spiele allerdings systemischer sein und Animationdetails für besseres Spielgefühl und spielmechanische Immersion einsparen können.

Die englische Synchro ist sicher toll. Ich habe die Reihe jedoch schon immer auf Deutsch gespielt und die Synchro ist ebenfalls makellos exzellent. Klare Empfehlung/Entwarnung.

The Lost Legacy habe ich für diesen Re-Run nicht nochmal nachgeholt, weil das bei mir noch relativ frisch war. Ich erinnere mich aber, dass das zu meinen Favoriten gehörte. Das kann man nach Teil 4 bedenkenlos noch mitnehmen.

Alles in allem mag ich die Reihe, weil ich auch deutlich die Zielgruppe bin. Ich kann mir vorstellen die Hauptteile alle paar Jahre wieder durchzuspielen. Ich würde sie dennoch nicht maßlos in den Himmel hypen wie es früher getan wurde. Man muss schon wissen und akzeptieren wo die Stärken und Schwächen liegen, um die Erwartungen geradezurücken. Dann kann man sie auch entsprechend gut genießen.

Ich glaube zwar nicht dran, würde mich aber dennoch freuen, wenn Naughty Dog Uncharted irgendwann nochmal fortsetzt. Chloe oder Cassie würden sich ja prima für die Hauptrollennachfolge anbieten.

9 „Gefällt mir“

Chrono Trigger!

Endlich. Nach mehreren Anläufen und Pausen hab ich es endlich durchgespielt. Wollte ich eigentlich schon im Sommer im Urlaub machen aber jetzt ist es doch November geworden. Gespielt die DS-Version auf dem Retroid Pocket 4 Pro.

Zum Spiel selbst will ich garnicht soviel sagen. Es wird seinem Ruf definitiv gerecht. Allein die Kämpfe empfand ich nach hinten raus etwas anstrengend.

11 „Gefällt mir“

Hollow Knight: Silksong.

Von Anfang bis Ende ein vollständig großartiges Erlebnis. Meisterwerk und so. Larkin hat nochmal einiges oben draufgelegt auf den Soundtrack von Hollow Knight und von all der Kunst, der Atmosphäre und der BEINHARTEN SCHWIERIGKEIT brauch ich niemandem erzählen.

Wie sie ihren Spielinhalt verbergen ist mir persönlich äusserst lieb, bin ja Souls-Liebhaber. Daher völlig vertraut mit dieser Art des Weltenbaus. Bisschen frech sind diese Klatscher von Team Cherry aber schon.

Zwei Minispiele (Mementos) bleiben unberührt, das muss nicht sein.

Nun bin ich… frei. O.o

9 „Gefällt mir“

Ich habe Titanic Blinky (Amiga auf MiSTer FPGA) durchgespielt, ohne Cheats. Das Spiel ist sehr spassig! Hier ist mein Video:

5 „Gefällt mir“

So, ich hab endlich mal Reverie beendet, ein nettes kleines Indie-Spiel im Stile der alten 2D-Zeldas bzw. Earthbound, im weitesten Sinne also ein Action-Adventure. Gespielt hab ich es auf der Switch in der Sweet As Edition, gibt es aber auch auf Steam, GOG, Epic, Xbox oder für PS4/5 (und damit als Cross Buy automatisch auch für PS Vita).

Es stammt von einem neuseeländischen Indiestudio, was auch an dem ein oder anderen netten Lokalkolorit bemerkbar ist (Kiwis, Aussie-Bashing, Wiesel/Hermeline als Gegner). Das Spiel ist kein Umfangmonster, ein geübter Spieler hat es vermutlich an ein, zwei Tagen durch (5 Main-Dungeons, 1 Bonus-Dungeon, plus Überwelt und optionaler Sammelitems). Länger würde es ehrlicherweise auch nicht tragen, denn bspw. die Variation der Gegnertypen ist überschaubar. Andererseits finde ich genau das auch charmant, weil es sich einfach mal mit überschaubarem Aufwand durchspielen lässt. Auch die Story gewinnt keinen Originalitätspreis, ist aber funktional und auch nicht schlechter als zum x-ten Mal Prinzessin Zelda retten. Als kleiner Junge kommt man zu Besuch bei Oma und Opa auf einer kleinen Insel an und muss ein alte mythische Bedrohung abwenden. Auch wenn es nicht so explizit geschrieben wurde, wirkt es ein bisschen wie wenn kindliche Phantasie den Besuch zu einem Abenteuerurlaub ausbaut. Der kleine Junge, der inspiriert von Indiana Jones auf den Spuren einer alten Kultur wandelt. Das ist zugegeben mein eigenes Addendum, muss man nicht so lesen, aber unter diesem Blickwinkel fand ich die Story ganz reizvoll.

Das Gameplay ist im positiven Sinne gut von Zelda kopiert: Schlüssel suchen, Schalter- und Schieberätsel lösen, Endgegner mit unterschiedlichen Schwachstellen besiegen, dazu unterschiedliche Werkzeuge/Waffen, um überhaupt erst in spezifische Bereich zu gelangen oder Gegner besiegen zu können. Das funktioniert auf gewohnt ordentlichem Niveau, wobei es beim mittleren Dungeon imho eine kleine Schwierigkeitsspitze gibt bei der Lösung des Dungeons gibt, während es davor fast schon auf Schienen lief. Die Sammelquest und den Bonus-Dungeon (im Prinzip eine Art Hordenmodus, nur eben raumweise) hab ich ignoriert.

Das ist wahrscheinlich kein Spiel für die Hitlist des Jahres, neu ist es sowieso nicht. Aber es ist ein Titel, der ein liebgewonnenes Spielprinzip in einer kompakten Form nochmal neu reproduziert. Natürlich könnte man stattdessen auch Zelda nochmal spielen, aber das kenne ich ja schon recht gut. Da kommt mir dieser kompetente Klon hier eigentlich sehr entgegen. Das und die Tatsache, dass es eben kein Zeitfresser ist. Unter dem Aspekt, klare Empfehlung.

5 „Gefällt mir“

Hab im laufe der letzten Woche gleich 3 Spiele zu ende gebracht:

Heroes of the 7 Islands (2025)
Ein Point and Click Rollenspiel mit einer Grafik, die handgezeichnet ist, aber wie vom Microsoft Paint wirkt. Aber sehr konsistent und die lustigen Charaktere sind auf jeden Fall eine Stärke das Spiels. Spielerisch ists es ebenfalls ganz gut. Man klickt sich von Location zu Location, muss Monster bekämpfen und Quests lösen, und ein paar Rätsel gibt es ebenfalls.

Hier meine Score am Ende:

Wandering Village (2025)
Ein City Builder, bei dem man mit seiner Stadt auf dem Rücken eines „Onbu“ einer Art Dinosaurier, durch eine Post-Apokalypse zieht, und sich sowohl um die Einwohner als auch um das Onbu kümmern muss. Man muss Nahrung besorgen, auf die unterschiedlichen Biome eingehen, schauen dass Onbu Schlaf und Futter bekommt und die eigenen bewohner nicht an dem Gift sterben, das fast überall auf der Welt in gewisser Form zu finden ist. Es gibt dort auch eine Kampagne mit einer ziemlich coolen story.
Ich habe hier insgesamt 30 Stunden an der Kampagne gespielt, die wirklich nur aus einer Stadt besteht, die man aufbaut. Also das ist schon ein etwas längeres Ding.

Eye of the Beholder (1993)
Und zuletzt der dritte Teil der Eye of the Beholder Reihe. Der kam damals in der Presse ziemlich schlecht weg, und gilt gefühlt auch als schlechtester Teil der Reihe. Ich hatte schon vermutet, dass ich da anderer Meinung sein würde, aber man muss schon sagen, dass EOTB3 nicht mit Lands of Lore mithalten kann, das ja ebenfalls 1993 erschienen ist. Aus heutiger Perspektive, wo der technische Fortschritt der 2 Jahre aber nicht so ausschlaggebend ist, spielt das eher weniger eine Rolle, wenn man EOTB3 neben 1 und 2 stellt. Leider gibt es hinsichtlich des Sounds aber sogar einen Rückschritt.
Ein paar andere Systeme wurden vereinfacht (Kampf mit Alle Angreifen button, Wurfwaffen, die zurückkommen und die man sicht einsammeln muss), was aber (mit anderen Faktoren) den Kampf extrem einfach werden lässt. Die Rätsel sind hingegen deutlich schwerer als noch bei EOTB2, aber habe ich alle ohne nachzuschauen lösen können. Kein Ziegenrätsel am Ende wie bei Lands of Lore.
Insgesamt ein schönes Spiel, dass sich (ausser beim Sound) nicht hinter EOTB1/2 verstecken muss.

4 „Gefällt mir“

Hab Aliens: Colonial Marines gestern auf PS3 durchgespielt und verstehe wieso es bei Erscheinen nicht gut aufgenommen wurde. Es wirkt auf Konsole einfach unfertig. Von den Versprechen der Marketing Kampagne blieb nicht viel übrig. Insgesamt einfach enttäuschend wie viel mehr da hätte drin sein können.

Trotzdem hatte ich viel Spaß. Aliens ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Soundeffekte und Musik machen da so viel aus. Alle Schauplätze auf LV-426 sind in Spiel. Mit den Geräuschen des Motion Trackers durch Hadley‘s Hope zu gehen, auch wenn’s nur 3 Gänge und 4 Räume sind, hatte für mich die richtige Stimmung.

Werde mir das Spiel irgendwann auch nochmal mit Overhaul Mod und DLC am PC anschauen. Schade dass solche Spiele nie eine Chance auf ein Remake haben.

2 „Gefällt mir“

Megaquarium

Hab das Spiel vor langer Zeit gekauft und dann nur 15 Minuten angespielt, weil mir die Grafik etwas sehr funktional aussah. Gerade bei, im weitesten Sinne, Zoosimulationen möchte ich eigentlich wohlfein gerenderte Tiermodelle haben.
In meinem Kampf gegen den Pile of Shame hab ich es jetzt doch nochmal angefasst und dann relativ zügig durchgesuchtet.
Im Endeffekt geht es darum ein Aquarium, im Stile eines Sealife, zu bauen und zu managen. Es greifen die üblichen Mechaniken: Forschungspunkte gibt es in zwei Varianten: Biologisch und technisch. Die einen schalten neue Wasserlebewesen frei, die anderen neue Technik. Als dritte Ressource kommt Reputation dazu, um Ränge und damit neue, erforschbare Technik und Lebewesen freizuschalten.
Oben drüber thront wie immer das Geld, das mit Eintrittspreisen, Merch, Essen und Trinken erwirtschaftet wird und für die Personal-, Tier- und Baukosten draufgeht.
Im Gegensatz zu den Planet Zoo Spielen wird hier strikt nach Raster gebaut. Das kommt mir als „Ich kann in 3D nicht schön bauen“ Spieler sehr entgegen.
Mechanisch besteht die Kunst darin, die Becken richtig zu bestücken. Also die Bedürfnisse der „Bewohner“ zu erfüllen (Pflanzen, Steine, Unterschlupf, Wasserqualität und -Temperatur) und keine Spezies zusammenzupacken, die sich gegenseitig auffressen.
Die Technik, zum Betrieb der Becken, ist vor den Besuchern zu verstecken, was teils in recht ausgeklügelte Pumpen/Filter/Heizungssysteme mündet.
Der Anspruch ist eher leicht bis mittel. Die größten Hürden entstehen einerseits daraus, dass man, mit dem Freischalten neuer Technik, meist ein Rework bestehender Bereiche anstehen hat.
Andererseits muss man, bei großen Becken mit vielen Arten, die Infos was sich wie verträgt relativ kleinteilig aus „endlosen“ Listen von Tieren zusammensuchen.
EDIT: Einen Fallstrick wenn man das Tutorial = Kampagne skippt und etwas das normale Spieler oder gar Süßwasser-Aquarianer nicht wissen können gibt es. Ich hatte mal ein Meerwasseraquarium und mir war das damit eigentlich klar. Klassische Filter sind nur prozentual kumulativ. Um auf 100% Filterleistung/Wasserqualität zu kommen müssen auch Skimmer (Eiweißabscheider) und Nitratfilter verbaut werden. Im GUI wird das nicht wirklich gut angezeigt. EDIT ENDE.
Die Zusatzmechaniken in Form von Aufträgen (Schaffe ein Becken mit 4 Arten und 12 Bewohnern die 240 Bio-Forschung generieren) und Handel sind okay (Aufträge) bis nervig (Handel). Glücklicherweise ist das im Sandbox Modus recht granular abwählbar.
Zeittechnisch ist man in knapp 20 Stunden durch. Will man alles mal gesehen haben, und dafür hat mich das Spiel ausreichend motiviert, kann man etwa 40 Stunden ansetzen. Dann ist es aber auch gut.
Nachdem ich die Kampagne und die Sandbox durch habe, würde ich eine stabile 8 von 10 vergeben.

Star Wars: Outlaws

Das Spiel ist… akzeptabel. Ich habe es auf der Switch 2 im Handheld-Modus durchgespielt. Es ist ein typisches Ubisoft Open-World Action-Adventure mit unzähligen Collectibles, generischen Missionen und uninspirierten Dialogen – aber auch einigen unerwarteten Stärken.

Das Gameplay entspricht in weiten Teilen der Ubisoft-Formel. Wir reisen zu mehreren Planeten, auf denen wir in bekannter Manier herumlaufen, mit Leuten sprechen, schleichen, klettern und schießen. Distanzen überwinden wir mit Hilfe des Speeders; mit dem Raumschiff geht es auch ins All.

Das Setting und die Geschichte sind die größte Schwäche von Outlaws. Man trifft zwar ab und zu Nebenfiguren aus den Filmen, doch hauptsächlich geht es um banale Machtkämpfe zwischen Verbrecherclans. Die Star Wars Lizenz wird hier nicht konsequent ausgenutzt, erst am Ende zieht die Handlung an und serviert unerwartete Twists und coole Momente. Die Protagonistin wirkt auf den ersten Blick sympathisch, bleibt auf Dauer aber blass und entwickelt sich nicht weiter. Dasselbe gilt mit wenigen Ausnahmen für unsere Crew und den Bösewicht.

Die Quests unterscheiden sich in ihrer Qualität stark. Hauptmissionen sind schön inszeniert und mit tollen Kulissen ausgestattet; es gibt aber auch generische Fetch-Quests. Gameplay-technisch ist alles höchstens Standardkost.

Trotzdem macht das Spiel Spaß, und das liegt zum größten Teil an der motivierenden Erkundung. Überall sind Schätze versteckt, und es macht richtig Spaß, sie zu suchen. Manche sind hinter interessanten Parkour-Einlagen zu finden, andere werden von Gegnern bewacht, oder liegen auch mal einfach herum. Darin sind Vanity-Items und Crafting-Komponenten zu finden. Mit Letzteren verbessern wir unseren Blaster, den Speeder und das Raumschiff. Zusätzlich gibt es Ausrüstungsgegenstände für unsere Protagonistin und ihren tierischen Begleiter.

Ein weiterer Aspekt, der mir gefallen hat, sind die Skill-Trees. Meistens sind diese in Open World-Spielen stinklangweilig und verursachen bei mir die Qual der Wahl, ohne richtigen Mehrwert zu bieten. Outlaws macht das viel cleverer. Um Skills zu bekommen, muss man zuerst entsprechende Trainer finden und danach Herausforderungen abschließen, die etwas mit dem Skill zu tun haben. So musste ich einen 60-Meter-Sprung mit dem Speeder schaffen, ohne vom Sattel geworfen zu werden. Als Belohnung verbesserte sich das Handling des Speeders – und zwar sofort nach der Absolvierung der Herausforderung; der Gang zurück zum Trainer war nicht notwendig. Schön gelöst.

Ich habe ca. 40 Stunden gespielt, bis ich die Endsequenz sah – habe aber einen großen Anteil dieser Zeit mit Erkundung und Nebenmissionen verbracht. Trotzdem fand ich nicht mal ein Drittel aller Schätze und Collectibles. Die beiden Story-DLCs blieben ebenfalls unberührt. Ich habe vor, das Spiel ab und zu anzuwerfen, während ich einen Podcast oder ein Hörbuch konsumiere, um nebenbei den Completion-Zähler auf 100% zu bringen.

Empfehlung? Eher für Assassin’s Creed- als für Star Wars-Fans.

3 „Gefällt mir“

Eher für Assassin’s Creed-Fans? Wegen der Struktur? Hab’ eigentlich nur AC1, 4 und Origins etwas gespielt. Bin aber eher so semi-angetan von den Titeln, mag aber Action-Adventures wie die Uncharted udn Tomb Raider-Serie ganz gerne. Ist es damit vergleichbar?

Kannst du noch was dazu sagen wie Gunplay, Klettern oder Stealth so sind? Ist das halbwegs befriedigend? Ich schiele da ein wenig drauf, weil’s gerade so günstig ist und ich in Star Wars-Laune bin. Hab’ allerdings auch noch Jedi Survivor zu spielen.

das sollte alles beantworten :smiley:

1 „Gefällt mir“

Mich hat es von der Struktur sehr an AC: Black Flag erinnert. In den lineareren Missionen kommen tatsächlich Uncharted- bzw. Tomb Raider-Vibes durch. Manche Schalterrätsel sind angenehm knackig.

Beispiel: Man steht vor einer Gittertür. Dahinter ist ein verschlossener Schacht. Man schickt seinen Begleiter (katzenähnliches Tier) durch das Gitter, damit er den Schacht öffnet. Es wird eine Sicherung freigelegt. Man schießt darauf mit einem Ionenschuss aus dem Blaster und die Tür geht auf.

Das Gunplay ist schnell und unkompliziert, aber leider auch komplett hirnlos. Idealerweise schleicht man sich an den Gegnern vorbei. Wird man entdeckt, spawnen Horden von Gegnern um einen herum. Diese haben eine ziemlich schlechte KI, so dass Kämpfe nicht sehr schwierig sind.

Das Klettern ist cool und erinnert etwas an Uncharted. Nicht so sehr gepolished, aber dafür etwas anspruchsvoller. Man hat einen Greifhaken, es gibt bewegliche Plattformen, manchmal muss man den Weg so richtig suchen.

Das Schleichen geht auch in Ordnung und ist mit Horizon-Spielen vergleichbar. Man kann sich im Gras oder hinter Kisten verstecken, Gegner von hinten erledigen, Alarmanlagen sabotieren und schallgedämpfte Blasterschüsse verwenden.

Einzelne Elemente sind nicht besonders spannend, aber das Pacing ist gut. Man wechselt ständig zwischen den verschiedenen Gameplay-Elementen, und alles ist sehr flüssig.

Ach, eine Sache habe ich vergessen zu erwähnen. Outlaws hat das beste Lockpick-Minispiel aller Zeiten. Es ist nämlich ein Rhythmusspiel. Man muss einen Knopf in einem vorgegebenen Takt drücken. Das macht sehr viel Spass und kann je nach Schloß ziemlich herausfordernd sein.

Wenn du tief in der Star Wars Lore bist, dann wirst du im Spiel sehr viele coole Anspielungen auf die Original-Trilogie finden. Aber die eigentliche Handlung ist weit weg von den Filmen entfernt. Trotzdem kommen im späteren Verlauf der Story einige bekannte Gesichter vor, die ich nicht spoilern will.

2 „Gefällt mir“

Vielen Dank für deine schnelle und anschauliche Antwort. Ich hab’ natürlich auch einige Reviews zu Star Wars Outlaws zum Release konsumiert. Doch die beantworten mitunter nicht so richtig, ob das spielerisch meinen Gelüsten entspricht. Außerdem wurde das Spiel ja wohl recht fleißig gepatcht.

Klingt erstmal, als ob mir das ganz gut gefallen könnte.

Ich bin kein Ober-Star Wars-Fanboy und stecke nicht super tief in der Lore. Die Original-Trilogie war auch für mich unheimlich prägend und hält weiterhin einen großen Platz in meinem Herzen. Ich mag die Stimmung und das Design auch nach wie vor.

Ansonsten haben ein Maximum an idiotischem Fan-Service, ein Minimum an eigenen Ideen und die nicht enden wollenden Rückbezüge auf die Original-Filme, seit der Übernahme durch Disney stark an meiner Zuneigung zur Marke gerüttelt und ich meide praktisch alle Film- und Serien-Spin-Offs dazu.

Bei Videospielen hält mein Interesse für Star Wars aber noch ganz gut. (würde auch einige von den älteren Expanded Universe-Büchern lesen, die teils viel gelobt wurden, bin aber leider kein Vielleser) Allerdings finde ich es wirklich sehr erleichternd, wenn ein Werk mal nur das zugrundeliegende Universum als Kulisse nutzt und mir möglichst keine bekannten Gesichter oder anderweitige Anspielungen um die Ohren haut.

Danke, nochmal.

1 „Gefällt mir“

Glückwunsch! Das hab ich auch noch ganz weit oben auf der Liste. Hab es letztes Jahr sehr begeistert für einige Stunden gespielt und mich dann irgendwie in eine vermeintliche Sackgasse gelotst (ich war in einem Zeitabschnitt und kam nicht mehr zurück, weiß nicht mehr genau). Da war ich dann erstmal frustriert und aus der kleinen Pause wurde eine endlos lange. Dein Post hat mich jetzt aber motiviert das nochmal anzugehen!

2 „Gefällt mir“

I habe alle 20 Levels in H.E.R.O. (C64 auf MiSTer FPGA) durchgespielt, ohne Cheats. Als Kind bin ich nicht mal in Level 19 gekommen. Hier ist mein Video:

Das Spiel ist einfach ein absoluter Meilenstein, definitiv in meiner Top 10 der besten C64 Spiele.

Persönlicher Highscore: 226983.

4 „Gefällt mir“

Eins der Spiele, die ich auf dem C64 und Atari 2600 als Kind gesuchtet habe und irgendwann den Joystick verkehrt herum gehalten habe, damit es ne neue Herausforderung bietet. :+1:

1 „Gefällt mir“