Welches Spiel hast du bis zum Ende gespielt?

Ich schließe mich dann auch mal der Runde der Silksong Beender an. Ich fand das Spiel super, hatte viel Spaß daran und fand es eigentlich auch nicht wirklich zu schwer, obwohl einige Passagen und Bosse natürlich fordernd waren. Hatte aber mehr das Gefühl es liegt daran, dass mir noch was fehlt (v. a. am Anfang brauchte ich recht lange für zusätzliche Masken), ein Move noch nicht im Muskelgedächtnis angekommen ist oder ich das falsche Setup für einen der Bosse genommen habe. Manchmal war ich auch einfach schon zu müde und am nächsten Tag ging es dann.

Am Ende alles gefunden, 100% erreicht und selbst das Jägerabzeichen und die meisten anderen Mementos bekommen. Nur die Speedrun - Abzeichen, die Wiederholung der Flohspiele mit Seth und der Steelsoul Mode fehlen damit noch.

Hab aber auch 126h dafür gebraucht.

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Lands of Lore: Throne of Chaos

Ich hatte das Spiel damals nach SF140 angefangen aber nicht so richtig weit gespielt. Im November hab ich nochmal einen Versuch gestartet, teilweise inspiriert durch das Kalenderblatt im SF-Kalender und teilweise durch die Einrichtung meiner Dos-Emulations-Maschine, wobei ich festgestellt hatte, dass ich meine damaligen Savegames mit rüberkopiert habe.

Und jetzt hab ich es durchgespielt, stilecht auf einem CRT.

Spannend wie das Spiel irgendwie noch technisch in der Dungeon-Crawler-Ära von Dungeon Master und EotB hängt, aber erzählerisch schon so viel mehr sein will. Ein bisschen ein Übergangswerk hin zu „richtigen“ 3D-Rollenspielen.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist die Musik. Ab Spielmitte geht die von „angenehme Hintergrundmusik“ zu „richtig gut“ über. Man hört Frank Klepacki’s spätere Werke schon richtig raus. Zuerst ist mir das in den Yvel Woods aufgefallen. Aber auch White Tower #2, City of Yvel oder Chase sind toll.

Und visuell ist Lands of Lore schon Peak-VGA-Pixelart. Soo tolle Grafiken…




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All Time Favorit!

Die CD Version mit Patrick Stewart als Sprecher.

Die grandiose Musik von Frank Klepacki.

Die wunderschöne Pixel Art.

Für mich 10/10.

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Ich war ganz aufgeregt als ich kurz davor war, King Richard zu heilen, weil ich wusste, dass gleich wieder Patrick Stewart spricht :smiley:

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Sieht echt toll aus.

Das ist damals an mir, bzw. meinem Vater vorbei gegangen. Ich meine Teil 3 mit den Video Figuren haben wir gespielt, aber das ist nicht so gut in Erinnerung geblieben

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Ich hab das damals auch nicht gekannt. 1993 war ich noch auf dem Amiga unterwegs und von Rollenspielen wusste ich überhaupt nichts. Den zweiten Teil hab ich mitbekommen, ich glaube aber hauptsächlich weil auf der Command&Conquer-CD ein Trailer drauf war.

Donkey.bas auf Level “Christopher”

Ach, Lands of Lore… Hab ich leider auch nie gespielt, nur die Teile 2 und 3, mochte ich damals beide sehr. An den Bugs im 3. Teil bin ich aber schier verzweifelt. Vllt sollte ich wirklich mal den Anfang nachholen…

Ich habe es jetzt geschafft Elvira und Elvira 2 nach 35 Jahren durchzuspielen. Mir haben beide Elvira Spiele sehr gut gefallen, wobei es einem der zweite Teil nicht gerade leicht macht.

Elvira ist in ihrem Filmstudio gefangen. Bereits vor dem Studioeingang erwartet einen das Grauen.

Das Spiel ist voll mit Gegenständen. Diese können für Zaubersprüche oder Waffen interessant sein oder einfach nur nutzlos.

Im Keller ist ein Indianer der vom Bösen, mächtiger Magie und mystischen Artefakten redet.

Man durchkämmt Filmstudios, z.B. ein Spukhaus mit vielen Rätseln und speziellen Gestalten.

Das Böse hat viele Gesichter. Süße Träume.

Man muss bei ELvira 2 auch eine Insektenhöhle durchkämmen.

Elvira kommt einem telepathisch zur Hilfe, wobei sie dabei aber ziemlich frech ist.

Die Katakomben entpuppen sich als riesengroß und ziemlich verwirrend.

Hier merkt man warum ich das Spiel damals abgebrochen habe. Wer keine Karten zeichnet ist verloren.

Da hilft auch keine Gesichtscreme oder starker Kaffee.

Stärken

  • Viele Gegenstände, interessante Zauber und Rätsel.
  • Der Horror und Grusel kommt sehr gut rüber.
  • Sehr viele abwechslungsreiche Todesszenen.
  • Tolle wuselige Pixelgrafik.
  • Den Dungeon mit den Insekten kann man glücklicherweise zum Schluss per Abkürzung verlassen.
  • Sehr stimmungsvolle gruselige Musik und Soundkulisse auf dem Amiga.
  • Das Spukhaus ist als Rätselort und seinen Horrorgestalten herauszuheben.

Nachteile

  • Der Dungeon in den Katakomben ist leider nicht abkürzbar, riesengroß, nervige Geister und erfordert viel Spielzeit.
  • Im Dungeon heißt es kämpfen, kämpfen und kämpfen.
  • Man kann sich das Spiel an mehreren Stellen kaputt machen. Ich hatte nach 20 Stunden um 2:00 Uhr die Gewissheit, dass ich es nicht beenden kann.
  • Personen kann man leicht verärgern, Quest relevante Gegenstände verbrauchen oder zu früh einsetzen. Das Spiel ist dann unwissentlich verloren.
  • Die zwei unbekannten Zauber lassen sich auch mit den Büchern sehr schwer enträtseln.
  • Manche Bücher sind in der Amiga Version in der deutschen Version weiterhin in englisch (gilt nicht für die PC Version).
  • Der Sound und Musik ist mir auf dem PC zu fröhlich und flach (auf dem Amiga stimmungsvoller und plastischer).
  • Ich habe mir ein Herz genommen uns es zweimal durchgespielt.

Abschließend konnte ich das Böse besiegen und Elvira befreien. Ich kenne nun das Spiel in und auswendig. Im Fazit würde ich dem ersten Spiel Vorrang geben, da sich das zweite Spiel an den erfahrenen Spieler mit Nerven aus Stahl richtet. Es waren ca. 32 Stunden.

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Holy shit!

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Sehr schöner und aufschlussreicher Post. Würde ich mir direkt als Vorbild nehmen.

Das Spiel sieht ja super aus, klingt aber vielleicht zu sperrig für mich.

Dennoch danke, für die differenzierte Beschreibung.

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Haha, als ob. Nach ein wenig PC-Abstinenz, in der ich lediglich in leicht verdaulichen 15-Minuten-Einheiten Geheimakte Tunguska schnabuliert habe (völlig solides, wenn auch sehr deutsches Point & Click mit zeitweise überknirschigem Humor), musste ich natürlich im Anschluss erstmal 100 Spielstunden in Dark Souls 1 stecken.

Bis dato hatte ich nur Teil 2 gespielt, und gegen dessen teilweise absurden künstlichen Schwierigkeitsgrad fühlte sich DS1 fast wie Urlaub an. Böcke wie Manus oder Artorias brauchten natürlich trotzdem 50-60 Anläufe. Fairerweise muss ich aber hinzufügen, dass ich alle Ambitionen auf blindes Spiel bereits zum Teufel gejagt hatte, als ich seinerzeit erstmal in alle Noob Traps von DS2 getappt war. Das waren dann doch ein paar Dutzend Stunden zu viel, die ich in den Ofen der kichernden Entwickler verfeuern musste. Sowas bricht für mich den Vertrauensvertrag zwischen Spieler und Spiel. Aber mei.

Jetzt, wo Lordran dunkel ist, stromere ich vielleicht noch ein wenig im NG+ herum. Mal sehen, ob sich diesmal die NPCs etwas weniger rar machen und ich die achsograndiosen Questlines beim zweiten Versuch mal zu Gesicht bekomme.

Aber war schon super, nicht falsch verstehen. Praise the Sun.

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Ich habs eigentlich schon vor Jahren mal ein Wochenende auf 100% gesuchtet, aber ich spiele gerade wieder Neon White (diesmal auf der PS5).

Erstmal vorweg: die Story hab ich mir damals angetan, fand sie aber eher anstrengend. Irgendwas mit Himmel und man ist Vollstrecker Gottes, und dies und das. Irrelevanter Visual-Novel-Kram.

Das Spiel ist aber extrem gut: ein level-basierter, schneller Shooter, in dem jedes Level ca. 30-60 Sekunden dauert. Das Ziel ist einfach: durch den Level sprinten und dabei alle darin vorhandenen Gegner töten. Dann zum Ausgang gehen. Alternativ gibts in jedem Level ein verstecktes Goodie, das man für weitere Level eintauschen kann. Oder vielleicht sogar ein Secret?

Dabei helfen die Waffen, die nicht nur eine Hauptfunktion haben (ballern!), sondern immer eine „Discard“-Funktion. Gibt man die Waffe auf, wird diese aktiviert, aber die Waffe ist weg. Die Pistole zum Beispiel erlaubt einen Doppelsprung, mit dem man höher kommt.

Am Ende kriegt man eine Abschlusszeit. Und genau darum gehts: das Spiel ist ein Speedrun-Shooter. Man spielt Level mehrfach. Gold erreichen geht meistens recht einfach, teilweise auf dem offensichtlichen Weg auf den ersten Versuch. Für Platin wirds schwieriger. Manchmal muss man einfach sehr genau und perfekt sein, in den meisten Leveln ist aber ein Kniff drin, mit denen man ganze Teile des Levels skippen kann. Um die 10s von Gold bis Platin zu überbrücken, muss man dann diese finden nehmen.

Das spassige an dem Spiel ist, dass es einem spielerisch Mechaniken des Speedrunnings (skips usw. beibringt), aber die so verpackt, dass sie mit ein bisschen ins Level schauen erkennbar und meisterbar sind. Der Anspruch steigt über alle Level auch in dieser Hinsicht, ist aber immer fair. „Sag mal, reicht eigentlich der Dash vom Crossbow auch… um einfach diese Schleife einfach abzukürzen? Jau.“ Häufig braucht der schnellste Run und das Goodie finden 2 unterschiedliche Strategien (letzteres benötigt zum Beispiel häufig, dass man Waffen eben nicht verschiesst, sondern konserviert).

Irgendwas hat nicht geklappt? Neustart funktioniert ohne Ladezeiten. Mehr als 5-10 runs auch für die eher knackigen Level braucht man meist nicht.

Das hat mir auf dem PC viel Spass gemacht, auch die PS5-Version funktioniert echt gut. Hier kommt aber der einzige kleine Makel der Konsolenfassung: Das Autoaiming funktioniert gut, aber manchmal ist die Aufgabe mit einem Skill-Shot verbunden. Und wenn der halt in eine Gegnergruppe geht… geht der mal in den falschen Gegner. Auf dem PC hat man sowas nicht und ist besser dran. Aber alles möglich und eher selten.

Dafür im PS5 Plus gerade kostenlos.

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Toll, wie du dich da hinterklemmst! Respekt!

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Habe die letzten Tage das erste Mal seit dem Release damals das Resident Evil 2 Remake durchgespielt, Szenario A mit Claire und Szenario B mit Leon. Es ist einfach nach wie vor ein absolut fantastisches Spiel und bringt den Klassiker würdig in die Moderne. Sieht auch heute noch toll aus, hat eine fabelhafte Soundkulisse und so viele tolle Details, wie z.B. die Figuren die humpeln und ächzen, je nachdem wie verletzt sie sind, die Waffen beim gehen und rennen ganz unterschiedlich herumtragen, Gegner die unterschiedlich reagieren je nachdem wie sie beschossen werden, fallen mal auf die Spielfigur, die sie dann angewidert auf die Seite werfen und und und.

Etwas anstrengend ist mit der Dauer Mr. X, der einen durchs Polizeirevier verfolgt, der sorgt anfangs zwar wirklich für Spannung und permanente Bedrohung, sobald man seine Bewegungsmuster usw. aber mal durchschaut hat, kann man ihm ganz einfach entkommen und er wird stellenweise nur lästig, weil man dann erstmal wieder eine große Runde durch das Gebäude drehen muss, um ihn kurz abzuschütteln ubd seine momentane Aufgabe in Ruhe erledigen. Oh, und der Birkin-Bosskampf am Kran war wirklich lästig, den habe ich in beiden Szenarien zigfach machen müssen, weil das Timing nicht einfach ist.

Ansonsten, absolut fantastisches Spiel und definitiv eines der besten im Genre überhaupt!

So, gestern Abend Vampire the Masquerade: Redemption beendet.

Ich habe das Spiel bei ursprünglichem Erscheinen gespielt, hatte es als absolut positive Erfahrung in Erinnerung - vielleicht nicht super poliert, aber grafisch opulent und insgesamt allein durch das VtM Setting cool.

Stand heute kann ich zumindest sagen, dass die Grafik damals wirklich top gewesen sein muss. Sie ist für End-90er Polygone sogar ganz okay gealtert. Nicht wunderschön, aber immer noch gut-funktional.

Und da endet auch schon mein positives Feedback. Fangen wir mal mit dem Gameplay an:

Im Kern ist das Spiel ein später Diablo-Klon - Spielende ackern sich in einer Party aus bis zu 4 Vampiren durch Dungeons und schnetzeln allerlei wildes Getier und Gedöns aus der Vampire-Lore. Die Grundsteuerung ist das klassische Muster: Linksklick zum Metzeln, Rechtsklick zum Zaubern. Die Party wird über eine Art KI gesteuert. In den größeren Hub-Arealen quatscht man sich dann minimal durch Plot-relevante Dialoge. Zufälliger Plunder kann nach erfolgreichem Schnetzeln und beim Öffnen von Truhen erbeutet werden. Und dann gibt es da noch das für Action-RPGs übliche XP-Attribute-verbessern-System. Daran ist nix kreativ, die Umsetzung ist aber leider grad mal mittelmäßig. Die Kamera ist zu nah an der Party, es fehlt permanent Übersicht. Die Party-KI ist katastrophal. Die Gegner-KI aber auch. Die mangelnde Übersicht macht grad mittelgroße Getümmel schon zur Qual, insbesondere die richtigen Gegner anzuvisieren. Und das Level-Design…puh, das Level-Design: Dungeons sind im Kern immer in 3-4 Ebenen verteilt, sehen okay aus und sind fast durchgängig gradlinig. Aber so richtig spannend ist das alles nicht. Und der Kernmotivator für jedes Diablo-like, die Beute, ist grausig. Es gibt kaum fest platzierte Objekte, alle Container spucken Inhalte basierend auf einer Beute-Tabelle aus. Hat man Pech, erhält man minderwertigen Mist. Hat man Glück, erhält man mittelmäßigen Mist. Dass da jemals wertvolle Beute drin gewesen wäre, die die Dopamin-Spirale befeuert hätte, ist einfach nicht passiert. Wow. Also echt, als ob das Linksklicken bei Diablo der Spaßlieferant gewesen wäre.

Und die Story? Jaaaha, die Story. Also im Kern ist es eine recht banale Liebesschmonzette vor leicht vergewaltigtem VtM-Hintergrund. Kreuzritter verliebt sich im 12. Jhdt in Nonne, Nonne in Kreuzritter. Das darf aber natürlich nicht sein. Ach je, ach Gott. Als der Kreuzritter dann kurzerhand zum Geschöpf der Nacht transformiert wird, geht das Drama nur weiter. Im Hintergrund baut sich dann der große Bösewicht langsam auf - ein uralter Vampir, der auf jeden Fall böses im Schilde führt. Die Welt wird enden, alle werden versklavt, blablabla. Der spannendste Twist des Spiels: Nach knapp über der Hälfte des Spiels gibt es einen Zeitsprung vom 12. Jahrhundert ins Jahr 1999. Was da alles cooles passieren könnte… Betonung auf dem Konjunktiv. Das Szenario bleibt fast ungenutzt. Ich renne nun einfach im schwarzen Trenchcoat durch erst London, dann New York und metzel mich dort durch Klischee-Varianten der jeweiligen Vampirclans. Die Schusswaffen der Moderne sind dabei völlig nutzlos und machen keinen Spaß - wie fast alle Fernkampfwaffen des Spiels, schon allein, weil sie irre viel Inventarplatz für die Munition benötigen. Und dass ich mit nem großen Zweihänder in der Hand an bewaffneten Polizeibarrikaden vorbeiziehe, stört niemanden. Es bleibt alles konsequenz- und somit belanglos.

Gegen Ende des Spiels war dann auch der große Bösewicht, der im Pen and Paper nahezu unbesiegbar gewesen wäre, dann nur eine weitere Luftpumpe, den ich mittels Eis-Zauber permanent einfrieren konnte, während meine Truppe ihm nach und nach die HPs runterkloppt. Gähn.

Das Spiel galt damals als schwer - zunächst wegen eines grausigen Speicherpunktsystems (das dann kurz nach Start rausgepatcht wurde), und wegen sehr zufälliger Schadensspitzen in Kämpfen. Aber ganz ehrlich, das hatte sich nach ca. nem Drittel, spätestens nach der Hälfte des Spiels erledigt. Die Party war nur zusätzlicher Schadensschwamm und minimaler Lieferant, vorwiegend erweitertes Inventar, während sich der Protagonist durch die Welt der Dunkelheit fräst. Die Vampire-Lore bleibt dabei wirklich ein blasser Hintergrund und wird kaum ausgespielt. Kein Vergleich zum späteren Bloodlines.

Fazit: Ich hab das Spiel damals mindestens 2 mal durchgespielt und hatte es stets positiv in Erinnerung. Warum das so war, kann ich heutzutage kaum noch nachvollziehen. Vielleicht, weil es die World of Darkness war und ich die so toll fand. Vielleicht, weil es als Grafikblender gut funktioniert hat. Vielleicht, weil ich damals ein simpleres Gemüt war oder es die 90er waren und wir hatten ja nix. Ich weiß es nicht. Aber: Ich kann kaum anraten, es heutzutage noch mal nachzuholen. Weder das Gameplay noch die Story sind beachtlich oder Vorzeigeartefakte vergangener Zeiten. Es ist sperrig und belanglos, leider. Ändert Gott sei Dank nichts daran, dass ich mich immer noch freue, dass es mir damals so gefallen hat. Doch noch mal würde ich es wirklich nicht spielen wollen.

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Gratulation! Habe seinerzeit Vukodlak nicht geschafft und dann auch irgendwann das Interesse verloren. Aus allen beschriebenen und weiteren Gründen.

Erinnere mich aber gut, wie ich andächtig die spektakuläre Grafik bestaunte und ehrfürchtig raunte “Was soll da noch kommen?”.

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Das ist in der Tat vernichtender als das, was ich im anderen Thread schrieb. :joy:

Kann gut sein, dass es einfach schlecht gealtert ist. Ich glaube es war seinerzeit tatsächlich sehr viel „wir hatten ja nichts anders“. Die Grafik war definitiv überdurchschnittlich und das SDK und der Spielleiter-Modus weckten zumindest große Hoffnungen, die sich nicht erfüllten. Reaktive Spielwelt war afair noch nicht so weit verbreitet (in Gothic wurde ein Jahr später bejubelt, dass man aufs Maul bekam, wenn man fremde Baracken betritt). Die Love Story fand ich als tragendes Gerüst zumindest mal plausibel. Über die Ausgestaltung müssen wir nicht diskutieren. Das ist das Studio, das hinterher Starcraft: Ghost jahrelang nicht auf die Schiene bekommen hat und dann mit zuletzt zwei mittelmäßig schwachen PSVita-Ablegern bekannter Spielereihen endgültig in der Versenkung verschwand.

Die Ähnlichkeit mit Diablo ist mir damals schon ein bisschen aufgefallen, auch wenn VtM etwas gemächlicher daherkommt und eine Party hat. Ironischerweise habe ich Redemption zusammen mit D2 gekauft.

Aber das wilde ist: Ich hab Gothic 1 vor knapp 2 Jahren noch mal gespielt. Lediglich die Auflösung hatte ich gemoddet, damit es nicht ganz so grob aussieht. Und ich war echt schwer beeindruckt. Gothic ist in seinem gesamten Gameplay wirklich schön gealtert. Das hat wirklich noch immer so viel Spaß gemacht wie damals. Die Story gab auch mehr her und die Steuerung, auf die sonst oft so geschimpft wird, fand ich bei weitem nicht so problematisch. Aber Redemption ist scheinbar echt nicht gut gealtert. Und wie man vielleicht rauslesen konnte: Ich kann die Dissonanz zwischen meiner damaligen und heutigen Wahrnehmung gar nicht so gut erklären. Ich fand es damals toll, aber warum? Warum?!? :smiley:

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